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Battle Field 2185 „The Agori Empire“

Seit Anbeginn der Zeit berichtet eine Legende das Bara Magna, Aqua Magna und der Mond der beide Planeten umkreist, einst ein großer Planet waren. Auf diesem gedieh das Leben und die Mutter aller Kulturen wurde dort geboren. Doch erzählen die Legende weiter das die Kultur der Arroganz und dem Hochmut verfiel. Werte wie Freundschaft und Liebe, Verständnis und Leben mit der Natur gerieten in Vergessenheit. So strafte das Schicksal die Bewohner von Spherus Magna in dem es den Planeten zerbrechen ließ. Aus einem Planeten wurden drei. Und erst wenn sich die Welten wieder zum alten Gewandelt hätten, würde das Schicksal die Planeten wieder zusammen führen. Doch dies ist nur eine Legende die den Kindern erzählt wird wenn sie nicht artig waren. In Wahrheit fand die Wissenschaft schon früh heraus das die drei Welten immer schon existiert hatten und nichts auf die Katastrophe aus den Legende hin wies. Doch wenn eine Legende, eine Geschichte über mehre Jahrhunderte erzählt wird, so hinterlässt sie Spuren. Aus der Legende werden Träume, aus Träumen entwickeln sich Wunschvorstellungen und aus diesen wird eine Besessenheit. Und aus dem Kindertraum das drei Planeten wieder eine werden kann wurde ein Ziel das die Welt verändern sollte. Wenn auch nicht so wie es die Legende erzählte;

„Mania Spherus Magna“

Das Jahr 2185; Bara Magna, eine blühende Welt mit Reichtum und Wohlstand. Die Technik auf dem höchsten Stand und ein Zeitalter der Wissenschaft. Doch dies war nur die eine Seite der Medaille. Gleichzeitig aber kostet der Wohlstand und die Technik dem Planeten Tag für Tag Unmengen an Ressourcen. Und wenn sich daran nichts änderte würde Bara Magna nicht mehr lange die Welt bleiben die sie ist. Schon jetzt strebte die Wissenschaft Wege an wie Bara Magna geschont werden konnte. Doch nicht so wie es sich viele Umwelt bewusste Agori erhofft hatten. Die Erforschung anderer Planeten erreichte einen Höhepunkt. Doch das Herz der interplanetaren Wissenschaft konzentrierte sich auf das Finden neuer Rohstoffquellen. Und so begann die Expansion ins Weltall. Auf vielen Welten entstanden Forschungszentren und Anlagen zum Abbau von Rohstoffen. Konvois von schweren Raumkreuzern brachten und bringen jeden Tag Megatonnen Rohstoffe aus allen Teilen des bekannten Universums nach Bara Magna. Und vor fünf Jahren auch noch von der Nachbar Welt Aqua Magna. Doch die Ureinwohner des Planeten leisteten Widerstand gegen den Agori Konzern der dort den Rohstoff Abbau betrieb. Trotz militärischer Sicherheitskräfte verlor der Konzern Meter für Meter Boden unter den Füßen. Und schließlich musste er sich nach einer katastrophalen Niederlage ein für alle Mal von Aqua Magna zurück ziehen. Der Fall hätte nach der Heimkehr der Überebenen ein Ende haben können, doch der Konzern ließ den Verrat und die Erniedrigung nicht auf sich sitzen. Er nutzte seinen Einfluss auf die Politik aus damit diese eine neu gegründete elitäre Organisation mit der Aufklärung des Verrats beauftragte. Bewusst das diese keine Gnade mit den Ureinwohnern kannten, wenn sie von den Details des Verrats und der letzten großen Schlacht erfahren würden. Was mit zwei Bergungsmissionen begann sollte bald ungeahnte Ausmaße annehmen. Sowohl auf Aqua Magna als auch auf Bara Magna.

D Cover Battle Field 2185 „Petits Animoux“ Kleine Tiere.JPG

„Kleine Tiere“

Fünf Tage nach der Konferenz; Das Leben in Atero war an diesem Tage in Feststimmung. An den Häusern oder aus den Fenstern hingen die Fahnen einer der militärischen Kräfte. Gestern hatte das Verteidigungsministerium den Einsatz auf Aqua Magna bewilligt und alle Hebel in Bewegung gesetzt. Auf dem Raumhafen standen zwei schwere Kreuzer und das Personal war rund um die Uhr damit beschäftigt Proviant, Medikamente und Container zu verladen. Am Eingang zum Gelände fuhren die Tieflader ein, mit den Fertigbauteilen und mobilen Einheiten für die Basen. Die Bevölkerung betrachte das Schauspiel den ganzen Tag lang. So etwas bekamen die Agori nicht alle Tage zusehen. Besonders die beiden schweren Kreuzer waren ein echter Blickfang. Sie wurden gerade erst fertig gestellt und glichen fliegenden Festungen. Bestückt mit einem Arsenal an modernsten Waffensystemen. Raketenbatterien, Radar- und Zielsuchsysteme und eine Bandbreite schwerer Geschütze. Doch dies war noch nicht alles was den erstaunten Agori geboten wurde. Der Boden erzitterte als die Battle Walker in einem langen Triumphzug durch die Stadt zogen. Ihr Weg führte über den berühmte Hauptstraße der Stadt zum Raumhafen. Die Zahl der gewaltigen Kampfkolosse zählte hundert sechzig Maschinen. An der Spitze bewegten sich die vierzig Mad Cat, grüne Soutwalker von der Größe eines zweistöckigen Hauses. Dahinter vierzig Panzerhaubitzen Panther, gefolgt von vierzig Techwalkern Servitor. Den Schluss machten weitere vierzig Battlewalker Bad Boy, ebenso groß wie ein zweistöckiges Haus. Auf dem Raumhafen sammelten sich zum gleichen Zeitpunkt das Highlight der neuen Kriegsmaschinerie. Zwölf Kolosse aus Stahl, von der Größe eines dreistöckigen Hauses, stapften über die Rampe in den Bauch des schweren Raumkreuzers. Sie glichen Schildkröten mit langen Beinen. Voll gestopft mit der besten Sensortechnik die Bara Magna aufbringen konnte. Wärme- und Kältebild Systeme, Sensoren zum Erfassen von Luft- und Bodenbewegungen. Zielsuchsysteme, Raketen und großkalibrige Bordkanonen. Kurz um eine agile und voll bewegliche Einsatzzentrale. Keiner der Agori fragte nach dem Preis für die brachialen Stahlkonstruktionen. Jeder wusste das die U M P nicht auf staatliche Gelder angewiesen war. Und wenn sie sich so eine Aufrüstung finanzieren konnten, dann war dem eben so.“

Nach dem die letzten Battle Walker über die Rampe im Bauch des Raumkreuzers verschwunden waren folgte das eigentliche Highlight des Tages. Spektakuläre Maschinen waren zwar ein seltener Anblick aber es gab etwas das die Agori noch mehr faszinierte. Die Umzüge der Marines der U M P. Seit der Gründung der Organisation gab es diese Umzüge einmal im Monat. Doch dieses mal gab es in einem Monat den zweiten Umzug. Dieser war um einiges größer als der erste. Noch nie war eine Truppenstärke von achthundert acht Marines durch die Straßen Ateros gezogen. Aus den Fenstern ihrer Häuser, aus den Cafés und Balkonen sahen die Agori zu. Sie jubelten den Streitern ihrer Heimat laut zu, wedelten deren Fahnen oder sangen deren Loblieder. Die ersten zwei Lanzen der Atero Marines, angeführt von den Sergeanten Ares De Saintclair und Cedric De Sion zogen an der Spitze des Zuges. Dahinter folgten die zwei Lanzen aus Tesara, angeführt von den Sergeanten Karl Zahni und Lariska Lee. An dritter Position die zwei Lanzen aus Vulcanus, angeführt durch die Sergeanten James Norrington und Henry Blake. Die zwei Lanzen aus Roxtus, angeführt von den Sergeanten Terri Dax und Shady Owens, bildeten den Abschluss. In der Zentrale der Militärpolizei lagen sechs Seesäcke und Alukoffer im Empfangsraum. Seit mehr als sieben Jahren war Dunkan Bulk im Dienste der Militärpolizei gewesen, doch noch nie auf einem Einsatz auf einem anderen Planeten. Jetzt musste er samt den Mitgliedern der Ermittlungsgruppe mit nach Aqua Magna reisen. Denn sie alle hatten das Geheimnis gelöst und das Verteidigungsministerium hielt es für förderlich das sie den weiteren Verlauf der Mission überwachen und wenn notwendig eingreifen sollten. Keiner aus der Ermittlungsgruppe konnte ablehnen auch wenn ihnen die Möglichkeit geboten worden war. Zu den Ermittlern Dunkan Bulk, William Furno, Natalie Breez, Stacy Watson, Preston Stormer und Randy Shrike kamen zwei weitere Beamten hinzu. Helios Sunshine und Rubi Phillips, zwei Spezialisten für Interkulturelle Fragen und Religion. Die acht Beamten packten ihre Seesäcke und Alukoffer. Gemeinsam unter dem Beifall der Kollegen schritten sie aus dem Empfangsraum, die Treppe hinunter in das gepanzerte Transportfahrzeug. Das Fahrzeug das man dem Spitzennamen Hund gegeben hatte fuhr aus der Festung der Militärpolizei zum Raumhafen. Als letzte Teilnehmer der Mission verschwand das gepanzerte Transportfahrzeug im Bauch des Raumkreuzers.

„Nachwort“

Mit gleichmäßigem Dröhnen hoben die beiden Raumkreuzer langsam ab. Sie wurden immer kleiner und kleiner bis sie in den Wolken verschwanden. Die Giganten aus Stahl drehten sich auf den richtigen Kurs. Erst als sie die Atmosphäre Bara Magnas verlassen hatten, ließen die Kommandanten die Haupttriebwerke starten.

Kapitel 1: “Vorzeichen“

Der Toa rollte in seiner Hängematte hin und her. Immer wenn er die Augen schloss hörte er das Dröhnen von Rotoren und das Feuern von automatischen Waffen. Seit fünf Jahren plagten Lewa diese Alpträume doch dieses mal war es irgend wie anders. Als ob es die Stimmen des Windes waren die ihm tragische Kunde herbei trugen. Er war einer der letzten Toa die noch über Elementare Kräfte verfügten. Und seine war die Luft und der Wind. Immer wieder schloss er die Augen doch riss sie sofort wieder auf. Die Geräusche aus dem Alptraum weiteten sich um das Geschrei von Tieren aus. Mühsam fand Lewa doch den ersehnten Schlaf. Eine leise Priese weckte ihn am frühen Morgen. Mit fünf anderen Toa eilte er über einen der Äste zu den Lederflügeln, fliegende Reptilien die den Toa als Flugtiere dienten. Während er durch die Luft schwebte und den Wind um sich spürte vergaß er für einen Moment den Traum. Die weite Sicht auf die wunderschöne Landschaft konnte doch keine traurige Überraschung bereit halten. Lewa und die acht Toa näherten sich den schwebenden Bergen auf denen sich die Nistplätze der Lederflüge befanden. Er nahm einen kräftigen Atemzug um den Geruch seiner Heimat zu verinnerlichen, doch er roch etwas anderes. Verbrannte Vegetation und verbranntes Fleisch. „Schneller!“ befahl er und die Toa folgten seinem Wort. Die Brutstätten der Lederflüge kamen in Sicht und Lewa fühlte wie ihm der Anblick die Luft weg schnürte. Auf den Felsvormaitonen lagen die Körper der Lederflüge. Von unzähligen Schüssen geschunden und verbrannt. Tränen liefen dem Toa über das Gesicht und er hatte das Gefühl fünf Jahre in die Vergangenheit katapultiert worden zu sein. Dies war kein Alptraum, das was sich vor seinen Augen auftat war die harte und brutale Wahrheit. Auch die anderen Toa fassten sich vor die Münder als sie zwischen den Kadaver umher schritten. Lewa wischte sich die Tränen aus den Augen als er einen der leblosen Lederflüge ansah. Der Leib des eleganten Geschöpfes war buchstäblich gesiebt worden, doch mit was für einem Geschoss? Die Durchschüsse hatten den Durchmesser einer Faust, dies war keines der Projektile die vor fünf Jahren zum Einsatz kamen. „Armes Geschöpf,“ sprach der Toa leise und strich über die verbrannten Schuppen des Reptils, „ihr seit so unschuldig und dennoch musstet ihr so brutal sterben.“ „Zum nächsten Nistplatz!“ rief der Toa und fasste sich wieder, „hoffen wir das uns dort nicht das gleiche Bild erwartet!“ Doch dem war so. Auch hier hatte irgend wer die Lederflüge zuerst mit den gleichen Geschossen zerschossen und dann verbrannt. Lewa konnte seine Trauer jetzt nicht mehr zurück halten. Sein lauter Schrei war lang und weit zu hören. „Zurück nach Le Koro,“ weinte der Toa und drehte seinen Lederflüge, „wir müssen uns beeilen wir haben keine Zeit mehr, der Feind ist wieder da!“ „Wie es Lhikan gesagt hatte, als er in Vakamas Armen starb,“ beklagte eine Toa mit ebenfalls verweinten Augen, „sie sind hier und bald werden sie uns angreifen!“ „Wir hätten es damals beenden können,“ wimmerte Lewa und in seinem Gesicht wich die Trauer der Wut, „hätten wir sie alle vor fünf Jahren getötet, hätten sie nicht aussagen können!“ Die neun Toa trieben ihre Lederflüge an so das die Flugreptilien noch schneller flogen. Ein Rat der Toa musste ausgerufen werden ehe der Feind mit dem Generalangriff beginnen konnte.

Pohatu saß auf dem Rücken seinen Sandrosses und blickte über das weite Grasland das bis zu den Steilhängen der Bergkette reichte. Bald würde es auf der Grasebene von den Hammerköpfen nur so wimmeln. Die Paarungszeit der gigantischen Pflanzenfresser stand kurz bevor und hier würden sie sich zu einer großer Herde sammeln. Doch bis jetzt war keines dieser prächtigen Tiere erschienen. Irgend etwas stimmte nicht, das spürte der Toa. Mit gleichmäßigem Galopp ritt er auf die Schlucht zu durch die der Wald und die Grasebenen verbunden waren. Das Geruch der Gräser und des Windes tat dem Toa gut. Pohatu stoppte das Sandross und rieb sich die Augen. Die Schlucht war an dieser Stelle durch Geröll und Steinbrocken versperrt. Genauso war es auch auf der anderen Seite. Dazwischen schien das Gras zertreten worden zu sein als ob die Hammerköpfe dich zusammen getrieben worden wären. Und die Verformung der Gräser an den Seiten deutete auf etwas weiterem hin. Käfige, hier hatten Käfige gestanden. Der Toa schüttelte den Kopf, wer hätte eine ganze Herde Hammerköpfe in eine Falle locken können und dann mit Käfigen fortschaffen? Sofort dachte Pohatu an jenen schweren Kampfhubschrauber den er und seine Brüder vor fünf Jahren bekämpft hatte. Nur so eine Maschine hatte genug Feuerkraft um die Felsen zu sprengen und genug Leistung um einen großen Käfig zu bewegen. Dem Toa fiel auf das er keine Blutspuren vorfand. „Sie haben die ganze Herde lebendig gefangen,“ überlegte Pohatu und fasste sich an die Stirn, „warum lebendig? In dem Moment kam ihm der Gedanke das dies ein Hinweis sein konnte, das der Feind den diplomatischen Weg nicht ausschloss. Pohatu erinnerte sich an ein paar Gespräche die Takua, Helryx und Lhikan in seiner Anwesenheit geführt hatten. Ihm fiel nicht mehr jedes Wort ein nur der grobe Inhalt des letzten Gespräches. Sie werden alle ermorden die mit elementaren Kräften beschenkt wurden. Das hatte Helryx gesagt und sich dabei Takua zugewandt. Die welche keine Kräfte haben, werden vielleicht verschont werden. Das hatte sie dann zu ihm gesagt. Hatte die Glatorianerin bereits damals gewusst das die Agori wieder kommen würden? Wenn ja warum hatte sie dann nicht erwähnt das diese neuen Agori mit neuen Waffensystemen und Rüstungen in den Krieg zogen? Pohatu war sich sicher das Helryx es damals nicht wusste, hätte sie es dann hätte sie auch davor gewarnt. Der Toa eilte zu dem Sandross und ritt wieder mit vollem Galopp nach Po Koro zurück. Es galt eine Versammlung ein zu berufen. Bevor der neue Krieg weitere Ausmaße erreichen konnte. Jetzt und hier war die Situation eine andere als vor fünf Jahren. Die Toa kannten ihren Gegner gut genug und nun war es umgekehrt. Sie kannten den Gegner nicht gut genug. Das fangen der Hammerköpfe bewies es mehr als deutlich. An eines konnte sich Pohatu noch erinnern als er ein Toa im Dienste des großes Geistes war. Wenn ein Gegner verliert und das Wissen der Niederlage an den nächsten weitergeben kann, wird es zu einer Gefahr die nicht unterschätzt werden durfte. Pohatu hielt eine kurze Minute inne, er hatte vor zwei Jahren seine Kräfte verloren, ihn würden die Agori vielleicht verschonen. Sollte er vielleicht doch versuchen als Vermittler zu dienen? Das Sandross erreichte in der Abenddämmerung Po Koro und der Toa wusste was zu tun war.

Takua saß missmutig da, seit jeher hasste er Besprechungen und daran hatte sich auch nicht viel geändert. Lieber hätte er mit Hahli und Jaller den Himmel unsicher gemacht. Pohatu und Lewa machten keine großen Ausschweifungen. Sie berichteten sofort was sie vorgefunden hatten. Das was Pohau zu sagen hatte gab Taku zu denken, die Herden der Hammerköpfe lebendig gefangen? Lewas Beschreibung der zerschossenen und verbrannten Lederflüge ließ den Toa in Sorgen versinken. Er dachte an die Worte von Vakama vor nicht ganz einem Monat. „Wenn ihr die Daten aus dieser Blackbox ausgewertet habt, dann ist mein neues Volk, meine neue Heimat verloren.“ hatte Vakama gesagt, „dann wäre all der Widerstand umsonst gewesen und das kann ich nicht zulassen!“ Und Taku erinnerte sich was sein Toabruder nach gesprochen hatte nach dem Lhikan der Schussverletzung erlegen war. „Ja,“ hatte Vakama zornig gebrummt und dabei eine Faust geballt, „und ich werde meinen Zorn für die Zeit des Krieges aufheben.“ Dieser Krieg hatte bereits begonnen und Vakama würde seine Chance bekommen Lhikan zu rächen. Was Takua besonders traf, das Vakama jede Möglichkeit einer Rache wahrnehmen würde. „Also haben die neuen Agori die Daten der letzten Schlacht ausgewertet?“ fragte der Toa obgleich er die Antwort schon wusste. „Ja,“ fauchte Lewa erzürnt, „sie haben fast alle Lederflügel samt den Nistplätzen ausgemerzt.“ „Und die Hammerköpfe haben sie vermutlich lebendig gefangen,“ ergänzte Pohatu ebenfalls nicht bei bester Laune aber auch nicht so aggressiv wie Lewa, „sie beseitigen die größten Gefahren bereits im Vorfeld.“ „Und wenn wir es am wenigsten erwarten,“ ärgerte sich Lewa laut das es auch die anderen Toa im Dorf hören konnten, „ja dann werden sie zuschlagen, so wie sie vor einem Monat kamen und wieder verschwanden!“ „Sie schlagen gezielt da zu wo wir es nicht ahnen,“ meinte Poharu mit nachdenklicher Stimme, „sie werden uns nicht sofort mit allen Kräften angreifen.“ „Bist du dir da wirklich sicher?“ erkundigte sich Taka Nuva besorgt, „wenn nicht unsere Dörfer ihre ersten Ziele sind, was dann?“ „Das ist eine wirklich schreckliche Frage auf der wir keine Antwort haben,“ mischte sich Vakama ein und in seiner Stimme klang die Härte eines der einem Krieg nicht abgeneigt schien, „aber es dürfte schwer werden uns den Heimvorteil zu nehmen!“ „Unterschätze den Feind nicht, Vakama,“ betonte Takanuva streng aber auch väterlich, „du selbst weißt am besten zu was die neuen Agori im Stande sind.“ „Sie sind für mich nur kleine Tiere die ich mit meinem Feuer verbrennen werde!“ donnerte der Toa mit wieder der gleichen Entschlossenheit wie vor einem Jahr, „ich werde den Mord an Lhikan nicht ungestraft lassen!“ „Wahre Worte, wirklich wahre Worte!“ unterstützte Lewa seinen Toabruder mit klarer Stimme, „und du wirst sie verbrennen und ich ihre Asche in alle Winde verstreuen.

„Sie werden es bereuen den Boden Mata Nuis ein weiteres mal betreten zu haben,“ sprachen beide Toa zusammen und sahen Taka Nuva dabei tief in die Augen, „diese kleinen Tiere!“

Kapitel 2: “Phase II“

Der rote Dragon Typ 4 raste im Tiefflug über das Grasland. Gegen den Wind näherte sich der schwere Kampfhubschrauber seinem Ziel. Der Wald kam immer näher und die Maschine drehte wieder ab. „Navpoint Alpha in 3 Minuten und 56 Sekunden,“ erklang es aus der Sprechanlage, „bereit machen zum aussteigen.“ Der Hubschrauber setzte auf dem Boden auf und die Luke öffnete sich. In nur wenigen Minuten hatten alle dreißig Marines den Bauch der Maschine verlassen. Ohne Zeitverzögerungen bezogen sie ihre Posten und sicherten den Weg zu den Baumstämmen. Sergeant-in Lucy Redwine führte ihre Science Marines zum Ende der Grasebene. Eine tiefe Schlucht führte mehr als zweihundert Meter in die Tiefe. Drei große Baumstämme die vor langer Zeit umgestürzt waren bildeten eine Brücke. Anders als auf anderen bekannten Welten wuchsen die Bäume weiter so das ein dichtes Geflecht aus Ästen sie zusätzlich verstärkten. Das Platou auf dem die Station Hellskitchen I errichtet worden war wurde von mehren dieser natürlichen Brücken mit dem angrenzenden Waldland verbunden. Sergeant Redwine hatte eine dieser Wege, die von den Toa immer wieder genutzt wurden, als Ziel ihrer Mission. Die Augen der Marine ruhten auf der anderen Seite, dem dichten Waldgebiet. Das Reich in denen die Toa sich auf hielten. Die Science Marines beendet ihre Arbeit und übertrugen die Ergebnisse der Scanner in die Helmdatenbank der Sergeant-in. „Bringt den Sprengstoff her,“ befahl sie über das Kommunikationssystem des Helms und prüfte ob die Toa sie bemerkt hatten. Die Äste auf der anderen Seite raschelten und die Agori hielt inne. Die Toa hatten den Trupp der Marines bemerkt. Die zwei Science- und vier Taktischen Marines begannen die Sprengsätze an den berechneten Stellen anzubringen. Noch mehr Äste raschelten, die Toa schienen sich ebenfalls in Stellung zu bringen. „Alles zur Sprengung bereit?“ erkundigte sich Sergeant Redwine, „der Feind hat unsere Anwesenheit bemerkt.“ „Alles bereit,“ bestätigte einer der Science Marines, „die Zünder sind scharf.“ „Alle Mann zurück,“ sprach sie zufrieden und schritt wieder auf die Grasebene, immer noch den Wald im Auge. Nach dem alle Marines weit genug von der Schlucht und dem Baumstämmen entfernt waren, nickte Lucy den Science Marines zu. Diese betätigten kurz nach einander die Fernzünder. Ein lauter Knall zerriss die Stille, gefolgt von einer Wolke aus Blättern, Ästen und Sägespänen. In kurzen Intervallen folgten weitere Explosionen. Mit einem gleichmäßigen knacken zerfiel das Geflecht der Äste, die Stämme brachen weg und stürzten in die Tiefe. „Alle in den Hubschrauber,“ sprach sie gut gelaunt, „gute Arbeit Leute, ab nach Hause!“ Auch Shady Owens blickte in die Schlucht und verfolgte die Baumstämme wie sie immer kleiner wurden. Als letztes trat er in den Dragon Typ 4 und musterte noch einmal die drei Toa die missmutig auf der anderen Seite der Schlucht zurück blieben. Der Hubschrauber hob ab und setzte zum Heimweg an. „Redwine an Owens,“ erklang es aus dem Bordfunk, „Ziel bei Navpoint Alpha zerstört, befinden uns auf dem Rückflug zum Fuchsbau.“ „Owens an Redwine,“ erwiderte der Sergeant die Meldung, „haben Ziel bei Navpoint Gamma zerstört, befinden uns ebenfalls auf dem Rückflug.“

De Sion musterte genervt den schwebenden Felsen genau in der Mitte der Schlucht. Ein schieres Geflecht aus arm dicken Ranken hielt das Naturphänomen am Boden. „Den zu sprengen dürfte nicht so einfach sein,“ bemerkte der Science Marine und schien sich nicht weiter über den Brocken zu ärgern, „wir scannen ihn noch ein weiteres mal.“ Sergeant De Sion nickte und kontrollierte wieder die andere Seite. Wie bekommt man die Sprengladungen an den Brocken, überlegte er und wartete ungeduldig auf die Ergebnisse der Scanner. „Es gibt vier kleinere Höhlen Sir,“ teilte der Science Marine mit und sendete das Bild des Scanners an den Helm des Sergeanten, „zwei davon können wir eventuell mit einem Raketenwerfer erreichen.“ „Nein, wir nehmen die Drohnen,“ entgegnete Cedric De Sion entschlossen, „nehmt die Spionageeinheiten heraus und füllt die Kammern mit Minensprengstoff.“ „Ja Sir,“ bestätigte der Science Marine und ging mit dem Zweiten an die Arbeit. Durch Handzeichen wies De Sion den Scouts mit Scharfschützengewehren neue Positionen zu. Die Marines bestätigten den Befehl durch ein Kopfnicken und suchten die Stellungen auf. Durch die Zielvorrichtungen der Gewehre und den optischen Systemen des Helms erfassten die Scouts die Toa. Diese lagen auf der Lauer, aus kleinen Nischen zwischen dem dichten Astwerk beobachteten sie die Agori aufmerksam. Die Drohnen, Roboter in der Form von Spinnen, erklommen die Ranken bis sie den schwebenden Felsen erreicht hatten. Die erste verschwand zwischen den Steinen. Über das Display sahen die Science Marines wo auf dem Felsen sich die Drohnen befanden. Das rechte Auge des Helms übertrug das Bild der Spiderbite Drohnen. Dies ermöglichte eine zielgenaue und überaus präzise Steuerung. Bald hatten alle acht Dronen ihre zugewiesenen Koordinaten erreicht. Die Science Marines ließen die Spiderbite Drohnen ihre Kammer mit der explosiven Fracht abwerfen. „Sind alle Drohnen zurück?“ fragte der Sergeant mit einer Mischung aus Enthusiasmus und Vorsicht, dabei behielt er weiter den Wald im Auge, „ich befürchte das wir bald Besuch bekommen werden, im Wald kommt langsam Bewegung auf.“ In diesem Moment hüpften die letzten zwei Drohnen von den Ranken auf das Gras. „Alle Drohnen wieder an Bord,“ bestätigte der Science Marine, „wir können auf der Stelle die Sprengung einleiten.“ „Alle Mann auf den Boden,“ befahl der Sergeant mit einem eiskalten Lächeln, „wenn alle auf den Boden sind zünden!“ Alle Sprengladungen gingen auf einmal hoch. Die Druckwelle der Explosion knickte die knie hohen Gräser um wie ein starker Wind. Die Marines spürten wie ein Ruck sie erfasste und sofort wieder los lies. Auf der Waldseite mussten sich alle Toa zurück gezogen haben denn kein Ast bewegte sich mehr. Laut krachend zogen die ersten Risse durch das Gestein. Sie wuchsen immer schneller und erste Brocken lösten sich ab. Stück für Stück brach der schwebende Felsen aus einander. Nun entlud sich die Biogaswolke aus dem inneren in einem Zug mit einer gewaltigen Stichflamme in alle Richtungen. Als drei kleinere Felsen, von einem Hagel kleinerer Steine und Staub begleitet, fiel das Naturphänomen in die Tiefe der Schlucht. Der Sergeant wartete bis er die leisen Geräusche der drei Aufpralle hörte. „Los, jeder zum Hubschrauber und dann weg hier,“ funkte Cedric De Sion an alle Marines, „nach der Besprechung treffen wir uns alle in der Kantine!“ Die Agori spurteten geduckt durch das hohe Gras und erst auf den letzten Metern sprangen sie auf. Jetzt hob auch der dritte Dragon Typ 4 ab und flog zur Basis zurück.

Im Kontrollraum der Basis die auf der Insel nahe Mata Nui errichtet worden war wurden alle Außenteams freudig empfangen. „Phase I und II erfolgreich abgeschlossen,“ faste Ares De Saintclair zusammen, „das nenne ich einen hervorragenden Start!“ „Alle Sergeanten folgen mir bitte zum 3D Holographen,“ fuhr De Saintclair fort, „jetzt müssen wir Phase III koordinieren.“ „Karl Zahni und Lariska Lee werden wieder nach Kazahni Plaza zurück kehren,“ bemerkte der Sergeant, „es werden mehr Leute notwendig sein unsere Gäste unter Kontrolle zu hallten.“ Kaum waren die Worte zu ende gesprochen, verabschiedeten sich beide Sergeanten der Tesara Marines und folgten der Anweisung. „Redwine und ich,“ warf James Norrington ein, „werden hier die Stellung halten.“ „Gut,“ stimmte Owens zu, „der Rest ist morgen Früh kampfbereit auf dem Flugfeld.“ „Die in den Raumkreuzern werden pünktlich die Battle Walker abschießen,“ stellte Ares sicher, „zu den Positionen die meine Leute mit Sendern gekennzeichnet haben.“ Mit einem finsteren Grinsen starrte Owens auf das Hologramm des großen Baumes der von den Toa Le Metru genannt wurde. Nur noch ein Weg führt von dem Plateau auf dem ihr verlausten Wilden haust, dachte der Agori verächtlich und fasste sich ans Kinn, dies beraubt euch euren Heimvorteil. Eure Tiere werden euch nicht mehr helfen können, sagte er sich in seinem Kopf, die haben wir gefangen oder ausgelöscht. Über Kazahni Plaza mischten sich die Geräusche verschiedener Tierarten. Von allen Gattungen hatten die Agori etliche Exemplare lebendig gefangen und hielten sie in einem künstlichen Biotop. Völlig abgeschottet von der Außenwelt. Selbst einige vierzig Lederflüge flogen in einem speziellen Gehege herum. Wenn die Mission auf Aqua Magna beendet war, so würden die Tiere hier den Erhalt ihrer Art sichern. Die Agori hatten wirklich an alle Details gedacht. Nur eine Sache gab es noch, eine Sache die selbst den Marines zu denken gab. Wie konnte man einen Toa besiegen der über elementare Kräfte verfügte? Außer dem Lärm der Tiere ging aber alles seine geordneten Bahnen im Kazahni Plaza. Auf der anderen Basis, der man den Namen Fuchsbau gegeben hatte, sah es nicht so gut aus. Einige Wissenschaftler erhoben Einspruch gegen den Angriff auf Le Koro. „Dort leben Familien mit Kindern!“ beschwerte sich die Wissenschaftlerin zum zweiten mal, „ihr wollt doch nicht etwa,...“ „Halten sie endlich das Maul,“ fuhr ihr Owens dumpf und unbeeindruckt ins Wort, „wenn es sein muss ja!“ „Wenn sie weiter so herum jammern, gebe ich ihnen einen wirklich Grund dazu,“ drohte der Sergeant mit finstere Stimme, „dann lernen sie das Flugfeld mal ohne Maske kennen!“ „Ist ja gut,“ zitterte die junge Agori und begann laut zu weinen, „ihr militanten Dreckskerle seit widerlich und asozial!“ Nach dem die Wissenschaftlerin den Kontrollraum verlassen hatte, wandte sich Owens an James Norrington. „Lasst sie Festnehmen,“ betonte der Sergeant ernst, „sie könnte die ganze Mission gefährden.“ Norringtom nickte und drei seiner Marines verließen den Kontrollraum. „Es gefällt mir nicht,“ meinte der Sergeant der Vulcanus Marines bedauernd, „aber diese zivilen Wissenschaftler sind so verweichlicht.“ „Ja so ist es,“ bestätigte Shady Owens und legte wieder sein hartes Grinsen auf, „sie sollten sich ein Beispiel an unseren Science Marines nehmen. „Das sehe ich auch so,“ stimmte Terry Dax zu nach dem sich die Tür von ihnen geschlossen hatte, „aber wie möchtest du diesen Lewa vernichten, er beherrscht laut dem Buch das Element Luft?“ „Das weiß ich noch nicht,“ gab Owens unbeschwert zu, „nur das es keiner fairer Kampf werden wird.“

Kapitel 3: “Angriff der kleinen Tiere“

Ein seichter Nebel lag über dem für die Toa knie hohe Gras. Mit den ersten Sonnenstrahlen erwachte das Leben im Dorf und die ersten Toa traten aus ihren halbkreisförmigen Häusern. In den Grasebenen lebten die Toa von Getreide und Obstpflanzen welche sie auf ihren Feldern anbauten. Und wie an jedem Morgen zogen sie aus um die tägliche Ernte ein zu holen. Pohatu fürchtete die Agori nicht denn sie fürchteten ihn nicht, das wusste der Toa. Noch vor den Jahren des Konzerns auf Aqua Magna verlor er seine Elementarkräfte. Mit seinen Kindern und seiner Frau zog er Erdäpfel aus dem Boden. Die Blätter waren noch feucht vom morgendlichen Tau. Der seichte Nebel störte ihn nicht nur ein altbekanntes Geräusch was schnell näher kam. „Papa, was ist das was diese komischen Geräusche macht?“ fragte ihn seine Tochter mit kindlicher Neugier, „und warum bist du plötzlich so ernst?“ „Hubschrauber, Kampfhubschrauber der Agori,“ erwiderte der Toa mit ernster Stimme, „und tut so als ob ihr sie nicht bemerken würdet.“ Das Geräusch der Rotoren wurde immer lauter und bald waren die ersten zu sehen. Vier große Kampfhubschrauber flogen der Flotte aus etlichen kleineren voraus. Diese Vier waren sogar größer als der Dragon Typ 2, an dem sich der Toa noch gut erinnern konnte. Die Maschinen ignorierten die Toa auf dem Feld und setzten ihren Flug einfach fort, gerade aus auf das Dorf zu. Pohatu spürte ein gewisses Unwohlsein in seinem Bauch aber nicht wegen seinem Dorf. Er wusste das die Agori es nicht angreifen würden. Schon damals hatten die Toa von Po Koro sich bemüht nicht in die Streitigkeiten hinein gezogen zu werden. Auch wenn das für die Toa aus Le Koro und Ta Koro wie ein Verrat gewertet wurde. Pohatu war jetzt Vater von zwei gesunden Kindern und lebte an der Seite einer schönen Frau. Das wollte er nicht aufs Spiel setzen. So wie er sahen es alle Toa von Po Koro. Dieser Verband von Kampfhubschraubern hatte entweder Le Koro oder Ta Koro als Ziel. Im Dorf fing ihn der Dorfälteste ab. „Sie sind Richtung Le Koro abgedreht,“ sprach der Toa erleichtert, „aber es sind keine Kampfhubschrauber des Konzerns.“ „Die waren vor nicht ganz einem Monat schon mal hier,“ erwiederte Pohatu, „das hat mir Vakama erzählt, einer von ihnen hat Lhikan erschossen.“ „Warum Le Koro?“ wollte der Älteste wissen, „du bist da besser im Bilde.“ „Die wollen die alte Basis des Konzerns wieder einnehmen,“ überlegte Pohatu angestrengt, „dazu haben sie bereits alle Zuwege auf das Plateau bis auf einen gesprengt, mehr kann ich dir auch nicht sagen.“ „Dieser verfluchte Lhikan und diese Hexe, wie hieß sie noch gleich,“ brummte der Dorfälteste sauer, „ach ja diese Helryx, hätten niemals nach Le Koro und Ta Koro kommen dürfen.“ „Jetzt sehe ich das auch so,“ gab Pohatu zu, „sie haben Taka Nuva den Krieg eingeredet!“ „Und jetzt sind die Agori wieder da,“ bemerkte der Älteste und bis in eine Canjii Frucht. „Sie sind wieder da,“ beklagte Pohatu und fuhr sich mit der Hand über das Gesicht, „und sie werden erst wieder gehen wenn sie Vakama, Taka Nuva und Lewa festgenommen haben oder sie vernichtet!“ Ein anderer Toa rannte auf den Dorfplatz zu. „Pohatu ihr müsst sofort nach Ga Koro reisen,“ hustete der Toa aus dem Dorf des Wassers, „ihr geht es nicht gut, sie braucht eure Hilfe!“ „Wurde Ga Koro angegriffen?“ erkundigte sich Pohatu auf der Stelle und wirkte angespannt. „Nein Herr, in meinem Dorf ist alles so wie es sein sollte,“ sprach der Toa aus Ga Koro, „aber es steht nicht gut um Gali.“ Pohatu atmete auf und wandte sich an seine Frau, „in zwei Tagen bin ich wieder zurück.“ Auf einem Sandross ritt der Toa hinter dem aus Ga Koro her.

Die Seenplatte kam immer näher. Das glatte Wasser begann kleine Wellen zu bilden als die Hubschrauber über sie hinweg flogen. Zehnmeter vor dem Ufer hielt der Verband und schwebte wartend auf der Stelle. Dem Ufer folgte ein breiter Streifen Grasland bevor der Wald begann. „Verdammt großer Baum, muss man sagen,“ staunte Shady Owens und musterte den großen Baum den die Toa Le Koro nannten, „das gibt richtig viel Bruchholz!“ „Alle Gaspatronen direkt durch die Haustür,“ befahl der Sergeant und nippte an seinem Becher Kaffee, „scheuchen wir das Ungeziefer aus dem Bau!“ Die Geschossbatterien der vier schweren Kampfhubschrauber eröffneten das Feuer. Über vierzig Gaspatronen sausten aus den Kammern und verschwanden zwischen den mehren Meter dicken Ästen. Begleitet von einem dumpfen Knallen breitete sich dichter weiser Qualm aus. Laute Schreie halten durch den Wald als die Toa voller Panik aus dem großen Baum flohen. Überall breitete sich weiter weise Qualm aus. Die Toa husteten und keuchten, sie schrien und weinten als sie ihren Heimatbaum zurück ließen. Nur einer nicht, er stand da und sah mit zornigen Augen zu. Lewa hatte es die Sprache verschlagen, gegen so viele Hubschrauber konnte er nichts ausrichten, selbst mit seinen Elementarkräften nicht. Sofort wandte er sich den Flugmaschinen ab und setzte Windstöße ein um das Gas einzudämmen. Damit seine Toa schneller in den Wald fliehen konnten. Die Schreie, das Weinen, das schmerzhafte Husten seiner Leute trieb dem Toa die Tränen in die Augen. Viele Toa rannten weiter unter schmerzendem Husten und Keuchen in den Wald. Doch diejenigen welche vor fünf Jahren an Lewas Seite gegen den Konzern gekämpft hatten blieben. Sie begannen die Hubschrauber mit Pfeilen zu beschießen. Sergeant Shady Owens schüttelte den Kopf als die Pfeile an dem Glas des Cockpits abprallten „das ist jetzt ein Witz oder?“ „Nein Sir,“ entgegnete der Navigationsoffizier und zuckte mit den Schultern, „die haben wirklich das Feuer eröffnet.“ „Diese verlausten Wilden verstehen es einfach nicht,“ grinste Owens hämisch, „dann zeigen wir ihnen mal wie man Feuer macht, Brandbomben los!“ „Nein, hört auf zu schießen!“ schrie Lewa aus leibeskräften, „zieht euch in den Wald zurück!“ Doch seine Krieger hörten nicht mehr zu, verblendet schossen sie wieder und wieder Pfeile ab ohne einen geringsten Schaden zu verursachen. Die Brandbomben schlugen in den Raum unter den dicken Ästen ein. Eine dunkelrote Flamme breitete sich auch und verschlang das Innere des großen Baumes. Jetzt zogen sich auch die ersten Krieger zurück und nur die abgehärtetsten setzten den Beschuss fort. Nach wie vor ohne etwas zu bewirken. Aus dem Wald war das leise Wimmern und Weinen der Toa zu hören die aus ihrer Heimat vertrieben wurden. „Raketen scharf machen,“ befahl der Sergeant dem Navigationsoffizier welcher den Befehl sofort an die anderen Kampfhubschrauber weiter gab, „ich möchte einen sauberen Beschuss wie aus dem Lehrbuch.“ Nacheinander bestätigten die Piloten die Feuerbereitschaft. „Fällt den Baum,“ lächelte Shady Owens finster und blickte auf die Toa am auf dem Waldboden, „mal sehen ob sie dann noch so mutig sind.“ Unzählige Raketen schlugen in das Wurzelgeflecht ein. Die Explosionen zerrissen die Meterdicken Äste und Wurzeln. Große Splitter und Bruchstücke flogen durch die Luft. Immer weitere Raketen zerfetzten das hölzerne Fundament des Baumes. Immer wieder wurden Toa durch die Druckwellen Meter weit durch die Luft geschleudert. Und das letzte was Lewa erblickte waren eine weitere Raketensalve. Er spürte wie er von den Füßen gerissen wurde und ein stechender Schmerz durch seinen Körper fuhr.

Das Holz knirschte und krachte als sich der gewaltige Baum langsam zu einer Seite neigte. Begleitet von einem monotonen Ächzen rissen die verbliebenen Ast- und Wurzelstränge. Der Baum fiel langsam dann immer schneller um. Die Äste der Krone brachen, Blätter und Dreck wurde aufgewirbelt. Nach genau drei Stunden war alles vorbei. Der Geruch von verbranntem Holz, Blattwerk und Erde lag in der Luft. Die Marines liefen zwischen den Ästen der Krone und den umliegenden Bäumen, die von dem fallenden Heimatbaum erfasst worden waren, entlang. Unter der Anweisung der Science Marines suchten sie nach verletzten Toa. Doch sie fanden nur wenige. So wie es aussah hatte der Angriff keine unschuldigen Leben gekostet. Auch wenn man es Sergeant Shady Owens nicht ansah, freute er sich darüber auch wenn er einen gewissen Hass gegen die Toa verspürte. Hinter einem breiten Ast der Krone, der den Durchmesser eines normalen Baumes hatte, lag ein Toa auf der Seite und atmete schwer. Ein langer, fast arm dicker Splitter hatte ihn auf Brusthöhe durchbohrt. Der Toa hustete schwach und bemerkte den schwer gepanzerten Agori nicht der ihn umrundete. „Wenn ich nicht wüsste wer du bist,“ sprach der Agori mit harter und eiskalter Stimme, „hätte ich dir vielleicht geholfen oder dir durch eine Kugel das Leiden erspart.“ Jetzt konnte der Toa den Agori in schwarzer Rüstung erkennen, der Helm verbarg dessen Gesicht. „Wer bist du,“ keuchte Lewa gequält, „das du dir das Recht nimmst mich zu strafen?“ „Sagen wir es mal so,“ entgegnete Sergeant Owens angewidert, „jemand der wie du für sein Volk kämpft.“ „Ihr wolltet uns die Heimat nehmen,“ röchelte Lewa und fasste sich an die Wunde, „und ihr kämpft für euer Volk!?“ „Aus gewisser Sichtweise tue ich das,“ erwiderte der Agori mit sachlichem Ton, „aber du würdest es nicht verstehen.“ Lewa hustete und keuchte erneut, „bitte lassen sie mich nicht leiden.“ „Du musst wissen,“ hielt Owens inne, „das ich wegen dir dein Dorf angegriffen habe.“ Der Agori setzte sein Waffenmodul an den Hals des Toa, „da du die Luft kontrollieren konntest, blieb mir du diese Art übrig dich zu vernichten.“ Ein leiser Ruck fuhr durch den Körper des Toa dann erschlaffte er ganz. Mit lockerem Schritt trat der Sergeant wieder zu dem Dragon Typ 4. Langsam hob der Hubschrauber wieder in die Lüfte. Im Cockpit wandte sich Owens über das Bordfunk an alle Piloten, „gute Arbeit Leute, die erste Runde heute Abend geht auf mich!“ „Zurück zur Basis,“ bemerkte er zufrieden und klopfte dem Piloten auf die Schulter, „abdrehen.“ Er nahm einen kräftigen Schlug Kaffee aus seinem Becher und trat in den Laderaum zu seinen Marines. Vor den Augen der Toa, die um den gefallenen Lewa Ehrenwache hielten, drehten sich die Hubschrauber und flogen wieder in die Richtung aus der sie gekommen waren davon. Auf einer Bare aus Blättern und Ästen trugen sie den leblosen Körper des Toa der Luft tief in den Wald hinein. Der Trauergesang der Frauen erklang aus den Wäldern als man Lewa seiner letzten Ruhe übergab. Eine junge Toa weinte besonders dicke Tränen. Mit der einen Hand wischte sie sich die Tränen aus dem Gesicht und mit der anderen rieb sie über ihren leicht gewölbten Bauch. „Nun wirst du deine Tochter nicht mehr sehen können,“ schluchzte sie leise und eine Träne fiel auf den Boden, „doch du hast es gewusst das es so kommen würde.“ „Dieser Pohatu hatte Recht,“ stellte ein anderer Toa feste und drückte seine Hand auf eine Wunde die ein Splitter während der Explosionen verursacht hatte, „es war ein Fehler sich zu dem Angriff vor fünf Jahren an zuschließen.“ Die junge Toa nickte, „ihr habt recht und es soll bei einem Opfer bleiben.“

“Epilog;“

Die Hubschrauber flogen nahe über der Wasseroberfläche auf die Insel zu. „Hier Dragon Typ 4 Steed Roger, Flottenverband Owens,“ funkte der Pilot an den Tower, „bitten um Landeerlaubnis.“ „Landeerlaubnis erteilt,“ bestätige der Tower, „Flugfeld Neun.“ Der ganze Verband stieg wieder hoch und änderte leicht den Kurs. „Heute ist echt was los,“ bemerkte ein Marine und blickte auf die Flugfelder Sieben bis Acht. „Ein Verband fliegt ein,“ meinte ein andere Marine, „und ein anderer Verband fliegt aus.“ Nach und nach landeten die Hubschrauber und die Besatzungen stiegen aus den Maschinen. „Geschwader Frost,“ sprach ein Agori im Tower, „Startfreigabe erteilt.“ Shady Owens sah den aufsteigenden Hubschraubern nach wie sie als geordneter Verband davon flogen. „Welches Ziel hat Geschwader Frost?“ fragte er Ares im Kommandoraum des Fuchsbau. „Ko Koro ist ihr Ziel,“ erwiderte der Sergeant, „wie lief es bei euch?“ „Alles wie geplant,“ bemerkte Shady und ging zum Kaffeeautomaten, „aber es gibt eine neue Zielperson auf der Liste.“ „Wen?“ erkundigte sich Ares De Saintclair und sah den Sergeanten der Roxtus Marines an, „war sie bereits auf der Liste der potenziellen Ziele?“ „Nein, ist sie nicht,“ sprach Shady und nippte an seinem Becher Kaffee, „sie ist zwischen achtzehn und einundzwanzig Jahren alt, wie es scheint trägt sie sein Kind in sich.“ Auf dem Bildschirm verfolgten beide Sergeanten noch einmal den Angriff auf den Heimatbaum Le Koro. „An dieser Stelle stopp,“ bemerkte Owens und zeigte auf eine Toa auf dem Bildschirm, „das Bild vergrößern.“ Nun war deutlich zu sehen wie eine junge Toa ihre Hand auf die Brust des toten Lewa legte. „Bild schärfer,“ entgegnete der Sergeant bis die Toa als ganzes und in bester Bildqualität auf dem Bildschirm zu sehen war, „gut, das ist sie!“ „Sehen sie den Bauch,“ bemerkte der Sergeant und zeigte auf die leichte Wölbung unter den kleinen Brüsten, „dritter bis vierter Monat, würde ich sagen.“ „Sie haben recht, Mr. Owens,“ stimmte ein Medical Marine des Towers zu, „wir müssen sie finden und sicherstellen das, dass Kind nicht die Elementarkräfte des Vaters geerbt hat!“ „Welcher Marine Platoon übernimmt die Aufgabe?“ fragte Sergeant Owens, „soll ich die Suche übernehmen?“ „Nein, sie nicht,“ meinte Ares De Saintclair, „Karl Zahni und Lariska Lee übernehmen die Mission.“ „Sie und Terri Dax werden Ta Koro angreifen,“ teilte der Sergeant der Atero Marine ihm mit, „sie beide sind ein eingespieltes Team und das weiß ich zu schätzen.“ „Sie beide müssen Ta Koro zerstören,“ betonte Ares De Saintclair, „damit der Feind seine Rädelsführer entblößt, tun sie dazu alles was getan werden muss!“

In einer anderen Station außerhalb des Fuchsbaus. „Sie halten uns nicht auf dem aktuellen Stand!“ beschwerte sich ein Wissenschaftler empört. „Auch wenn wir hier jeden verdammten Hubschrauber sehen der den Fuchsbau verlässt und zurück fliegt,“ mischte sich ein anderer Agori ein, „sagen sie uns nicht welche Orte sie anfliegen und warum.“ Eine andere Wissenschaftlerin trat in das Zimmer und dicke Tränen liefen über ihr Gesicht, „sie haben den Heimatbaum, Le Koro, angegriffen und zerstört!“ „Was, sie haben den,....“ schluckte der Leiter der Station, „den Heimatbaum zerstört?“ „Ja, Chef,“ schluchzte die junge Wissenschaftlerin und wischte sich die Tränen aus den Augen, „im Verlauf des heutigen Vormittags.“

Die Sonne ging langsam unter als das Geschwader der Kampfhubschrauber Navpoint Alpha erreichte. „Ko Koro in acht Kilometern,“ teilte der Navigationsoffizier des Dragon Typ 4 mit,.“ „Raketen scharf machen, Madam Frost?“ Sergeant Sandy Frost nickte mit eiskaltem Gesicht, „Raketen scharfmachen, Kurs leicht ändern.“ „Wie sie befehlen, Madam Frost,“ bestätigte der Navigationsoffizier und gab den neuen Kurs an die Piloten weiter, „bereit dem Feind im Rücken an zugreifen.“ „Sergeant Sandy Frost an Trägereinheit Calypso,“ sprach sie durch das Funksystem des Kampfhubschraubers, „werfen sie die Battle Walker ab!“ „Befehl empfangen,“ bestätigte der Navigationsoffizier des Trägerflugzeugs Calypso, „Abwurf der Kapseln eingeleitet.“ Vier Agori der Besatzung eilten in den Bauch des großen Flugzeuges und betätigten die Steuerung der Luken. Langsam öffnete sich der Bauch der Maschine und die zwölf Kapseln fuhren an der Schiene an der Decke über die Öffnung. Eine Kapsel nach der anderen löste sich aus der Klammer und fiel in die Wolkendecke. Die Fallschirme öffneten sich und die Kapseln verlangsamten ihre Fallgeschwindigkeit. Im Fall drehten sie sich in die Landeposition. Der Schnee spritze in alle Richtungen davon als die Kapseln aufschlugen. Die Seitenwände flogen auf und krachten auf die Schneedecke. Binnen weniger Minuten waren sie von frischem Neuschnee bedeckt. Die erste Formation aus vier Mad Cats und zwei Bad Boys stapfte auf halber Kampfgeschwindigkeit Richtung Ko Koro davon. Die zweite Formation, bestehend aus zwei Mad Cats, einem Bad Boy und drei Panzerhaubitzen Panther, folgten in größerem Abstand. „Mechleader Solex an Sergeant Frost,“ ging es in dem Dragon Typ 4 ein, „bewegen uns auf Navpoint Gamma zu!“ „Mechleader Kantor an Sergeant Frost,“ folgte es kurze Zeit später, „Position bei Navpoint Beta bezogen, Panzerhaubitzen Ausgerichtet und Feuer bereit!“ „Warten sie auf meinen Befehl zum Angriff, meine Herrn,“ leitete Sergeant Sandy Frost mit eisiger Stimme an die Mechleader zurück, „lehren wir diesen Toa uns zu hassen!“ Vor dem Cockpit des Dragon Typ 4 erschien die Eiskuppel die Ko Koro völlig umgab. „Geschwader halt,“ befahl Sandy Frost und lächele Finster, „Mechleader Kantor, Beschuss durch die Panzerhaubitzen Freigegeben!“

„Nachwort“

Ein Toa fuhr aus dem Schlaf, da war dieses komische Pfeifen noch immer. „Dieser verdammte Alptraum,“ gähnte er verschlafen und immer noch müde, „warum gerade jetzt, eine Nacht vor meiner Hochzeit?“ Dem immer lauter werdenden Pfeifen folgte einer harter Schlag und ein ohrenbetäubender Knall. Im nu war der Toa hell wach und schlüpfte in seine Fellkleider. Kaum hatte er sein Iglu verlassen explodierte es in einer Wolke aus Eis und Schnee. Die Druckwelle warf den Toa auf den Boden. Unter stechenden Schmerzen rollte er auf den Rücke und tastete sich ab, außer ein paar Kratzern fehlte ihm aber nichts. Die Augen des Toa hafteten wie erstarrt an einem großen Loch in der großen Kuppel, welche immer wieder durch harte Schläge erzitterte. Ein weiteres Loch sprengte sich in die Außenwand aus Eis und dem Toa fuhr es wie ein Schlag in die Magengrube.

Ko Koro wurde Angegriffen!
„Fortsetzung folgt in: Battle Field 2185 „Jarhead Clan“ Duell im Ewigen Eis

Hauptrollen:

Berühmte Sergeanten;

Kriegsmaschinen:

Battle Walker;

Soundtrack:

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