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Siehe auch:
Story (Nathanael1711)

Adventures 1 ist eine Geschichte von Nathanael1711, die in einem Universum spielt, in dem Teridax seinen Plan vergessen hat und die Toa Mata über verschiedene Reiche herrschen.

Prolog

Der Schattige sah lächelnd herüber zum Lager von Pohatus Truppen auf der gegenüberliegenden Seite des Tals. Auch wenn Pohatu und Vamprah beide viele Rahkshi-Truppen hatten, hatten sie die Dunklen Jäger noch nicht besiegt ... und das würden sie auch nicht. Jetzt wandte sich der Schattige ab vom Lager seines Gegners und ging durch das dunkle Lager seiner eigenen Jäger. Vor mittlerweile fast 80.000 Jahren - genau genommen vor 79.000 Jahren, 100 Jahre nachdem Teridax die Bruderschaft der Makuta übernommen hatte - war Pohatu nach Odina gekommen. Genau wie die Makuta war jeder der Toa Mata auf ein Gebiet zugeteilt worden und verstand sich - mehr oder weniger - mit dem hier lebenden Makuta.

Vor 75.000 Jahren dann - als Spiriah seine Experimente mit den Skakdi begann - verschwand Makuta Teridax urplötzlich, was zur Folge hatte, dass sich die meisten Bruderschaftler zerstritten und die Bruderschaft schließlich zerfiel. Jeder der Makuta zog sich dann auf seine jeweilige Insel zurück und herrschte über sie - einige mit den Toa, einige ohne die Toa; einige brutal, andere gerecht und weise. Auf drei Inseln - Artakha, Karzahni und Odina - hatte es aber schon Herrscher gegeben. Auf Artakha hatte es keine großen Probleme gegeben, Kojol und Toa Onua hatten sich gut mit dem Herrscher verstanden und arbeiteten mit ihm zusammen. Auf Karzahni hatten sich Icarax und Karzahni zusammengetan und herrschten über ihr Land, das relativ schnell im Chaos versank und immer noch drinsteckt.

Auf Odina jedoch hatte es die größten Probleme gegeben, denn hier hatte bereits der Schattige geherrscht. Pohatu und Vamprah lebten erst friedlich mit ihm zusammen - hatten aber so gut wie keine Macht. Das gefiel Vamprah nicht, und so griffen seine Truppen vor 60.000 Jahren, als Teridax, der fast alle Erinnerungen verloren hatte, die Festung des Schattigen an. Pohatu wiederum fand das nicht richtig - so zerstritt auch er sich mit Vamprah, und der Krieg, der begonnen hatte, dauerte bis heute an.

Nun hatte Der Schattige endlich einen Plan, wie er Vamprah und Pohatu ausschalten könnte - seine Jäger würden Miserix befreien.

Kapitel 1: Der Überfall

General Mazeka, höchster Matoraner im Dienste von König Krika und Königin Gali vom nördlichen Kontinent, sah zurück auf das Dorf De-Koro, welches er gerade nach dem meistgesuchten Verbrecher des Landes, dem Ta-Matoraner Vultraz, der mit einer Horde anderer Krimmineller Matoraner durch das Land zog und ein Dorf nach dem anderen überfiel, durchsucht hatte. Also hatten seine Informanten, dass er sich hier aufhalte, doch nicht recht gehabt ... doch wenn er nicht hier auf der Tren Krom Halbinsel war, wo war er dann? Mazeka schritt nachdenklich den Weg herunter zum Meer, wo das Schiff wartete, dass ihn hergebracht hatte. Ein Glück, dass er es nicht rechtzeitig erreichte.

Krakua saß gemütlich bei sich zu Hause - die anderen De-Matoraner hatten ihn von der Arbeit entlassen, weil er sie mit zu lauten Geräuschen nervte - und genoss den freien Tag, als ein Freund von ihm, der Onu-Matoraner Bima - der einzige Nicht-De-Matoraner im Dorf - hereinkam. "General Mazeka war gerade persönlich da und hat das Dorf durchsucht!", sagte er aufgeregt.
Krakua sah zu ihm auf. "Ja, wirklich? haben sie Vultraz denn gefunden?"
"Nein." antwortete sein Freund, dabei erlosch das Lächeln auf seinem Gesicht.
"Sind sie noch da?
"Nein, sie sind gerade wieder gegangen."

Bevor Krakua diesmal antworten konnte, sprang auf einmal ein Ta-Matoraner hinter einem seiner Schränke hervor. "Das war es, worauf ich gewartet habe.", grinste Vultraz und zog eine Keule mit Stacheln daran hervor. Er hob sie hoch, ließ sie herabsausen - und dann wurde alles schwarz.

Bima wachte auf. Er war nicht mehr in De-Koro, und unter ihm war kein fester Boden.
Schnell rappelte er sich auf.
"Wo bin ich?", fragte er sich selbst, doch die Umstehenden Personen - gut gepanzerte Matoraner - hatten ihn gehört. Zwischen ihnen trat ein gefählich auusehender Ko-Matoraner, General Mazeka, hervor. "Du bist auf dem Schiff des Sondereinsatzkommandos von General Mazeka. Und du und dein Freund haben Vultraz bei sich im Haus versteckt."
"Das haben wir-"
"Ruhe." unterbrach Mazeka ihn, "wir werden das alles klären können."

Kapitel 2: Die Suche beginnt

Bima strich sich über seine Maske, nur um zu bemerken, dass sie sich nicht wie seine anfühlte. Als er sie aus diesem Grund abnahm, starrte ihn eine Kanohi Suletu an - Krakuas Maske!
Mit einem Schrei ließ er sie aus seinen Händen fallen. General Mazeka, der gerade im Begriff gewesen war, wegzugehen, fuhr herum und hob dann die Maske auf. Er hielt sie Bima hin.
„Hier, nimm die.“, sagte er, „es hat lange genug gedauert, bis wir eine Maske gefunden haben, die nicht zerstört war, damit du nicht für längere Zeit im Koma liegst.“
Bima nahm die Maske, denn er merkte schon, wie ihm schwindelig wurde. „Und was ist mit Krakua passiert?“
„Wer ist das?“
„Einer der De-Matoraner. Dies ist seine Maske.“
Mazeka seufzte. „Ich muss vergessen haben, es dir zu erzählen, aber … du bist der einzige Überlebende. Dein Freund - und alle anderen De-Matoraner - sind tot.“
Man konnte Bimas Schreie bis zum fernen Ufer des Kontinents hören.

Canta Nui war schon immer eine wilde Stadt, die nicht zu vergleichen war mit den anderen Städten des nördlichen Kontinents. Hier gab es mehr Verbrechen als anderswo, und ein bekannter Unterschlupfsort für Piraten und andere Räuber. Es gab zwar ein Toa-Team in der Stadt, aber das war viel zu beschäftigt, um allen Verbrechen nachzugehen, denn es war ihr Job, auf Makuta Gorast, die „Herrscherin“ der Tren Krom Halbinsel, aufzupassen. Bima hatte schnell festgestellt, das sie kein bisschen Kontrolle über die Stadt hatte und sich gerne als eine Stadtbewohnerin in den Lokalen oder anderen Einrichtungen aufhielt.
Bima selbst hatte sich als ein alter Seematoraner vorgestellt - was auch stimmte, denn er war früher ein Händler gewesen, der Schiffe vom Südlichen zum Nördlichen Kontinent gesegelt hatte - und eine Mannschaft zusammengestellt, mit der er Vultraz verfolgen wollte. Diese Mannschaft bestand aus zwei Skakdi - der eine hieß Hakann und der andere wurde von allen nur „Jade“ genannt - und fünf Matoranern namens Piruk, Hewkii, Nath, Skorpion (auch ein Spitzname) und Kailani. Mit Bimas Geld, das er noch auf der Nördlichen Zentralbank hatte, konnte der alle sieben bezahlen. Am Morgen nach der Vereinbarung brachen die acht mit Hakanns Schiff, der Piraka Hunter, auf.

Kapitel 3: Willkommen auf Stelt

Stelt. Einst ein Handelszentrum, nun das Zentrum der Bruderschaft des Makuta. Die Bruderschaft war - laut ihren Mitgliedern - die direkte Nachfolgerorganisation der ehemaligen Bruderschaft, die zerbrochen war, als Teridax kurz nach seiner Übernahme Teile seines Gedächtnisses - und auch die Erinnerung an seinen Plan - verlor. Mutran, der ihm wichtige Informationen für den Plan gegeben hatte, wollte ihm diese nicht noch einmal geben und stieg aus der Bruderschaft aus. Die Makuta wollten einen neuen Anführer für die Durchführung des Plans, doch dafür gab es mehrere Bewerber. Der stärkste von ihnen war Icarax, den die anderen Makuta jedoch gemeinsam abwehrten und ebenfalls aus der Bruderschaft warfen.

Schließlich zerbrach die mächtige Organisation und die Mitglieder zogen sich in ihre Gebiete zurück, welche sie in Besitz nahmen. Manche nahmen auch neue dazu oder verbündeten sich, so taten sich vor 30.000 Jahren Chirox auf Xia, Spiriah auf Zakaz, Antroz auf Stelt und Vamprah auf Odina zur neuen Bruderschaft zusammen. Antroz und Chirox hatten beide Geheimdienste, die sich so lange im Geheimen meuchelten, bis die neue Bruderschaft wiederum in zwei Teile, die Bruderschaft des Makuta unter Antroz’ Leitung und das Bündnis der zwei Inseln unter Leitung von Spiriah und Chirox zerbrach.

Die Bruderschaft des Makuta auf Stelt wurde von Antroz geleitet, doch er selbst lebte mit Tridax auf Destral. Auch Vamprah gehörte zu ihm, doch er hatte zu viel damit zu tun, sich auf Odina und den näheren Inseln mit Pohatu und den Dunklen Jägern herumzuschlagen, und so hatte jemand anders den direkten Befehl - der sogenannte „glühende General“, der elementare Feuer-Kräfte hatte. Viele spekulierten, dass er ein Skakdi, irgendein mutiertes Wesen oder ein Toa war, wobei letzteres am meisten bezweifelt wurde, denn er folgte definitiv nicht dem Toa-Kodex.

Bima und seine Truppe kamen in der Nacht auf Stelt an, zu einer Zeit, zu der hier am meisten los war. Am Steg, an dem sie anlegten, wurden sie sofort von irgendwelchen dick gepanzerten Einheimischen auf Waffen durchsucht und trotzdem nur widerwillig durchgelassen, denn jemand wie Hakann oder Jade konnte auch ohne Maske gefährlich werden - gerade, weil die beiden Skakdi von Zakaz kamen, und weil das unter Kontrolle des Bündnisses der zwei Inseln war.

„Warum sind wir hier?“, fragte Bima Hakann, „bist du dir sicher, das Vultraz hier ist?“
„Natürlich“, antwortete der, „Vultraz hat hier seinen Unterschlupf, und das weiß Mazeka auch.“
„Warum ist er dann noch nicht hiergewesen?“
„Weil Gali und Krika schlechte Beziehungen mit Antroz haben. Würden Mazeka oder Nidhiki hier einfach mit der Polizei des nördlichen Kontinents einmarschieren, würde der glühende General ihnen den Krieg erklären.“
„Warum sind dann noch keine Polizisten anonym hiergewesen?“
Hakann wollte antworten, doch auf einmal ertönte ein Schuss und einer der Matoraner hinter den beiden - Piruk - fiel getroffen um.
„Zu gefährlich.“, brummte der Skakdi.

Kapitel 4: Verhandlungen

Piruk sank röchelnd zusammen und wurde von Jade aufgefangen, welcher ihn zu den anderen trug, die bereits hinter einem großen Gegenstand in der Nähe - scheinbar ein defektes Fahrzeug - Schutz gesucht hatten.
„Wieso haben sie uns angegriffen?“, fragte Kailani fassungslos und spähte zu dem Haus hinüber, aus dem die Schüsse gekommen waren.
„Weil ich und Jade Skakdi sind. Nicht besonders beliebt hier.“, antwortete Hakann knapp.
„Und woher kam der Schuss? Ich dachte, hier sind keine Waffen erlaubt?“
Hakanns Augen glühten einmal rot auf und ein weiteres Fahrzeug weiter unten auf der Straße explodierte. Dann sah er wieder zu Kailani herab.
„Nicht alle Schüsse kommen aus Waffen.“
„Nur so nebenbei…“, unterbrach Nath, „aber wir werden wieder beschossen!“
Er hatte Recht. Ein riesiges, muskelbepacktes Wesen war aus dem Haus (es schien eine Art Kneipe zu sein) gestolpert und hatte mit einem auf seiner Schulter angebrachtem Gerät auf sie geschossen. Jade legte den sterbenden Piruk zur Seite und stand auf.
„Warum greifst du uns an?“
Die Kreatur dachte kurz nach, bevor sie antowortete.
„Skakdi sind schlecht. Skakdi sind Zakaz. Zakaz ist … äh … äh …“
„Bündnis der zwei Inseln?“
„Ja.“ Der Blick des Wesens wurde jetzt finster, „Muss töten.“
„Wer sagt das?“
Jades Gesprächspartner überlegte wieder.
„Ich glaube es war der General bei seiner letzten Rede. Er sagte, dass wir alle Skakdi töten sollen. Alle Skakdi. Töten.“
“Wie heißt du und für wen arbeitest du?“, fragte Jade, offenbar ließ ihn die Absicht des Wesens, ihn zu töten, völlig kalt.
„Ich … Ich bin Krekka. Mein Herr ist … Sidorak.“
„Sidorak? Der Visorak-General? Bist du sein Sklave?“
„Er ist … mein Herr.“
Jade rollte mit den Augen. „Bekommst du irgendetwas für deine Arbeit?“
„N-nein.“, stotterte Krekka irritiert. Bima sprang auf. „Wir würden dich bezahlen.“, sagte er und zeigte Krekka ein paar seiner Münzen. Der nickte, obwohl er immer noch verwirrt schien.
„Also abgemacht. Wir geben dir das Geld und du und hilfst uns, Vultraz zu finden und zu töten. Weißt du wer er ist?“ Erneut nickte Krekka.
„Gut, dann geht es los.“ Auch Hakann und die anderen standen jetzt auf, bis auf Piruk, der mittlerweile tot war. Nach einer kurzen Beerdigung in einer dunklen Gasse führte Krekka sie dann zum Versteck von Vultraz...

Kapitel 5: Der Jäger

Krekka führte sie immer und immer weiter durch die Straßen der Stadt, die mehr als drei Viertel der Inselfläche einnahm, bis Skorpion irgendwann die Geduld verlor.
„Wie lange dauert denn das noch?“ brüllte er.
„Was?“ fragte Krekka.
„Bis wir da sind.“, antwortete Bima ruhig.
„Wo?“
„Bei Vultraz’ Unterschlupf.“
„Vul … traz? Ach ja … das ist am Hafen.“ Und wieder ging es los, diesmal Richtung Wasser. Hakann beugte sich im gehen zu Bima hinunter. „Wenn wir jetzt weiter geradeaus gehen, sind wir wieder bei unserem Schiff.“
„Dieser Krekka ist zu dumm. Wir hätten uns jemand anderen suchen müssen.“, brummte der verärgert zurück.

Hakann hatte Recht gehabt. Krekka führte sie wieder zurück dahin, von wo sie gekommen waren und ging dann in ein Haus hinein, aus dessen Fenstern man die „Piraka Hunter“ sehen konnte. Hier begegnete ihnen jedoch weder Vultraz noch einer seiner Männer. Stattdessen saß ein Toa-großes Wesen im Hauptsaal des Hauses. Als Krekka nach Vultraz fragte, behauptete er, dass der tot sei.
„Oder, besser gesagt, er wird es bald sein.“, fuhr die Gestalt fort, „denn wir haben ihn gefangen genommen. Er wird nach Odina gebracht, wo er wegen eines Anschlags auf den Schattigen vor 20.000 Jahren verurteilt und gehängt wird.“
„Ihr seid Dunkle Jäger?“, fragte Hewkii.
„Ja, in der Tat, das sind wir … eigentlich sind wir auf einer anderen Mission unterwegs, aber als wir auf Stelt ankamen, konnten wir nicht anders, als den größten Matoraner-Dieb aller Zeiten gefangen zu nehmen und zur Exekution nach Odina zu schicken … obwohl wir selbst prinzipiell nicht besser sind als er …“
„Und wie ist dein Name?“, wollte Jade wissen.
Jetzt schien der Gesprächspartner der Truppe gedankenverloren. „Ich hatte mal einen Namen … einen richtigen Namen … aber das ist nicht mehr.“ Er sah jetzt finster auf die Besucher herab. „Die anderen Jäger nennen mich Phantom, das ist genug… und auch ihr werdet bald keine Namen mehr haben, denn ihr seid zu Vultraz gekommen … und ihr müsst vernichtet werden.“
Dann spürten sowohl die Matoraner als auch die Skakdi und Krekka einen Schlag gegen den Kopf, und die Welt wurde schwarz.

Kapitel 6: Neue Pläne

Bima schlug die Augen auf. Wo war er? Er erkannte Gitterstäbe… eine Zelle … eingesperrt … aber wo waren die anderen?
Der Onu-Matoraner merkte, dass er lag, so richtete er sich auf und sah sich in der Zelle um. Er hatte einen Zellengenossen, der zu Boden sah und ihn scheinbar ni, aber es war keiner der Matoraner, mit denen er aufgebrochen war, sondern … ein Toa?
Er trat näher heran und überlegte, ob es wohl klug wäre, ihn anzusprechen, als der Toa sich von selbst aufrichtete und ihn ansah.
„Wie heißt du, junger Freund?“, fragte er.
„Mein- mein Name ist Bima, ein Onu-Matoraner aus dem Königreich von König Krika und Königin Gali vom nördlichen-“
„Schon gut.“ Unterbrach der Toa ihn, „Ich kenne dieses Land … nur zu gut. Hast du je von Toa Tonuv gehört, Kleiner?“
„Toa … Tonuv? Ja, er war ein legendärer Kämpfer, der im nördlichen Bürgerkrieg vor 20.000 Jahren den nördlichen Kontinent gegen die Dunklen Jäger in die Schlacht geführt hat… die Jäger haben ihn getötet, wurde erzählt.“
„Er ist nicht tot, Bima… er steht vor dir.“


Der Schattige lachte. Wie grandios! Es tat nichts zur Sache, dass Miserix gerade gestorben war, denn sie hatten ihm sein Geheimnis - sein größtes Geheimnis - entlocken können.
„Löst ihn von den Fesseln.“ Sofort traten einige Jäger an den Tisch und lösten die Fesseln des toten Makuta. Dann trat der Schattige auf diesen zu, nahm ihm die Maske ab und setzte seinen Körper mit einem Feuerstoß aus seiner Waffe in Brand.
„Sechs große Artefakte…“, murmelte der Anführer der dunklen Jäger, „sechs Artefakte, die mir die Herrschaft über die Welt bringen werden! Ja… auf jeder wichtigen Insel ist eines versteckt … die Kanohi Vahi, Maske der Zeit, der Stabs der Unsterblichkeit, das Vahivoya-Schild der Zukunftsreise, das Vahivoya-Schwert der Vergangenheitsreise, die Kanohi Ignika, Maske des Lebens, und zu guter letzt -- die legendäre Kanohi Atorika -- Maske der Situationsänderung!“
Der Schattige trat aus der Höhle heraus und blickte über Artidax hinab, die erste Insel seines neuen Weltreiches. Er würde so mächtig sein -- wie Mata Nui selbst!


Tonuv erzählte Bima, was geschehen war: Vor 20.000 Jahren war er im Krieg gefangen genommen und nach Odina gebracht worden, wo man ihm ein Großes Geheimnis, das Makuta Miserix ihm einst erzählt hatte, per Folter entlocken wollte. Tonuv verlor dabei fast seinen Verstand und auch fast alle elementaren Kräfte, hielt aber Stand. Der Schattige wollte ihn nicht töten, weil er glaubte, dass das Geheimnis wichtig sein könne.
Doch mit der Zeit habe man Tonuv vergessen - und hatte nicht mehr aufgepasst, was er hier, tief in den Kerkern Odinas, mit den herumliegenden Teilen trieb.

Stolz hielt Tonuv sein Werk hoch. „Eine neue Kanohi Olmak - Maske der Dimensionstore!"

Kapitel 7: Aufbruch

Alt sah seinem alten Freund, der im Sonnenuntergang von Artidax absegelte, nachdenklich hinterher. Als Mitglied des Ordens von Mata Nui wusste er, dass die sechs Artefakte auf keinen Fall in seine Hände fallen durften, sonst wäre das ein Desaster für das ganze Universum, und Mata Nui selbst wäre in Gefahr.
Ein Schwarm fliegender Rahi hielt sich im Himmel über Artidax auf. Mit seiner mentalen Kraft veränderte Alt ihren Flug zu einer Botschaft, die nur Ordensmitglieder enträtseln könnten, und schickte ihn in Richtung Daxia. Das würde genug sein, Helryx und die anderen würden sich schon um den Rest kümmern. Alt drehte sich um und konzentrierte sich wieder auf seine neue Tätigkeit, die Ausbauung Artidax’ zu einer Festung, zu leiten


Ein Dimensionstor öffnete sich mitten im Metru Nui, und ein Toa und ein Matoraner traten heraus. Die umstehenden, arbeitenden Matoraner sahen den beiden verblüfft nach, denn es gab nur wenige Toa im dieser Gegend, zurzeit wurde die Gegend von Toa Lhikan und Toa Tuyet bewacht.
Die Neuankömmlinge waren auf dem Weg zum Archiv von Onu-Metru, weil Tonuv aufs genauste erfahren wollte, was in den letzten 20.000 Jahren passiert war, als ihnen auf einmal ein Ta-Matoraner im Weg stand. Die beiden sahen sofort, dass er noch jung sein musste, wahrscheinlich erst ein- bis zweitausend Jahre, doch sein Blick war nicht freundlich.
„Was wollt ihr in Metru Nui?“, fragte er, scheinbar ohne jeden Respekt.
„Ich schätze kaum, dass du so etwas wissen musst, kleiner Matoraner.“, antwortete Tonuv ruhig.
„Ach ja?“ Der Ta-Matoraner, alles andere als ruhig, lief auf seiner goldenen Maske schon rot an. „Aber ich bin Teriduma, der jüngste Sohn von Toa Lhikan und Toa Tuyet. Ich habe hier etwas zu sagen.“
„Ich sehe nicht, wieso ich dir glauben sollte, Matoraner“, antwortete Tonuv, „es sei denn, mein alter Freund Lhikan würde mir das mitteilen…?“
„Das tut er.“
Die Stimme kam von einem Hausdach ganz in der Nähe, von dem Toa Lhikan heruntersprang. „Hallo, alter Freund!“ Die beiden begrüßten sich herzlich und tauschten dann Geschichten über die letzten paar tausend Jahre aus, was Bima nicht besonders interessierte. Deshalb wandte er sich um und erkundete ein wenig die Gegend … nur um in der Ecke einen toten Po-Matoraner aufzufinden.
Bima drehte seinen Fund, sodass er das Gesicht erkennen konnte; dann schrie er.
Es war Hewkii, einer der Matoraner mit denen er gereist war, und er trug eine Steinplatte in der Hand, auf der geschrieben stand …
„Sie kommen“.

Kapitel 8: Sie kommen

Der Schattige war wütend. Seine Armeen waren auf dem Weg nach Artakha gewesen, um die Insel aus dem Hinterhalt zu überfallen und das Vahivoya-Schild der Zukunftsreise zu stehlen. Doch irgendwie hatte Mutran, Herrscher des südlichen Kontinents, davon etwas mitbekommen und hatte eine Blockade errichtet, sodass die Schiffe der Jäger gar nicht erst bis nach Artakha gekommen waren, und eine Schlacht war entbrannt. Außerdem hatte er eine Nachricht erhalten, dass zwei Gefangene aus den Kerkern von Odina geflohen waren - darunter Toa Tonuv, dessen Geheimnis der Anführer der Jäger immer noch nicht wusste. Verfolgung war zwecklos, weil beide mit einer Olmak - wo auch immer sie die herhatten - geflohen waren.

Als er wieder zur Schlacht herüber sah, begann er zu lächeln. Sie würden nicht verlieren, denn dort kamen ihre neuen Verbündeten.


Die Gruppe setzte sich in Ga-Metru zusammen.
„Seltsam“, meinte Lhikan, „Wen könnte der tote Matoraner damit meinen? Wer kommt?“
„Truppen aus anderen Ländern?“, fragte Bima.
„Mal sehen…“ überlegte Lhikan, „Die Dunklen Jäger haben genug Ärger mit der Bruderschaft … die Bruderschaft mit den Jägern und dem Bündnis der zwei Inseln … diese wiederum wäre nicht stark genug, um uns anzugreifen … mit den beiden Kontinenten sind wir verbündet … wer ist es denn dann?“ „Eine außerirdische Armee, vielleicht?“, fragte Tuyet.
„Oder so eine Art Zombie-Armee?“, fragte Teriduma.
„Vielleicht …“ grübelte Makuta Teridax, „oder möglicherweise noch etwas viel schlimmeres?“

Sie sahen nicht, wie aus den Ga-Metru-Tümpeln rund um sie Arme und Beine kamen … wie Tentakeln nach ihnen schnappten … andererseits merkten sie, wie das Wasser stieg.
Bima merkte es als erster. „Wieso steht hier alles zentimetertief unter Wasser?“ fragte er die anderen, die jetzt auch bemerkten, dass die Tümpel überquollen und Kreaturen herauskamen.
„Ich glaube“ murmelte Teridax, „Ich glaube es ist etwas noch viel schlimmeres.“

Kapitel 9: Aus dem Wasser

Die Schiffe unter Mutrans Flagge sanken … eines nach dem anderen … bis sie verschwunden waren und die verblüfften Dunklen Jäger sie im tiefen, dunklen Wasser nicht mehr ausmachen konnten. Die Soldaten, die von den Schiffen entkommen waren, wurden von Tentakeln in die Tiefe gezogen oder von aus dem Wasser kommenden Schwertern getötet. Das ganze dauerte nur etwa zehn Minuten.
Als es dann kein Lebenszeichen mehr von Mutrans Truppen gab, tauchte eine Art U-Boot auf … allerdings war es mehr das Gegenteil eines U-Boots, denn war zu dem Zweck gebaut worden, auf- und nicht unterzutauchen, weiterhin bestand es aus Glas oder einer Glasähnlichen, durchsichtigen Substanz, und im Inneren war Wasser.
„Da sind wir.“, verkündete ein rot gepanzertes Wesen in dem U-Boot, „und wie ich sehe, kommen wir gerade richtig.“
„Oh ja“, lächelte der Schattige, „und wir werden gleich noch etwas unternehmen…“


Das Wasser war nun schon einen Meter hoch, und kleinere Geschöpfe schwammen um Lhikan, Tuyet, ihrem jüngsten Sohn, Bima, Tonuv und Teridax herum. Sie schienen nur zu warten, dass das Wasser hoch genug wurde.
„Ich werde von oben nachsehen, was los ist“, sagte Teridax, ließ sich Flügel wachsen und flog auf zum Himmel. Als er wieder herunterkam, sagte er: „Scheinbar versinkt Metru Nui im Wasser … oder das Wasser steigt … oder so etwas … und eine Armee von Wasserkreaturen will die Stadt erobern.“
„Wir müssen die Matoraner evakuieren!“, rief Tuyet und schwamm durch das mittlerweile zwei Meter hohe Wasser in Richtung des Kolosseums.
Währenddessen wurde Lhikan von einer Kreatur angegriffen und konnte sich nur durch seine Elementarkräfte befreien. Tuyet benutzte ihre Kräfte und schuf mitten im Wasser einen Tunnel. Die Wasserkreaturen an den „Wänden“ funkelten sie böse an.
„Wir müssen zum Kolosseum!“, rief Tonuv.
Das Wasser war nun mehr als drei Meter hoch.

Kapitel 10

Die Matoraner, Toa, der Turaga und der Makuta von Metru Nui sahen vom Kolosseum herunter auf ihre versunkene Stadt.
„Es ist schrecklich!“, meinte Dume verzweifelt, „die ganze Stadt … unter Wasser …“
„Und fast die Hälfte der Bevölkerung ist immer noch da unten“, fuhr Teridax fort, „was sie nicht überlebt haben werden…“
Sie übertrieben nicht, denn bis auf die Spitze des Kolosseums, in der ja auch die Arena war, sah rein gar nichts von der Stadt mehr aus den Fluten hinaus.
„Aber wer kann das gewesen sein?“, fragte sich Lhikan, „all diese Kreaturen aus dem Wasser … es sah aus, als wären sie eine Armee, die von jemandem befehligt würde…“
Wie als Antwort auf seine Frage tauchte ein U-Boot-Artiges Gefährt aus dem Wasser auf, wie es auch der Schattige gesehen hatte, und eine blau gepanzerte Gestalt darin wandte sich den am Kolosseum stehenden zu.
„Mein Name ist Takadox“, begann das Wesen, das aussah wie ein riesiges Wasserinsekt, „und wir haben eure Stadt unter Kontrolle. Ergebt euch.“
Dume trat vor. „Wie habt ihr das geschafft? Ich meine, das mit dem Wasser?“
„Einer meiner Verbündeten hat ein Dimensionsportal geschaffen, das von der Protodermis-See eines alternativen Metru Nuis hierher führt. Das Wasser ist hierhergeflossen, und dann wurde das Portal wieder geschlossen.“, erzählte Takadox, „und nun beherrschen wir eure stadt, eure Bewohner und bald auch euch.“
„Wieso?“, fragte Tonuv, „die untergegangenen Matoraner sind doch tot…?“
Takadox lachte. „Oh nein, das sind sie nicht. Sie sind vielmehr … mutiert.“
Jetzt setzte Tonuv eine finstere Miene auf. „Was immer ihr mit ihnen getan habt, wir werden ihnen helfen, wir werden sie wieder zurückbekommen und Metru Nui in seinen Originalzustand zurückversetzen!“
„Und wie wollt ihr das anstellen? Um euch herum ist nur Wasser, beherrscht von meinen Kreaturen.“
Tonuv aktivierte seine Maske.
„Um uns herum, ja … dann gehen wir eben von hier.“
Bevor Dume in das riesige Dimensionsportal stieg, wandte er sich noch einmal Takadox zu. „Und unsere Freunde werden wir wiederholen.“
Dann trat auch Tonuv hinein, und das Kolosseum war leer.

Epilog

Artakha sah aus dem Fenster seiner Festung, und auf die Schiffe der Dunklen Jäger, die vom Meer kamen. Dann lächelte er.
„Narren“, flüsterte der Herrscher der paradiesischen Insel, „Sie werden Artakha niemals erobern können…“

Doch noch ein weiterer Herrscher war sich seines Sieges sicher. Denn wie konnte man schon verlieren, mit den Barraki an seiner Seite?

Fortsetzung folgt in „Adventures 2: Schlacht um Artakha


Nathanael1711: Storys
Saga 1: Die Rebellion

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