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Story (Nathanael1711)

Adventures VII.

Prolog

Nach dem 3000-jährigen Krieg übernahm ein schrecklicher Dunkler Herrscher das Matoraner-Universum … und sein Name war Tahu!

Seinen Aufstieg und die Stärke seiner Truppen verdankt er vor allem den Ryghul – Wesen, die ähnlich wie Rahkshi erschaffen werden und ihm genauso dienen wie ein Rahkshi einem Makuta. Dank ihnen nahm er immer mehr Inseln ein, bis er schließlich sogar – 94 Jahre nach dem Ende des großen Krieges – den südlichen Kontinent unter Kontrolle hatte. Damit fehlten nur noch die südlichen Inseln...

Kapitel 1: Die Idee

Stolz sah Tahu – wie schon vorher so oft – auf die versammelten Ryghul-Truppen von Metru Nui hinab. Seit dem Ende des Krieges waren nun schon 700 Jahre vergangen – Ein Feiertag, den er überall im Reich hatte feiern lassen – und es hatte seit fast 600 Jahren keine Aufstände mehr gegeben. Insgesamt war das Reich stabil, friedlich, eigentlich perfekt … Doch was den großen König des Dunklen Reiches immer noch störte, waren die südlichen Inseln, wo sich nach wie vor eine Gruppe verschanzte, die sich nach seinen Informationen „Neue Dunkle Jäger“ nannte und die von Alt, einem früheren Freund des bei der Schlacht um Artakha gestorbenen „Schattigen“, der der Anführer der Dunklen Jäger gewesen war, angeführt wurde.

Manchmal stört es mich, dass in diesem Universum alle Inseln in Höhlen liegen, dachte sich Tahu, nur deswegen konnten sie sich ja überhaupt verschanzen… sie haben einfach die Decke zum Einsturz gebracht.


Aber ja! Wenn dort die Decke eingestürzt war, dann könnte man dort doch prinzipiell hinaus! Hinaus aus diesem Universum! Tahu wandte sich von den Truppen auf dem Innenhof ab und machte sich auf den Weg zu seiner privaten Kammer oben im Turm, wo er mit Kygah, dem Minister der Südlichen Region des Reiches, die man auch „Südland“ nannte (Es gab auch Nord-, West- und Ostland) sprechen wollte…

Kapitel 2: Fehlerhaftes Personal

„Die Decke?“, fragte Kygah ungläubig, „Nein, ich glaube nicht, großer König.“

„Warum nicht?“, fragte Tahu zurück.

„Die Decke ist nicht ganz weg… es ist noch immer etwas da…“

„Dann lassen Sie ihre Leute dort bohren, Minister.“

„Bohren? Aber … das ist doch viel zu aufwendig! Ich … äh … meine, wie sollen wir da hochkommen?“

„Ich vertraue darauf, dass Sie das organisiert bekommen, Kygah.“

„Ich … also … ähm…“

Jetzt wurde Tahus Blick finster. Es war nicht das erste Mal, dass Kygah ihn enttäuschte. Erst vor kurzem war ihm aufgefallen, dass eine Untergrundorganisation die Hälfte von seinem Rat eingenommen hatte, die plante, einen Aufstand zu starten – was dann der erste seit 600 Jahren gewesen wäre, und ein Grund für Tahu, um ihn umbringen zu lassen.

„Minister, es tut mir leid. Ihr enttäuscht mich schon wieder.“ Tahu gab einem der Ryghul, die um Kygah herumstanden, ein kurzes Zeichen.

Der hatte gerade mal genug Zeit, um einen Schrei hervor zu bringen, dann zerfiel er zu Asche.Tahu winkte den Ryghul, der gerade seinen Flammenwerfer beiseite legte, heran.

„Sucht mir aus dem Rat schnell einen neuen Minister. Stellt ihn mir heute Abend vor.“

„Verstanden, König.“

Tahu deaktivierte den Bildschirm und schritt davon.

Kapitel 3: Aufstand?

„Großer König, Minister Hergan möchte Euch sprechen.“

„Dann muss er kurz warten.“

„Er sagt, es sei äußerst dringend.“

„Das hoffe ich für ihn. Stellen Sie ihn durch.“

„Großer König!“

„Was gibt es, Hergan?“

„Es …“ Der Minister war auf einmal unsicher, denn er hatte gehört, was mit Kygah geschehen war. „Es ist so … dass es … hier auf Xia …“

„Sagen Sie schon! Was ist los in Xia?“

„Es … es gibt einen Aufstand. Die Hälfte des Stadtteils ist von Aufständischen besetzt worden.“

Tahu entschied sich, Hergan nicht umbringen zu lassen. „Was sind das für welche? Weshalb machen sie … so einen Aufstand?“

„Es … es sind Skakdi und Matoraner … und ein paar Toa. Es geht … gegen die Herrschaft. Die Ryghul konnten nichts gegen sie tun. Es waren zu viele.“

„Wie viele sind tot?“

„Nun … etwa zweihundert Ryghul und etwa fünfzig der Aufständischen…“, murmelte der Minister in sich hinein.

„Wie bitte? Zweihundert?“, entsetzte sich Tahu und sprang dabei auf, „Wenn nur ein weiterer stirbt, braucht das Mittelland bald einen neuen Minister, Hergan! Wie viele Gefangene haben Sie?“

„Etwa … etwa fünfzig Matoraner und hundert Skakdi.“, entgegnete der voller Angst.

„Dann töten Sie sie! Und zwar alle! Und wenn ihr euch wieder meldet, dann mit der Nachricht, dass der Aufstand niedergeschlagen wurde!“

Kapitel 4: Das Labor

Tief unten in der Stadt, im Erdgeschoss des Kolosseums von Metru Nui, arbeitete der „Oberste Königliche Wissenschaftler“ Skraka, der vor 700 Jahren die Ryghul „erfunden“ hatte und jetzt an anderen, neuen Dingen arbeitete.

Als Tahu, eskortiert von zwei Ryghul, in das Labor trat (was er seit einigen hundert Jahren nicht mehr getan hatte), sah er überall um sich herum seltsame Wesen, organische und technische und alle Misch-Arten, die man sich vorstellen konnte. Die drei wurden begrüßt von einem kleinen Matoraner, der beinahe so aussah wie Skraka selbst – wenn ihm nicht die organischen Bestandteile gefehlt hätten.

„Der Oberste Königliche Wissenschaftler Skraka heißt Euch Herzlich Willkommen in seinem Labor, oh Großer König!“, schleimte der Roboter –haargenau wie sein Erschaffer.

„Wo ist er denn, der Oberste Königliche Wissenschaftler?“, fragte der Große König, wobei sein Blick suchend durch den Raum schwenkte. Zwischen den Käfigen, Glaskästen (mit und ohne Wasser), Kisten (mit offensichtlich lebendigem Inhalt), Gläsern mit chemischen Substanzen und unidentifizierbaren Dingen trat nun der Herr des „Hauses“ hervor, der sichtlich älter aussah, als Tahu ihn in Erinnerung hatte. Möglicherweise wollte der Kleine den Anschein erwecken, er wäre uralt und erfahren, und hatte sich deshalb älter machen oder es zumindest so aussehen lassen.

Tahu wandte sich ihm zu, doch da ertönte ein Lachen von oben. Als der König den Blick nach oben wandte, erblickte er – den echten Skraka, so jung und mit organischen Bestandteilen wie immer. Er stand auf einer Plattform über den anderen und rutschte jetzt an einem Seil hinab.

„Darf ich dir meinen Freund hier vorstellen?“,meinte er lächelnd und deutete auf den älteren Skraka, der immer noch zwischen den Bergen aus … „Dingen“ stand und offensichtlich nicht näher kommen wollte. „Ich habe ihn „Oldie“ genannt. Er ist ein Klon von mir; mit beschleunigter Alterung.“

Nun hatte Tahu eine Idee. „Ein Klon! Hör mal, eigentlich bin ich wegen einer anderen Sache gekommen – Sie hat mit einem Loch in der Höhlendecke über den Südlichen Inseln zu tun – aber das ist viel besser! Hör mal, würde es dir was ausmachen…“

„… dir ein paar Leute zu klonen, die schlauer sind als die Ryghul und die dennoch ähnlich - nämlich im Labor – produziert wurden? Das mache ich sehr gerne, oh großer König.“

„Vielen Dank, oh Oberster Königlicher Wissenschaftler.“

Kapitel 5: Klone

Tahu sah stolz die sieben durchsichtigen Kanister an, die vor ihm in einer Reihe standen. Sie enthielten einige Organe und andere organische Körperteile, die mit wenigen biomechanischen Schläuchen und ähnlichem verbunden worden waren. Genau genommen waren es Tahus organische Bestandteile – oder zumindest Klone davon.

In den ersten sechs Kanistern befanden sich sehr junge und deshalb auch sehr kleine Wesen, die – selbst mit Technik wie der an Tahus Körper – nicht hätten überleben können, weil sie erst einige Wochen alt waren.

Im siebten aber befand sich ein größeres Wesen, das schon fast Tahus Größe erreicht hatte – dieser eine Klon war mit beschleunigter Alterung erschaffen worden und war jetzt körperlich so weit entwickelt, wie Tahu es im Alter von einigen tausend Jahren gewesen war. Obwohl ich in diesem Alter geschlafen habe, dachte Tahu.

Heute war es Zeit, den Kleinen herauszunehmen und ihn schnell auszubilden, damit er zeigen konnte, dass Tahu-Klone besser dazu geeignetwaren, Provinzen zu regieren als die bisherigen Minister. Dann regiere ich das Reich wirklich vollkommen, dachte der König, zusammen mit meinen Söhnen.

Skraka trat zu ihm. „Nun, dann wollen wir ihn mal rausholen“, beschloss er. Tahu nickte.

„Wie willst du ihn nennen?“, fragte der Wissenschaftler.

„Nennen? Also … darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht …“, entgegnete der König, „Aber du hast Recht, dies ist gewissenermaßenseine Geburt…“

Er sah sich seinen Sohn an, der nur zwei Jahre leben würde.

„Nennen wir ihn einfach … Prototyp. Er ist schließlich einer …“

„Einverstanden.“ Skraka nickte. „Dann holen wir ihn jetzt raus und geben ihm seine Rüstung.“

Kapitel 6: Der neue Gouverneur

Hergan sah verzweifelt von seinem Balkon hinab auf die Aufständischen, die vor dem sorgfältig abgeschlossenen und von Ryghul verteidigten Regierungsgebäude von Xia standen. Diese Belagerung hielt nun schon mehr als eine Woche an, und wenn es so weiterging, würde Hergan das Gebäude aufgeben müssen – was dazu führen würde, dass die Insel endgültig in der Hand der Rebellischen dort unten war.

Als König Tahu vor zwei Monaten befohlen hatte, alle Gefangenen töten zu lassen, hatte Hergan dies ausgeführt, was den Aufständischen einen ganz schönen Schrecken eingejagt hatte. Der Herrscher war zufrieden gewesen. Doch vor etwa einem Monat waren sie zurückgekehrt… Innerhalb von zwei Wochen hatten sie wieder die ganze Insel unter Kontrolle, und nach einer weiteren war nur noch dieses Regierungsgebäude übrig.

Vor drei Tagen hatte Hergan über Video-Konferenz König Tahu darum gebeten, eine neue Ryghul-Armee nach Xia zu schicken. Dieser hatte sich geweigert und war sehr wütend auf den Minister geworden.

Hergan war froh, dass die Übertragung an diesem Punkt endete, da die Aufständischen die Technischen Geräte, die das Gebäude mit dem Rest des Universums verband, von außerhalb lahmgelegt hatten.

Und es wurde immer schlimmer: Gestern hatten die ersten Skakdi versucht, an dem Gebäude hochzuklettern, woran die Ryghul sie nur schwer hatten hindern können. Sollten sie es noch einmal versuchen, könnten sie vielleicht hinein und irgendetwas Wichtiges zerstören … oder töten.

Doch bevor der Minister weiter überlegen konnte, erblickte er zwei identische Gefährte am Himmel, die beide aussahen wie das Privat-Gefährt (niemand wusste genau, was es wirklich sein sollte) von König Tahu. Und tatsächlich, auf einem davon saß der König – und auf dem anderen ein Toa.

Ein Toa?, wunderte sich Hergan, Seit wann macht der König gemeinsame Sache mit Toa?

Tahu landete auf dem Dach des Hauses und sprang dann hinunter zum Minister, der ihn verwundert ansah. Doch als er gerade fragen wollte, was der Toa hier sollte, flog dieser über den Platz vor dem Regierungsgebäude hinweg und „grillte“ die Aufständischen mit einem heftigen Flammenstoß aus seiner Waffe. Dann landete auch er auf dem Dach.

Hergan drehte sich zum König und dem Toa um, die nun nebeneinender standen und ihrerseits ihn ansahen. Der Minister lächelte und rang sich dazu durch, etwas zu sagen.

„Guten Tag. Wer ist der-“, stotterte er, „Wer- Wer sind Sie, Toa? Ich … ähm …. Kenne Sie nicht.“

„Der neue Gouverneur auf Xia. Mein Name ist Prototyp.“, antwortete dieser kühl.

Dann starb Minister Hergan denselben Tod wie die Aufständischen.

Kapitel 7: Neuigkeiten

Die kleine, fliegende Kamera flog über die Straßen von Xia, wo überall verkohlte Trümmer und Skakdi-Leichen verstreut herumlagen. Hier und dort konnte sie auch einmal einen Blick auf einen Überlebenden erhaschen, der davonlief, -humpelte oder -kroch.

Als dann – um etwa sechs Uhr morgens – die Bürger in den Häusern erwachten, die nicht schon in der Nacht von dem Brand auf der Straße aufgeschreckt worden waren, sah man häufiger hier oder da einen Vortixx, der durch die Trümmer schlich und nach Wertvollem suchte. Die Kamera sah sogar einen, der Rüstungsteile von einem Toten abmontierte und in seine Tasche steckte.

Bis acht Uhr lagen die Straßen völlig ruhig da – bis auf die vereinzelten „Grabräuber“, die noch unterwegs waren. So langsam bekamen immer mehr mit, was geschehen war, auch die, die nicht in diesem Stadtteil wohnten.

Als dann um kurz nach acht die ersten Ryghul in den Straßen zu sehen waren, hatte sich das Wissen über das Geschehen bereits über Stelt und Zakaz bis zum Nördlichen Kontinent, nach Karzahni und Odina ausgebreitet. Als sie schließlich ab halb neun begannen, die Leichen systematisch wegzuräumen, hatten die ersten in Metru Nui davon erfahren, und ab zehn Uhr wurde das Geschehen der letzten Nacht auf den großen Bildschirmen in der Stadt dokumentiert.

In der Nachrichtenzentrale auf Metru Nui landete man um elf Uhr schließlich die kleine Kamera, lud die Bilder herunter und schaltete sie dann ab.

Tahu saß währenddessen ein paar Stockwerke höher (etwa einhundert, im privaten Gemach des Herrschers der Stadt) und sah sich die Bilder an. Und er fand, dass sein Sohn ganze Arbeit geleistet hatte.

Der Aufstand war niedergeschlagen worden.


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