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Battle Field 2185 „The Agori Empire“

Seit Anbeginn der Zeit berichtet eine Legende das Bara Magna, Aqua Magna und der Mond der beide Planeten umkreist, einst ein großer Planet waren. Auf diesem gedieh das Leben und die Mutter aller Kulturen wurde dort geboren. Doch erzählen die Legende weiter das die Kultur der Arroganz und dem Hochmut verfiel. Werte wie Freundschaft und Liebe, Verständnis und Leben mit der Natur gerieten in Vergessenheit. So strafte das Schicksal die Bewohner von Spherus Magna in dem es den Planeten zerbrechen ließ. Aus einem Planeten wurden drei. Und erst wenn sich die Welten wieder zum alten Gewandelt hätten, würde das Schicksal die Planeten wieder zusammen führen. Doch dies ist nur eine Legende die den Kindern erzählt wird wenn sie nicht artig waren. In Wahrheit fand die Wissenschaft schon früh heraus das die drei Welten immer schon existiert hatten und nichts auf die Katastrophe aus den Legende hin wies. Doch wenn eine Legende, eine Geschichte über mehre Jahrhunderte erzählt wird, so hinterlässt sie Spuren. Aus der Legende werden Träume, aus Träumen entwickeln sich Wunschvorstellungen und aus diesen wird eine Besessenheit. Und aus dem Kindertraum das drei Planeten wieder eine werden kann wurde ein Ziel das die Welt verändern sollte. Wenn auch nicht so wie es die Legende erzählte;

„Mania Spherus Magna“

Das Jahr 2185; Bara Magna, eine blühende Welt mit Reichtum und Wohlstand. Die Technik auf dem höchsten Stand und ein Zeitalter der Wissenschaft. Doch dies war nur die eine Seite der Medaille. Gleichzeitig aber kostet der Wohlstand und die Technik dem Planeten Tag für Tag Unmengen an Ressourcen. Und wenn sich daran nichts änderte würde Bara Magna nicht mehr lange die Welt bleiben die sie ist. Schon jetzt strebte die Wissenschaft Wege an wie Bara Magna geschont werden konnte. Doch nicht so wie es sich viele Umwelt bewusste Agori erhofft hatten. Die Erforschung anderer Planeten erreichte einen Höhepunkt. Doch das Herz der interplanetaren Wissenschaft konzentrierte sich auf das Finden neuer Rohstoffquellen. Und so begann die Expansion ins Weltall. Auf vielen Welten entstanden Forschungszentren und Anlagen zum Abbau von Rohstoffen. Konvois von schweren Raumkreuzern brachten und bringen jeden Tag Megatonnen Rohstoffe aus allen Teilen des bekannten Universums nach Bara Magna. Und vor fünf Jahren auch noch von der Nachbar Welt Aqua Magna. Doch die Ureinwohner des Planeten leisteten Widerstand gegen den Agori Konzern der dort den Rohstoff Abbau betrieb. Trotz militärischer Sicherheitskräfte verlor der Konzern Meter für Meter Boden unter den Füßen. Und schließlich musste er sich nach einer katastrophalen Niederlage ein für alle Mal von Aqua Magna zurück ziehen. Der Fall hätte nach der Heimkehr der Überebenen ein Ende haben können, doch der Konzern ließ den Verrat und die Erniedrigung nicht auf sich sitzen. Er nutzte seinen Einfluss auf die Politik aus damit diese eine neu gegründete elitäre Organisation mit der Aufklärung des Verrats beauftragte. Bewusst das diese keine Gnade mit den Ureinwohnern kannten, wenn sie von den Details des Verrats und der letzten großen Schlacht erfahren würden. Was mit zwei Bergungsmissionen begann sollte bald ungeahnte Ausmaße annehmen. Sowohl auf Aqua Magna als auch auf Bara Magna.

E Cover Battle Field 2185 „Jarhead Clan“ Duell im Ewigen Eis

„Jarhead Clan“ Duell im ewigen Eis

Die Hubschrauber flogen nahe über der Wasseroberfläche auf die Insel zu. „Hier Dragon Typ 4 Steed Roger, Flottenverband Owens,“ funkte der Pilot an den Tower, „bitten um Landeerlaubnis.“ „Landeerlaubnis erteilt,“ bestätige der Tower, „Flugfeld Neun.“ Der ganze Verband stieg wieder hoch und änderte leicht den Kurs. „Heute ist echt was los,“ bemerkte ein Marine und blickte auf die Flugfelder Sieben bis Acht. „Ein Verband fliegt ein,“ meinte ein andere Marine, „und ein anderer Verband fliegt aus.“ Nach und nach landeten die Hubschrauber und die Besatzungen stiegen aus den Maschinen. „Geschwader Frost,“ sprach ein Agori im Tower, „Startfreigabe erteilt.“ Shady Owens sah den aufsteigenden Hubschraubern nach wie sie als geordneter Verband davon flogen. „Welches Ziel hat Geschwader Frost?“ fragte er Ares im Kommandoraum des Fuchsbau. „Ko Koro ist ihr Ziel,“ erwiderte der Sergeant, „wie lief es bei euch?“ „Alles wie geplant,“ bemerkte Shady und ging zum Kaffeeautomaten, „aber es gibt eine neue Zielperson auf der Liste.“ „Wen?“ erkundigte sich Ares De Saintclair und sah den Sergeanten der Roxtus Marines an, „war sie bereits auf der Liste der potenziellen Ziele?“ „Nein, ist sie nicht,“ sprach Shady und nippte an seinem Becher Kaffee, „sie ist zwischen achtzehn und einundzwanzig Jahren alt, wie es scheint trägt sie sein Kind in sich.“ Auf dem Bildschirm verfolgten beide Sergeanten noch einmal den Angriff auf den Heimatbaum Le Koro. „An dieser Stelle stopp,“ bemerkte Owens und zeigte auf eine Toa auf dem Bildschirm, „das Bild vergrößern.“ Nun war deutlich zu sehen wie eine junge Toa ihre Hand auf die Brust des toten Lewa legte. „Bild schärfer,“ entgegnete der Sergeant bis die Toa als ganzes und in bester Bildqualität auf dem Bildschirm zu sehen war, „gut, das ist sie!“ „Sehen sie den Bauch,“ bemerkte der Sergeant und zeigte auf die leichte Wölbung unter den kleinen Brüsten, „dritter bis vierter Monat, würde ich sagen.“ „Sie haben recht, Mr. Owens,“ stimmte ein Medical Marine des Towers zu, „wir müssen sie finden und sicherstellen das, dass Kind nicht die Elementarkräfte des Vaters geerbt hat!“ „Welcher Marine Platoon übernimmt die Aufgabe?“ fragte Sergeant Owens, „soll ich die Suche übernehmen?“ „Nein, sie nicht,“ meinte Ares De Saintclair, „Karl Zahni und Lariska Lee übernehmen die Mission.“ „Sie und Terri Dax werden Ta Koro angreifen,“ teilte der Sergeant der Atero Marine ihm mit, „sie beide sind ein eingespieltes Team und das weiß ich zu schätzen.“ „Sie beide müssen Ta Koro zerstören,“ betonte Ares De Saintclair, „damit der Feind seine Rädelsführer entblößt, tun sie dazu alles was getan werden muss!“

In einer anderen Station außerhalb des Fuchsbaus. „Sie halten uns nicht auf dem aktuellen Stand!“ beschwerte sich ein Wissenschaftler empört. „Auch wenn wir hier jeden verdammten Hubschrauber sehen der den Fuchsbau verlässt und zurück fliegt,“ mischte sich ein anderer Agori ein, „sagen sie uns nicht welche Orte sie anfliegen und warum.“ Eine andere Wissenschaftlerin trat in das Zimmer und dicke Tränen liefen über ihr Gesicht, „sie haben den Heimatbaum, Le Koro, angegriffen und zerstört!“ „Was, sie haben den,....“ schluckte der Leiter der Station, „den Heimatbaum zerstört?“ „Ja, Chef,“ schluchzte die junge Wissenschaftlerin und wischte sich die Tränen aus den Augen, „im Verlauf des heutigen Vormittags.“

Die Sonne ging langsam unter als das Geschwader der Kampfhubschrauber Navpoint Alpha erreichte. „Ko Koro in acht Kilometern,“ teilte der Navigationsoffizier des Dragon Typ 4 mit,.“ „Raketen scharf machen, Madam Frost?“ Sergeant Sandy Frost nickte mit eiskaltem Gesicht, „Raketen scharfmachen, Kurs leicht ändern.“ „Wie sie befehlen, Madam Frost,“ bestätigte der Navigationsoffizier und gab den neuen Kurs an die Piloten weiter, „bereit dem Feind im Rücken an zugreifen.“ „Sergeant Sandy Frost an Trägereinheit Calypso,“ sprach sie durch das Funksystem des Kampfhubschraubers, „werfen sie die Battle Walker ab!“ „Befehl empfangen,“ bestätigte der Navigationsoffizier des Trägerflugzeugs Calypso, „Abwurf der Kapseln eingeleitet.“ Vier Agori der Besatzung eilten in den Bauch des großen Flugzeuges und betätigten die Steuerung der Luken. Langsam öffnete sich der Bauch der Maschine und die zwölf Kapseln fuhren an der Schiene an der Decke über die Öffnung. Eine Kapsel nach der anderen löste sich aus der Klammer und fiel in die Wolkendecke. Die Fallschirme öffneten sich und die Kapseln verlangsamten ihre Fallgeschwindigkeit. Im Fall drehten sie sich in die Landeposition. Der Schnee spritze in alle Richtungen davon als die Kapseln aufschlugen. Die Seitenwände flogen auf und krachten auf die Schneedecke. Binnen weniger Minuten waren sie von frischem Neuschnee bedeckt. Die erste Formation aus vier Mad Cats und zwei Bad Boys stapfte auf halber Kampfgeschwindigkeit Richtung Ko Koro davon. Die zweite Formation, bestehend aus zwei Mad Cats, einem Bad Boy und drei Panzerhaubitzen Panther, folgten in größerem Abstand. „Mechleader Solex an Sergeant Frost,“ ging es in dem Dragon Typ 4 ein, „bewegen uns auf Navpoint Gamma zu!“ „Mechleader Kantor an Sergeant Frost,“ folgte es kurze Zeit später, „Position bei Navpoint Beta bezogen, Panzerhaubitzen Ausgerichtet und Feuer bereit!“ „Warten sie auf meinen Befehl zum Angriff, meine Herrn,“ leitete Sergeant Sandy Frost mit eisiger Stimme an die Mechleader zurück, „lehren wir diesen Toa uns zu hassen!“ Vor dem Cockpit des Dragon Typ 4 erschien die Eiskuppel die Ko Koro völlig umgab. „Geschwader halt,“ befahl Sandy Frost und lächele Finster, „Mechleader Kantor, Beschuss durch die Panzerhaubitzen Freigegeben!“

„Nachwort“

Ein Toa fuhr aus dem Schlaf, da war dieses komische Pfeifen noch immer. „Dieser verdammte Alptraum,“ gähnte er verschlafen und immer noch müde, „warum gerade jetzt, eine Nacht vor meiner Hochzeit?“ Dem immer lauter werdenden Pfeifen folgte einer harter Schlag und ein ohrenbetäubender Knall. Im nu war der Toa hell wach und schlüpfte in seine Fellkleider. Kaum hatte er sein Iglu verlassen explodierte es in einer Wolke aus Eis und Schnee. Die Druckwelle warf den Toa auf den Boden. Unter stechenden Schmerzen rollte er auf den Rücke und tastete sich ab, außer ein paar Kratzern fehlte ihm aber nichts. Die Augen des Toa hafteten wie erstarrt an einem großen Loch in der großen Kuppel, welche immer wieder durch harte Schläge erzitterte. Ein weiteres Loch sprengte sich in die Außenwand aus Eis und dem Toa fuhr es wie ein Schlag in die Magengrube.

Ko Koro wurde Angegriffen!

Kapitel 1: “Nicht euer Kampf“

Im ganzen Dorf herrschte pures Chaos. Die Toa eilten laut schreiend aus den Iglus und immer wieder durchschlugen Geschosse die Kuppel. Hier und dar brachen kleinere Flächen ab. In all dem Chaos behielten nur jene die Ruhe welche mit Nuju zusammen vor fünf Jahren gekämpft hatten mit Ausnahme Kopaka. Er behielt ebenfalls die Ruhe und versuchte die Toa welche zu seinen besten Freunden gehörten zu sammeln. Wieder donnerte es laut und kleinere Eisstücke krachten aus der Kuppel. Mit größter Mühe schaffte es Kopaka die aufgebrachten Toa zu beruhigen. Er sammelte sie unter dem noch unbeschädigten Viertel der Kuppel. Erneut schlugen Geschosse ein und die Eiskuppel wies immer weitere Löcher auf. Eine größere Eisplatte stürzte von der Decke und zertrümmerte eines der Iglus. „Kopaka!“ rief Nuju und eilte im Beisein zweier Krieger zu dem Toa, „bringt die anderen über den Geheimweg in Sicherheit!“ „Warum, wir können kämpfen!“ erwiderte Kopaka, „wir gehören zu einem Volk!“ „Ja, zum einen und auch zum anderen,“ stellte Nuju feste, „aber dieser Kampf ist nicht euer Kampf.“ „Wie meinst du dass?“ erkundigte sich Kopaka entsetzt und wich weiteren Eisbrocken aus, „dies ist nicht unser Kampf?“ „Die Agori wollen nicht euch,“ erklärte Nuju betroffen, „sie wollen uns, alle die in dem Kampf vor fünf Jahren beteiligt waren!“ „Sie wollen euch töten oder?“ weinte Kopaka und sah besorgt auf die Kuppel durch deren stetig mehr werdenden Löcher das Mondlicht auf Ko Koro schien. „Nein, sie wollen das wir den Verräter übergeben,“ sprach Nuju mit gefasster Stimme, „doch in unseren Augen ist er der Befreier und wir können ihn nicht dem Feind überlassen!“ „Komm mit mir!“ bat Kopaka, „ich kann dich nicht den Agori überlassen!“ „Wenn die Toa auf Aqua Magna überleben sollen,“ entgegnete Nuju mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht, „dann müsst ihr uns gehen lassen!“ „Wie ihr wollt,“ gab Kopaka nach und dachte wieder an die anderen Toa die nicht zu den Kämpfern um Nuju zählten, „möge eurer Opfer nicht umsonst gewesen sein!“ Ein lautes Ächzen hallte durch die Kuppel und der Toa eilte zwischen herab fallenden Eisbrocken entlang zu dem noch einigermaßen sicheren Viertel. „Los Leute, alle mir nach!“ befahl er rasch und prüfte ob wieder Trümmer von der Decke fielen, „jeder rennt so schnell er kann zu dem geheimen Fluchtweg, wenn ihr drinnen seit wartet dort auf mich!“ Die Toa nickten und auf Kopakas Wort hin rannten sie los. Entlang an jenen Kriegern die sich vor dem Eingang der Kuppel verschanzten. Weiter an eisigen Trümmern und zerstörten Iglus vor bei zu einer versteckten Tür. Für jeden anderen hätte sie wie eine etwas rauere Eisplatte ausgesehen, doch für die Toa war sie der Weg aus der Gefahr heraus in die Freiheit. Kopaka beschleunigte seine Schritte und ein Auge ruhte auf der geheimen Tür, das andere auf der Decke der Kuppel. Eine riesige Eisplatte brach von mehren Einschüssen begleitet aus und stürzte in die Tiefe. Nur um Haaresbreite verfehlte sie den Toa, der in dem Geheimgang verschwand. Im nächsten Moment krachten weitere Trümmer von der Decke und verschütteten den verborgenen Fluchtweg. Für die Krieger und Nuju gab es jetzt nur noch den Kampf.

Sergeant Frost an Mechleader Solex und Kantor,“ lächelte die Agori aus ihrem Dragon Typ 4, „maximaler Beschuss aus allen Rohren!“ „Mechleader Kantor an Sergeant Frost,“ gab der Bordfunk zurück, „maximaler Beschuss.“ „Mechleader Solex an Sergeant Frost,“ bestätigte ein weiterer Funkspruch, „maximaler Beschuss.“ Alle Battle Walker aktivierten die Raketenbatterien und feuerten. Zeitgleich mit den Hubschraubern des Geschwaders. Die Kuppel verging in einer gewaltigen Wolke aus Eissplittern und Staub. Als sich der Staub legte entblößte er das Dorf. Um die vierhundert Toa hatten sich in den Trümmern von Ko Koro verschanzt. „Nuju,“ bemerkte Sandy Frost mit harter, brutaler Stimme, „in wenigen Stunden seit ihr mein Gefangener oder nicht mehr am leben!“ „Solex an Frost,“ klang es erneut aus dem Bordfunk, „etwas kommt aus Nord Nord / Ost, bewegt sich schnell.“ „Frost an Solex,“ erwiderte Sandy, „haben es jetzt auch auf dem Schirm, schwache bis mittlere seismische Aktivität.“ „Kantor an Frost,“ meldete der Bordfunk einige Minuten später, „Wolfsreiter der Toa, gehen in den Angriff über!“ „Frost an Solex und Kantor,“ befahl Sergeant Sandy Frost genervt, „macht dieses Pack fertig, lasst keinen am Leben!“ Die Battle Walker stapften los und hielten auf die Wolfsreiter zu. Sandy setzte sich ihren Helm auf und aktivierte das optische und akustische System. Niemand konnte ihr Lächeln sehen, so kalt wie das Eis und der Schnee. „An alle Hubschrauber des Geschwaders,“ sendete sie über ihren Helm, „wir greifen an!“ Der Schnee sprengte in alle Richtungen als die Projektile der Bordkanonen das Feuer eröffneten. Der gezielte und gleichmäßige Beschuss durch die kleineren Kampfhubschrauber hielt die Toa hinter ihren Barrikaden. Die Dragon Typ 4 setzten die hundertzwanzig Marines ab und die Schlacht zwischen den Iglus begann. Nach dem die letzten Marines in die Kämpfe eingriffen drehte das Geschwader ab. Die Hubschrauber unterstützten die Battle Walker welche nur noch wenige Meter von den Wolfsreitern entfernt waren. Die Toa kämpften hart und ausdauernd doch konnten ihre Waffen gegen die Marines nichts ausrichten. Immer wieder ging ein Marine durch etliche Pfeile umgeworfen in den Schnee, doch stand er so fort wieder auf und feuerte eine Salve großkalibriger Munition auf die Toa ab. Zwischen zwei zerstörten Iglus schafften es die Toa sogar einige gepanzerte Agori im Nahkampf zu binden. Doch im großen rückten die Streitkräfte der Agori Meter für Meter vor. Sie schlossen den Kreis immer enger. Gewehrsalven waren zu hören und wie Körper in den Schnee kippten. An anderer Stelle kleinere Explosionen durch Handgranaten. Nuju setzte voll auf seine Elementarkräfte, sie waren das Einzige was er den Agori entgegen setzten konnte. Auch wenn seine Eisstrahlen sie nicht tötete, er setzte sie außer Gefecht. Auch waren die harten Schläge durch Eissäulen so stark das sie zu sofortiger Bewusstlosigkeit der Marines führte. Dabei entging dem Toa aber das er immer weiter von seinen Kriegern getrennt wurde. Darauf hatte Sandy Frost gewartet, so sah es ihre Strategie vor, den Toa des Eises zu isolieren und dann eliminieren. In den Trümmern von Ko Koro gingen die Kämpfe mit unverminderter Härte weiter. Die Toa setzten jetzt verstärkt auf den Nahkampf und für kurze Zeit stoppten sie das rasche Vorankommen der Agori.

Der Schnee verdampfte als die Raketen zwischen den Wolfsreiter explodierten. Dreck, Schnee, Toa und Tiere wurden durch die Luft gewirbelt. Die Bordkanonen siebten die Körper der Toa oder warfen sie mit einem Treffer von den Rücken ihrer Wölfe. Unzählige Pfeile prasselten gegen die Scheiben der Cockpits. Es war ein unfairer Kampf. Die Wolfsreiter wussten das sie keine Chance hatten doch kämpften sie mit Mut und Entschlossenheit. Weiter Raketensalven dünnten die Horde aus. Die Schneedecke färbte sich an fielen stellen rot durch das Blut der Leichen und sterbenden Toa. Kleinere Gruppen des Geschwaders flogen unter Dauerfeuer der Bordkanonen über die Wolfsreiter hinweg. Sie fegten sie zu scharen nieder. Frischer Neuschnee fiel und bedeckte die leblosen Körper oder die welche in den letzten Atemzügen lagen. Die kräftigen Beine der Battle Walker wirkten wie Hammerschläge für jeden der ihren Weg kreuzte. Und mancher mutiger Krieger fand sein Ende unter dem Fuß eines stählernen Titanen. Es war Krieg und jeder der hier Kämpfte wusste was er tat. Die Horde gab nicht nach, jeder Gefallene stärkte den Willen der noch kämpfenden um ein vielfaches. Noch lief alles nach Plan nur mit einem hatte die junge Agori nicht gerechnet, mit der Widerstandskraft, der Ausdauer und dem Mut der Toa. So mussten es auch Kantor und Solex eingestehen. Das die Toa dem so unausgeglichenen Kampf so lange hatten in die Länge ziehen können, damit hatten die Agori nicht gerechnet. Der Morgen brach an und die Gefechte setzten sich fort. Die Wolfsreiter banden die Battle Walker nun ebenfalls in Nahkämpfe wodurch die Kampfmaschinen aus eigener Sicherheit nicht mehr mit voller Leistung schießen konnten. Wenn sie die Kolosse aus Stahl nicht besiegen konnten, so würde man sie davon abhalten sich wieder Ko Koro zu nähern. Mit Eifer und Aufopferung schien dies den Toa auch zu gelingen. In dem verwüsteten Dorf wendete sich das Blatt jetzt ein für alle Mal gegen die Toa. Ihr Streben und ihr Mut half ihnen nicht mehr. In zwei Gruppen gesplittert und nicht mehr in der Lage sich neu zu formieren gab es nur noch den Rückzug an zu treten. Nuju stand alleine da und seine Augen ruhten auf seiner Gegenspielerin. Noch griff sie ihn nicht an. Sie stand nur da und musterte ihn. Der Toa wusste das diese Agori etwas im Schilde führte, nur konnte er sich nicht vorstellen was. Hätte er Sandys Augen unter dem Helm gesehen, so hätte es ihm den Atem verschlagen. Bodenloser Hass und abgrundtiefe Verachtung mischten sich mit einem von Gerissenheit genährten, bitterkalten Grinsen. Sandy Frost aktivierte über ein Signal des Helms die Drohnen von fünf Mad Cats. Die Begleitmaschinen welche an den Cockpits der Battle Walker verankert waren lösten sich. Nach wenigen Minuten hatten sie dem Toa umstellt. Noch ein letztes Mal fassten die Toa neuen Mut. Sie mussten sich zu ihrem Anführer durchschlagen. Kein Toa konnte es zulassen das Nuju alleine gegen eine hinterhältige Übermacht antrat. Derweil gingen die Marines in zwei Feuerreihen über. Für wenige Minuten schwiegen die Waffen und nur der leise Wind war zu hören. Von einer Sekunde auf die Nächste knallten wieder die Gewehrsalven. Keine Toa schrie auch wenn die Schmerzen noch so groß waren. Kein Toa zeigte Angst selbst wenn er an die von Kugeln geschundenen Körper seiner Brüder vorbei rannte. Das Kriegsgeschrei der Wolfsreiter war laut und lang, es tönte über das Pfeifen der Bordkanonen hinweg und fuhr den Tech Marines in Mark und Bein. Diesen Kampf würden sie so schnell nicht wieder vergessen können.

Kapitel 2: “Feuer und Eis“

Horde der Wolfsreiter auf weniger als ein Drittel dezimiert,“ vernahm Sergeant Sandy Frost über ihr Helmfunk, „greifen aber immer noch unvermindert an.“ „Die Krieger im Dorf denken auch noch nicht ans Aufgeben,“ bemerkte Sandy Frost und behielt weiter den Toa namens Nuju im Auge, „die werden bis zum letzten Mann kämpfen, befürchte ich.“ Nuju musste sich zusammen hallten, die fünf Maschinen die von der gepanzerten Agori hergerufen worden waren konnten jede Sekunde angreifen. Sie weiß das ich über die Elementarkraft Eis verfüge, fuhr es dem Toa durch den Kopf und sie wird sich trotz ihrer Rüstung nicht auf einen Kampf mit mir einlassen. Komm schon, wiederholte Sandy Frost immer wieder in ihrem Kopf, wo rauf wartest du? Die Spannung zwischen den beiden Kontrahenten stieg weiter an, doch keiner hob seine Waffen. Um sie herum tobten weiter die Gefechte. Schüsse und Schreie halten über das Dorf. Nujus Anspannung stieg weiter an und noch länger konnte er nicht zusehen wie seine Krieger langsam aber sicher dem Feind unterlagen. Diese Agori arbeiteten mit hinterhältigen Tricks und sie schreckten vor nichts zurück. Diese Anführerin der Agori spielte mit dem Toa und mit seinen Gefühlen. Sie spürte wie er litt, wie er um jeden Toa der im Gefecht fiel trauerte. Wie seine Trauer mit dem Hass und dieser mit dem Verstand kämpfte. „So wie ich das sehe,“ sprach sie jetzt laut und mit abgrundtiefer Niedertracht in der Stimme, „ist es jetzt an der Zeit dem Spiel hier ein Ende zu setzten!“ Zum ersten mal seit dem Beginn der Kämpfe hörte Nuju die Stimme der Agori. Diese junge Frau hegte einen bodenlosen Hass gegen die Verräter und so würden es viele Agori sehen. Sandy Frost nahm ihren Helm ab, bevor sie ihren Feind ein für alle Mal vernichten würde, wollte sie ihn noch einmal mit ihren eigenen Augen sehen. Die Feuersalven wurden immer weniger und die meisten Toa ergriffen nun die Flucht. Die wenigen Krieger die dem Widerstand die Treue hielten formierten sich noch einmal zu einem letzten Angriff. Und auch die Marines formierten sich ein weiteres mal neu. In drei Feuerreihen standen sie da, die Waffenmodule zum Schuss bereit. Nuju liefen Tränen und Schweiß über die Stirn. Dem Toa kam jede Sekunde wie eine Stunde vor. Diesen Angriff würden seine treusten Krieger nicht überleben, nicht ohne seine Hilfe. Die Agori stellte das Funksystem ihres Helms lauter. „Fast alle Wolfsreiter gefallen,“ ertönte es aus dem Helm, „die Überlebenden befinden sich im Rückzug, leichte Kampfhubschrauber bereit die Verfolgung auf zu nehmen.“ „Verfolgung des Feindes aufnehmen,“ grinste die Agori finster so das Nuju es nicht übersehen konnte, „gehen sie zu Plan B über!“ „Nein, das können sie nicht tun!“ schrie Nuju entsetzt auf, „ihr habt sie auf hinterhältigste Art und Weise nieder gemacht, nun lasst ihnen ihr Leben?“ „Ihr sprecht meine Sprache so wie ich die eure,“ bemerkte Sandy Frost während sie sich wieder den Helm aufsetzte, „durch ihre Beteiligung im Widerstand haben sie ihr Leben bereits verwirkt!“ „Neiiiiin!“ fluchte der Toa von Trauer und Wut gepackt, „sie eiskalte und gewissenlose Mörderin!“ Im nu schlug er die Hände zusammen und zielte mit ihnen auf die Agori. Ein Eistrahl formte sich aus den Handflächen und schoss auf die Agori zu.

Eine der Drohnen sprang vor und der Eisstrahl erfasste sie. Mit ungeheurer Wucht krachte die Maschine an der Agori vorbei, in ein zerstörtes Iglu. Nun griff eine zweite Drohne von der Seite an. Der Toa führte nur einen angedeutete Schlag aus und mehre Säulen aus Eis stießen aus dem Boden. Zwei brachten die Drohne zu Fall und die dritte schleuderte sie im hohen Bogen nach hinten. Sandy sah dem Schauspiel amüsiert aber auch aufmerksam zu. Sie ließ jetzt alle Drohnen zusammen angreifen. Drei sprengte der Toa weg in dem er das Eis vor den Maschinen explodieren ließ. Mit einem geraden Schlag von unten nach oben erzeugte er eine weitere Eissäule, diese traf die Drohne vor die Brust und stieß sie nach hinten. Ein zweiter Schlag vollendete das Muster eines Kreuzes. Der breite Eisstrahl beförderte die Drohne mit noch stärkerer Wucht auf die Schneedecke. Mit einem lauten Knall und einem Feuerball verabschiedete sich die Maschine. Wieder griffen die anderen vier Drohnen an. Nuju erzeugte eine Wolke aus Schnee und fror sie auf der Stelle ein. Drei der Drohnen blieben regungslos in einem unförmigen Gebilde aus Eis hängen. Die vierte griff den Toa frontal von vorne an. Es waren unzählige Schläge in die Richtung der Drohne. Jeder Brocken aus Eis traf und schleuderte die Maschine nach hinten. Eine letzte besonders harte Eissäule brachte die Drohne zur Explosion. Sandy Frost hatte nicht damit gerechnet das der Toa sich so erfolgreich gegen die Maschinen wehren und sogar zwei zerstören konnte. Die Eisformation in der die Drohnen eingeschlossen waren, stand wie eine Mauer zwischen dem Toa und der Agori. „Wollen sie mich immer noch heraus fordern?“ fragte Nuju mit drohender Stimme, „sie haben jetzt gesehen zu was ich fähig bin!“ „In der Tat sehr beeindruckend,“ gab Sergeant Sandy Frost zu, „und aus diesem Grunde fürchtet mein Volk Elementarkräfte auch so sehr.“ „Und das was man fürchtet,“ fuhr Sandy mit hartem aber sachlichem Ton fort, „das vernichtet man!“ Sergeant Frost überlegte kurz ob sie sich noch einmal auf ein Spiel einlassen sollte. Ja, ein letztes Spiel wäre ein würdiger Abschluss für ihre Mission. Sie aktivierte acht weitere Drohnen und ließ sie den Toa angreifen. Im Dorf beendeten die Marines in drei gezielten Schussphasen den letzten Angriff und damit den Widerstand der Toa. Wie ihre Brüder zuvor ergriffen die Überlebenden die Flucht. Die Agori begannen mit dem Absichern des Dorfes und dem Einsammeln der verletzten Toa. Von diesem Akt jedoch bekam Nuju nichts mit. Die acht Drohnen hatten in noch weiter vom Dorf entfernt. Kantor, Solex und das Geschwader drehten ab und ließen die überlebenden Wolfsreiter zurück so wie es in Plan B vorgesehen war. Die Agori hatten ihre Härte und Brutalität gezeigt und nun folgte die Gerechtigkeit und Hilfsbereitschaft. Nur ein Toa musste noch getötet werden damit die Mission endlich beendet werden konnte. Hätte Nuju gesehen das die Mehrzahl der Gefallenen nur leicht bis mittelschwer verletzt waren und von den Agori medizinisch versorgt wurden, hätte es ihm den Reiz genommen weiter zu kämpfen. Doch die geschickte Täuschung der Sandy Frost hatte ihn alles vergessen lassen außer die Rache.

Wütend erzeugte der Toa einen Schneesturm um sich herum. Das blecherne zusammenkrachen der Drohnen war deutlich zu hören. Durch ihren Helm sah sie aus den Augen der Maschinen. Immer wieder krachten sie in einander und das Metall verbeulte zu sehend. Jetzt zündete Sandy die erste Drohne. Die Druckwelle breitete sich in dem Schneesturm aus warf den Toa nach hinten. Durch ein Ausgleichen des Drucks innerhalb des Schneesturmes wirkte er einem schlimmeren Aufprall entgegen. In diesem Moment zündete Sandy jene Drohne die auf Grund der Winde des Sturms hinter Nuju wehte. Durch seine eigene Kraft und der Druckwelle der Explosion flog der Toa nach vorne. Nach dem Sergeant Sandy Frost alle Drohnen zur Explosion gebracht hatte, ließ Nuju den Schneesturm in sich zusammen brechen. Er torkelte benommen umher, die Kraft innerhalb des Sturmes verbunden mit den Druckwellen hatten ihm übel zugesetzt. Er musste sich irgend wo abstützen aber wo? Das einzige Objekt woran er es konnte war der Eisblock mit den drei eingefrorenen Drohnen. Doch in diesem Moment explodierten auch diese drei. Feuer, Eis und Schnee breiteten sich mit einer weiteren starken Druckwelle aus. Mit allen Gliedmaßen ausgestreckt lag der Toa auf den verschneiten Boden. Er spürte wie die Toa ihren Fuß auf seinen Bauch setzte. Unter normalen Umständen wäre es für ihn ein leichtes gewesen sie weg zu stoßen. Doch jetzt da er geschwächt war fehlte ihm die Kraft dazu. Durch hinterlistigem, gerissenem und cleverem Taktiren hatte ihn die Agori in die Knie gezwungen und in den Schnee geworfen. Nun lag er da und blickte in den Lauf der Kettenpistole. Sandy Frost sah dem Toa tief in die Augen während sie zweimal den Abzug betätigte. Die Schüsse hallten durch den späten Vormittag. Die Projektile schlugen durch den Brustkorb des Toa. Unter Nuju färbte sich der Schnee rot, vom Blut des Toa. „Wie ist der Stand der Dinge?“ erkundigte sich Sandy bei einem der Medical Marines, „alle Verletzten Toa versorgt?“ „Alle verletzten Toa versorgt,“ stellte der Madical Marine sicher, „die meisten konnten bereits mit ihren Brüdern, wie sie sich nennen, abziehen.“ „Nur wenige mussten zur blauen Lagune gebracht werden,“ ergänzte ein anderer Science Marine, „wenn sie wieder so weit sind, können sie zu ihrem Volk zurück kehren.“ „Sehr gut,“ stellte Sandy Frost feste und wandte sich über Funk an das Geschwader, „Truppen aufnehmen und zurück zum Fuchsbau.“ Unweit des zerstörten Dorfes landete das Trägerflugzeug Calypso und nahm die Battle Walker an Bord. Im Geleit des Hubschrauber Geschwaders flog die Calypso Richtung Fuchsbau davon. Der Kampf um Ko Koro war beendet und hatte das Leben von siebzig Toa gefordert. Der Rest war entweder auf dem Rückzug oder in der blauen Lagune. Einer Einrichtung in der die Agori verletzte Toa behandelten. Dort befanden sich auch die Toa welche bei dem Angriff auf den Heimatbaum Le Koro verletzt wurden. Die blaue Lagune stand für die gerechte Seite der Agori während die Marines, Hubschrauber und der Fuchsbau die brutale Seite verdeutlichten. Und die Agori waren sich dieser Tatsache sehr wohl bewusst.

Kapitel 3: “Wanderungen“

Über all auf der Insel befanden sich die Toa in Bewegung. Durch die Zerstörung des Heimatbaumes Le Koro und des Dorfes Ko Koro veränderte sich die Situation für die Toa des Widerstandes gravierend. So hatten sie nicht nur zwei Stützpunkte verloren sondern auch zwei ihrer Anführer. Der Verlust von Lewa und Nuju war nicht zu ersetzen doch noch viel schlimmer war die Tatsache das viele Toa, allen voran die Dörfer Ga und Po Koro dem Widerstand keine Krieger schicken wollten. Sie sprachen sich sogar offen gegen einen zweiten großen Kampf aus. Die Widerstandsstandbewegung benötigte nicht nur neue Krieger, sie brauchte auch einen Rückzugsort wenn Ta Koro fiel. Taka Nuva verfügte noch über dreitausend Krieger und seine Schützlinge Hahli und Jaller. Neben ihm und Vakama waren sie die letzten Toa welche noch über ihre Elementarkraft verfügten. Doch der gewaltsame Fall von Le Koro und Ko Koro, in dem Lewa und Nuja ums leben kamen, verdeutlichte das der Feind nicht zu unterschätzen war. Zur gleichen Zeit begannen nun die großen Wanderungen der Toa. Die einen zogen nach Ga oder Po Koro, sie suchten den Frieden. Die anderen aber griffen zu den Waffen um sich wieder unter dem Befehl des Rädelsführers zu stellen. Mit ihm an seiner Seite zu kämpfen bis der Feind ein weiteres Mal vom Antlitz der Insel vertrieben war. Sie zählten um die vierhundert Krieger die bereit waren für den Rädelsführer zu sterben. Sie hatten zuvor Lewa gedient jener dem ein großer Splitter des Heimatbaumes zum Verhängnis wurde. Nun ihrem Herrn beraubt hatten sie in Taka Nuva einen neuen gefunden. Die junge Toa führte die Krieger an und sie wusste das sie die richtige Entscheidung getroffen hatte. Sie hatten zuvor alle die des Kampfes müde waren, nach Po Koro geschickt. Damit sie dort ein neues Leben in Frieden führen konnten. Alle die an Rache dachten, darunter auch die junge Toa selbst, würden nach Ta Koro gehen. Ihr Kind, ein Sohn der nie seinen Vater sehen würde, sollte sehen wie die Mörder zur Rechenschaft gezogen werden. Die zweite Gruppe Krieger marschierte aus den Trümmern Ko Koros in Richtung Le Koro. Dreihundert sechzig Toa, vom Wunsch genährt Nujus feige Ermordung zu rächen. Taka Nuva kannte die Risiken von Rachegeistern, so wurden die Toa genannt welche von Rachegelüsten getrieben wurden, doch er brauchte jetzt jeden der kämpfen konnte und auch wollte. Jaller und Hahli standen dem Rädelsführer näher als alle anderen. Noch vor kurzer Zeit gehörte auch Vakama zu den Führern des Widerstandes. Doch seit dem letzten Gespräch mit Lewa, drei Tage vor dem Angriff auf Le Koro, hatte sich Vakama verändert. Ja das wussten Hahli und Jaller, es war Lewa gewesen der es gewagt hatte, sich gegen Taka Nuva zu stellen. Der Toa der Luft hatte gezielt die Gefühle Vakamas manipuliert. Dazu bediente er sich dem Mord an Lhikan. Nun war auch Lewa nicht mehr unter den Lebenden. Es war eine Ironie des Schicksals, das es jener Agori war, dessen Freund Lhikan erschossen hatte. Jaller wusste es wagte es aber nicht es aus zusprechen. Zu recht denn Taka Nuva hatte jenes Drama vor eineinhalb Jahren miterlebt. Und wenn bekannt wurde das der Mörder des Lhikan sich unter den Feinden auf hielt, würden alle lebenden Mitglieder rastlos werden. Und dies war der Tag vor dem sich Taka Nuva fürchtete. Denn rastlose Rachegeister konnten nur schwer kontrolliert werden. Taka Nuva ließ einen Boten zu Hahli und Jaller schicken.

Ich möchte mit euch einen Rundflug machen,“ sprach Taka Nuva, „ich muss mich mit euch unterhalten.“ Auf ihren Lederflügeln stiegen die drei Toa in die Lüfte und flogen einen großen Bogen um Ta Koro. „Was seht ihr in den Augen unserer Krieger,“ wollte Taka Nuva wissen, „bitte seit ehrlich zu mir.“ „Ich sehe nur noch Hass und Rachegelüste in ihren Augen,“ bedauerte Hahli mit ernster Stimme, „sie wurden wie Vakama von Lewa aufgestachelt.“ „Ich bin der gleichen Meinung, Bruder,“ stimmte Jaller zu, „sie werden auf einen Krieg drängen auch wenn sie kaum mehr die Chance auf einen Sieg haben.“ „So ist es,“ ermahnte Hahli, „sie haben die großen Schwärme der Lederflügel ausgelöscht und die Herden der Hammerköpfe gefangen.“ „Die Zahl der uns noch zur Verfügung stehenden Lederflügel beträgt wenige tausend,“ zählte Jaller auf, „die Hammerköpfe wenige vierzig Exemplare.“ „Im Falle einer Schlacht wie vor fünf Jahren,“ ärgerte sich Taka Nuva und sah auf das Dorf hinab, „werden wir diesmal keinen Sieg erringen können.“ „Aber es gibt noch eine Möglichkeit,“ überlegte Taka Nuva und lächelte ein wenig, „wenn ich mich stelle, werden sie ihre Waffen nur gegen jene richten, die sie angreifen.“ „Wirst du diesen Weg nehmen?“ erkundigte sich Jaller und seine Augen ruhten auf Taka Nuva. „Ich werde mich stellen,“ bestätigte der Toa, „denn ich glaube zu verstehen warum sie uns angriffen.“ „Sie wissen etwas das nur wenige wussten,“ erklärte Taka Nuva entschlossen, „und sie haben das erkannt was ich nicht sehen wollte!“ Im Dorf wartete Vakama ungeduldig auf Taka Nuva. Der Lederflügel landete und der Toa stieg wieder ab. „Was wirst du jetzt tun?“ stellte Vakama seinen ehemaligen Freund zur Rede, „ziehst du mit uns in den Kampf oder ergibst du dich wie dieser feige Pohatu?“ „Wo zu noch Kämpfen, wenn das um was wir einst kämpften untergehen wird?“ sprach Taka Nuva bedächtig, „wozu sein Leben für eine Insel geben, die kurz vor dem Untergang steht?“ „Was erzählst du da!“ schrie Vakama empört, „Mata Nui ist nur im Koma und wenn genug Protodermis sich wieder gesammelt hat, wird er erwachen!“ „Nein, Mata Nui wird nicht mehr erwachen,“ betonte Taka Nuva von Vakamas Wutausbruch unbeeindruckt, „schon auf Bara Magna hatte man seine Erweckung verhindert.“

Die Agori hatten kurz nach der Abreise Mata Nuis,“ fuhr der Toa fort, „begonnen die Zukunft zu verändern.“ „Es gibt kein Zurück mehr,“ betonte Taka Nuva und sah Vakama tief in die Augen, „die Agori haben jeden Funken der elementaren Kraft auf Bara Magna erlöschen lassen, es wird keine Vereinigung der drei Planeten mehr geben!“ „Du lügst!“ fauchte Vakama wutentbrannt, „es wird die Vereinigung geben und dafür kämpfe ich bis zum letzten Atemzug!“ „Dann wirst du mit einem Teil der Insel untergehen,“ stellte Jaller fest, „Pohatu hatte es erkannt, Onua hatte es erkannt und auch Gali hatte es erkannt.“ „Nur du nicht, du hältst an einer Zukunft fest, die es nicht mehr geben wird!“ unterstützte Hahli ihren Freund, „als eine neue Zukunft zu suchen!“ „Wie du möchtest,“ übernahm Taka Nuva das Wort, „ich trete meinen Platz an dich ab, mache mit den Kriegern was dir beliebt.“ „Doch Hahli und Jaller gehen mit mir,“ verabschiedete sich der Toa und spürte wie in ihm die Freude wieder aufkeimte, „wir werden nach Po Koro gehen und dort mit Pohatu beraten was zu tun ist.“ Die drei Toa stiegen wieder auf ihre Lederflügel und schwebten davon. Vakama sah ihnen noch eine Weile hinter her. Dann wandte er sich wieder den Kriegern zu. Wir werden diese Insel halten bis Mata Nui wieder aus seinem Koma erwacht, dachte Vakama. Jene Worte die er tagtäglich von Lhikan und Helryx vernommen hatte. Damals spürte man noch den schwachen Herzschlag unter der Insel, jetzt war dieser fort, doch Vakama hatte dafür die Wahrnehmung verloren. Ihm oblag es nur noch das Land auf dem er lebte zu halten, der Toa sah nur noch in den Agori eine Gefahr. Die Bedrohung unter der Insel sah er nicht mehr.

Und nach dem Lhikan und Lewa durch die Agori ums leben gekommen waren, dachte Vakama nur noch an Rache!

Epilog:

Das Geschwader Frost flog in Formation nahe der Meeresoberfläche auf den Fuchsbau zu. Sie waren jetzt noch genau acht Kilometer von der Insel entfernt als dem Navigationsoffizier des Kommandohubschraubers etwas auf dem Radar fest stellte. „Haben Teile eines Wracks auf dem Radar, Madam Frost,“ sprach der Agori und zeigte auf eine Vielzahl von roten Punkten, „aber für einen Wrack erscheinen mir die Punkte zu platziert.“ „An das Geschwader,“ befahl Sergeant Frost, „Flug zur Basis fortsetzen, wir kommen später nach.“ Während das Geschwader den alten Kurs bei behielt drehte der Kommandohubschrauber ab und drehte eine weitere Runde um das Areal. Noch mehr Punkte erschienen, Madam Frost und dem Navigationsoffizier wurde klar das sie nicht mehr über Wrackteilen kreisten. Sie hatten die Elemente einer Ruine auf dem Meeresgrund entdeckt. „Dieser Fund dürfte jemandem anderen interessieren,“ stellte der Navigationsoffizier fest, „soll ich die Koordinaten speichern?“ „Speichern und zum Fuchsbau schicken,“ erwiderte Sandy Frost trocken, „er wird sich freuen dass er sich endlich bewegen darf!“ „Wieder Kurs zum Fuchsbau aufnehmen,“ befahl Sergeant Frost und sah auf die Wasseroberfläche, „ich möchte noch etwas vom Büfett ab bekommen, dies ist sein Fall nicht unserer.“ Der Dragon Typ 4 drehte sich in der Luft und schwebte auf die Insel zu. Vom Tower aus kontrollierten die Vulcanus Marines das Starten und Landen. Nach dem der letzte Hubschrauber gelandet war ertönten die Lautsprecher auf den Flugfeldern, „für heute sind keine Starts mehr freigegeben, alle Hubschrauber in die Hangars zur Wartung!“ Der Sprechfunk des Zimmers weckte den Agori der friedlich auf seinem Bett geschlafen hatte. „Bitte in den Kommandoraum,“ wiederholte die in der Wand eingebaute Box, „wir haben etwas das sie interessieren dürfte.“ Der Agori stand auf und zog sich seine Jacke über. Er trat an den Schreibtisch und nahm das Buch hoch, dann verließ er das Zimmer. In dem Kommandoraum befanden sich nur vier Personen, sie alle kannten ihn und sie gehörten zu den wenigen die eingeweiht waren. Sie alle Fünf gehörten zu den Trägern des geheimen Unternehmens und hatten ihre Unterschrift unter das Dokument gesetzt. Der Agori trat an die Ablage neben dem Projektor und legte das Buch ab. Schweigend schlug er eine Seite auf und scannte sie. Langsam baute sich das dreidimensionale Modell auf. Es glich einem Festungsbau, welcher auf Bara Magna klassisch war für Gefängnisse. „Die Ruine auf dem Grund des Meeres sah vor langer Zeit mal so aus,“ erklärte der Agori und gab die Koordinaten ein welche Sandy Frost an den Tower geschickt hatte, „mit etwas Glück haben wir sie gefunden!“

Der Agori saß wieder in seinem Zimmer und las die Seite aus dem Buch. Endlich haben wir sie gefunden, freute er sich, es wurde aber auch langsam Zeit. Gelassen schlug der Agori eine andere Seite auf. Sie soll drei Matoraner getötet haben, ließ er durch seinen Kopf gehen, sie verriet ihre Toa Brüder. Schließlich fand sie ihr Ende als die Grube, bereits im Meer versunken durch ein Erdbeben völlig zerstört wurde. Bald wird sie wieder leben, dachte der Agori und klappte das Buch wieder zu, dann wirst du deinen Verrat beenden können. Der Morgen brach an und die drei Schiffe legten von Hafen des Fuchsbau ab. An Bord nur die Marines wie es der Auftrag vor sah. An Bord der Brücke stand der Agori und seine Augen ruhten auf dem Sonargerät. Daneben befanden sich weitere Bildschirme, jeden für einen der Scanner. „Haben gleich das Gebiet mit den angegebenen Koordinaten erreicht,“ teilte der Kapitän dem Agori mit, „dann können wir mit dem Abscannen des Meeresgrundes beginnen.“ Der Agori nickte nur und stellte sich die Tage vor als dieses Gefängnis unter ihm noch in Betrieb war. Dume hatte in seinen Memoiren viel darüber erzählt. Auch über die Gefangenen hatte er einige Dinge erwähnt. Der Agori dachte nach, etwas drängte sich ihm auf. Warum hatte das Verteidigungsministerium den Antrag so lange abgelehnt und dann so spontan beschlossen? Hatte es mit den Fortschritten auf Aqua Magna zu tun? Wohl kaum, beantwortete er sich die Frage in seinen Gedanken, denn zu diesem Zeitpunkt hätten sie unbemerkt von den Toa beginnen können. Etwas anderes musste das Ministerium bewogen haben dem Projekt zu zustimmen. Und genau diesen Grund wusste der Agori nicht. Er stellte auch keinen Fragen, er war ein Marine mit wissenschaftlicher Nebenausbildung. Und wenn das Projekt gelingen sollte, hätte man die ultimative Waffe gegen alle Feinde mit elementaren Kräften. „Sir,“ bemerkte der Kapitän des Schiffes, „befinden uns im Zentrum der Koordinaten.“ „Mit dem Scannen beginnen!“ befahl der Agori und seine Augen wanderten zu den Bildschirmen. Nach einander schalteten sich die Scanner ein. Schallwellen, Wärme und Kältebild und zur guter Letzt Metall und Energiedetektoren. Auf den Bildschirmen jagten Zahlenreihen von Links nach Rechts und bauten Stück für Stück die Werte der Scanner auf. Ein breites Grinsen legte sich über das Gesicht des Agori,

„macht die U Boote startklar, in zwei Stunden tauchen wir!“
„Nachwort“

Vakama wedelte mit den Händen um her und kniff die Augen zu. Um ihn herum war das Wasser. Der Toa glitt tiefer, an Fischen und Wasserrahi vorbei immer tiefer. Das Meer erreichte eine Tiefe an dem das Licht der Sonne es nicht mehr erhellte. Vakama sank noch tiefer und vor ihm taten sich die Trümmer der Grube auf. Der Toa wollte weg schwimmen doch egal wie hastig er ruderte, mit Armen und Beinen wedelte, er sank weiter auf die Ruine zu. Mit starken Stößen versuchte er wieder nach oben zu kommen. Doch etwas unsichtbares zog in in die Tiefe hinab in eine zerstörte Zelle. Dort lag die Leiche einer ertrunkenen Toa. So wie sie nach all der Zeit aus zusehen hatte. Vakama bekam es mit der Angst zu tun, tief im Meer und in einer Zelle mit einer Ertrunkenen. Er wehrte sich doch seine Augen starrten wie besessen auf den toten aufgedunsenen Körper der Toa. Jetzt erfasste ihn der blanke Horror, der Körper begann sich vor seinen Augen zu regenerieren. Vakama presste die Augen zu doch die unsichtbare Kraft öffnete sie wieder. Das Gesicht des Toa befand sich jetzt direkt über dem der leblosen aber liebreizend anzuschauenden Toa des Wassers. Von einer Sekunde auf der anderen öffnete diese die Augen. Vakama begann laut zu schreien. „Alles in Ordnung Herr?“ fragte ihn einer seiner Krieger und reichte einen Krug mit Wasser, „sie schrien so laut das wir dachten man würde euch ermorden!“

„Alles in bester Ordnung,“ schluckte Vakama und leerte den Krug in einem Schluck, „es war nur ein Alptraum, ein schrecklicher Alptraum!“
„Fortsetzung folgt in: Battle Field 2185 Jarhead Clan II „Experiment 713“

Hauptrollen:

Berühmte Sergeanten;

Kriegsmaschinen:

Landungsschiff Typ Calypso;
Battle Walker;

Soundtrack:

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