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Der Große Krieg

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Legends of Idekria, Story #3
Im Universum bricht das Chaos aus... Der Krieg, den die Bruderschaft seit einem Jahr vorbereitet, steht kurz bevor. Tuyet und ihre Armee sind bereit für den Angriff der Bruderschaft, doch Teridax hat seinen eigenen Plan. Auch eine Armee aus Toa macht sich bereit das Universum mit allen Mitteln zu verteidigen un die Bruderschaft zu zerstören...

Prolog

Du willst meine Gefangenen holen? Damit bin ich aber seltsamer Weise nicht einverstanden, wir verstehen uns so gut. Wir führen lange Gespräche über den Tod und die Hoffnungslosigkeit. Willst du das wirklich alles zu nichte machen?" fragte Tren Krom mit einem gespielten traurigen Ton.

"Sei still Tren Krom. Du kennst die Legende, es muss geschehen. Es ist alles vorherbestimmt." sagte Dume.

Ich war noch nie der Fan von der Bestimmung. Ich lebe lieber so wie es mir gefällt.

"Du weißt genau, dass das nicht möglich ist, Tren Krom. Vielleicht liegt deine Bestimmung nicht in den Händen Mata Nuis, doch sie liegt auch nicht in deinen eigenen. Du unterliegst der Pflicht, die du den Großen Wesen geschworen hast, die jeder den Großen Wesen geschworen hat. Lass die Toa gehen und deine Bestimmung wird sich auch erfüllen.

Und wann wird das sein? Wann wird sich meine Bestimmung erfüllen? Wann werde ich frei sein? Wann wird man mich brauchen? fragte Tren Krom sauer.

"Es wird schneller passieren als du denkst. Ich habe gewissheit. Ich habe die antiken Wesen gesehen. Die Legende um das Buch ist wahr." erklärte Dume. Lange Zeit kam nichts von Tren Krom. Einige Minuten verharrte Dume, bevor er in seinem Kopf ein Schnaufen hörte. "Hör zu, ich muss dich nicht sehen, um dich zu fürchten, Tren Krom. Ich schätze deine Macht und dein Wissen. Ich fordere nur eines von dir: nutze dein Wissen und nutze deine Macht, um dem Universum zu helfen, das du so sehr liebst."

Ich werde sie gehen lassen. sagte Tren Krom. Aber ich tue es nur für mich!"

"Was anderes will ich gar nicht." antwortete Dume. Für einen Moment wurde alles unendlich hell und als sich das Licht wieder legte, befand sich Dume mit einer Armee aus Toa auf der Insel Metru Nui. Hoffnung war wieder ein Wort, das ausgesprochen werden konnte.

Kapitel 1: Verwandlung

Metru Nui sah noch genauso aus, wie zu dem Zeitpunkt, an dem Dume die Insel verlassen hatte. "Die Insel ist noch intakt... das ist eine Warnung." sagte Dume leise. "Die Makuta wollen uns zeigen, dass sie es ernst meinen. Sie sammeln ihre Truppen und ein gewaltiger Angriff wird uns bevorstehen." Nun sah Dume in die Gruppe von Toa. Er hatte noch nie eine solch große Armee von Toa gesehen. Es waren bestimmt mehr als 100 Toa und alle auf einem Fleck, doch würde das Reichen, um die Makuta zu besiegen?

"Dume... wie konntest du uns retten?" fragte ein Toa des Feuers, der sich mitten in dem Wirrwarr aus Toa befand.

"Kava? Bist du das? Du wurdest auch auf Tren Kroms Insel geschickt? Weißt du wo die anderen Toa Mangai geblieben sind?" fragte Dume überrascht. Der Toa des Feuers namens Kava zuckte mit den Schultern, um Dume zu signalisieren, dass er es nicht wusste.

"Wie konntest du uns befreien? Tren Krom ist gnadenlos." sagte Kava.

"Nein, das ist er nicht. Er hat unglaubliche Fähigkeiten. Er wusste, dass ihr alle noch großes vor euch habt und hat euch deshalb verschont. Nun ist der Moment gekommen, an dem ihr den ersten Schritt in Richtung bestimmung macht." sagte Dume zu der Armee aus Toa. Kurz darauf trat ein grüner Toa aus der Menge hervor und starrte Dume lächelnd an. "Kailani? Du bist auch hier?" fragte der Turaga verwundert.

"Aber natürlich. Als Kuhul uns erzählt hatte, dass es eine gefährliche Mission war, musste ich mitkommen." erwiederte der Toa.

"Kailani, du bist es wirklich." sagte Dume lächelnd. "Wie könnte man Kailani vergessen, ein wahres Wunder von Mata Nui - eine weibliche Toa des Pflanzenlebens. Wir werden sehen, ob du noch etwas von deinen Kampfkünsten übrig hast, um dich selbst im Krieg gegen die Bruderschaft der Makuta zu beweisen."

"Die Bruderschaft der Makuta? Wieso ziehen wir gegen sie in den Krieg?" fragte Kailani erstaunt.

"Das frage ich mich auch, sie sind immerhin von Mata Nui eingesetzt worden, um das Universum im Gleichgewicht zu halten." sagte Kava.

"Die Bruderschaft hat sich gegen Mata Nui verschworen! Sie wird die Insel angreifen und versuchen sie zu erobern, wenn es ihnen gelingen sollte wird das ganze Universum ihnen gehören!" erklärte Dume.

"Wann werden sie kommen?" fragte Kailani.

"In wenigen Stunden..." erwiederte eine Stimme, die Dume nur zu gut kannte. Er wagte nicht sich umzudrehen, um zu sehen ob es wirklich der war, den er erwartete. Doch schließlich überwand er sich und drehte sich zu dem Neuankömmling - Lhikan. In seiner Begleitung waren Toa Jadekaiser und eine kleine Gruppe von Matoranern, darunter auch Jaller.

"Lhikan, du bist wieder einer von uns." sagte Dume. Lhikan nickte, während er seine beiden alten Toa-Geschwister, Kailani und Kava, begrüßte. "Es hat also geklappt." sagte Dume und sah Jadekaiser an, der daraufhin nickte. "Warum habt ihr diese Matoraner mitgebracht?" fragte Dume.

"Als du die Stadt verlassen hast, hast du Jaller die Aufgabe gegeben die Stadt zu leiten, so hat er es mir jedenfalls erzählt. Aus Angst er könnte es nicht schaffen, suchte er sich ein Team aus fähigen Matoranern, die ihm dabei helfen sollten. Darf ich vorstellen? Das sind Midak, Matak, Hafu, Nuju, Nokama und Jaller kennst du ja schon." sagte Lhikan.

"Nuju hat in den Sternen gelesen, dass du zurückkehren wirst und dass ein Krieg am anderen Ende der Großen Barriere stattfinden wird. Doch er hat noch mehr gesehen. Der Rote Stern wird in dieser Nacht über Metru Nui sein und diejenigen, die dazu bestimmt sind, in Toa Inika verwandeln." erklärte Jadekaiser. Dume sah den Ko-Matoraner verwirrt an.

"Am anderen Ende der Großen Barriere? Warum nicht auf Metru Nui?" fragte Dume.

"Das weiß ich nicht, aber die Sterne lügen nie. Mata Nui kontrolliert sie selbst... wir müssen ihm vertrauen. Denn das ist das Prinzip der Treuepflicht." erwiederte Nuju. Dume sah ihn nickend an. In dieser Nacht warteten ca. 100 Toa, sechs Matoraner und ein Turaga am Strand von Metru Nui, als ein rotes Licht den Himmel erfüllte.

"Der Rote Stern ist da." sagte Jadekaiser andächtig. "Nun wird sich zeigen, wessen Bestimmung einen Toa zu einem Toa Inika werden lässt." sagte Jadekaiser. In diesem Moment schossen sechs Blitze von dem Roten Stern und trafen die sechs Matoraner. Metru Nui hatte nun neue Beschützer, die Metru Nui bewachen sollten, während der Rest der Toa durch die Große Barriere reiste.

Kapitel 2: Marsch

Makuta Krika war nervös. Er starrte auf die Sanduhr. Icarax war schon seit Monaten überfällig und er konnte einfach keine mentale Verbindung zu dem Makuta herstellen. Nutzloser Icarax, nicht mal Miserix kannst du befreien! dachte Krika wütend, während der letzte Sandkorn nach unten rieselte. Nun musste bald eine Nachricht von Teridax kommen. Und tatsächlich drang in diesem Moment ein Gedanke in Krikas Verstand.

Macht euch auf den Weg. Ab heute beginnt das Regime der Bruderschaft. sagte die Stimme von Teridax in Krikas Geist.

Wie kommen wir auf die Insel? Metru Nui darf nicht erfahren, dass wir angreifen wollen, doch um auf deine Insel zu kommen müssten wir durch Metru Nui marschieren und würden eventuell einige Rahkshi oder Rahi verlieren. erwiederte Krika.

Ihr werdet nicht über Metru Nui marschieren. Bewegt euch auf den Süden der Insel zu, in der Nähe der sogenannten "Zone des Todes" werdet ihr eine kleine Insel finden, die eine große Luke enthält, durch diese werdet ihr aus Mata Nuis Körper entkommen können. Dann benutzt ihr eure Kräfte, um so schnell wie möglich auf meine Insel zu kommen. erklärte Teridax.

Gut, dann machen wir uns jetzt auf den Weg. sagte Krika.

Aber beeilt euch, je schneller ihr da seit, desto schneller ist es vorbei. erwiederte Teridax. Dann beendete der Anführer der Bruderschaft die mentale Verbindung und begann zu lächeln. Teridax wusste, dass nun ein erbarmungsloser Krieg bevorstehen würde. Er hatte sich sorgen gemacht, da eine Armee aus ca. 600 Matoranern etwas klein schien, doch mit einer unzählbaren Armee von Toa, die die Zerstörungswut von Bohrok in sich hatten, konnte nichts mehr schief gehen. Und diese Armee stand unter seinem Einfluss, alles was er tun musste, war Tuyet zu beeinflussen und das war inzwischen seine leichteste Übung. Teridax sah in den Himmel. Dieser verdunkelte sich, es konnte beginnen.

"Die Zeit ist gekommen! Die Bruderschaft wird zerschlagen und ich werde die Herrschaft übernehmen - Ich allein!" sagte Teridax zu sich selbst und schloss die gewaltigen Tore von Tuyets Festung. "Morgen ist auch noch ein Tag und für viele Wesen wird es der letzte sein."

* * *

"Wir müssten jetzt ungefähr die Hälfte der Barriere hinter uns gelassen haben!" schrie Lhikan. Nervös griffen einige Toa schon nach ihren Waffen. Sie waren nicht feige, doch sie hatten seit vielen Monaten nicht mehr gekämpft und noch nicht die Möglichkeit bekommen ihre Kampfkünste zu trainieren.

Jadekaiser lief neben einem Toa der Erde, der sehr besorgt aussah und sprach ihn an. "Was ist los mit dir? Du siehst so bedrückt aus. Hast du Angst vor dem Krieg? Du musst dir keine Sorgen machen, wir werden gewinnen." sagte Jadekaiser zuversichtlich.

"Ich habe keine Angst. Nicht vor dem Krieg und nicht vor dem Tod. Ich sorge mich nur um das Universum. Es ist die Bruderschaft der Makuta, was können wir gegen sie ausrichten? Sie haben so viele Kräfte und das einzige, was wir haben sind Masken und Elemente." erwiederte der Toa.

"Ich weiß, sie sind mächtiger und sie sind in der Überzahl, aber das darf uns nicht einschüchtern." sagte Jadekaiser.

"Verstehst du es nicht? Mir ist es egal ob ich sterbe. Mir ist es egal ob du stirbst. Mir ist es egal ob wir alle sterben, aber es gibt eines, das mir nicht egal ist - dieses Universum. Wenn wir dort oben versagen, dann lassen wir jeden im stich und das ist es, was mir solche Sorgen macht... ich bin der Wächter einer Insel und ich habe meiner Bevölkerung versprochen, dass alles gut werden wird. Doch ich kam nie zurück und wenn ich nun mein Versprechen breche und überleben sollte, wenn auch nur als Sklave oder gefangener, dann würde ich nicht mehr weiterleben wollen." sagte der Toa.

Jadekaiser sah den schwarz gepanzerten Toa eine Weile an. "Du hast recht, es würde sich nicht lohnen zu überleben, wenn wir nicht gewinnen. Also werden wir kämpfen bis wir sterben und die Bruderschaft so stark schwächen wie es geht, denn auch wenn ich versage, werde ich mir keine Vorwürfe machen können, denn ich werde alles tun was ich kann. Und am Ende des Tages werde ich sagen können, dass ich nichts bereue." erwiederte Jadekaiser und beschleunigte seinen Gang, um Lhikan einzuholen.

"Hallo Jadekaiser, bist du bereit zu sterben?" fragte Lhikan mit einem teilweise ironischen, teilweise ängstlichen Ton.

"Nein, ich bin bereit. Wenn es hart auf hart kommt, haben wir immer noch unsere Nova-Explosion, richtig?" fragte Jadekaiser lächelnd. Lhikan lächelte nun auch und schüttelte nur seinen Kopf, bevor er antworten konnte.

"Hoffen wir mal, dass wir die nicht einsetzen müssen." sagte Lhikan leise. Den Rest der Reise verbrachten die Toa damit sich geistig auf ihren Tod vorzubereiten, weshalb es extrem leise in der Großen Barriere war. Das einzige, was man hören konnte, war das Klappern der Waffen der Toa und ihre Schritte. Schließlich sahen sie den Ausgang aus der Barriere, es war bereits Nacht, doch es war zu hell für diese Nachtzeit.

"Das ist..." stotterte Jadekaiser.

"... Feuer." vollendete Lhikan Jadekaisers Aussage und verfinsterte seinen Gesichtsausdruck. "Scheint so als hätten sie ohne uns angefangen." sagte Lhikan und griff seine beiden Feuer-Großschwerter. Dann drehte er sich zu den Toa um und nickte ihnen zu. Er rannte voran, während die Toa aus der Großen Barriere stürmten.

Kapitel 3: Enthüllung

Die Insel war sandig, nichts davon erinnerte an Leben, vor allem nicht die toten Rahkshi-Körper, die überall herumlagen. Ebenso war der Boden übersäht mit den entstellten Leichnahmen der Visorak und einer großen Zahl an toten Toa-Körpern. Kailani und Jadekaiser sahen sich an. Sie wussten nicht, was sie tun sollten. Waren diese Toa auf ihrer Seite? Es gab keine Zeit darüber nachzudenken, denn nun wurden die neuangekommenen Toa von den Massen der Rahkshi, Rahi, Visorak und Makuta entdeckt und diese gingen nun auch auf sie los. Lhikan nahm sich einen Rahkshi der Insektenkontrolle vor und merkte dabei, dass diese seltsam aussehenden Toa ihn und seine Armee nicht angriffen. "Diese seltsamen Toa sind auf unserer Seite, sie kämpfen gegen die Makuta!" schrie Lhikan.

"Na das sind doch gute Nachrichten für den Anfang." erwiederte Jadekaiser, der nun zwei Visorak bei den Greifzangen packte und auf einen Haufen Rahkshi schleuderte. In diesem Moment spürte er jedoch, wie ihm die Energie langsam entzogen wurde. Er drehte sich um und sah eine kleine Gruppe von Matoranern, die ihn konzentriert anstarrten. "Diese... diese Matoraner saugen mir die Kraft aus..." sagte Jadekaiser mit schwacher Stimme. Kava war derjenige, der Jadekaiser gehört hatte und schleuderte einen toten Visorak auf die Matoraner, die sich daraufhin zerstreuten.

Makuta Krika war verwirrt. Als Teridax seinen Plan formuliert hatte, wusste er nicht, dass es auf dieser Insel ebenfalls eine Armee aus Toa gab. Bevor er auf die Insel kam, war er sicher, dass dies keinen Kampf auslösen würde. Er dachte, dass diese Insel lediglich dazu diente die Truppen neu zusammeln, bevor sie dann Metru Nui angreifen sollten. Ich werde dich eigenhändig zerreißen, Teridax! dachte sich Krika wütend, während er das Zentrum der Insel erreichte - eine weitere Insel, die durch zehn Brücken mit der Insel Mata Nui verbunden wurde. Wenig später hatte er auch das Zentrum der kleineren Insel erreicht, in dem sich eine große Festung befand.

"Sie dringen zur Festung vor." sagte Teridax, getarnt als To-Matoraner Kuhul, zu Toa Tuyet.

"Das ist der Nachteil bei euch kleinen Matoranern - ihr kennt nicht die Kraft der Elemente." erwiederte Tuyet und griff unbemerkt nach dem Nui-Stein, den sie daraufhin mental aktivierte. Sofort wurde ein Bruchteil jedes Toa in der Umgebung auf sie übertragen. Dadurch hatte sie genug Kraft, um um das Zentrum der Insel einen gewaltigen Wasserkreisel zu erstellen, der sie von dem Kampf abtrennte.

"Und das ist der Nachteil bei euch Toa..." sagte der schwarz gepanzerte Kuhul. "... ihr seid so leichtgläubig." fuhr er fort. Daraufhin begannen schwarze Blitze aus seinem Körper zu schießen und er wurde komplett in einer sich drehenden Wolke aus Schatten eingeschlossen, die kontinuierlich größer wurde. Als der Schatten verblasst war, stand der Herrscher der Bruderschaft vor Tuyet. "Darf ich mich vorstellen? Makuta Teridax, herrscher dieser Armee aus Makuta, Rahkshi, Rahi und Visorak." sagte der Makuta ironisch.

"Was... was tust du hier?" fragte Tuyet überrascht und entfernte sich rückwärts gehend von Teridax, dieser benutzte seine Kräfte, um die Tür zu schließen und es Tuyet unmöglich zu machen zu fliehen. Dann grinste sie der Makuta an.

"Das ist alles Teil meines Plans. Ursprünglich wollte ich Mata Nui einschläfern und warten, bis er stirbt. Das hätte dann eine Gruppe Toa verhindert. Doch bevor diese Gruppe dies hätte verhindern können, hätte ich Mata Nuis Platz eingenommen und niemand hätte es gemerkt, aber deine Handlungen haben meinen Plan gefährdet. Also musste ich herausfinden, ob du eine Bedrohung bist. Und ich musste feststellen, dass du tatsächlich eine bist. Also hast du nun die Option dich mir anzuschließen, oder in die Unterwelt zu verschwinden." sagte Teridax drohend. Tuyet stand eine Weile regungslos da, bevor sie antwortete.

"Du hast Mata Nui eingeschläfert? Ich hatte recht, die Bruderschaft hat sich gegen Mata Nui verschworen, doch Lhikan wollte mir nicht glauben. Ich lag richtig! Lhikan ist ein Idiot und..." sagte Tuyet, doch sie wurde von Teridax unterbrochen.

"... du hast noch eine Rechnung mit ihm zu begleichen." beendete Teridax Tuyets Satz. Tuyet lächelte und benutzte ihre Elementarkräfte, um den Wasserkreisel wieder verschwinden zu lassen, dann erschuf sie eine Wassersäule, die sie auf das Dach des höchsten Turmes ihrer Festung transportierte. Von dort sprach sie zu ihrer Armee.

"Matoraner des Todes und meine Toa-Armee. Hört mir zu! Die Makuta, Rahkshi, Visorak und sonstigen Rahi sind nicht die einzige Bedrohung hier. Es ist eine neue Armee von Toa auf die Insel gekommen. Sie mögen aussehen wie ihr, doch sie sind anders. Tötet sie!" schrie Tuyet. Dann transportierte sie sich wieder zu Teridax, der sie nur anstarrte und dann selbst auf das Schlachtfeld zuflog. Tuyet sah zufrieden von ihrem Balkon aus zu.

"Du hast es gut hier, nicht?" fragte eine Stimme, die Tuyet nur zu gut kannte. Sie drehte sich um und sah Toa Jadekaiser im zerstörten Türrahmen stehen. Der Toa des Eises hielt sein Schwert und seinen Schild bereit in der Hand - bereit um Tuyet zu vernichten, falls es denn nötig sein sollte. Die, durch eine Mutation entstellte, Tuyet sah ihren ehemaligen Bruder an und lächelte.

"Das habe ich in der Tat, Bruder." erwiederte Tuyet.

Jadekaiser begann zu lächeln. "Gut, Schwester!" sagte er, während er auf Tuyet losraste.

Kapitel 4: Mangai

Lhikan zog sein Feuer-Großschwert aus dem Körper des Visorak und benutzte es, um einen Feuerstrahl auf einen Rahkshi der Wetterkontrolle zu erstechen. Er war immer mehr in die Richtung vorgedrungen, an der sich eine gewaltige Festung befand. Hier, stellte er fest, befanden sich viel mehr dieser seltsamen Toa, als sonst irgendwo. Irgendwas musste in dieser Festung sein, etwas sehr wichtiges. Nun erkannten die Bohrok-Toa, dass Lhikan auf die Festung zu lief und gingen ihm entgegen. So schnell er konnte rannte Lhikan auf das Zentrum der Insel zu und bemerkte dabei, dass die Festung einen gewaltigen Vulkan umschloss. Das ist mehr nach meinem Geschmack! dachte Lhikan, während er sich bereit machte. Er sammelte seine gesamte Elementare Energie, um die Lava in dem Vulkan so zu kontrollieren, dass sie gegen den Trichter drückte und somit ein großes Loch erstellte, das viele der Bohrok-Toa verbrennen ließ. Nun hatte Lhikan erst ein Mal Zeit zum verschnaufen und sah sich um. Das kann nicht wahr sein! dachte Lhikan als er sah was auf einem großen Balkon der Festung vor sich ging - Jadekaiser kämpfte gegen eine vierbeinige blaue Gestalt. Es war dieselbe Gestalt, die vor einigen Minuten noch eine große Ansprache gehalten hatte und er hatte ihre Stimme sofort erkannt - es war Tuyet. So schnell er konnte rannte Lhikan auf die gewaltigen Tore zu und aktivierte dabei seine Kanohi Hau, um die angreifenden Visorak zurückzuhalten. Er benutzte den Rest seiner geschwächten Elementarkräfte dafür eine Art Antrieb unter seinen Füßen zu erstellen und somit auf den Balkon zu fliegen. "Na Tuyet? Überrascht mich zu sehen?" fragte der Toa des Feuers, nachdem er zwischen Tuyet und Jadekaiser gelandet war.

"Das bin ich in der Tat, Lhikan! Wie ich sehe hast du überlebt, schade!" erwiederte Tuyet und lief in Richtung Wand, um dort mit ihren neuen Krallen hinaufzuklettern, doch Jadekaiser verhinderte dies, indem er die Wand vereiste. Tuyet landete hart auf allen vieren. "Ihr wollt also wirklich gegen mich kämpfen? Schlechte Entscheidung, hättet ihr mich fliehen lassen, hätte ich euch vielleicht als Sklaven verwenden können, aber jetzt seid ihr nichts mehr als Opfer!" sagte Tuyet, während ihre Stäbe, die gleichzeitig als Beine dienten, zu glühen begannen.

"Netter neue Trick, aber ein paar Lichteffekte werden uns nicht aufhalten!" schrie Jadekaiser und machte sich bereit seine gesamten Kräfte durch seinen Speer zu entladen. Tuyet antwortete mit einem müden Lächeln.

"Das sind mehr als nur Lichteffekte. Eine kleine Vorführung gefällig?" fragte die Toa des Wassers. Bruchteile einer Sekunde später schoss eine Art Energiekuppel aus den Stäben heraus, die Tuyet umschloss und immer größer wurde. Lhikan hielt seine Schwerter schützend vor sich, während Jadekaiser dasselbe mit seinem Schild tat. Auf ein Mal wurden alle drei durch eine gewaltige Böhe vom Balkon geschleudert und landeten hart auf dem sandigen Boden von Mata Nui. Nachdem sich die drei wieder aufgerichtet hatten, sahen sie wer der Auslöser für ihren Sturz war - Toa Nidhiki.

"Nidhiki..." das waren die einzigen Worte, die Tuyet herausbrachte. "Deine Rüstung... das ist das Emblem der Bruderschaft!" fügte sie hinzu.

"Richtig, Tuyet. Ich bin in deiner Armee." erwiederte Nidhiki und verneigte sich vor Tuyet. "Und du Lhikan, nachdem du uns auf mysteriöse Weise verlassen hattest, wurde ich der neue Liebling von Vamprah und er hat mich extra stark leiden lassen, damit ich nicht auf den Gedanken komme zu fliehen. Ich bin nun ein vollwertiges Mitglied der Bruderschaft... und sie ist nicht zufrieden mit deinem Abschlusszeugnis im Training, was vielleicht daran liegt, dass du keines hast!"

"Ich habe eingesehen, dass das nicht der Weg war, der mir bestimmt war, Nidhiki. Bruder, du musst es auch einsehen, bevor es zu spät ist. Wir können dir helfen, du kannst wieder einer von uns sein. Du musst dich nicht vor uns verstecken, wenn du zu uns zurückkehrst. Aber wenn du es nicht tust, wirst du immer auf der Hut sein müssen, denn wir Toa werden dich verfolgen, bis ans Ende des Universums!" warnte Lhikan.

"Tote können niemanden verfolgen!" erwiederte Nidhiki.

Lhikan trat einen Schritt nach vorne, mit gezückter Waffe. "Oh mein ehemaliger Bruder. Ich werde dir eines sagen: manchmal sind die Toten diejenigen, die einen verfolgen. Und weißt du was das schlimme daran ist? Du kannst nichts dagegen tun!"

"Das Risiko bin ich bereit einzugehen!" sagte Nidhiki und zog seine zwei gewaltigen Klingen. Diese begannen sich so schnell zu bewegen, dass es für das Auge nicht mehr möglich war zu folgen. Um Lhikan entstand nun ein gewaltiger Molekularer Sturm, der ihn in die Luft trug und wieder zurück in das Schlachtfeld schleuderte. Dann benutzte Nidhiki seinen, von der Bruderschaft erhaltenen, Jetpack, um Lhikan zu folgen.

Nun befanden sich die beiden Toa, ehemalige Brüder, mitten in dem Schlachtfeld und waren von einer gewaltigen Menge kämpfender Toa, Visorak, Makuta, Rahkshi und allen vorstellbaren bizarren Rahi umgeben. "Du hast keine Chance gegen die Armee der Bruderschaft. Auf dem Boden dieser Insel liegen mehr gefallene Toa als gefallene Rahkshi!" schrie Nidhiki.

"Und gleich wird es noch einer mehr sein!" erwiederte Lhikan und machte sich bereit zum Kampf, einem Kampf, den er wahrscheinlich nicht überleben würde, denn alles worauf er sich jetzt noch verlassen konnte, waren seine Waffen und die Kraft seiner Maske. Doch Nidhiki war ihm überlegen. Der Toa des Schattens aktivierte seine Kanohi Serax, die Maske der Konzentrationsstörung, woraufhin Lhikan taumelte. Diese Sekunde nutzte Nidhiki, um dem Toa des Feuers seine Klinge an die Kehle zu legen.

"Siehst du endlich ein, dass du gegen mich und die Bruderschaft keine Chance hast?"

Kapitel 5: Schlacht

Lhikan bereitete sich mental auf seinen Tod vor, denn er wusste, dass er gleich sterben würde. Er dachte nach und stellte fest, dass er bereit war zu sterben. Er hatte den Krieg zwar nicht gewonnen, doch wenn er nun sterben würde, wusste er, dass er alles richtig gemacht hatte und das war mehr als er sich je erträumt hatte. Im nächsten Moment war ein schmerzerfüllter Schrei zu hören, doch es war nicht Lhikan, der da geschrien hatte. Der Toa des Feuers öffnete die Augen, die er wenige Sekunden zuvor aus Furcht geschlossen hatte, und starrte in das leere Gesicht von Schatten-Toa Nidhiki. Er bewegte sich nicht. Die Welt schien still zu stehen. Der ehemalige Toa der Luft drehte sich um, wodurch Lhikan den gewaltigen Speer sehen konnte, der aus Nidhikis Rücken ragte - es war Jadekaisers Speer.

"Wenn ich jetzt sagen würde, dass es mir leid tut, würde ich lügen!" sagte Toa Jadekaiser, der hinter Nidhiki stand und packte seine Lanze. Er drehte sie ein mal um 360° in Nidhikis Körper und schleuderte den Toa dann durch einen Kräftigen Tritt durch die Luft. "Kann ich dir helfen?" fragte Jadekaiser und reichte Lhikan seine Hand.

"Danke, ohne dich wäre ich jetzt tot." sagte Lhikan und stand auf.

"Dann habe ich wohl schon zwei Gefallen bei dir gut, oder?" fragte Toa Jadekaiser. Lhikan lächelte ihn an und griff seine Feuer-Großschwerter.

"Was ist mit Tuyet?" fragte Lhikan.

"Sie ist mir entkommen, kurz nachdem Nidhiki dich durch die Luft fliegen ließ. Ich habe beschlossen dich zu suchen, denn alleine habe ich keine Chance gegen Tuyet mit ihren neuen Kräften." erwiederte Jadekaiser. Nun bemerkten die beiden Toa, dass es seltsam ruhig um sie geworden war. Alle Rahkshi waren verschwunden, aber warum? Nun sahen sie den Grund - Teridax. Lächelnd lief der Meister der Schatten auf die beiden Toa zu.

"Ich hätte nicht gedacht, dass ihr beiden so lange durchhaltet." sagte Teridax.

"Das gleiche könnte ich über dich sagen." erwiederte Lhikan. "Seltsam, wieso hast du denn deine Rahkshi-Lakeien abgezogen? Du machst dir doch sonst nie die Finger schmutzig." sagte Lhikan mit ironischem Ton in der Stimme. Teridax antwortete mit einem Geräusch, das sich beinahe nach einem Lachen anhörte.

"Normaler Weise hast du recht, aber du warst mir so lange ein Dorn im Auge, dass ich dich lieber selbst töten will, damit ich ganz sicher bin." erwiederte Teridax. Nun nahm er eine Waffe zur Hand, die aussah wie eine gewaltige Sonne, die in der Hälfte abgeschnitten war. In dem Zentrum der halben Sonne befand sich ein mächtiger Werfer. Teridax lud diese Waffe, die allgemein nur als Schattensonne bekannt war, nun mit seiner Energie auf. Die Macht des Stabes schaffte es die gesamte Insel für einige Sekunden in Dunkelheit zu hüllen, bevor er diese Dunkelheit in den Werfer absorbierte.

"Netter Trick!" sagte Jadekaiser.

"Das ist mehr als nur nett, der Werfer hat nun die Stärke einer Nova-Explosion. Die Insel wird vernichtet und jeder mit ihr, außer mir und meinen Helfern der Schatten. Es war schön gegen euch zu kämpfen, doch am Ende gewinnt eben immer die Gute Seite." sagte Teridax und machte sich bereit den Schatten aus seinem Speer zu schießen. Jadekaiser reagierte blitzschnell und schleuderte hauchdünne Eiszapfen, die für das Auge nicht sichtbar waren. Diese bohrten sich nun in den Stab und zerstörten ihn, woraufhin der gesamte Schatten in Teridax' Körper fuhr. Überwältigt von der zusätzlichen Kraft sank Teridax zu boden.

* * *

Teridax wachte auf und stellte fest, dass er durch Steinbalken an einen Felsen gepresst wurde. Es dauerte nicht lang, bis der Meister der Schatten wieder volle Kontrolle über seine Kräfte hatte und sich somit befreien konnte. Typisch Toa, sie wollen einfach nicht töten... und das ist mein Vorteil. dachte Teridax, während er sich auf den Weg machte, um sein Werk zu beenden.

"Ah, Teridax. Gut, dass ich dich treffe. Ich habe eine Frage bezüglich deines Plans." sagte die Stimme von Krika, die hinter Teridax aufgetaucht war. Der Tonfall in der Stimme des Makuta machte deutlich, dass er ahnte, was Teridax' Plan wirklich war.

"Du kannst mir fragen stellen, ob ich sie beantworten werde ist eine andere Sache." erwiederte Teridax, ohne Krika eines Blickes zu würdigen.

"Es ist nicht so sehr eine Frage, sondern viel mehr die Feststellung, dass du dabei bist uns Makuta sterben zu lassen. Du willst uns ausrotten und dann die Herrschaft an dich reißen, es ist doch so, oder? Denkst du wirklich, dass ich nicht merke, dass wir diesen Krieg verlieren werden? Du hast deiner Gehilfin den Auftrag gegeben uns zerstören zu lassen, doch du wirst der erste sein, der geht." drohte Krika.

Teridax drehte sich blitzschnell um und packte Krika. Dann schleuderte er ihn gegen einen Felsen, so oft, bis sich der Makuta nicht mehr regte. Dann holte er einen seiner Dolche aus seinem Rückenbehälter und zerschnitt den Körper. Eine grüne Wolke aus Antidermis verließ die tote Rüstung und Teridax war sich sicher, dass Krika nun tot war.

"Beeindruckend." sagte Tuyet, die an einem Baum lehnte. Teridax lächelte sie an. "Darf ich mich jetzt rächen?" fragte sie Teridax.

"Gerne, aber ich will dabei sein." erwiederte Teridax. Die beiden machten sich auf die Suche nach Lhikan und Jadekaiser. Der Toa des Eises stand inzwischen jedoch schon vor dem reglosen Körper von Schatten-Toa Nidhiki und machte sich bereit den letzten Schritt zu tun, als dieser plötzlich die Augen öffnete.

Kapitel 6: Alte Freunde

Jadekaiser umklammerte seine Waffe, während Nidhiki langsam aufstand. "Wieso tust du es nicht? Du hattest die Gelegenheit mich zu töten, während ich bewusstlos war. Du hättest mich schmerzlos ermorden können, wieso hast du es nicht getan?" fragte Nidhiki herausfordernd.

"Weil ich die Schmerzen in deinen Augen sehen wollte!" erwiederte Jadekaiser.

"Das ist gut... du hörst dich schon an wie einer von uns." entgegnete Nidhiki. Der Toa der Luft sah sich um, überall um die beiden herum kämpften und vielen Toa, die ursprünglich Bohrok waren, Rahkshi, Visorak, Rahi und Makuta. Nun warf er alle Bedenken in den Wind und streckte seine Arme aus. In seinen Händen hielt er seine zwei gewaltigen Luftschneider. Seitdem er ein Schatten-Toa geworden war hatte er zwar seine Fähigkeit Luft zu kontrollieren verloren, doch Vamprah hatte ihn mit diesen Luft-beherrschenden Klingen ausgestattet, die er von einer Insel namens Kanoya gestohlen hatte.

"Vielleicht höre ich mich so an, aber ich werde niemals so sein!" sagte Jadekaiser, der seinen Schild schützend vor sich hielt.

"Das wird dir jetzt nichts nützen!" schrie Nidhiki, während seine Klingen zu rotieren begannen und einen mächtigen Molekularen Sturm heraufbeschwörten, der immer stärker wurde.

* * *

Toa Kailani war zwar eine weibliche Toa des Pflanzenlebens, verhielt sich jedoch wie ein männlicher Toa. Ihre Herkunft war ihr seit jeher ein Geheimnis gewesen, denn sie konnte sich nicht daran erinnern. Das einzige woran sie sich erinnern konnte, war es in einem Dschungel-Dorf aufzuwachsen. Sie wusste, dass irgendetwas an ihr anders war und zwar nicht nur das Geschlecht, sie merkte, dass irgendetwas mit ihrer Herkunft nicht stimmen konnte. Doch darüber konnte sie jetzt nicht nachdenken, denn sie wurde von einer kleinen Horde Visorak in die Ecke getrieben. "Hört zu, ich will euch wirklich nicht weh tun, doch ihr lasst mir keine andere Wahl." sagte Kailani warnend.

Die kleine Gruppe Visorak erwiederte dies nur mit einem Zähneklappern.

"Ihr wollt es also nicht anders!" sagte Kailani und beschwor ihre Kräfte über die Pflanzen herauf, um damit sechs der Visorak durch die Luft zu schleudern bzw. in einem Baum verschwinden zu lassen. Doch gleichzeitig merkte sie, dass es einfach zu viele Visorak waren und immer mehr wurden.

"Soll ich dir behilflich sein, Schwester?" fragte eine Kailani bekannte stimme, die von einem mächtigen Feuerstrahl gefolgt wurde.

"Danke Kava, obwohl ich das auch alleine geschafft hätte." sagte Kailani lachend und drehte sich zu ihrem ehemaligen Toa-Kollegen um. Kailani erschrak als sie Kava erblickte. Der Toa des Feuers trug nur noch eine halbe Maske und seine Rüstung war komplett deformiert.

"Die Makuta." sagte Kava erklärend, als er Kailanis Blick sah. "Ich habe es nur knapp überlebt, aber dafür sind wir einen Makuta los." fügte er hinzu. Kailani lächelte ihn an. Plötzlich wurden die beiden in einem blauen Energiefeld gefangen, das um sie herum immer kleiner wurde. Als das Feld so klein war, dass es die beiden Toa berührte, brachen die beiden sofort kraftlos zusammen.

"Diese Stäbe sind irgendwie ziemlich nützlich." sagte das Wesen, das das Energiefeld erstellt hatte - Tuyet. "Wieso müssen Toa immer so viel reden? Das war das, was ich am Toa-Dasein gehasst habe, mein Team hat sich zu lange beraten. Sie hätten lieber kämpfen sollen, dann wären alle noch am leben." sagte Tuyet mit einem Hauch Trauer in der Stimme.

"Zum Glück bist du keine davon." erwiederte ihr Begleiter - Teridax.

"Es war dein Werk, nicht wahr? Du hast das Team gespalten. Ich will deinen Plan nicht anzweifeln, aber ich muss wissen was du mit ihnen getan hast. Leben sie noch?" fragte Tuyet. Teridax schloss seine Augen und nahm Kontakt zu einem Makuta namens Atakus auf, dem Wächter einer geheimen Welt. Wenige Augenblicke später öffnete er seine Augen wieder.

"Sie leben noch, zumindest die meisten von ihnen. Die zwei Toa des Eises sind ja schon während dem Kampf mit dem Kanohi-Drachen gestorben. Die einzige, die durch meine Hand starb, ist Naho." erwiederte Teridax.

* * *

Jadekaiser rammte seinen Speer in den Boden, um sich daran fest zu halten, was ihm jedoch nicht gelang. Nidhikis Sturm war inzwischen so stark, dass darin schon einige Visorak umherflogen. Jadekaiser sah sich um, es wurden immmer mehr Visorak, die in den Tornado gerieten. Er musste sich nur so lang festhalten, bis es genug Visorak waren, doch es war zu schwer. Er musste sofort handeln. Toa Jadekaiser ließ seinen Speer los und geriet selbst mitten in den Sturm.

Nun war es an der Zeit einiges zu riskieren. Jadekaiser konzentrierte sich und sammelte seine elementare Energie. Nun wartete, bis ein Visorak auf ihn zuflog und stieß sich an diesem ab. So konnte er sich aus dem Tornado schleudern. Nun hatte er nur den Bruchteil einer Sekunde Zeit den Tornado zu vereisen, bevor er wieder hereingesogen werden würde. Und er schaffte es. Nidhiki war nun in mitten eines Eistrichters gefangen, jedoch nicht eingefroren.

Kapitel 7: Duell

Hier könnt ihr meinen ersten Entwurf zum Ende des Großen Krieges nachlesen

Jadekaiser fiel aus dem Himmel. Der Tornado hatte ihn hoch in die Luft getragen, bevor er ihn einfrieren konnte. Die Truppen der Makuta und die Truppen von Tuyet hatten zwar bemerkt, dass der Trichter aus Eis erschaffen wurde, kümmerten sich jedoch nicht darum, da sie zu sehr damit beschäftigt waren die jeweils gegenüberstehenden Feinde zu vernichten. Der Toa des Eises landete hart auf einem Haufen getöteter Niazesk und hatte Mühe sich aus dem Haufen wieder frei zu buddeln.

"Da bist du ja, Jadekaiser!" schrie Toa Lhikan, der in der Ferne gegen zwei Rahkshi Vorahk kämpfte.

"Ich? Du warst derjenige, der einfach verschwunden ist. Ich hatte dir den Auftrag gegeben Teridax den seltsamen Toa zu überlassen, aber du bist nie zurück gekehrt, ich dachte du wärst tot." erwiederte Toa Jadekaiser, dann fror er die beiden Rahkshi ein. "Was ist mit Teridax jetzt?" fragte Jadekaiser.

"Ich habe deinen Befehl ausgeführt und ihn den Toa überlassen. Kailani wollte sich um ihn kümmern." erwiederte Lhikan.

"Mit 'seltsame Toa' meinte ich eigentlich die Toa, die nicht in unserer Armee sind." entgegnete Jadekaiser. Lhikan starrte ihn kurz an, zuckte dann jedoch mit den Schultern. Jadekaiser schüttelte enttäuscht den Kopf.

"Hör zu, Jadekaiser. Wenn Teridax noch lebt wird er uns früher oder später wieder über den Weg laufen und..." Lhikan wurde unterbrochen.

"... dieser Moment ist jetzt gekommen!" vollendete Teridax Lhikans Satz. Die beiden Toa drehten sich um, nur um Teridax und Toa Tuyet in seiner Begleitung zu sehen. Beide hatten ein entschlossenes Lächeln auf den Lippen, das klar machte, dass sie entschlossen waren zu kämpfen... und zu siegen.

"Ich bin wirklich beeindruckt, dass ihr beiden noch lebt." sagte Tuyet. Lhikan und Jadekaiser umklammerten die Griffe ihrer Waffen.

"Eure Toa-Werkzeuge werden euch nicht im Kampf gegen uns helfen." sagte Teridax.

"Unsere Chancen standen schon mal schlechter, hab ich nicht recht Tuyet? Erinnerst du dich noch an unseren Kampf mit dem Kanohi-Drachen? Wir hatten beinahe verloren, doch dank eines bestimmten Toa haben wir überlebt - und dieser Toa warst du." sagte Jadekaiser.

"Ich habe mich zwar verändert, aber ich habe immer noch dieselbe Vergangenheit wie zuvor. Ich weiß wovon du redest." sagte Tuyet. Hätte Lhikan genau zugehört, hätte er bemerkt, dass ein Hauch von Reue in Tuyets Stimme lag, doch er tat es nicht. Teridax hingegen schon. Er wusste, dass er Tuyet verlieren konnte, wenn die beiden Toa weiter so geschickt auf sie einredeten.

Die Natur eines Toa... sie sind schwach! Ihr Wille ist zu leicht zu brechen! dachte Teridax. Er musste handeln, er musste Tuyet daran erinnern, dass das Toa-Dasein für sie auch negative Seiten hatte, er durfte sie nicht an die positiven Dinge denken lassen.

"Und was hat es genützt? Der Großteil des Teams ist jetzt tot und ihr beide werdet ihm folgen." sagte Teridax und übergab Tuyet eine Klinge. "Jetzt ist die Zeit gekommen Rache zu nehmen!" sagte Teridax entschlossen. Tuyet nahm bedenklich die Klinge in die Hand.

"Eine Klinge? Du willst, dass ich mit einer Klinge kämpfe?" fragte Tuyet fassungslos und gab sie Teridax zurück. "Ich brauche deine Waffen nicht, wenn ich doch meine eigenen habe!" schrie Tuyet und holte einen leuchtenden Gegenstand hervor.

"Der... der Nui-Stein! Er wurde doch zerstört!" sagte Lhikan fassungslos.

"Und wieder repariert." fügte Tuyet hinzu. Jadekaiser gab Lhikan ein Zeichen, das ihm bedeutete sofort anzugreifen, doch es kam nicht dazu, denn eine gewaltige Schattenexplosion fand in diesem Moment statt, die den Eistrichter, in dem Nidhiki gefangen war, zerstörte und milliarden von kleinen Eissplittern über die Insel schickte. Die vier sahen sich um, während sich der Schatten legte und stellten fest, dass dieser von Nidhiki ausgelöst wurde.

"Jadekaiser, wir sind noch nicht miteinander fertig!" sagte Nidhiki wütend und bereitete sich auf einen weiteren Angriff vor.

"Ich nehm die beiden, du nimmst dir unseren alten Bruder vor!" sagte Lhikan und sprang in die entgegengesetzte Richtung von Nidhiki. Jadekaiser nickte, während Tuyet und Teridax Lhikan folgten. Innerlich wünschte Jadekaiser Lhikan viel glück und was er nicht wusste war, dass Lhikan auch ihm innerlich Glück wünschte.

"Lass uns das schnell hinter uns bringen, ich will dich sterben sehen und keine langen Reden schwingen!" forderte Jadekaiser.

"Wie du willst." sagte Nidhiki mit einem finseren Lächeln im Gesicht. Jadekaiser machte eine Drehung und schleuderte dabei Eisstrahlen auf Toa Nidhiki, dieser wich ihnen jedoch geschickt aus und schickte Schattenblitze in Jadekaisers Richtung. So ging es ungefähr zehn Minuten. "Willst du nicht einfach aufgeben? Du hast doch sowieso keine Chance gegen mich!" sagte Nidhiki.

"Ich habe mehr überlebt als du dir vorstellen kannst!" sagte Jadekaiser.

"Dann überleb das hier!" schrie Nidhiki und sammelte seine Kräfte. "Dieser Moment wird in die Geschichte des Matoranischen Universums eingehen - der Moment, in dem die erste Nova-Explosion des Schattens erstellt wurde!"

Kapitel 8: Nui-Stein

Lhikan wurde von Tuyet und Teridax in eine Ecke gedrängt und Teridax machte sich für einen finalen Angriff bereit. Dunkle Blitze kamen aus dem Körper des Makuta. Die Blitze wurden immer größer und Teridax konnte ihre negative Energie spüren. "In wenigen Sekunden wird jeder auf dieser Insel Geschichte sein!" sagte Teridax. Tuyet sah den Makuta an und generierte einen Energiestrahl aus ihren Stäben, der Teridax traf und ihm das Bewusstsein raubte.

"Das ist meine Rache!" sagte Tuyet und wandte sich zu Lhikan. Sie hielt den Nui-Stein noch immer in ihren Händen.

"Wie hast du ihn repariert?" fragte Lhikan wütend. Tuyet lächelte ihn an und zuckte dann mit den Schultern.

"Wenn ich es dir sagen würde, wäre deine größte Frage vor deinem Tod ja beantwortet, wo bleibt dann der Spaß? Es hätte nicht so weit kommen müssen, Lhikan. Ich hätte den Stein nur dazu benutzt, um gutes für das Universum - gutes für Mata Nui zu tun!" sagte Tuyet. In diesem Moment wurde der tote Körper eines Toa zwischen die beiden geschleudert.

"Siehst du das? Dein Einsetzen des Nui-Steins hat nur für tote gesorgt. Du bist größenwahnsinnig geworden, Tuyet. Du hast vergessen was deine Pflicht ist und hast Mata Nui somit mehr geschadet als geholfen. Es ist noch nicht zu spät umzukehren, aber wenn du dich nicht dafür entscheidest wird es zu spät sein!" warnte Lhikan.

"Ich habe mich entschieden... ein für alle Mal!" sagte Tuyet, bevor sie durch eine mächtige Explosion fortgeschleudert wurde. Lhikan sah sich um, der Angriff kam von Teridax persönlich, der sein Bewusstsein zurück erlangt hatte.

"Immer diese Toa! Inkonsequente Wesen! Sie können sich nicht für einen Weg entscheiden!" sagte Teridax wuterfüllt, während er der durch die Luft fliegenden Tuyet hinterherstarrte. Lhikan griff unbemerkt seine Schwerter und lief auf Teridax zu.

"Sie hat sich entscheiden! Sie hat sich für Mata Nui entschieden! Und du wirst das nicht noch ein Mal ändern!" sagte Lhikan und griff Teridax an.

"Lhikan, du solltest deine Kräfte lieber schonen, schließlich hast du noch einen anstrengenden Tod vor dir!" erwiederte Teridax und packte Lhikan. Dann schleuderte er den Toa des Feuers in eine Horde kämpfender Rahkshi der Furcht. Dann machte sich Teridax auf die Suche nach Tuyet.

* * *

Toa Tuyet war in einem einem Sumpf gelandet, und zwar in dem gleichen Sumpf, in dem sie bereits mit Krika gefallen war und dadurch verwandelt wurde. Nun tauchte sie völlig erschöpft wieder auf und stellte etwas seltsames fest - ihre Rüstung löste sich von ihrem Körper ab. Verzweifelt versuchte sie die Teile ihrer Rüstung wieder an ihren Körper zu legen, doch es half nichts. Dann bemerkte sie, dass unter ihrer Rüstung auf ein Mal wieder ihre alte Toa-Rüstung hervorkam. Ich habe meine Entscheidung getroffen... ich bin eine Toa! dachte Tuyet.

"Tuyet, wo bist du? Ich habe noch ein Mira-Vogel mit dir zu rupfen!" sagte die hinterhältige Stimme von Teridax. Tuyet sah in den Himmel und sah Teridax dort oben schweben, gefolgt von einer dunklen Wolke. Sie versteckte sich in den Wäldern. Das war das erste Mal, dass Tuyet sah was hier vor sich ging. Sie hatte den Krieg zwar zuvor gesehen, doch sie hatte ihn nie realisiert. Erst jetzt, als sie sich wieder zu einer wahren Toa bekannt hatte, sah sie was sie angestellt hatte.

"Ich bin ein Monster! Überall liegen tote Toa auf dem Boden, und das nur durch meine Schuld!" sagte Tuyet zu sich selbst.

"Wohl wahr, Tuyet. Aber du hast es immerhin für einen guten Zweck getan... für dich selbst." sagte die Stimme von Teridax. Tuyet drehte sich um, nur um zu sehen, dass der Herrscher der Schatten hinter ihr stand. Der Makuta ging langsam auf Tuyet zu und streckte eine Hand aus. "Ich will den Nui-Stein!" forderte Teridax.

"Den wollte ich auch ein Mal! Jetzt habe ich ihn und ich habe die Gelegenheit ihn zu Mata Nuis Ehren zu benutzen!" sagte Tuyet und griff in ihren Rückenbehälter, doch sie fand den Stein nicht. Als Teridax den schockierten Gesichtsausdruck von Tuyet sah, wusste er genau was passiert war.

"Du hast den Stein verloren!" schrie Teridax zornig.

Tuyet nutzte den Moment, um eine Wasserwelle auf Teridax zu schleudern, doch er war schneller. Er erschuf einen Schattenstrahl, der Tuyet durch den Wald schleuderte, bis sie außer Sichtweite war. Dann machte er sich auf die Suche. Es dauerte nicht lange bis Teridax den Stein gefunden hatte, denn er strahlte Energie und somit Wärme aus. Der Stein befand sich in dem Sumpf, in dem Tuyet gelandet war.

"Nun wird das Universum mir gehören!" sagte Teridax und hielt den Stein in die Luft. Sofort begann dieser grell zu leuchten und die Energien von hunderten Toa strömten in Teridax' Körper. Dabei merkte er nicht, dass Lhikan hinter ihm auftauchte. Mit dem Kopf eines toten Rahkshi Turahk in der Hand und seine Hand in einer Flamme eingeschlossen, die bedeutete, dass Lhikan seine Elementarkräfte aufgeladen hatte.

Kapitel 9: Innerer Schatten

Tuyet landete hart auf einem Visorak Oohnorak. Die Spinne rannte durch das Schlachtfeld, auf dem hunderte von Toa gegen die Makuta und ihre Armee kämpften. Sie wich den Rhotuka-Rotoren der Visorak und den Schattenstrahlen der Makuta aus. Schließlich gelang es ihr die Zangen des Visorak zu greifen und ihn somit zu steuern. Sie diregierte den Visorak wieder in den Wald, in dem sich Teridax aufhielt. Schon aus der Ferne sah Tuyet das grelle Licht des Nui-Steins. Oh nein... ich komme zu spät! dachte Tuyet und sprang von dem Visorak ab. So schnell sie konnte lief sie auf das Licht zu.

* * *

Lhikan aktivierte seine Kanohi Hau, nun durfte ihm kein Fehler mehr unterlaufen. Mit aller kraft erschuf er einen Feuerstrahl, der direkt auf Teridax zuhielt. Der Makuta spürte, dass Lhikan ihn angriff und drehte sich um, bevor der Feuerstrahl ihn treffen konnte. Dann benutzte er seine Schattenkräfte, um den Feuerstrahl zu neutralisieren. "Der Toa des Feuers!" sagte Teridax wütend, als er Lhikan erblickte.

"Der sogenannte 'Meister' der Schatten." erwiederte Lhikan, der seine Schwerter gekreuzt hatte.

"Sehr gut!" erwiederte Teridax und erschuf eine Schattenhand, die auf Lhikan zukam. Der Toa des Feuers sprang zur Seite und schleuderte einen Feuerball auf Teridax, doch der Makuta fing ihn mit einer Hand ab und löste den Feuerball in Luft auf. "Ich bin stärker als du, ich bin stärker als ihr alle! Ich habe die Kraft von hunderten Toa in mir!" sagte Teridax.

"All deine Kraft wird dir nichts nützen, denn die Bestimmung ist gegen dich!" sagte Lhikan und stand auf.

"Du hast keine Ahnung von der Bestimmung! Die Bestimmung ist das, was uns ausmacht, das wofür wir leben! Ich kenne meine Bestimmung! Meine Bestimmung ist es diesem Universum zu helfen, es zu meinem zu machen, damit endlich Ordnung herrscht!" erwiederte Teridax und sammelte seine Kräfte für einen zerstörerischen Schlag.

"Du hast deine Bestimmung vor langer Zeit verraten!" sagte Lhikan und machte sich bereit zu sterben. "Vielleicht wirst du heute triumpfieren..." Lhikan wurde von Tuyet unterbrochen, die am Rand der Lichtung aufgetaucht war und nun direkt unter dem schwebenden Nui-Stein und hinter Teridax stand.

"... vielleicht aber auch nicht!" beendete Tuyet den Satz und schleuderte einen Wasserstrahl auf den Nui-Stein, der ihn zerstörte. Sofort wurde Teridax die gesamte Kraft entzogen. Strahlen von schwarzer, grüner, brauner, roter, weißer, blauer, goldener und silberner Energie verließen den Körper des Makuta und er brach geschwächt zusammen, während sich die Fragmente des Nui-Steins auf der Insel verstreuten.

* * *

Jadekaiser wusste nicht was er tun sollte. Vor ihm stand Nidhiki, der sich darauf vorbereitete eine Nova-Explosion der Schatten zu erstellen, und er hatte nur noch wenige Sekunden Zeit etwas zu finden, das ihn aufhalten konnte. "Warte Nidhiki!" sagte Jadekaiser. Nidhiki hielt seine Kräfte an und hörte dem Toa des Eises zu.

"Ich habe vieles überlebt, aber ich weiß, wann ich verloren habe. Wenn es nach mir gehen würde, könntest du mich in die Luft jagen, aber es geht hier nicht um mich - es geht um das Universum. Ich ergebe mich dir." sagte Jadekaiser, während er unbemerkt immer mehr Abstand zu Nidhiki aufbaute.

"Ich wusste, dass du eines Tages einsehen würdest." sagte Nidhiki und holte ein blaues, sich windendes, Wesen aus seinem Rückenbehälter, das er nun Jadekaiser entgegen streckte. "Im ersten Moment wird es schmerzen, aber dann wirst du unendliche Freiheit spüren." sagte Nidhiki, während er Jadekaiser den Schattenegel entgegen hielt.

"Ich bin nicht derjenige, der einsehen muss, Nidhiki." sagte Jadekaiser. "Vielleicht kommt meine Hilfe zu spät, aber ich kann dich wieder zu dem Toa machen, der du warst. Ich weiß wie sehr du das Toa-Dasein geliebt hast, warum willst du es aufgeben." sagte Jadekaiser. Nidhiki rührte sich nicht.

"Ich habe es geliebt, du hast recht. Aber nun habe ich etwas gefunden, das mich mehr erfüllt als das einfache Dasein als Toa. Ich kann endlich ich sein. Ich will nicht, dass du mir das wieder wegnimmst." sagte Nidhiki und warf den Schattenegel auf Jadekaiser zu, gefolgt von einem starken Schattenblitz. Jadekaiser reagierte blitzschnell und fror Nidhiki in einem massiven Eisblock ein.

"Es tut mir leid, aber manchmal müssen wir für das Leiden, was wir am meisten wollen." sagte Jadekaiser und starrte den Eisblock an. Im inneren konnte er sehen, wie sich Nidhikis Augen bewegten. Der Toa des Schattens war noch nicht tot und das wollte Jadekaiser auch nicht, er war fest davon überzeugt, dass er Nidhiki zurückverwandeln konnte und das wollte er auch. Plötzlich tauchten hinter ihm zwei Gestalten auf.

Kapitel 10: Finaler Kampf

"Der Toa des Eises drehte sich um und war überrascht Lhikan zu sehen - in Begleitung von Tuyet. Doch Tuyet sah anders aus, sie sah wieder so aus, wie er sie kannte - wie eine Toa. "Was... was ist passiert?" fragte Jadekaiser verwirrt. Lhikan legte eine Hand auf Jadekaisers Schulter.

"Es ist alles gut, das ist passiert. Tuyet ist wieder eine von uns." erklärte Lhikan mit sanfter Stimme. Nun trat Tuyet einen Schitt nach vorne.

"Ich habe meine Fehler erkannt. Ich habe eingesehen, dass ich durch meine Hilfe nur geschadet habe. Ich will wieder zu euch gehören, wenn ihr mich denn lasst." erklärte Tuyet. Jadekaiser sah seine alte Teamkameradin eine kurze Zeit lang an.

"Ich weiß nicht, ob ich dir vertrauen kann... doch die Zeit wird es sagen." erwiederte Jadekaiser und umarmte Tuyet.

"Die Zeit? Nein, Handlungen werden es sagen." sagte Tuyet und hielt die beiden Toa an der Hand. Zu dritt rannten sie auf Tuyets Festung zu. Tuyet wollte auf keinen Fall, dass durch ihre Armee noch mehr Toa starben. Nun begab sich Tuyet auf den höchsten Turm und sprach zu ihrer Armee. "Hört mir zu!" schrie Tuyet. "Die Zeit des mordens ist vorbei! Attackiert die Makuta! Lasst sie am leben, sie sollen für das Bezahlen, was sie getan haben. Der Tod wäre eine Gnade für sie!" verkündete Tuyet.

Nun sahen Lhikan und Jadekaiser etwas erstaunliches, die seltsamen Toa und schwarz gepanzerte Matoraner, die unter Tuyets Kommando standen, sowie einige groteske Rahi verbündeten sich mit den Toa und griffen die Makuta und deren Armeen an. Sofort begann sich das Blatt zu wenden und die Makuta wurden von Tuyets Armee, die eindeutig in der Überzahl war, eingekreist. Tuyets Armee ließ die Makuta am Leben, doch die Rahkshi, Rahi und Visorak wurden niedergestreckt.

"Ich bin froh, dass du wieder eine von uns bist." sagte Jadekaiser lächelnd.

"Und ich erst." erwiederte Tuyet und starrte in den Horizont, wo gerade die Sonne unterging. Als der letzte Sonnenstrahl verblasste, gab es auf ein Mal einen hellen Blitz und neben den Makuta war ein hässliches Wesen erschienen.

"Zu wessen Armee gehört dieses schreckliche Wesen?" fragte Jadekaiser.

"Auf jeden Fall nicht zu meiner!" sagte Tuyet. Die drei Toa wollten sich gerade auf den Weg machen, um das Wesen genauer zu sehen, doch in diesem Moment begann das Wesen zu den versammelten Toa zu sprechen.

"Mein Name ist Botar!" Gab die hässliche Kreatur von sich. "Ich bin hier um die zu bestrafen, die Bestrafung verdient haben!" fuhr die Kreatur fort. "Die Grube erwartet euch!" sagte Botar. So schnell Botar gekommen war, so schnell war er auch wieder verschwunden - und mit ihm die versammelten Makuta.

"Wo sind sie hin?" Fragte Jadekaiser verdutzt.

"An einen Ort der schlimmer ist als der Tod, und ich muss es wissen!" Sagte das Wesen, das sich der Gruppe von hinten näherte. Die drei Toa sahen sich um und waren überrascht Teridax vor sich zu sehen.

"Du bist wirklich der Meister der Makuta. Dein Plan ist wohl nicht aufgegangen!" sagte Tuyet.

"Nein, das ist er in der Tat nicht, aber dafür ist es noch nicht zu spät!" sagte Teridax und schleuderte einen Schattenstrahl auf die drei Toa. Diese wurden von Tuyets Festung in einen Wald geschleudert. Jadekaiser fiel direkt auf den Eisblock, in dem er Nidhiki eingeschlossen hatte. Der Toa des Eises rappelte sich auf und sprang von dem Eisblock. Im dunkeln konnte er Teridax erkennen, der durch die Luft auf sie zugeflogen kam.

"Es wird heute enden!" schrie Jadekaiser und schleuderte Eiszapfen auf Teridax, die sich in seine Rüstung bohrten. Teridax krümmte sich, dachte jedoch nicht daran die Verfolgung abzubrechen. Nein, nun begann er Schattenblitze auf die drei Toa zu schleudern. "Komm doch zu uns auf den Boden, oder hast du Angst zu verlieren?" fragte Jadekaiser, der nun schon einen Plan hatte.

"Ich habe vor nichts und niemandem Angst!" sagte Teridax und landete. "Ich freue mich schon euch sterben zu sehen!" sagte Teridax. Die drei Toa nickten sich zu und bereiteten sich darauf vor Teridax zu vernichten. "Ihr müsstet euch sehen, ihr denkt wirklich, dass ihr eine Chance gegen mich habt!" sagte Teridax lachend.

"Wir wissen, dass wir keine Chance gegen dich haben, aber vielleicht hat er eine Chance!" sagte Jadekaiser und zerstörte den Eisblock, in dem Nidhiki gefangen war. Der Schattenstrahl, den Nidhiki eigentlich auf Jadekaiser schleudern wollte, bevor er eingefroren wurde, flog nun direkt auf Teridax zu und halbierte seinen Körper. Schockiert sahen die Toa zu, wie sich Teridax' Körper in zwei Hälften teilte, doch in der Dunkelheit konnten sie die grüne Wolke nicht sehen, die aus seiner Rüstung aufstieg, oder die drei Wesen, die auf sie zukamen.

Epilog

Nur Lhikan bemerkte die drei dunklen Siluhetten und machte sich kampfbereit. "Wer oder was ist da?" fragte er in die dunkle Nacht. Auf ein Mal wurde alles so hell, dass die Toa ihre Augen bedecken mussten. Es war so hell, dass man nichts mehr erkennen konnte, doch schließlich ließ das Licht nach.

"Auf jeden Fall keine Makuta." sagte die Gestalt, die anscheinend ein Toa des Lichts war.

"Ich habe noch nie einen Toa des Lichts getroffen, es ist mir eine große Ehre." sagte Toa Jadekaiser und verneigte sich vor den drei Neuankömmlingen. "Was verschafft uns die Ehre mit einem Toa dieses seltenen Elements zu sprechen?" fragte der Toa des Eises.

"Ich stamme von einer Geheimorganisation namens Orden von Mata Nui. Das sind meine Partner, Axonn und Brutaka. Ihr dürft niemandem von der Existenz des Ordens erzählen, doch die Leistung, die ihr in diesem Krieg vollbracht habt, ist so beachtlich, dass wir euch gratulieren mussten." sagte der Toa des Lichts.

"Was ist hier los?" fragte Kava, der zusammen mit Kailani und den anderen Toa auf die Lichtung zugerannt war, als sie das grelle Licht wahrgenommen hatten. Lhikan wandte sich zu den Toa um.

"Der Krieg ist gewonnen!" schrie Lhikan und streckte seine Waffen triumpfierend in die Luft. Die anderen Toa taten es ihm gleich.

"Diese Insel ist trotz dem Sieg noch eine große Gefahr!" unterbrach Axonn. Der muskulöse Agent des Orden von Mata Nui stellte sich vor Lhikan, Kailani, Jadekaiser, Kava und Tuyet. "Der Vulkan dieser Insel verbreitet giftige Dämpfe, die die Evolution von Wesen verändern kann. Diese Dämpfe müssen eingeschlossen werden!" sagte Axonn. Ein Toa der Erde, und zwar der Toa der Erde, mit dem sich Jadekaiser auf dem Weg durch die Große Barriere unterhalten hatte, trat hervor.

"Wir werden uns darum kümmern und den Vulkan in einer Kuppel aus solider Protodermis einsperren." sagte der Toa der Erde.

"Brutaka wird euch dabei helfen, denn er weiß wie man die Toa, die aus Bohrok entstanden, kontrollieren kann. Er wird sie danach auch wieder in Tiefschlaf versetzen." erklärte Axonn. Daraufhin löste sich die Gruppe auf, bis nur noch Kailani, Lhikan, Kava, Jadekaiser, Tuyet, Axonn und der Toa des Lichts auf der Lichtung standen.

"Mata Nui ist stolz auf euch, doch eure Bestimmung ist noch lange nicht erfüllt." sagte Axonn.

"Aber was ist unsere Bestimmung?" fragte Lhikan.

"Das könnt ihr nur gemeinsam herausfinden. Reist an einen Ort, an dem ihr gebraucht werdet, dann wird sich euch eure Bestimmung langsam offenbaren. Metru Nui hat neue Beschützer, doch ihr... ihr werdet immer ein wichtiger Bestandteil der Geschichte der Insel sein. Sucht euch eine neue Insel und beschützt sie, denn die Insel, die für euch bestimmt ist, ist in Gefahr!" sagte Axonn. Der Toa des Lichts nickte und im nächsten Moment waren die beiden in einem gewaltigen Lichtstrahl verschwunden.

"Was könnte er damit gemeint haben? Auf welche Insel sollen wir gehen?" fragte Tuyet.

"Wenn es jemand auf eine Insel abgesehen haben könnte, dann nur auf Olda Nui. Sie ist das Zentrum des Südlichen Kontinents und wer die Kontrolle über Olda Nui hat, hat die Kontrolle über den größten Kontinent des Universums!" sagte Jadekaiser. Die Toa sahen sich nur kurz an, denn ihnen war klar, dass sie dort gebraucht wurden - sofort. Einige Stunden später war der Vulkan Vator unter einer Kuppel aus Protodermis eingeschlossen und die Bohrok-Toa schliefen dank Brutaka wieder. Jadekaiser hatte den Eisblock getragen, in dem er Nidhiki eingeschlossen hatte, nachdem Teridax besiegt worden war. Als die überlebenden 100 Toa wieder auf Metru Nui ankamen, zerstörten sie die Große Barriere, damit die überlebenden Schattenegel nicht nach Metru Nui gelangen konnten, doch niemand merkte, dass sich eine Form von Antidermis gesammelt und in den Körper eines toten Toa gefahren war. Nun begann dieser Toa zu graben...

Erfahre wie es weitergeht in: Reise nach Olda Nui

Charaktere

Toa
Makuta
Andere


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