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Kapitel 1

Kardak erwachte. Er ging verschlafen nach draußen, um auf seiner Sonnenuhr nachzusehen, wie spät es war. Er erschrak: Es war schon sehr spät, vielleicht zu spät, um noch einen Platz am Markt zu finden. Er packte schnell seine Sachen zusammen, ein paar Statuen, die er auf dem Markt von Onu-Koro als Souvenirs verkaufen wollte. Besonders stolz war er auf eine Miniatur von Hewkii, mit der er einen hohen Preis erzielen konnte.

Kardak eilte aus dem Dorf, den Pfad der Prophezeiungen entlang immer weiter, bis er am Eingang der Höhlenwelt Onu-Wahis angekommen war, wo sein Freund Midak mit einer Ussal-Krabbe auf ihn wartete. „Du bist spät dran, Kardak. Hast du schon wieder verschlafen?“sagte Midak. „Nicht jeder ist beim ersten Sonnenstrahl draußen. Ich muss mich beeilen. Der Markt ist bestimmt schon voll.“. Da Kardak sehr in Eile war, musste Midak sich mit diesem kurzen Wortwechsel begnügen und seinen Freund ziehen lassen. Als Kardak auf den Markt stürmte, sah er seine schlimmsten Erwartungen bestätigt, in diesem Gewühl würde er nie einen Platz finden, um seine Waren anzubieten. Nach mehreren Stunden der Suche wurde er jedoch fündig. Er breitete zufrieden seine Sachen aus und begann, sie anzupreisen.

Am Morgen verlief das Geschäft schleppend und es war schwer Käufer zu finden. Vormittags schloss er gerade einmal zwei Geschäfte ab und das waren auch nicht die besten Abschlüsse. Am Nachmittag und Abend handelte er deutlich mehr , weil die Mienenarbeiter Pausen hatten und fleißig einkauften. Wie erwartet erzielte die Statue von Hewkii einen hohen Preis. Von der erworbenen Fels-Protodermis wollte er weitere Hewkii-Fan-Artikel machen, die verkauften sich immer gut.

Am Abend, es war schon dunkel, als er Onu-Wahi verließ, war er, trotz des schlechten Starts, mit dem Tag zufrieden. Auf dem Heimweg betrachtete er, wie immer, den roten Stern. Er liebte seinen Anblick, er gab ihm die Gewissheit, das sein Leben nicht alles sei. Er freute sich auf den nächsten Tag, denn er würde da nicht arbeiten. Es stand hoher Besuch aus Le-Koro an, Turaga Matau wollte Turaga Onewa um irgendetwas bitten, doch noch wusste niemand in Po-Koro worum.

Am nächsten Tag war ganz Po-Koro in Aufruhr. Gegen Mittag traf Turaga Matau in Begleitung von Tamaru und Kongu ein, jeder auf einem Gukko-Vogel. Nach einer langen Beratung traten Onewa und Matau vor die Matoraner und fragten nach Freiwilligen, die bei der Verteidigung Le-Koros gegen einen möglichen Angriff von Makutas Rahis helfen sollten. Onewa und Matau würden in der nächsten Woche aus den Freiwilligen eine Truppe Diskwerfer auswählen, die dann in Le-Koro stationiert werden sollten.

Kapitel 2

Die darauf folgende Woche verlief wie immer. An einem Tag machte Kardak Statuen, am nächsten verkaufte er sie. Als der Tag der Entscheidung gekommen war, reihte Kardak sich in die Schlange der Freiwilligen ein. Viele Matoraner wurden nicht mitgenommen, da Po-Koro auch noch verteidigt werden musste, so auch Hewkii. Kardak wurde in die Truppe aufgenommen. Er war sehr stolz darauf. Noch glücklicher war er, als er erfuhr, dass sein Freund Pherok auch dabei war.

Beim Abflug nach Le-Koro teilten sich die beiden ein Gukko-Vogel. Beim Abflug meinte Pherok: „Das wird bestimmt lustig, Kardak!“. Kardak war sich da nicht so sicher.


Nachdem sie den gut eine Stunde lang dauernden Flug beendet hatten,waren sich beide einig, dass das die schlimmste Stunde ihres Lebens war. In Le-Koro wurden sie mit einem großem Konzert begrüßt. Sie sahen, dass ihre Hilfe nötig war, denn große Teile Le-Koros waren stark beschädigt.

Nachdem sie sechs Tage in Le-Koro stationiert waren, Kam die Truppe zum ersten mal zum Einsatz. Kongu rief von der Landeplattform: „Der Rama-Schwarm greift an! Alle auf ihre Posten, bemannt die Gukko-Vögel! Ich will hier ein Paar Diskwerfer haben!“.

Das ganze Dorf war in Aufruhr, Matoraner rannten durcheinander und machten sich kampfbereit. Kardak und Pherok sollten den Aufzug verteidigen. Bewaffnet mit mehreren Disks rasten sie dorthin. Im Lauf fragte Kardak Pherok: „Glaubst du, dass wir das überleben?“. „Wenn ich das nicht tun würde, wäre ich nicht mitgekommen.“ Antwortete Pherok ihm hastig. Als sie angekommen waren, hatten sie keine Zeit mehr zu reden, weil sie andauernd angegriffen wurden. Ein Nui-Rama raste mit einem unglaublichen Tempo auf Kardak zu. Er wusste sich nicht anders zu helfen ,als eine Disk direkt auf den Saugrüssel des Rahis zu werfen. Er traf ihn mit einer unerbittlichen Kraft und holte ihn so vom Himmel. Der Rama stürzte sehr unglücklich und war sofort Tod. Kardak und Pherok vertrieben die anderen Rahi mit ihren Disks und nach drei Stunden der Schlacht waren alle weg.


In der Nacht konnte Kardak nicht schlafen. Er machte sich tausende Vorwürfe darüber, das er den Rahi getötet hatte, diese arme Kreatur, die ja nur von Makuta gezwungen wurde, ihn anzugreifen. Der Rama war unschuldig und das machte Kardak fertig. Er schwor sich, die übrige Zeit, die er in Le-Koro sein würde, so viele Rahi wie möglich von Makuta zu befreien. Die Gelegenheit dazu bekam er drei Tage später. Es gab jedoch keinen großen Kampf, Makuta plante ein Attentat auf Turaga Matau. Er schickte eine kleine Fikou-Spinne. Diese Rahi waren zwar klein, aber sehr giftig. Kardak patrouillierte vor Mataus Hütte. Lange Zeit passierte nichts. Plötzlich erkannte Kardak einen Schatten, kaum sichtbar, aber da er nichts zu tun hatte, ging er dort hin und sah nach was da war. Er sah, das die Spinne eine Infizierte Maske trug und zielte mit seiner Disk auf sie. Er traf sehr genau, so dass die Maske von dem Aufprall weggeschleudert wurde. Die Spinne gucke ihn verdutzt an, so als ob sie aus einem langen Schlaf erwacht wäre, dann huschte sie weg.


Am nächsten Tag, es war der siebente Tag der Woche, erzählte Matau von der Legende von Lewa. Er war der Held Le-Koros, so wie Pohatu der Held Po-Koros war. Er würde eines Tages kommen und Mata Nui von Makuta befreien, zusammen mit fünf anderen Helden. In den folgenden Wochen bildete Kardak Le-Matoraner zu Diskwerfern aus. Nachdem er fast drei Monate in Le-Koro verbracht hatte, war es an der Zeit, Abschied zu nehmen. Le-Koro hatte nun eine eigene Armee und war nicht länger von der Hilfe der Po-Matoraner abhängig. Beim Abschied hielt Matau eine Rede in der er den Po-Matoranern für ihre Hilfe dankte. Zu Kardaks Unbehagen flogen sie nach Po-Koro zurück. Er war sich sicher, dass er nie wieder fliegen wollte, und nun wurde er doch wieder dazu gezwungen. Andererseits war es der einzige Weg für ihn nach Hause zu kommen.


Die Tatsache, das Po-Matoraner nicht gerne flogen war auch der Grund dafür, das Po-Koro sich seit diesem Einsatz nur im Notfall in Militärische Auseinandersetzungen mit Makutas Rahis einmischte.


Der Flug verlief jedoch schlechter als erwartet. Elf Nui-Rama griffen Kardaks Truppenverband an. Sie brachten die Gukko-Vögel der überraschten und luftkranken Po-Matoraner innerhalb weniger Minuten zum Absturz. Sie landeten alle an verschiedenen Orten von Le-Wahis Urwald. Kardak landete in der Nähe des Tempels von Kini Nui. Er überlegte sich, wie er wieder aus dem Dschungel kommen sollte, wobei er zuerst an die Versorgung des schwer verletzten Gukko-Vogels dachte. Er suchte Nahrung für sich und seinen Vogel,wobei er auf einen Matoraner aus seiner Truppe, Radok, er war ein erfahrener Heiler und half Kardak, seinen Gukko-Vogel wieder fit zu machen. Radoks Vogel war bei dem Absturz gestorben.


Als Kardaks Gukko wieder gesund war, entschlossen sich Kardak und Radok, nicht gleich nach Hause zu fliegen, sondern noch nach ihren Kameraden zu suchen. Die hatten sich bei Kini Nui zusammengefunden und nur noch nach Kardak und Radok gesucht, denn genug Vögel hatten den Angriff der Rama überlebt, um alle Matoraner nach Po-Koro zu bringen. Turaga Onewa war sichtlich erleichtert, dass alle gesund zurückgekehrt waren. Er begrüßte sie mit einem großem Koli-Turnier und einer Dankesrede. Die meisten Matoraner der Truppe wollten jedoch nicht zuhören, ihnen war einfach nur schlecht.

Kapitel 3

Als Kardak am folgenden Tag seine Statuen auf dem Onu-Koro Markt verkaufte, wurde er von vielen Onu-Matoranern als Held gefeiert. Das war gut fürs Geschäft. Ein Matoraner fragte ihn, ob er noch weitere Reisen unternehmen würde, doch das verneinte er mit einem Gedanken an seine letzte Reise.


Auf dem Heimweg sah er, wie so oft, zum roten Stern hinauf und, was auch nicht unüblich war, änderte er dabei seine Meinung. Er wollte mehr von dieser Insel sehen, auf der nun schon so lange lebte, ohne sonderlich viel von ihr gesehen zu haben. Das wollte er ändern:Er wollte gleich am nächsten Tag mit dem Schiff nach Ga-Koro fahren. Sein Freund Pherok lehnte das Angebot mitzukommen mit den Worten: „Vom Reisen hab ich genug“ ab. Kardak entschloss sich,allein zu reisen.


Als er in Ga-Koro angekommen war, dankte er der ga-matoranischen Seglerin, die ihn nach Ga-Koro gefahren hatte, sie hieß Macku, mit ein paar Statuen von Hewkii. Sie war Hewkiis größter Fan.


Kardak verkaufte in Ga-Koro viele Skulpturen, er bekam dafür ein wenig frischen Fisch. Als er am Abend wieder von Macku nach Po-Koro zurückgebracht würde, fragte er sie: „Siehst du manchmal zum roten Stern hinauf?“. „Ja, wieso?“. „Was für ein Gefühl hast du, wenn du ihn siehst?“. „Ich weiß nicht, so genau habe ich da nie drüber nachgedacht. Ich glaube, du solltest mal Nixie kennen lernen. Sie ist die Astrologin von Mata Nui. Sie liebt die Sterne genau so wie du.“ „Fährst du mich Morgen noch mal nach Ga-Koro? Ich würde diese Nixie gerne einmal kennen lernen.“. Gerne! Ähm, würdest du mich einmal Hewkii vorstellen? Ich würde mich gerne mit ihm persönlich unterhalten.“.


Als sie Po-Wahi erreicht hatten verabschiedeten sie sich voneinander und Kardak ging nach Po-Koro. Unterwegs achtete er kaum auf den Weg, sein Blick war auf den roten Stern gerichtet.


Am nächsten Morgen ging er früh zu Hewkii und fragte ihn, ob er mit zum Bootsanleger kommen würde. Hewkii war zwar etwas verdutzt, weil Kardak so früh zu ihm kam, ging jedoch mit ihm. Macku wartete schon auf ihn. Sie und Hewkii unterhielten sich sehr lange, so dass Kardak erst am Mittag nach Ga-Koro aufbrechen konnte. Die See war ein wenig rau und deshalb ging es Kardak bei dieser Überfahrt nicht ganz so wohl.


In Ga-Koro führte Macku ihn zu einer Hütte, direkt neben der von Nokama. Als Kardak hereinkam, war Nixie gerade in ihre Aufzeichnungen vertieft. Sie sah auf und fragte ihn: „Wer bist du?“ „Ich bin Kardak. Bist du die Astrologin Nixie?“ „Ja, das bin ich. Macku sagte,das du die Sterne liebst.“. „Das ist wahr. Kannst du mir etwa über sie beibringen?“. „Das werde ich, mein Freund, das werde ich.“.


In den folgenden Wochen wohnte Kardak bei Nixie und sie brachte ihm viel über den Verlauf der Sterne bei. Sie war sehr glücklich, dass Kardak von ihr lernen wollte, weil sich nur wenige Matoraner für Astrologie interessierten. Kardak war ein geduldiger Schüler. Er lernte in diesen Wochen viel über die Sterne.


In der letzten Nacht, die Kardak in Ga-Koro sein wollte, wollte Nixie ihm etwas besonderes zeigen. Sie segelte mit ihm zum Strand von Ta-Wahi. Dort führte sie ihn zu einer Klippe. Auf diese Klippe führte eine steile, in Stein gehauene Treppe hinauf. Nachdem sie sich dort hinauf gequält hatten, standen sie an einer Weggabelung. Der eine Weg führte zu einem Amaja-Kreis, der andere zu einem uralten Teleskop. Am Sockel waren die Prophezeiungen von Mata Nui und wie sie in den Sternen zu finden sein aufgezeichnet. „Und wie findest du es?“, fragte Nixie. „Das ist unglaublich!“. „Du kannst die Sterne von hier sogar tagsüber beobachten.“. Sie sahen lange in die Sterne und fuhren erst Spät in der Nacht nach Ga-Koro zurück. Am nächsten Tag ging Kardak schweren Herzens nach Po-Koro zurück. Sein Freund Pherok war lud ihn gleich auf ein Koli-Spiel ein. Sie spielten mit Hewkii und Hafu. Kardak wurde zweiter. Hewkii kommentierte das Spiel: „Gutes Spiel, Gentleman.“, denn er hatte es gewonnen.


Kardak beobachtete die ganze Nacht die Sterne. Er musste die ganze Zeit an Nixie denken und fragte sich, ob sie auch an ihn dachte. Auch, als er wieder in Onu-Koro handelte, musste er an sie denken. Auf dem Rückweg nach Po-Koro sah er in die Sterne und merkt deshalb erst zu spät, dass er von einem Nui-Jaga verfolgt wurde. Er rannte schneller, als er je in seinem Leben gerannt war. Er versuchte, sich in der Grotte der Prophezeiungen zu verstecken. Der Rahi folgte ihm trotzdem noch immer und Kardak konnte nicht mehr lange wegrennen. Der Jaga hatte ihn in eine Ecke ohne Ausweg gedrängt. Plötzlich betrat Onewa, in Begleitung von Hewkii die Grotte. Hewkii reagierte schnell und schaltete den Nui-Jaga mit einem gezielten Diskwurf aus.


Kardak dankte Hewkii mit einer Statue, die er auf dem Markt nicht verkaufen konnte und ging nach Hause. Am nächsten Tag wurde Kardak in Onu-Koro von einem Matoraner namens Maak angesprochen. Er zeigte Kardak die Mine von Onu-Koro, in der Kardak noch nie gewesen war, obwohl er schon oft in Onu-Koro gewesen war. Maak gab Kardak für zwölf Statuen eine Ussal-Krabbe. Sie hieß Rakna und sollte noch Kardaks bester Freund werden. Sie war eine alte Minen-Krabbe, aber trotzdem noch gut zu Fuß.


Auf dem Heimweg besuchte Kardak seinen Freund Midak, um im ein wenig Futter für seine Ussal-Krabbe abzukaufen. Midak empfahl ihm einen Händler aus Onu-Koro. Das Futter, das Midak ihm gegeben hatte, reichte für zwei Tage, also konnte er am nächsten Tag ein Paar Statuen machen, die er dann am übernächsten Tag verkaufte.


Als er die Figuren gegen Futter tauschte, traf er bei dem Händler auf Maak, der Futter für seine eigene Krabbe kaufte. Sie spazierten in der Mine, während Maak Kardak die Grundlagen der Ussal-Haltung erklärte, als sie einen Ruf hörten: „Ein Kofo-Jaga Nest! Bringt euch in Sicherheit, ruft die Ussalry!“. Aus einer kleinen Höhle strömten die tückischen Rahi. Die Bergleute konnten sich mit Mühe und Not vor ihnen retten. Kardak und Maak wurde jedoch der Fluchtweg abgeschnitten. Die aggressiven Rahi kamen immer weiter auf sie zu. Als der Erste sie angreifen wollte, wühlte Maak plötzlich einen Lichtstein aus der Tasche, mit dem er den Kofo-Jaga vertrieb. Maak hielt die Jaga so lange in Schach, bis die Ussalry angekommen war und sie befreite. Die tapferen Krieger Onu-Koros vertrieben die Rahi in einer kurzen Schlacht, in der sie eindeutig überlegen waren. Kardak dankte ihnen dafür und ging zum Markt zurück, von der Miene hatte er erst einmal genug.

Kapitel 4

Am nächsten Morgen erwartete ihn eine Überraschung: Nixie stand vor seiner Tür. „Hey, Kardak, ich hab dich vermisst!“ Sie hatte zwei Teleskope mitgenommen und schenkte Kardak eines davon. Sie blieben die ganze Nacht wach und sahen in die Sterne. „Kardak, willst du mit mir nach Ko-Koro gehen? Der Tempel soll sehr beeindruckend sein.“. „Gerne, Nixie. Wir können auf Rakna dorthin reiten.“.


Am fünften Tag der nächsten Woche ritten sie von Po-Koro aus los. Bei dem Eingang nach Onu-Koro betraten sie nicht dessen Höhlensystem, sonder kletterten über die felsige Landschaft darüber. Sie kamen gut voran und hatten gegen Mittag die Grenze zur Eiswüste von Ko-Wahi erreicht.

Nach zwei Stunden bemerkte Nixie nervös: „Da ist etwas.“. „Du hast recht! Dort, im Schneetreiben!“ „Was ist das?“ „Keine Ahnung, aber es sieht nicht sonderlich freundlich aus! Lauf, Rakna!“ Das ließ Rakna sich nicht zweimal sagen, denn sie hatte den Rahi schon lange gewittert und hatte große Angst vor ihm. Die Kreatur hatte die Reisenden bemerkt und die Verfolgung aufgenommen. Das riesige Etwas folgte ihnen und kam immer näher. Schnell kam es so nahe, dass Kardak es erkennen konnte. Es war ein Kane-Ra, ein riesiger Bulle, der sehr schnell rannte und sie bald einholen wurde. Dann plötzlich, war der Bulle verschwunden. Kardak hielt an um nachzusehen, was mit dem Rahi geschehen war. Er sah, dass der Kane-Ra in eine tiefe Schlucht gestürzt war, die sie selbst mit einem unglaublichen Glück umsteuert hatten. Nixie gesellte sich zu ihm. „Der arme!“. Sie waren sehr bestürzt über das Schicksal des Rahis.


Als sie gerade weiter wollten, Sah Nixie plötzlich etwas blinken. Sie bückte sich danach und fand einen Zeiger für eine Sonnenuhr. „Ich werde mal nach einer passenden Uhr suchen.“. In der Nacht bauten sie sich ein kleines Iglu, in dem sie auch Platz für Rakna hatten.


Nach drei ereignislosen Tagen merkten sie, das sie kein Trinkwasser mehr hatten. Nach zwei Tagen waren sie völlig verdurstet und verfroren. Sie kippten beide von Raknas Rücken und blieben bewusstlos im Schnee liegen. Rakna bemerkte das und beeilte sich weiter zugehen, um Hilfe zu holen. Auch sie war schon ziemlich fertig und hätte es wohl nicht nach Ko-Koro geschafft, wenn sie nicht vorher auf Matoro getroffen wäre. Er gab ihr etwas zu Essen und zu trinken und folgte ihr als sie nach Kardak und Nixie suchte.


Nach zwei Stunden im klirrend kalten Eis fanden sie die beiden halbtoten Matoraner und brachten sie sicher und schnell nach Ko-Koro, wo sie versorgt wurden. Sie wachten in einer kleinen Hütte auf. Ihnen war kalt, aber sie waren lebendig. Kardak sah sich nach jemanden um und sah einen Ko-Matoraner, der ihn beharrlich anschwieg. „Wer bist du?“. Der Ko-Matoraner sagte nach einer langen Pause: „Kopeke“. „Was machst du so?“ Der Matoraner schwieg. Plötzlich erwachte Nixie im Bett neben ihm. „Wo sind wir“ Kardak sagte: „Ko-Koro. Das ist ja ansteckend!“ Es schien Kardak so, als ob dieser Ort auf die Stimmung zu schlagen. Nixie und er redeten wenig miteinander.


Nach wenigen Tagen entschlossen sie sich, zu gehen. Sie wurden von ein paar Ko-Matoranern zur Seilbahn nach Ta-Koro gebracht. In Ta-Koro sahen sie sich den den nahegelegenden Dschungel an bevor sie vom Strand aus nach Ga-Koro gingen. Kardak wollte nach Po-Wahi zurück, aber er suchte auch die Nähe von Nixie. Er macht jetzt sehr gute Statuen, um sie gegen viel Fels zu tauschen. Er baute sich ein Haus am Meer, das jedoch noch in Po-Wahi war. Weil seine Freunde ihm halfen, war das Haus schnell fertig. Er baute seinen Souvenir-Stand gleich bei dem neu gebauten Bootsanleger auf. Am Bootsanleger lag das Boot, das Nixie mit ein paar Freundinnen gebaut hatte. Sie bracht ihm ein wenig bei zu schwimmen und lehrte ihm das Segeln.


Kardaks Laden lief immer dann gut, wenn die Rahi Po-Koro angriffen, weil dann viele Verstärkungstruppen den Seeweg nahmen. Die abgelegene Lage war allerdings nicht immer vorteilhaft. Die Hütte wurde oft von Rahi angegriffen, deshalb kaufte Kardak sich einen Vorrat an Disks und trainierte Rakna, so dass sie ihm im Kampf gegen Rahi helfen konnte.


Sie wurden einmal von drei Nui-Jaga bei der Hütte eingekesselt. Zwei von ihnen waren wahrscheinlich noch sehr unerfahren und Kardak und Rakna konnten sie mit ein paar gezielten Attacken ausschalten. Der Dritte war aber schon ein erfahrener Veteran und machte ihnen große Schwierigkeiten. Kardak rannte um ihn herum und warf immer wieder seine Disk auf ihn. Der Nui-Jaga konnte die Attacken jedoch immer blocken. Als er selbst angriff warf er Kardak um. Als Kardak hilflos da lag hatte er keine bessere Idee als zu Rakna zu rufen: „Schnell, Rakna, renne nach Po-Koro und hohle Hilfe!“. Rakna hatte das verstanden und raste augenblicklich nach Po-Koro. Kardak überlegte, wie er die Zeit, die Rakna brauchen würde, überleben konnte. Ihm kam eine Idee: Er nahm sich einen Stein und schleuderte ihn an die Wand seiner Hütte. Wie erwartet drehte sich der Rahi abgelenkt dorthin. Er sprang auf und rannte zu einem Felsbrocken, hob ihn auf und warf ihn nach dem Jaga. Der Rahi hatte sich wieder Kardak zugewandt und deshalb traf ihn der Felsen in das Gesicht. Die Bestie taumelt benommen umher, doch Kardak wusste, dass das nicht lange anhalten würde. Nach fünf Minuten konnte die Kreatur wieder klar denken und war wieder hinter Kardak her. Sie raste vor Wut. Voller Hass stürmte sie auf ihn zu und trampelte über ihn hinweg. Sie drehte sich um, bereit Kardak zu töten, übersah in ihrem Zorn jedoch eine Disk, die von der Seite auf sie zu flog. Die Disk hatte Pherok geworfen, der eilig von Rakna heran getragen wurde. Die Disk hatte beide infizierten Masken des Rahis getroffen, und der konnte deshalb jetzt den Schmerz spüren, der ihm von Kardak zugefügt worden war. Blind vor Schmerz raste der Jaga in das Meer und ertrank.


Auch später erlebte Kardak noch viele Abenteuer, bei denen er immer von Rakna begleitet wurde.

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