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Der zweite Teil der Geschichte Die Reise von Nathanael1711 und die Fortsetzung von Die Reise, Teil 1.

In einer stürmischen, regnerischen Nacht entstand über dem Strand von Ta-Wahi für eine kurze Sekund ein Lichtblitz, aus dem eine Kugel hervorstieß und sich hinunter in Richtung des Landes bewegte. Diese glänzend weiße Kugel mit einem Durchmesser von drei Metern war ein hochtechnologisches Gerät, das ohne großen Aufwand überall umherfliegen konnte – nicht nur durch das ganze Universum, sondern auch durch die Zeit.

Entwickelt und erbaut worden war die Kugel etwa 40.000 Jahre – 38.695 Jahre, um genau zu sein – nach der Erschaffung (oder Erbauung) des Universums. Im folgenden Jahr schickte man sie auf einen ersten Testflug, um Raum und Zeit zu erkunden und eventuelle schlimme Dinge, die in der Zukunft geschehen würden zu verhindern. Die Entwickler und Benutzer der Kugel waren natürlich die Mitglieder des Ordens von Mata Nui.

Genannt wurde sie – ganz nach der Namensgebungsweise der Großen Wesen – „Sphäre zur Erkundung von Raum und Zeit“, kurz S.E.R.u.Z.

Ihr Pilot war ein Av-Matoraner; und sein Name war Takua.

Die Reise Teil 2.png

Kapitel 1

Hahli blickte gedankenverloren hinaus auf das Meer, als Takua in ihre Nähe kam.

„Chronist!“, meinte sie erstaunt, „Was machst du denn hier?“

„Ich … nun ja …“, murmelte der Angesprochene zurück, „ich reise halt herum auf der Insel, so wie immer.“

„Entschuldigung.“ Hahli wandte sich von der Klippe ab. „Hatte ich ganz vergessen. Du bist schon länger nicht mehr hier gewesen.“

„Ist das schon so lange her?“

„Du warst nicht in Ga-Koro, seit du nach diesen Steinen gesucht hast …“

„Ach ja, stimmt. Du hast Recht, ich hätte seither öfter herkommen sollen.“

Doch da wirbelte Hahli auf einmal herum und zog ein Messer heraus.

„Geh weg von mir, was auch immer du bist!“, schrie sie.

Kapitel 2

„Aber was-“

„Verschwinde, Kreatur von Makuta! Na los!“

Takua war verwirrt. „Kreatur von Makuta? Ich glaube, du siehst das falsch, ich-“

„Auf jeden Fall bist du nicht Takua!“, entgegnete Hahli.

„Doch, natürlich bin ich-“, stammelte dieser, „warum sollte ich nicht-“

„Weil Takuas Suche nach den Steinen erst wenige Tage her ist! Normalerweise dauert es Wochen bis du wieder nach Ga-Koro kommst!“

„Ich kann es erklären! Wirklich, ich … ich bin kein Monster und komme auch nicht von einem Makuta!“

„Einem Makuta? Wie meinst du das?“

„Nun, ich … äh … ich wurde nicht von einer Person geschickt, die ein Makuta ist.“

Hahli senkte das Messer. „Ein Makuta? Gibt es etwa mehrere?“

Nun war Takua wirklich verwirrt. „Natürlich, fast jede Insel hat doch einen eigenen Maku-“

„Es… es gibt andere Inseln, außer dieser?“

Der Av-Matoraner begriff. „Sagt dir der Begriff Metru Nui etwas?“

„Metru Nui? Große Stadt? Nie davon gehört.“

Kapitel 3

Takua schritt hinüber zur Klippe und blickte hinauf auf das Meer. „Ich… könnte dir einiges erzählen, was du… nun ja, vergessen hast, Hahli. Aber vorher müsste ich mit deinem Turaga-“

„Ha!“ Hahli hob wieder das Messer. „Das ist also dein Plan! Du willst Turaga Nokama erledigen!“

„Nein.“ Takua seufzte. „Ich habe keinen Plan. Ich möchte sie nur fragen, warum sie euch nicht erzählt-“

„Du kannst deine Antworten bekommen, Takua.“, sprach da auf einmal eine Stimme hinter ihnen.

Die beiden Matoraner fuhren herum und sahen, dass zwei Turaga hinter ihnen standen.

„Gut!“, rief der Angesprochene, „Dann erzählt mir, warum ihr den Matoranern nichts von … der Insel erzählt habt, von der sie kommen! Sie scheinen auch nicht ganz zu wissen, was ein Makuta ist! Und von Toa wissen sie wahrscheinlich auch nichts!“

„Doch“, widersprach da Hahli. „Wir kommen von dieser Insel. Mata Nui hat uns geschaffen und hierhergebracht. Doch dann wurde er von seinem bösen Bruder Makuta attackiert und eingeschläfert. Dieser bringt nun seit 1000 Jahren Schatten über unsere Insel, aber bald werden die glorreichen Toa erscheinen und ihn vertreiben.“

„Das ist nicht ganz richtig-“, begann Takua, doch eine der beiden Turaga – eine Turaga des Wassers, vermutlich Nokama - unterbrach ihn.

„Wir können reden, Takua, aber nicht hier. Komm mit, dann werden Vakama und ich dir alles erzählen.“

Kapitel 4

Auf dem Weg von der Klippe hinunter nach Ga-Koro wurde Takua klar, dass Vakama auch der Maskenschmied gewesen war, in dessen Haus Lhikan entführt worden war. Daraus reimte er sich zusammen, dass Lhikan Vakama wohl aufgesucht hatte, um ihm einen Toa-Stein zu geben. Vakama war dann zum Toa und schließlich zum Turaga geworden. Vielleicht hatte er als Turaga ja auch die Matoraner hierher geführt…?

Sie waren nun bei der Hütte von Turaga Nokama angekommen. Takua trat nach den beiden hinein, Hahli blieb draußen.

„Nun“, begann Vakama, „Zuerst einmal möchten wir wissen, woher du plötzlich wieder alles weißt.“

„Was weiß? Meinst du …“

„Du weißt schon, Takua. Metru Nui, Toa, Makuta und so weiter.“

„Ich … nun ich … ich bin nicht der Takua, der sich auf dieser Insel bereits herumtreibt, ich bin eine andere Version von ihm … aus der Vergangenheit.“

„Aus welcher Vergangenheit?“, fragte Turaga Nokama. „Damals in Metru Nui hatten wir keine Zeitreise-Möglichkeiten.“

„Noch etwa 60.000 Jahre vor der Zeit, zu der ihr … nun ich weiß nicht, ob ihr wirklich zu der Zeit Toa wart … auf jeden Fall zu der Zeit als Toa Lhikan gefangen wurde und sich dann in einen Turaga verwandelt hat.“

„Wer schickt dich?“, fragte Vakama neugierig.

„Das hast du mich schon einmal gefragt, Vakama. Damals fragtest du-“

Vakama lächelte. „Arbeitest du etwa für so eine Art von Geheimdienst?“

„So etwas in der Art, ja.“ Takua lächelte ebenfalls.


Kapitel 5

Hahli stand hoch oben auf der Klippe und sah hinunter auf das Meer, als Takua aus dem Dorf herauskam.

„Und?“, fragte sie, „Was ist?“

„Die Erinnerungen der Matoraner wurden vor 1000 Jahren gelöscht.“, antwortete Takua, „Deshalb wusstest du nichts von all den Dingen, von denen ich geredet habe.“

„Wer war es? Makuta?“

Takua nickte dann sagte er: „Ich gehe jetzt wieder, und … sehe mir an, wann die Toa ankommen. Vakamas Visionen sagen ihm, dass es bald ist. Möchtest du mitkommen?“

„W- wohin?“, fragte Hahli erstaunt, „In die Zukunft?“

„Genau.“, entgegnete der Av-Matoraner, „In meinem Gefährt ist Platz für zwei.“

Hahli lächelte. „Gerne“, meinte sie.


Epilog

Tahu, Toa des Feuers, surfte elegant durch die Lava, die vom Mount Valmai in Richtung der Küste floss. Er bemerkte nicht, dass eine (mit Unsichtbarkeitsschilden getarnte) Kugel namens S.E.R.u.Z. etwa fünf Meter über ihm flog und ihm folgte.

Als Tahu am Strand angekommen war, bog er ab und landete im Sand, statt von der Lava ins Meer gespült zu werden. Dort am Strand lag ein Toa-Kanister, von dem Spuren in die Richtung von Ta-Koro führten. Belustigt ging Tahu hinüber zum Kanister in lief in seinen eigenen Fußstapfen hinüber zum Dorf.

Die Kugel über ihm schwenkte nun aber ab und flog in Richtung Ga-Koro, wo sie in Sekundenschnelle angekommen war. Dort befand sich Toa Gali, die gerade ein Wasser-Rahi, das unter Makutas Herrschaft stand, besiegte, und auch Takua – der echte Takua, aus dieser Zeit – war da. Er war der einzige, der bemerkte, dass die Matoranerin Hahli scheinbar aus dem Nichts gestiegen kam. Dann winkte sie dem Nichts zu und kurz darauf gab es einen Lichtblitz.

Takua rannte hinüber zur lächelnden Hahli.

„Hahli, was war denn das eben?“

Die Ga-Matoranerin lächelte.

„Es war die Vergangenheit, Takua. Ich habe die Vergangenheit verabschiedet.“

„Ja.“ Der Chronist lachte nun auch. „Nun beginnt die Zukunft, denn nun haben wir die Toa!“

„Und wir haben dich, Takua.“


Weiter geht's in Die Reise, Teil 3.

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