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Die Fortsetzung von Die Reise, Teil 1 und Die Reise, Teil 2 von Nathanael1711.

Die Insel Mata Nui war nur noch ein Stück lockerer, bröckeliger Erde. Einst hatte es hier schöne Wälder, Wiesen und Siedlungen gegeben, aber dann hatte eine Gruppe, die als Toa Nuva bekannt war, die Bohrok-Schwärme erweckt. Diese hatten dann das Gesicht des großen Geistes Mata Nui gereinigt.

Doch dies alles war dem Zeitreisenden Takua in der S.E.R.u.Z. (Sphäre zur Erkundung von Raum und Zeit) nicht bekannt.

Als er im Dörfchen Ga-Koro seine Freundin Hahli verabschiedet hatte und dann einen Zeitsprung gemacht hatte, um zu sehen, wie es ein Jahr später auf der Insel aussah, hatte er nicht erwartet, eine raue Einöde ohne jegliches Leben vorzufinden.

Aber das war, was er vorfand.

Die Reise Teil 3

Kapitel 1

Es war ein Rätsel.

Der Makuta, der die Matoraner auf der Insel Mata Nui vor einem Jahr bekämpft hatte, schien nicht vorgehabt zu haben, die ganze Insel in eine einzige Einöde ohne jegliches Leben zu verwandeln.

Takua landete sein Gefährt dort, wo einmal die Wiesen oberhalb der Klippen von Ga-Koro gewesen waren und trat hinaus. „Makuta!“, rief er, „Bist du da?“

Keine Antwort war zu hören. Nicht mal ein einziger Laut war zu hören; nur das Rauschen des Meeres in der Ferne.

„Hallo! Hört mich jemand? Ist denn irgendwer da?“ Er verzweifelte fast. „Großer Geist Mata Nui? Du vielleicht?“

Sobald er das gesagt hatte, begann die Erde zu beben. Und zwar so stark, das Takua mehrere Meter hoch in die Luft flog und gegen sein Gefährt prallte. Schnell öffnete er es und stieg hinein, gerade rechtzeitig, bevor ein zweites Beben einsetzte, das ihn mitsamt der Kugel in den Himmel schleuderte.

Hastig drückte Takua ein paar Tasten, um die Position der Kugel zu fixieren, damit sie nicht wieder hinab fiel. Als er das getan hatte, landete sie aber trotzdem wieder auf dem Boden.

Nach ein paar weiteren Knopfdrücken schoss die Kugel wieder los. In einer Höhe von etwa 200 Metern blieb Takua stehen und sah hinaus. Nun sah er, was geschah: Die Insel hob sich und brach dabei auseinander!


Kapitel 2

„Was bei Mata Nui ist hier los?“ schimpfte Takua, als er sah, wie die Insel immer weiter zerbrach – und wie überall plötzlich riesige Wellen auftauchten.

Dann sah er es: Tief unter der Insel Mata Nui – hunderte Meter, schätzte Takua – befand sich etwas (annähernd) Glattes, Metallisches. Und als er genau hinsah, erkannte er, was es war: Ein Gesicht!

Mata Nui hob sich langsam aus dem Wasser. Zuerst brach der Kopf durch die Insel, die sein Gesicht während der letzten 1000 Jahre bedeckt hatte. Dann kamen auch seine Arme und Beine aus den Gewässern südlich des ehemaligen Heimatlandes der Matoraner hervor, und der riesige Roboter richtete sich auf.

Takua erkannte sofort, wen er hier vor sich hatte, aber er verstand noch nicht, wie das vor sich gegangen war und warum Mata Nui überhaupt im Wasser gelegen hatte.

Es gab nur eine Möglichkeit, das herauszufinden.


Kapitel 3

Metru Nui hatte sich verändert, seit Takua das letzte Mal hier gewesen war. Zu Vakamas Zeiten war es eine blühende Stadt gewesen, in der 1000 Matoraner lebten und dabei von den Vahki überwacht wurden. Beim nächsten Besuch hatte der Av-Matoranische Zeitreisende eine in Ruinen liegende, zerstörte Stadt vorgefunden. Er war dort einem Rahi namens Keetongu begegnet, welches ihm gesagt hatte, dass die Matoraner auf die Insel Mata Nui umgezogen waren.

Nun waren die Matoraner wieder da – und trotzdem war es nicht mehr wie vorher: Die Stadt war von extrem hohen und extrem dicken Mauern umgeben und wurde von drei bis vier Meter großen Wesen bewacht, die um einiges mächtiger schienen als Toa.

Wie man deutlich sehen konnte, war das auch nötig, denn in den Gewässern um die Stadt befanden sich Schiffe mit dem Zeichen der Bruderschaft der Makuta auf ihren Segeln, und von ihnen aus stürmten hunderte Rahkshi in Richtung der Mauern, die an einigen Stellen bereits eingebrochen waren.

Takua erkannte einige von den riesigen Stadtverteidigern: Sie gehörten zum Orden von Mata Nui, in dessen Auftrag er auf Zeitreise gegangen war. Zu seiner Zeit hatte der Orden aber keine Kriege geführt, sondern war eine äußerst geheime Organisation gewesen, von der niemand außer den Mitgliedern selbst (und ihren Handlangern) wusste.

Um nicht abgeschossen zu werden, schaltete Takua den Unsichtbarkeitsmodus an seiner Zeitreisekugel ein und flog dann zu einer der Mauern, um den Kampf zu beobachten.


Kapitel 4

Auf Anhieb erkannte er die Stimme der Toa des Wassers, die vor ihm stand und gegen einen Haufen Rahkshi kämpfte: Es war Hahli! Ich muss später noch einmal ein wenig zurückreisen, dachte sich Takua, in dem einen Jahr muss viel passiert sein! Dann schaltete er den Unsichtbarkeitsmodus ab.

Hahli wandte sofort (so schnell es ging – erst einmal stieg sie den letzten Rahkshi in das Wasser der silbernen See) den Kopf um und staunte.

Sie lief zu der Kugel hinüber, und der Insasse öffnete die Luke.

„Takua?“, fragte sie überrascht, „Bist du-?“

Dann begriff sie. „Ah! Ein Jahr ist vorüber!“

Takua stieg aus der Kugel, schaltete aber vorher den Unsichtbarkeitsmodus wieder ein.

„Du wirst dich wundern, was alles passiert ist!“, lachte Hahli, während sie gleichzeitig einem Rahkshi des Hitzeblicks Wasser in die Augen sprühte.

„Ja“, lachte Takua, „Ich wundere mich schon jetzt!“

„Ich kann dir alles erzählen! Ich bin zusammen mit fünf anderen Matoranern vor ein paar Monaten zum toa geworden, als wir auf der Suche waren nach-“

„Ich glaube, ich sehe mir das besser selbst an.“, unterbrach Takua. Dann überlegte er. „Willst du vielleicht mitkommen?“

„Ich?“, meinte Hahli, während sie den Rahkshi einem der Giganten in die Arme trieb, welcher ihn wie eine Sandskulptur zerbröseln ließ, „Weißt du, Takua, es gibt hier momentan eine Schlacht… und ich kämpfe sie erst einmal zuende, okay?“

„Na gut.“ Takua stieg wieder in die Kugel. Doch vorher rief er noch zu Hahli hinüber: „Ich warte heute Abend vor dem Kolosseum!“ Dann schloss er die Luke und flog über der Stadt umher, um sich den Kampf anzusehen.


Kapitel 5

Noch nie hatte Takua eine vergleichbare Schlacht beobachtet. Zugegeben, er hatte vorher erst zwei Schachten gesehen, aber das waren auch sehr spektakuläre Schlachten gewesen.

Einmal war das der Kampf, der später „Kampf der Hände“ genannt wurde – die Schlacht, bei der die verschiedenen Splittergruppen der Hand von Artakha gegeneinander angetreten waren – und die Eroberung von Odina durch die Bruderschaft der Makuta unter Miserix. Doch keine dieser Schlachten hätte je ein so seltsames Ende haben können wie diese.

Sie endete nämlich mit der Erweckung Mata Nuis. Die Erde begann auf einmal zu Beben, und alle Wesen – auch Takua – spürten, wie der Große Geist aufstand. Nicht, dass alles durcheinander gepurzelt wäre – in Mata Nuis Körper geb es schließlich eine künstliche Schwerkraft -, aber alle konnten es spüren.

Dann kamen sie – die Toa Nuva. Die Toa, die Takua schon ein Jahr zuvor beobachtet hatte, bloß anders – sobald er sie sah, hatte er automatisch den Namen „Toa Nuva“ im Kopf, obwohl er nicht wusste, woher der Gedanke kam oder was „Nuva“ hieß.

Einen der sieben Toa Nuva fand Takua aber irgendwie seltsam. Er war größer als die anderen – ungefähr drei Meter groß – und hatte eine weiß-goldene Rüstung. Es war ein Toa des Lichts!

Das war wiederum etwas, was Takua noch nie gesehen hatte, denn Toa des Lichts waren äußerst, äußerst selten – es würde ihn nicht wundern, wenn dies der einzige im ganzen Universum war.


Epilog

Am Abend wartete Takua wie versprochen vor dem Kolosseum auf Hahli. Als diese ankam, zog sie hastig eine neue Maske – eine Kanohi Hau – hervor und setzte sie auf Takuas Gesicht.

Bevor der Fragen konnte, warum sie das getan hatte, kam Turaga Vakama um eine Ecke und lächelte ihn an. „Taki!“, meinte er, „Da bist du ja.“

„Mein- Mein Name ist Takua und nicht Taki!“, meinte Takua verwirrt.

Vakamas Lächeln wurde breiter. „Das heißt, ich war noch nie da drin?“ Er zeigte auf Takuas Zeitmaschine.

„Nein.“, antwortete Takua, „Nein, das warst du nicht. Wann solltest du-“

Dann begriff er. „Ich glaube, Vakama, ich werde dich bald mal mitnehmen auf Zeitreise, hm?“

„Für mich ist das schon längst geschehen“, meinte Vakama, „Aber für dich kommt es noch. Viel Spaß dabei – Taki.“

Dann ging er weiter und ließ Takua und Hahli stehen.

„Und was ist jetzt mit der Maske?“, meinte Takua, „Wieso hast du sie mir aufgesetzt?“

„Ist doch klar.“, meinte Hahli, „Wegen dem anderen … dem anderen Takua. Wenn du diese Hau trägst, wird man dich nicht für ihn halten. Ab jetzt bist du nicht mehr Takua, sondern…“

„…Taki.“, beendete Takua den Satz, „Ich verstehe.“

Dann stiegen die beiden in die Zeitmaschine und nahmen Kurs auf die Zeit, in der die Toa auf Mata Nui die Matoraner verteidigten.


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