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Nach Teil 1, 2, 3 und 4 folgt nun der Fünfte Teil um Takuas Zeitreise.


Vor ein paar Stunden war es auf Mata Nui friedlich und leise.

Nun bebte der Boden und ließ die Toa die Sicherheit der Dörfer ernsthaft in Frage stellen.

Von allen Seiten hörten sie die Geräusche von fallenden Bäumen, verdampfenden Flüssen und zu Staub zerfallenden Bergen.

Eine Frage brannte nun im Kopf von jedem Toa:

„Was geschieht hier? Ich dachte, unsere Aufgabe wäre erfüllt?“, fragte Toa Lewa.

„Vielleicht war unser Sieg nur eine Illusion, Lewa.“, meinte Kopaka kühl.

„Seht! Dort ist einer von Tahus Dörflern!“, rief Gali, als ein Ta-Matoraner aus einem nahen Gebüsch herantrat.

„Sag mir“, fragte ihn Tahu, „Was machst du so weit weg von Ta-Koro?“

Der Matoraner begann ängstlich, etwas zu murmeln.

„Was sagt er, Tahu?“

„Ein Wort – Immer und immer wieder.“, antwortete dieser und wandte sich um.

„Bohrok.“

Die Reise Teil 5

Kapitel 1

Toa Hahli Mahri rannte durch Ta-Wahi.

Überall um sie herum waren die Bohrok am Werk: Die Kohrak froren Pflanzen ein und die Pahrak zerschmetterten Felsen. Dazwischen liefen hilflos einige Matoraner umher, voller Angst vor den Angreifern – ohne zu merken, dass die Angreifer ihnen nichts taten.

Ihr einziges Ziel war es, die Insel zu reinigen. Und Hahli wollte nicht mit gereinigt werden.

Wo war nur Takua? Er hatte erzählt, er wäre an der Klippe, an der man einen Ausblick über Le-Wahi hatte, aber dort war er nicht zu finden gewesen. Was war, wenn die Bohrok ihn erwischt hatten?

Ta-Koro kam nun in Sicht. Hahli sah sofort, dass sie dort nicht hingelangen konnte, da sich die Brücke im Lavasee befand. Wann war sie heruntergefahren worden? War Takua da drüben? Oder war er woanders?

Doch da sah sie, wie sechs Wesen herbeigerannt kamen. Sie schienen von Le-Wahi zu kommen und waren sehr schnell.

„Die Toa.“, rief Hahli überrascht aus. Sie hatte gerade genug Zeit, sich hinter einem großen Felsen zu verstecken, damit sie nicht gesehen wurde.

„-Ich fürchte, das haben wir gerade herausgefunden.“, hörte sie Toa Lewa sagen.

Der Toa der Luft nutzte seine Maske, um über eine Gruppe Kohrak zu schweben. „Sie sehen nicht aus wie irgendwelche Rahi, die ich kenne…“, meinte er.

Hahli wollte den Toa weiter zuhören, doch da tippte sie jemand von hinten an.

„Taki!“, meinte sie erfreut.

Kapitel 2

Takua legte den Finger an den Mund.

„Die Toa dürfen dich keinesfalls sehen.“, meinte er, „Und die Matoraner auch nicht. Wir müssen schnell hier weg, bevor wir noch die ganze Geschichte verändern.“

„Wie soll das gehen?“

„Stell dir vor, Toa Gali sieht dich und erkennt, dass du auch eine Toa bist. Dann wird sie das Turaga Nokama erzählen. Die wiederum wird sich gezwungen sehen, zu erzählen, dass es noch andere Toa gibt als nur diese hier. Dann kommt ganz schnell all das mit Metru Nui und so weiter heraus und schwupp – Versuchen die Toa, nach Metru Nui zu gelangen. Dadurch verläuft alles ganz anders und du wirst möglicherweise nie eine Toa Mahri.“

„Wenn ich nie eine Toa Mahri werde – dann werde ich ja auch nicht mit dir zeitreisen, oder?“

„Nun … Nein, so gesehen nicht.“

„Aber dann komme ich doch auch nie hier an und zeige mich den Toa–?“

„Doch, natürlich kommst du hier an.“

„Wieso, ich breche doch nicht auf?“

„Pass auf: Wenn man von der Zukunft in die Vergangenheit reist, dann kümmert sich die Vergangenheit nicht darum, wo du herkommst – du bist einfach da. Die Realität denkt nicht darüber nach, ob diese aus dem Zeitportal aufgetauchten Moleküle eventuell aus der Zukunft sind – Nein, da sind einfach Moleküle. Wenn nun also die Zukunft verändert wird-“

„…breche ich nicht auf und komme trotzdem an?“

„Exakt.“

Über ihren Köpfen begann sich ein Sturm zusammenzubrauen, den Toa Gali und Toa Lewa erschaffen hatten, um die Bohrok zu vertreiben. „Komm“, meinte Takua, „Weg hier.“

Kapitel 3

Während sie beide hinter den Steinen entlang schlichen, begannen die Bohrok vor dem Sturm zu fliehen. Einige rannten sogar direkt an ihnen vorbei.

„Sie fliehen, Gali – Es hat funktioniert!“, rief einer der Toa.

Takua und Hahli waren nun weit genug weg von der Szene, um von den Toa nicht bemerkt zu werden. Die Bohrok liefen noch immer an ihnen vorbei.

Sie hockten sich wieder hinter einen Felsen, um die Toa zu beobachten, die gerade mit Turaga Vakama sprachen.

„Was meinst du, Taki? Wird Turaga Vakama noch mit dir reisen oder ist das auch-“

Sie drehte sich zu ihm, doch Takua war nicht da.

Hahli stand auf. Ihr war es egal, ob die Toa sie sahen.

„Taki? Wo bist du?“

Da sah sie seine Maske, die auf dem Boden lag.

Daneben lag ein Pahrak.

Ohne Krana.

Kapitel 4

Hahli rannte durch die Eiswüste von Ko-Wahi; dabei folgte sie den Spuren von Takua, was jedoch immer schwerer wurde, da es unaufhörlich schneite. Immer wieder versuchte sie, mit ihren Wasserkräften den Schnee und das Eis aufzuwärmen, doch es gelang ihr nicht.

Sie fühlte sich, als würde sie bald erfrieren, als sie auf einmal einen Schatten auf sich zu rennen sah – ein Rahi! Mata Nui sei Dank, dachte Hahli.

Das Rahi – ein Kane-Ra – sprang auf die Toa los, die jedoch geschickt auswich, ihm mit zwei Wasserstrahlen die infizierte Maske wegstieß und dann ihre Maske aktivierte.

Sofort wurde ihr wärmer, denn das Kane-Ra lebte in dieser eisigen Gegend und war deshalb besser an sie angepasst als Hahli. Oder: Es war besser angepasst, denn durch den Gebrauch der Kanohi Faxon hatte sie die Fähigkeit übernommen.

Takua stapfte durch die Schneewehen am Rand der Berge von Ko-Wahi und versuchte, sich zu wehren, versuchte, gegen die Kräfte der Krana anzukommen. Schließlich war sie jedoch zu stark und übernahm die Kontrolle. Dadurch hatten die Bohrok-Schwärme nun alle seine Erinnerungen – alle seine Geheimnisse!


Geschickt sprang Hahli zur Seite, als von der Seite drei Nuhvok mit abgeschlagenen Baumstämmen auf sie warfen. Dann nutzte sie ihre Wasserkräfte, um einen von ihnen dazu zu bringen, seine Kopfklappe zu öffnen und die Krana herausfallen zu lassen. Die anderen beiden kümmerten sich nicht darum und versuchten nun, ihr die Maske vom Gesicht zu schlagen, damit sie schwächer und damit leichter besiegbar wurde. Die Toa jedoch wich aus und hob dann einen der Baumstämme auf, mit dem sie einen ihrer Gegner zertrümmerte. Der letzte übriggebliebene Nuhvok feuerte – weil ihm nichts anderes übrig blieb – seine Krana ab. Hahli hieb sie jedoch mitten in der Luft entzwei und kickte die beiden Hälften dann ins Gebüsch.

Stille kehrte ein. Oder- was war das? Der Nuhvok-Schwarm etwa? Nein, er war momentan damit beschäftigt, die Le-Matoraner mit Krana zu bewerfen und von einigen mutigen Matoranern und dem vor einer Krana geretteten Lewa besiegt zu werden.

Aber war Takua dort? Oder wo hatte ihn die Krana hingeleitet?

Kapitel 5

„Interessant“, dachte Cahdok, „Er kommt aus der Zukunft!“

„Ja“, dachte Gahdok zurück, „Er muss hierher kommen.“

Die Krana, denen dieser Befehl erteilt worden war, machten sich sofort daran, den Auftrag auszuführen.


Hahli rannte durch den Wald von Le-Wahi. Sie glaubte – wusste - nun, dass die Bahrag versuchen würden, Takua durch Kini-Nui zu ihrem Nest zu bringen.

Der Große Tempel der Insel Mata Nui kam in Sicht. Und tatsächlich: Takua, zusammen mit einigen Lehvak, war im Begriff, durch den Suva in der Mitte in das Labyrinth unterhalb einzudringen.

„Halt!“, rief sie, als sie die Stufen des Tempels hinaufstiegen.

Takua drehte sich um. Auf seinem Gesicht befand sich eine Krana (Hahli konnte ihren Typ anhand der Form nicht feststellen), aber man sah, das der Matoraner darunter sie verzweifelt ansah und versuchte, weiter gegen den Parasiten zu kämpfen. Einige Sekunden sahen sie sich so an.

Da stürmten die Lehvak auf einmal unerwartet los und begannen mit Säure auf die Toa des Wassers, die ihnen nun entschlossen entgegenrannte, zu schießen. Dies konterte sie mit Wasserattacken. Einen der Bohrok fegte es von der Brücke vor dem Tempel hinunter, ein anderer konnte den Attacken jedoch ausweichen und traf Hahli mit der Säure am linken Bein.

Sofort spürte die Toa Mahri des Wassers ungeheure Schmerzen – Kein Wunder, denn Teile ihres Beines begannen gerade, sich aufzulösen. Trotzdem kämpfte sie weiter. Der Bohrok, der sie getroffen hatte, flog bald mit voller Wucht gegen einen seiner Mitkämpfer, und beide krachten gegen den Suva.

Drei Lehvak waren noch übrig, und sie hatten Hahli umringt. Einer stand hinter ihr, auf der Brücke, und die anderen standen bei Takua am Suva. Die Verletzung am Bein machte es für die Toa nicht einfacher, denn die Rüstung hatte sich am Knie bereits völlig aufgelöst, sodass ihre dortigen organischen Bestandteile der Säure ausgesetzt waren.

Mit letztem Willen nahm Hahli all ihre Kraft zusammen und setzte sie im selben Moment ein, in dem auch ihre Gegner angriffen. Dadurch traf ein äußerst harter Wasserstrahl, der in der Luft auf Säure gestoßen war und sich mit dieser vermischt hatte, auf die beiden Bohrok neben Takua, löste ihre Kopfklappen auf und verletzte ihre Krana schwer. Außerdem wurde Takua durch die Luft gewirbelt, wobei ihm der unwillkommene Gast vom Gesicht purzelte und ihn damit befreite.

Hahli drehte sich um, doch es war schon zu spät. In dem Moment, in dem sie mit ihrem Wasserstrahl den letzten Bohrok von der Brücke fegte, traf sie ein Schwall Säure – genau ins Gesicht.

Epilog

Toa Hahli öffnete ihre Augen. Takua – er hatte seine Maske wieder auf – beugte sich über sie und lächelte sie an. Die Toa Mahri des Wassers rappelte sich auf. Sie lag noch immer bei Kini-Nui, allerdings stand neben ihr die Zeitreisekugel von Takua, und ihre Rüstung sah heil aus.

„Wie hast du das hinbekommen?“, fragte Hahli.

„Nun ja“, lächelte Takua, „Da, wo ich herkomme, gibt es ein Gegenmittel gegen fast jedes Gift. Und die Säure der Lehvak ist etwas, das der Ord-, äh, meine Leute leicht aufhalten können. Du hast Glück, deine Maske wurde nicht aufgelöst und dein Knie wurde nicht stark verletzt. Das mechanische konnte ich mit Ersatzteilen reparieren.“

„Danke, Taki.“, meinte Hahli, „Du hast mir das Leben gerettet!“

„Du hast meins vorher gerettet“, meinte Takua, „und so ganz nebenbei auch den Lauf der Geschichte.“

Hahli sah Takua nachdenklich an. „Ich denke, ich gehe jetzt erst einmal zurück dorthin, wo du mich hergeholt hast.“, meinte sie, „Du weißt schon, zur Erweckung Mata Nuis. Ich brauche eine kleine Auszeit … und eine Feier.“

„Hm…“, überlegte Takua, „Aber am nächsten Tag hole ich dich wieder ab, ja? Oder hast du nach der Feier was zu tun?“

„Ich glaube nicht“, meinte die Toa des Wassers lachend, „Mata Nui ist schließlich erweckt! Was sollte es also geben, das uns etwas anhaben könnte?“

Und so stiegen sie gemeinsam in die Kugel.

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