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Nach Die Reise, Teil 1, 2, 3, 4 und 5 nun der sechste Teil rund um Takuas Zeitreise.


Takua rannte durch die Straßen von Ga-Metru, ihm folgten drei Ta-Matoranische Wachen, die ihn schon verfolgten, seit er von Nuhrii, einem Mitglied der Wache, in der Nähe des Großen Ofens gesehen worden war.

Obwohl er seine Farbe so verändert hatte, dass man ihn für einen Ta-Matoraner halten musste und es somit völlig normal für ihn war, sich am Ofen aufzuhalten, liefen die drei noch immer hinter ihm her. Warum nur?

Zwei Disks schossen an Takua vorbei. Er bemerkte sofort, dass es keine Kanoka waren und ihm somit nichts Ernsthaftes anhaben konnten, wenn sie ihn trafen. Dennoch wäre es nicht ratsam, sich von einer der Scheiben treffen zu lassen.

Nuhrii warf seine letzte Disk, dann zog er seinen Kolhii-Stab hervor und beschleunigte sein Tempo. Er musste diesen Matoraner finden! Turaga Vakama hatte ihm und einigen wenigen anderen Matoranern ein paar Tage zuvor davon erzählt, dass demnächst wohl ein Matoraner auftauchen würde, der nicht aus Metru Nui stammte – aus den Regionen, die selbst den Turaga unbekannt waren.

Nun war der Matoraner aufgetaucht, und er rannte vor ihnen davon. Warum nur?

Takua kam an der Küste an und rannte – vorbei an einigen verwunderten Ga-Matoranischen Wachen – die Brücke zum Großen Tempel entlang. Als er sich umdrehte, erblickte er die drei Ta-Matoraner, die jetzt nur noch wenige Meter hinter ihm waren und nun auch noch von den Ga-Matoranerinnen unterstützt wurden.

Mist, dachte Takua, als er den Großen Tempel aus dem Nebel vor ihm auftauchen sah. Direkt neben dem Suva hatte er sein Gefährt abgestellt, das er erreichen musste.

Er sah zurück. Warum waren die Matoraner stehengeblieben?

Mit einem heftigen Knall prallte er gegen etwas hartes, das mitten auf der Brücke aufgetaucht war, und fiel zu Boden. Erschreckt sah Takua hoch und erblickte den Toa des Lichts.

Takanuva.

Die Reise Teil 6

Kapitel 1

Die sieben Turaga und Takanuva musterten den Neuankömmling neugierig.

Schließlich brach Turaga Dume das Schweigen. „Wer ist das?“, fragte er „Für mich sieht er aus wie jeder andere Matoraner.“

„Er ist … jemand, den Nokama und ich auf unserer Insel bereits getroffen haben.“, antwortete Turaga Vakama nachdenklich, „Er sagte, er käme nach einem Jahr wieder zu uns.“

„Das Jahr ist aber noch nicht um.“, meinte Turaga Nokama, „Weshalb auch wir uns wundern, warum er hier ist.“

„Wer ist er denn nun?“, fragte Matau, „Und warum habt ihr uns davon nichts erzählt?“

„Es war zu der Zeit, zu der die Toa ankamen.“, antwortete der Turaga des Feuers, „Es gab genug anderes.“

„Sein Name“, meinte Nokama, „Ist Tak-“

„-Mein Name ist Taki“, unterbrach Takua, „Ich kann euch das auch selbst erzählen.“

„Dann tu das.“ Meinte Dume.

Takua zeigte auf Takanuva. „Ihr werdet erst gleich erfahren warum, aber… er darf nicht zuhören.“

„Damit du sie abmeucheln kannst?“, meinte der Toa des Lichts misstrauisch.

Nuju klickerte etwas. „Kann man ihm vertrauen?“ übersetzte Matoro.

Vakama nickte, und Takanuva begab sich vor die Tür.

„Ich“, erzählte Taki nun, „Bin ein Zeitreisender aus der Vergangenheit. Und mein richtiger Name ist Takua.“

Kapitel 2

Turaga Dume, Ältester von Metru Nui, schlug die Tür seiner Kammer zu. Auch wenn sein Gesicht von einer Kanohi-Maske bedeckt wurde, brauchte niemand seinen Gesichtsausdruck zu sehen, um zu bemerken, dass er voller Wut war. Er sah die sechs um den Tisch versammelten Turaga an. Dann machte er ein angeekeltes Geräusch und drehte sich von ihnen weg.

„Wir sind am Ende“, sagte er, während er aus dem Fenster auf seine geliebte Stadt hinuntersah. „In einigen Wochen – vielleicht Monaten – wird der Große Geist Mata Nui tot sein. Wenn er stirbt, wird auch unser Universum sterben. Es ist Zeit, unsere Stimmen zu senken, unsere Augen abzuwenden und auf die Finsternis zu warten.“

Er drehte sich abrupt um und deutete mit einem zitternden Finger auf die anderen Turaga. „Aber einer von euch … konnte unsere Geschichte nicht mit Würde enden lassen. Einer von euch hat uns verraten!“

Die Turaga sahen einander an, sprachlos von dieser Beschuldigung. Seit ihrer Rückkehr nach Metru Nui hatten sie den größten Teil ihrer Zeit in dieser Kammer verbracht und versucht, einen Weg zu finden, dem Desaster zu entgehen. Turaga Dume und Turaga Nuju hatten in den Sternen gelesen, dass Mata Nui nicht nur schlief, wie sie lange geglaubt hatten, sondern im Sterben lag. Nur die legendäre Maske des Lebens könne ihn retten.

In ihrer Verzweiflung hatten die Turaga die heldenhaften Toa Nuva auf eine Mission auf der Insel Voya Nui geschickt. Ihre Mission war es, die Maske des Lebens zu finden und den Großen Geist zu retten. Viele Tage waren vergangen, ohne dass es ein Lebenszeichen von ihnen gegeben hätte, bis selbst Turaga Vakama einräumte, dass sie gescheitert sein mussten…

„Wir waren uns einig, dass den Matoranern nichts erzählt werden würde.“, fuhr Dume fort. „Nach der mühsamen Rückkehr in ihr Heimatland wäre es mehr als grausam, ihnen zu sagen, dass ihre Zeit hier sehr kurz sein würde. Und so muss ich fragen – wer von euch hat es gewagt, unsere Abmachung zu missachten? Wer hat den Matoranern erzählt, dass ihre Welt bald sterben wird?“

„Nun warte mal“, sagte Onewa, Turaga des Steins. „Woher weißt du überhaupt, dass irgendetwas verraten wurde? Ich höre keine Schreie in den Straßen, kein Jammern darüber, dass das Ende nah ist. Glaube mir, in meinem Leben habe ich die Töne der Panik sehr gut kennengelernt, und es sind keine zu hören.“

Dume ließ sich in seinen Stuhl sinken, als ob die Last all seiner Jahre auf seinen Schultern liegen würde. „Jaller ist weg.“, antwortete er, „Jaller, der sich so stark dafür einsetzte, dass die Matoraner zu wissen hatten, wohin die Toa gegangen sind. Und mit ihm gegangen sind Matoro, Nuparu, Kongu, Hewkii und Hahli. Sie alle verschwanden über Nacht aus ihren Häusern. Sie wurden zuletzt in Le-Metru gesehen, nahe der Unterwasserrohre, die in den Süden führen.“

„Du meinst doch nicht …?“, begann Whenua.

„Jaller wäre niemals so töricht“, sagte Vakama.

Nuju pfiff zweimal scharf und machte dann eine Schlitz-Geste an seiner Kehle. Vakama nickte. „Du hast recht, Nuju. Sie werden es niemals lebendig bis nach Voya Nui schaffen. Wir haben keine Wahl. Wir werden Takanuva schicken müssen, um sie zurückzuholen.“ „Etwas, was ist mit Freuden tun würde.“, antwortete Dume „Wenn er nicht ebenfalls verschwunden wäre.“

Die Turaga starrten ihn an. Whenua öffnete den Mund, um zu fragen, ob auch der Zeitreisende verschwunden war, aber Dume schüttelte den Kopf, als hätte er seine Gedanken erraten.

„Alle Takanuvas.“, seufzte er, stand auf und verließ den Raum.

Kapitel 3

Takua bemühte sich, kein Geräusch zu machen, und passte seine Körperfarbe an die der Felsen um ihn herum an. Dann legte er sich vorsichtig hin und spähte auf den dunklen Strand, der nur von Licht der Sterne – besonders des Großen Roten Sterns – beleuchtet wurde. Seit er in Metru Nui gesehen hatte, wie Jaller zusammen mit Hahli und Hewkii durch Ko-Metru lief, um Matoro aufzutreiben, war er sich sicher gewesen, was sie vorhatten (Die Turaga hatten ihm am Vortag erzählt, wohin die Toa Nuva aufgebrochen waren). Da Hahli dabei war, hatte Takua sofort eine Ahnung gehabt, was mit den Matoranern auf dieser Reise passieren würde.

Er war mit seiner Kugel nach Voya Nui gereist und hatte die Matoraner dort gefragt, ob sie die Toa Nuva oder die gesuchten Matoraner kennen würden. Ein Onu-Matoraner, Garan, hatte ihm gesagt, dass Jaller, Hahli und die anderen Toa waren, die sich bis vor kurzem auf der Insel aufgehalten hatten.

Also hatte Takua noch einen Zeitsprung gemacht, und zwar zu dem Zeitpunkt, an dem er die Ankunft der Matoraner vermutete. Und wahrlich: Da kamen sechs Kanister angeschwemmt.

Bis vor wenigen Augenblicken schien es, als hätten die Piraka gewonnen. Gemeinsam mit ihrem Verbündeten Brutaka kontrollierten sie von ihrer Festung aus die Insel Voya Nui. Die Maske des Lebens schien ihnen sicher.

Doch dann klopfte jemand an ihre Pforte… oder rannte sie vielmehr ein.

„Piraka, ihr habt die Wahl. Entweder ihr verlasst die Insel, oder wir zwingen euch dazu.“, sprach Jaller, Anführer der Toa Inika, entschlossen. „Verlasst ihr sie freiwillig, könnt ihr euer erbärmliches Leben weiterführen. Weigert ihr euch – werden wir euch zu Fischfutter verarbeiten.“

Alle sechs Toa zogen ihre Waffen heraus und nahmen ihre Elementarkräfte in Vorbereitung auf den Kampf zusammen.

„Wir werden euch ein wenig Zeit geben, damit ihr überlegen könnt, ob ihr aufgebt. Ups, die Zeit ist abgelaufen!“, sagte der Toa des Feuers. „Lasst uns tun, wofür wir herkamen, Freunde.“

Takua war überrascht. Als die sechs Kanister, die auf der Insel angeschwemmt worden waren, von Blitzen getroffen wurden, hatte er erwartet, sechs Toa herauskommen zu sehen, die er bereits kannte – zumindest eine von ihnen. Aber die Wesen mit den organischen Masken und den Elektrizitätskräften hatten ihn gänzlich überrascht. Hahli ähnelte ihrem anderen, ein paar Wochen älteren Ich, mit dem Takua gereist war, nur sehr wenig.

Nach dem ersten Schock hatte Takua erkannt, dass einer der Toa eine Maske des Gedankenlesens trug, und ein anderer eine Maske des Geistes. Mit diesen hätte man ihn womöglich aufspüren können, also ging der Zeitreisende zurück zu der Kugel, schaltete den Unsichtbarkeitsmodus an und flog hinauf in die Luft, von wo er das Geschehen auf der Insel verfolgte.

Seit einigen Stunden hatte er die Toa nun beobachtet. Zuerst war er bei Hahli geblieben, dann war er herumgeflogen und hatte sich angesehen, was sonst noch so vor sich ging. Dann entschloss er sich, einige Tage vorzuspulen und sich noch einmal bei Garan zu erkundigen, wo die Toa Inika hingegangen waren.

Ein fataler Fehler.

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