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Die Vergangenheit der Zukunft
Die Vergangenheit der Zukunft ist der zweite Teil der Eara Saga und gehört zu den Eara Legenden.

Kapitel 1: Nach der Schlacht

Ein neuer Morgen brach heran.
Toku schlug die Augen auf.
Es waren vier Tage seit der Schlacht vergangen. Die Matoran hatten gefeiert und sich dann ein Lager aufgeschlagen. Der Le-Matoran erkannte, dass die anderen schon wach waren. Mira, die Ga-Matoran, unterhielt sich mit Kaepa, der erst kürzlich dazu gestoßen war und sich als hervorragender Anführer erwies. Tenuro und Roru trainierten bereits seit einiger Zeit und Toku sah, dass der Ko-Matoran Maliko auch gerade aufstand.
Kaepa rief alle Matoran zusammen. Sofort versammelten sie sich zu einem Kreis. "Wir sollten langsam weiterziehen. Milos könnte jederzeit einen Racheangriff ausüben deshalb sollten wir aufpassen." Toku erinnerte sich noch gut an die letzte Schlacht. Nur durch Kaepas Hilfe gewannen sie wenn auch knapp. Auch, wurden sie von Rahi unterstützt, die sie vor einem Tag wieder in die Wildnis ließen. Das hatte jedoch den Vorteil, dass, so glaubte Toku, die sechs nicht so schnell wieder von einem wilden Tarakava, Kane-Ra, Muaka, Nui Rama oder Nui Jaga angegriffen werden würden.
Zustimmendes Gemurmel ergab sich.

In den nächsten Tagen brachen die Matoran auf.
Maliko hatte von einer kälteren Region erzählt, die er entdeckte als er vor der Schlacht allein wanderte. Kaepa schlug vor dorthin zu gehen. Maliko wies ihnen den Weg, während Tenuro und Roru hinten liefen. Sie kamen an dem Vulkan vorbei und Maliko wies sie weiter nach Westen. In diesem Teil des Waldes war Toku noch nie gewesen. Es gab nur Nadelbäume und es war sehr düster. Etwas Mysteriöses ging von dieser dunklen Stille aus.

Kapitel 2: Ausrüstung der Vergangenheit

Toku zitterte. Es war kalt in diesem Wald. Das bemerkten alle außer Maliko, dem die Kälte als Ko-Matoran nichts ausmachte. Toku hatte das Gefühl, dass sie beobachtet wurden und wollte einfach nur so schnell wie möglich hier raus. Dann war da ein Geräusch im Gebüsch. Roru hatte es zuerst gemerkt. Er nahm seine Disk und sprang in die Richtung. Doch dort war nichts. Trotzdem fühlte Toku sich nicht wohl. Die Matoran liefen noch einige Zeit durch den mysteriösen Wald.
"Seht", rief Maliko und deutete auf einen Felsvorsprung unter dem sich eine Höhle befand. Sofort erwiderte Toku:"Ich gehe nicht nochmal in irgendeine unbekannte Höhle!"
"Wenn wir Rahi finden werden sie uns nichts antun. Es könnte etwas wichtiges darin versteckt sein. Ich finde wir sollten es versuchen.", entgegnete Kaepa zuversichtlich.
Die anderen stöhnten. Der Tunnel war länger als die Matoran erwartet hatten und nach einer Stunde waren sie immer noch nicht am Ende. Zum Glück waren sie aber auch auf noch keine Gefahr gestoßen. Nach einiger Zeit später kamen sie in eine riesige Kammer. "Das wurde bestimmt von jemandem erbaut. Das heißt es war vor uns jemand an diesem Ort", staunte Tenuro.
Überall waren leergeräumte Regale. Nur vereinzelt lagen Gegenstände herum. Das musste ein Lager gewesen sein. "Hier war jemand vor uns und hat fast alles mitgenommen.", rief Roru aufgebracht. Die Matoran sahen sich um.In einem Regal fanden sie noch einige Disks vor und an anderen Orten lagen vereinzelt Waffen und andere nützliche Sachen. "Ich denke wir könnten einiges davon gebrauchen", meinte Kaepa, "aber alles können wir nicht tragen. Deshalb sollten wir etwas hier lassen. Die Disks brauchen wir nicht. Sortieren wir die Sachen und sehen dann was wir mitnehmen." Auf sein Kommando sortierten die Matoran die gefunden Gegenstände. Ein Stapel für brauchbares und einer für unbrauchbares. Zum Schluss blieb nur wenig, was sie mitnahmen. Ein Seil, ein Schwert, einen Stab mit einem schaufelähnlichem Werkzeug an der Spitze und einen Dolch. Zufrieden verließen die Matoran die Höhle wieder durch den langen Tunnel. Und wieder hatte Toku das Gefühl beobachtet zu werden.

Kapitel 3: Fremder

Endlich hatten sie den Wald verlassen ohne in Gefahr zu geraten. Nun standen die sechs Matoran in einer verschneiten Ebene und sahen sich den großen Berg an. Er war fast komplett verschneit. Toku erkannte am Fuß des Berges Rauch und machte die anderen darauf aufmerksam. "Da muss jemand Feuer gemacht haben", vermutete Mira, "wir sollten herausfinden wer es ist."

Eine lange Zeit kämpften sie sich durch den hohen Schnee bis sie am Fuß des Berges ankamen. Einige Meter über ihnen brannte immer noch das Lagerfeuer, aber sie konnten nichts von dem Lager erkennen, auf Grund der hohen, verschneiten Felsen. Also machten sie sich auf, das Lager der Fremden zu erreichen. Sie kamen auf einer tief gelegenen Ebene an die gut im Schutz der Felsen lag. Es war ein kleines Lager. Platz genug für ungefähr drei Matoran zum Schlafen. In diesem Augenblick sah Toku jemanden, den er nicht genau erkannte, da er schnell verschwand und dabei das Feuer löschte. Während seines fluchtartigen verschwindens ließ er jedoch etwas fallen. Vorsichtig näherten sich die Matoran. Schon bald erkannten sie, dass es sich um eine Steintafel handelte auf der etwas geschrieben stand. Nachdem sie sich vergewissert hatten, dass der Fremde nicht zurückkehren würde begannen sie zu lesen.

A Eara

12 à Tui

En Ort Nui, der Sicherheit, Eara kommt dorthin.

Vulcana Magna, trefft euch in Einigkeit

Ihr habt eine Pflicht zu erfüllen, Treuepflicht

Das ist Eure Bestimmung

In Magna Pace

L.

Kapitel 4: Einigkeit, Treuepflicht, Bestimmung

Mehrmals las Toku sich die Inschrift durch. Jedoch verstand er nicht mehr als beim ersten Mal. Sie sollten zu einem sicheren Ort kommen. Vulcana Magna? Vielleicht der Große Vulkan, der in der Nähe des Waldes stand. Für wen war das geschrieben? "Was meinst du", fragte Tenuro Kaepa. Dieser ließ sich Zeit bis er antwortete:"Ich weiß nicht was das zu bedeuten hat, aber ich bin mir sicher, dass der Fremde nicht Milos oder einer seiner Gefährten war. Das bedeutet, dass noch andere Wesen hier sind. Vielleicht können wir von ihnen mehr erfahren. Wir sollten zum Vulkan gehen."
"Du hast Recht vielleicht finden wir Antworten auf die vielen Fragen.", entgegnete Mira zufrieden. Toku und die anderen lasen erneut...
...trefft euch in Einigkeit
..., Treuepflicht ...Bestimmung
Einigkeit, Treuepflicht, Bestimmung. Toku wusste nicht was das zu bedeuten hatte aber die Worte schienen ihm vertraut, als wären sie wichtig gewesen und er hätte den Sinn vergessen. Noch einmal überdachte er die Worte. Sie waren wichtige Bestandteile des Lebens. Zumindest Einigkeit und Treuepflicht. Toku wusste auch, dass jeder eine Bestimmung hatte jedoch nam er das nicht so ernst, da er dachte das man das Schicksal sowieso nicht ändern könne. Weiterhin versuchte er sich daran zu erinnern was es mit diesen Worten auf sich hatte, doch es wollte ihm nicht einfallen. Erst Kaepa unterbrach seine Gedanken:"Wir werden zum Vulkan aufbrechen, aber nicht heute. Es wird dunkel und ich möchte nicht in diesem Wald übernachten. Dies scheint ein guter Platz zu sein. Wir sollten noch eine Nacht hierbleiben."

Toku stand auf einer Großen Wiesenlandschaft. Um ihn herum standen Holzhäuser. In seiner Nähe stand ein Matoran. Toku sagte:"Hallo, wer bist du? Ich bin Toku. Wo bin ich hier." Der Matoran schien ihn nicht zu hören. Dann kamen laute Geräusche von irgendwo. Überall kamen Strahlen auf die Matoran und die Häuser zu. Toku versuchte zu helfen, er wollte helfen, doch verzweifelt musste er feststellen, dass er sich nicht bewegen konnte. Viele Häuser wurden zerstört. Einige Matoran wurden verletzt oder starben. Die anderen versuchten zu fliehen. Hilflos schrie Toku, aber es ertönte kein Laut. Dann wurde alles Dunkel und er hörte leise, in seinem Kopf die Worte Einigkeit, Treuepflicht, Bestimmung.

Kapitel 5: Rahiangriff

Erschöpft und erschrocken zugleich wachte Toku auf. Es dauerte eine kurze Zeit bis er sich orientiert hatte und verstanden hatte, dass er geträumt hatte. Aber dieser Traum war anders gewesen. Er war realer. Noch immer war Toku wütend darauf, dass er das Dorf nicht hatte retten oder wenigstens hätte helfen können. Nun bemerkte er, nachdem er sich umgesehen hatte, dass die anderen ebenfalls wach waren. Maliko sah sich um:"D, D, Diese Matoran", stotterte er. "Das war nur ein Traum", beruhigte Kaepa ihn und die anderen, aber Toku war sich sicher, dass er sich vor allem selbst überzeugen wollte.

Am nächsten Tag liefen die Matoran weiter. Es hatte keiner wieder schlafen können, aber Kaepa hatte darauf bestanden die Nacht zu warten. Nun schien der mysteriöse Wald, durch den sie liefen, noch bedrohlich als zuvor. An jeder Ecke, hinter jedem Baum oder Gestrüpp vermutete Toku Gefahren. Immer wieder musste er an die hilflosen Matoran denken, deren Dorf zerstört wurde. Schließlich beschlossen sie Rast an der Höhle zu machen, in der sie beim letzten mal die Waffen fanden. Sie erneut betreten wollte jedoch keiner.
Kaepa beschloss ein Feuer zu machen und schickte Tenuro und Toku zu Holzsuchen. Toku verließ mit Tenuro den Lagerplatz. Die beiden kamen an eine Lichtung mit zwei umgefallenen Bäumen. "Sieht doch gut aus", sagte der Onu-Matoran. Sie begannen abgesplitterte Stücken aufzuheben. Gerade wollte Toku sich ein weiteres Stück nehmen, da bewegte sich etwas unter dem Holzstück. Es war eine Fikou-Spinne, die jetzt begann das Holzstück wegzuschleppen. Fest entschlossen sich dieses Stück nicht wegnehmen zu lassen rannte Toku hinterher. Er schnappte dem Rahi den Holzscheitel weg. Wütend sah die Spinne zu ihm auf und gab ein seltsames Geräusch von sich. Auf diesen Ruf kamen weitere Fikou aus dem Gestrüpp. Dahinter sah Toku noch einige Kofo-Jaga aus dem Geäst kommen. Sie alle blickten wütend auf den Le-Matoran. Toku ließ sein gesammeltes Holz fallen und rannte zu Tenuro. Diese legte ebenfalls seine Sachen ab und sie machten sich bereit zum Kampf. Aus der Tasche, die Tenuro trug und in der sich die Waffen befanden, nahm sich Toku den Dolch während Tenuro das Schaufelwerkzeug bereit hielt. Dann kamen noch weitere Rahi von der anderen Seite und schnitten ihnen den Fluchtweg ab. Toku wusste nur eins: Sie waren umzingelt.

Kapitel 6: Gemeinsamer Kampf

Toku versuchte mit seinem Dolch den Rahi Angst einzujagen, doch das half nichts. Auch Tenuro griff die Rahi an. Er konnte jedoch aus der Ferne angreifen, während Toku sich den Gegnern nähern musste. Mehrere Fikou sprangen ihn an. Er versuchte sie abzuschütteln, doch sie blieben an ihm hängen. Tenuro kam zu ihm und lenkte die anderen Rahi auf sich sodass Toku die Spinnen mit dem Dolch besiegen konnte. Als er dies geschafft hatte, sah er einen Kofo-Jaga hinter sich. Er drehte sich um, aber zu spät! Es schlug heftig mit den Klauen auf Toku ein und dieser taumelte zurück und stürzte auf den Boden. Dabei verlor er den Dolch der irgendwo im Gestrüpp liegen blieb. Es hätte zu lange gedauert ihn zu suchen. Die einzige Chance bestand darin zur Tasche zu gelangen und sich eine neue Waffe zu holen. Er rannte auf Tenuros Tasche zu und wurde dabei verfolgt von mehreren Kofo-Jaga. Rechtzeitig packte er die Tasche und holte sich das erste was er bekam heraus. Nun stand Toku vor den immer näher kommenden Kofo-Jaga und hielt das Seil in der Hand. Geschickt schlug er auf das vorderste der Rahi, das sofort liegen blieb und sich nicht mehr bewegte. Auch die anderen besiegte der Le-Matoran leicht. Dann ging er zu Tenuro, der ebenfalls Probleme hatte. Er wurde von hunderten Fikou angesprungen. Toku war sich dem Risiko bewusst den Onu-Matoran zu treffen. Aber er musste ihm helfen. Also schlug er mit dem Seil auf die Spinnen ein. Bald war auch Tenuro bereit wieder gegen die Rahi zu kämpfen. Nun verlief der Kampf besser. Gemeinsam gelang es den beiden Matoran noch einige zu treffen und endlich ergriffen die restlichen die Flucht. Kurz feierten sie den Sieg. Dann nahmen sie das Holz mit und machten sich auf den Weg zum Lager. Dort wurden sie bereits erwartet. Nachdem sie die Frage "Was ist passiert?" beantwortet hatten, versorgten sie ihre Verletzungen. Daraufhin machten sie Feuer und nach einiger Zeit war es Zeit wieder weiter zu gehen."Wir wollen schließlich noch heute aus diesem Wald", sagte Kaepa.

Kapitel 7: Wiedersehen

Sie machten sich wieder auf den Weg. Nun kam Toku der Wald wieder gefährlicher vor. Aber glücklicherweise kamen sie ohne Probleme zum Vulkan. "Und was jetzt", fragte Mira. Noch einmal lasen sich Kaepa und die anderen die Steintafel durch. "Ein Ort am Vulkan. Wir sollen uns in Einigkeit treffen", sagte der Ta-Matoran, "lasst uns einfach den Vulkan absuchen."
"Sollen wir uns aufteilen, dann geht es schneller", meinte Roru. "Nein, wir bleiben zusammen", antwortete Kaepa.

Den ganzen Tag verbrachten die Matoran damit vom Fuß des Vulkans immer weiter höher zu gehen und dabei zu suchen. Wonach sie suchten wussten sie nicht. Erst als alle erschöpft und müde waren sagte Roru aufgebracht:"Das hat doch keinen Sinn. Wir finden sowieso nichts." Kaepa wollte ihn beruhigen da fiel plötzlich ein riesiger Schatten über sie. Toku blickte hinauf. Vor ihnen stand ein riesiges Wesen. Es war um einiges größer als ein Matoran und sehr muskulös. Seine Hände waren groß genug um einen Matoran mit einem Schlag zu töten. Es trug eine silberne Rüstung und eine silberne Maske. Obwohl er erst dreinblickte wirkte das Wesen nicht unfreundlich. In diesem Moment war sich Toku sicher, dass er es schon einmal zuvor gesehen hatte, wusste aber nicht wann. Mit einer Handbewegung befahl er ihm zu folgen. Toku sah kurz zu Kaepa hinüber, wusste jedoch, dass eine Flucht unmöglich war. Also folgten sie dem Fremden. Er brachte sie etwas weiter höher zu einem Ort an dem sie schon waren, als sie suchten. Der Fremde nahm einen riesigen Stein und legte ihn mit Leichtigkeit einige Meter weiter zur Seite. Nun war der Eingang zu einer Höhle frei. Gefolgt von den ratlosen Matoran betrat das mysteriöse Wesen die Höhle. Gleich am Eingang entdeckte Toku eine riesige Axt an die Wand gelehnt. Vielleicht könnten sie an diese Waffe gelangen und so entkommen. Diesen Gedanken verwarf er jedoch sofort wieder, da keiner der Matoran die Axt hätte hochheben können.
Dann kamen sie zu einer Kammer in der Höhle. Dort brannte ein Lagerfeuer. Dann erschrak Toku. Am Feuer saßen sechs ratlose Matoran und unter ihnen Milos.

Kapitel 8: Axonn

"Was machst du denn hier", rief Roru und deutete auf Milos.
"Dasselbe könnte ich euch auch fragen", schnaubte dieser. Nun erkannte Toku die anderen Matoran als Milos Gefährten. Auch Daxi sah er. In diesem Moment schrie Mira:"Verräter!"
Daxi und Roru wollten etwas erwidern aber das fremde Wesen unterbrach beide:"Genug. Einigkeit ist eine der drei Tugenden."
"Drei Tugenden?"
"Setzt euch wir haben viel zu bereden." Die Matoran taten dies und er fuhr fort:"Ich bin Axonn. Die drei Tugenden Einigkeit, Treuepflicht und Bestimmung sind die wichtigsten Sachen im Leben eines Matoran." Toku zuckte zusammen, als er diese Worte hörte, doch jetzt verstand er. Er fragte:"Warum bist du hier? Warum sind wir hier?"
Axonn antwortete freundlich:"Zuerst solltet ihr euch gegenseitig in Einigkeit begegnen. Danach werde ich euch alles erzählen was ihr wollt und was ich weiß." Mürrisch stellte jeder der zwölf sich vor und sie schlossen Frieden, nachdem Axonn dies verlangt hatte. So lernte Toku einige neue Namen kennen. Arelar, ein Matoran des Pflanzenlebens, Volani, ein Ba-Matoran, den Jo-Matoran Noepo und den De-Matoran Rekema. Als Axonn zufrieden war erzählte er:"Ich kam hierher da ich die Tafel fand, die ich verloren habe. Ihr habt sie gefunden.", er deutete auf die Steintafel die Tenuro neben sich liegen hatte, "diesen Ort nennt man Eara Magna. Um euch alles genau zu erklären benötige ich etwas Zeit." Nachdem es sich alle bequem gemacht hatten hörte Toku gespannt zu. Axonn erzählte weiter:"Einst lebten wir alle in einem anderen Universum. Nach dessen Zerstörung wurden wir von einem Wesen gerettet und in dieses Universum gebracht. Man nennt diese Wesen: Der Retter. Auf einer Insel südlich von hier, die den Namen Magno trägt, lebten von diesem Tag an einige Matoran. Zwölf Völker lebten erst in Frieden. Später gab es häufig Bürgerkriege und das Volk geriet in Streit. Deshalb wurden zwölf Toa, aus jedem Volk einer, auserwählt. Sie sollten für Ordnung sorgen. Kurz darauf wurde auf der Insel die Kanohi Ultima gefunden. Die Maske der Macht. Mit deren Kraft man die Kontrolle über fünfzehn Elementarkräfte hatte. Jedoch konnte sie nur ein Auserwählter tragen. Dieser wurde bald gefunden. Es war ein Matoran namens Avu. Einige Zeit lebten die Völker unter dem Schutz der Toa und des Toa der Macht friedlich, aber irgendwann wurde dieser Frieden gebrochen.

Kapitel 9: Die Vergangenheit der Zukunft

Axonn machte eine Pause und Toku bekam Zeit über das nachzudenken was er erzählt hatte.
Dann erzählte Axonn weiter:"Ein Makuta und einige Dunkle Jäger griffen die Insel an. Mit einer gewaltigen Rahkshi-Armee gelang es ihnen die Hafenstadt Ga-Magno zu zerstören. Die Bewohner mussten fliehen. Alle Bewohner der Insel bereiteten sich auf einen Kampf vor und in Jo-Magno begann diese Schlacht. Jedoch waren die Rahkshi weit überlegen. Einige Toa starben. Viele Toa starben. Zuletzt waren Avu, ein Toa des Feuers, ein Toa des Plasmas und ein Toa der Luft die einzigen Überlebenden. Aber der Kampf war noch lange nicht gewonnen. Schließlich wurde Avu von den anderen getrennt. Die anderen Toa fielen nach und nach und als der letzte starb rächte Avu sich. Er zerstörte alle Rahkshi in der Nähe. Danach nutzte er seine Macht um die Toa vor dem Tot zu bewahren und sicher auf die, von hier westlich gelegene Insel, Nuva Nui zu bringen. Jedoch wurde er während dieses Vorgangs von Makuta selbst angegriffen und starb. Seine letzte Tat bestand darin die Maske der Macht nicht einfach dort liegen zu lassen, wo er starb, denn dann würde sie in die Hände Makutas fallen, sondern an einen unbekannten Ort in Sicherheit zu bringen. Da Avu getroffen wurde konnten die Toa nicht nach Nuva Nui gelangen. Das einzige was ihm gelang war einen Hilferuf nach Nuva Nui zu schicken. Von dort wurden zwei Toa-Teams, die Toa Mahri und die Toa Hagah, als Verstärkung geschickt. Als diese jedoch ankamen, war Magno bereits von den Dunklen Jägern eingenommen und die beiden Toa-Teams wurden gefangen genommen. Die Toa wurden, wie ich bereits sagte, nicht nach Nuva Nui gebracht, sondern nach Eara Magna. Diesen Ort. Und aus unerklärlichen Gründen wurden sie zu Matoran."
Toku blieb das Herz stehen. "Heißt, das... Sind wir...?" "Ja, das seid ihr.", antwortete Axonn, "und eure Aufgabe ist es die letzten verbliebenen Matoran, die beim Tod von Avu geflohen sind, zu finden und an einen sicheren Ort zu bringen."

Kapitel 10: Eara in Pace

Toku konnte es kaum fassen. Sie alle, sowohl Milos als auch er, waren einst Toa. Es gab so viel, was er nicht verstand. Er wollte so viele Fragen stellen, aber Noepo, ein Jo-Matoran, der mit Milos gereist war, kam ihm zuvor. "Werden wir wieder zurückverwandelt?" Axonn ließ sich Zeit bis er antwortete:"Ja, aber ihr müsst den drei Tugenden gerecht sein."
"Ich verstehe nicht", wandte Roru ein. "Ich kann es euch auch nicht erklären. Jedoch ist es eure Bestimmung einen Ort am Vulkan zu finden, wo die Matoran leben können."
Ein lautes Grollen ließ alle zusammenzucken. Es wurde immer lauter, dann verstummte es. Schließlich ertönte es erneut. "Wir müssen hier weg", rief Axonn. Alle verließen die Höhle so schnell sie konnten. Toku sah zum Himmel hinauf. Es donnerte und der Vulkan gab grollende Geräusche von sich. Eine riesige Aschewolke schwebte in der Luft. "Er bricht aus", stellte Kaepa fest, "wir müssen hier weg." Gemeinsam rannten sie alle in die Richtung des Nadelwaldes. Toku sah die Rahi Schutz suchen. Glühende Lavabrocken fielen über sie herab. Dann ertönte ein weiteres furchteinflößendes Geräusch und der Boden unter ihnen erzitterte. Ein breiter Spalt entstand direkt unter den Füßen zweier Matoran. Sie wären in die unendliche Tiefe gefallen, wenn Axonn sie nicht im letzten Moment gehalten hätte. "Wir müssen zum Meer", rief Axonn und rannte in die entgegengesetzte Richtung. Die Matoran folgten ihm während weitere Feuerbälle auf sie niederfielen und die Erde weiter bebte. Toku sah Milos am Rand der Gruppe, der gerade um Haaresbreite einem Lavabrocken entkommen war. Zum ersten Mal erkannte Toku, dass der Matoran des Plasmas Angst hatte. Dann erschien ein Riss in der Erde und ein brennender Baum fiel auf Milos nieder. Milos drehte sich um, konnte aber nichts mehr tun. Entsetzt starte er in das Feuer. Toku sah dem Geschehen zu und zweifelte kurz. Doch dann nahm er seine Disk und warf sie mit dem Wort:"Einigkeit!", gegen den Baum. Der Stoß warf das brennende Objekt in eine andere Richtung sodass es nicht auf Milos fiel. Dieser schien erst gar nicht verstanden zu haben, was gerade passiert war. Dann rannte er erleichtert zu Toku und sagte:"Danke!" Er reichte Toku seine Disk. Toku sah zu seiner eigenen die jetzt nur noch Asche war, aber er lehnte ab. Milos verstand nicht, aber trotzdem behielt er seine Disk und sagte freundlich:"Wir müssen weiter, beeil dich!"

Kapitel 11: Der Wille der Macht

Sie kamen bis zum Strand, doch dort erblickten sie eine weitere Katastrophe. Eine riesige Flutwelle kam auf die Insel zu. "Das wird das Feuer löschen", sagte Axonn. Ein Matoran wollte antworten, aber Toku hörte nichts mehr, denn in diesem Moment hatte die Welle sie erfasst. Toku hielt die Luft an. Er hasste das Wasser. Erst als er sich etwas daran gewöhnt hatte öffnete er die Augen. Er sah nicht genaues um sich und versuchte wild um sich rudernd voran zu kommen. Jedoch klappte dies nicht und er ging immer weiter unter. Wütend dachte er:"Deshalb hasse ich das Wasser!" Er sank tiefer und tiefer und wurde mit der Flut mitgerissen. Häufig stieß er gegen einen Baum, was sehr schmerzhaft war. Dann sah er einen Matoran vor sich und spürte wie jemand ihn von hinten festhielt. Instinktiv wehrte er sich, doch bald waren seine Kräfte aufgebraucht und er war zu schwach etwas zu tun. Ihm wurde schwarz vor Augen.

Toku wachte auf. Er konnte sich nicht mehr genau an das erinnern was passiert war. Sie hatten Axonn getroffen, sie haben erfahren wer sie waren, dann der Vulkanausbruch, das Erdbeben, die Flut. Die Flut! "Wo bin ich?" Axonn und Mira standen vor ihm und die anderen etwas abseits. Er wiederholte seine Frage. Diesmal antwortete Axonn:"Wir sind am großen Schneeberg gelandet. Nun sind wir in einer Höhle, wo wir sicher sind und warten bis alles vorbei ist. Ruhe dich ruhig noch etwas aus!"

"Wach auf Toku!", Mira kam zu ihm. Neben ihr stand Milos. Toku war entsetzt, doch dann fiel ihm ein was passiert war. "Was gibt es?", fragte Toku. " Es ist vorbei", murmelte Milos,"wir können hier raus."
Toku rappelte sich auf. Die anderen standen bereits fertig zu losgehen. Nachdem er bei ihnen war, verließen sie die Höhle. Toku war überrascht, über das was er da sah. Die Naturkatastrophen hatten das Land verändert. Direkt neben dem Großen Vulkan befand sich nun ein wesentlich kleinerer Vulkan und in der Nähe dieses Vulkanes, war ein Lager zu sehen. Es würde für sehr viele Matoran reichen. Toku konnte sich nicht vorstellen, dass das zufällig entstanden ist. Erstaunt wollte er etwas sagen, doch Axonn kam ihm zuvor:"Ja das ist es, das ist der Ort an den ihr, Toa Eara, die letzten Überlebenden Magnos bringen sollt!" Die Matoran stellten sich in einen Kreis auf und riefen gleichzeitig:"Einigkeit, Treuepflicht, Bestimmung!"


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