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Heathers Nemesis

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Rache

Sie hatte dieses Gesicht schon ihr ganzes Leben lang. Das heißt, früher hatte es natürlich anders ausgesehen. Jünger.
Aber es war das selbe Gesicht wie das, das sie gerade im Spiegel betrachtete. Und sie hatte jedes Mal, wenn sie es gesehen hatte, gedacht, dass man diesem Gesicht vertrauen könnte. Dass dieses Gesicht nie jemanden verletzen könnte. Sie hatte in die hellen blau-grünen Augen gesehen und gedacht, eine Mörderin hätte niemals solche Augen. Die Augen einer Mörderin würden nicht so voller Lebenslust strahlen. Und tatsächlich hatten ihre Augen ihren jugendlichen, naiven Glanz verloren. Sie hatte das hellblonde Engelshaar gesehen und niemals vermutet, dass dies einmal das Haar einer Teufelin werden würde. Sie hätte es nie vermutet.
Niemals.
Bis Heather sie verraten hatte. Ihr gesagt hatte, dass sie sie nur benutzt hatte. Dass sie sie nie geliebt hatte. Dass sie nur ein Zeitvertreib gewesen war.
Und bis eine alte Freundin ihr Hilfe angeboten hatte. Ihr einen Weg angeboten hatte, sich zu rächen.
Und nun würde sie, Claire Roan, zuende führen, woran Eva gescheitert war. Sie würde Heather Bryce vernichten.

Wiedersehen

Emily saß nun schon seit fast zehn Minuten in ihrem Wagen auf dem Parkplatz vor der Hero Factory. In der zeit hatte sie sich mehr als ein Mal die Haare zurecht gerückt und den Sitz ihres eleganten schwarzen Hosenanzugs kontrolliert. Eigentlich gab es keinen Grund, warum sie nicht einfach aussteigen sollte. Abgesehen davon, dass es das erste Mal seit mehr als einem Jahr war, an dem sie Heather wieder treffen würde. Und in diesem einen Jahr hatte sich eine Menge geändert.
Nachdem sie noch einmal tief durch geatmet hatte, löste sie endlich den Sitzgurt und öffnete die Tür ihres Wagens. Mit leicht weichen Knien ging sie auf die große, zweiflüglige Glastür zu, auf der aus leicht milchigem Glas das Symbol der HF prangte und die sich bei ihrer Annäherung seitlich öffnete. Nachdem sie sich mit einem kurzen Rundblick in der weitläufigen, überwiegend weiß gekachelten Vorhalle nichts großartig verändert hatte, ging sie direkt auf den Tresen zu, hinter der einige Rezeptionisten sich mit Besuchern und Mitarbeitern unterhielten. Sie stellte sich an einer Schlange an, die ihrer Meinung nach die kürzeste zu sein schien.
Ihre Gedanken wanderten zu Heather. Wie würde sie reagieren, wenn Emily ihr von den Neuerungen erzählen würde?
Überrascht stellte Emily fest, dass sie einige Strähnen ihrer Haare in die Hand hatte und begonnen hatte, an ihnen zu knabbern. Früher hatte sie das häufiger getan, aber eigentlich hatte sie diese Geste der Nervosität schon lange abgelegt.
Sie strich sich die Haare zurück, die inzwischen wieder ihre natürliche, dunkelrote Farbe angenommen hatten, nachdem sie sich vor knapp drei Jahren entschieden hatte, die blonde Molekülarfarbe wieder zu entfernen, die sie sich in ihrer Jugend hat einwirken lassen und die sie inzwischen wieder glatt trug und nicht mehr wild gelockt wie damals.
„Emmy!“, ertönte eine Stimme hinter ihrem Rücken und ließ sie aus ihren Gedanken hoch schrecken.
Als Emily sich umdrehte, erkannte sie Heather, die ein Stück hinter der Schlange stand und sie freudig anstrahlte. Mit langsamen Schritten verließ Emily die reihe und ging mit einem Lächeln, dass sich so falsch anfühlte, dass sie es aufgab, noch bevor sie Heather erreichte, auf sie zu.
Sofort schloss Heather sie in die Arme und drückte sie fest an sich. Erst als sie merkte, dass Emily den Druck nicht erwiderte, lockerte sie ihren Griff und sah in Emilys Gesicht.
„Alles in Ordnung?“
Emily wollte ihr gerade sagen, was sie beschäftigte, als sie einen genaueren Blick auf ihre Freundin warf. Sie hatte eine lang gezogene, etwa einen halben Zentimeter dicke Narbe unter ihrem linken Auge. Auch ihr rechtes Auge sah nicht besonders gut aus. Es war komplett weiß. Sowohl ihre Iris, die sich nur noch ganz schwach vom Untergrund abhob, als auch die Pupille hatten ihre Farbe verloren. Es sah so aus, als sei das Auge verletzungsbedingt erblindet. Heather hatte ihr von der Sache mit Maeve, beziehungsweise Eva, erzählt, aber sie hatte verschwiegen, was für Verletzungen sie davon getragen hatte.
Emily zögerte, bevor sie zu einer Antwort auf ihre Frage ansetzte „Ich muss dir etwas sagen.“
Heather sah sie besorgt an. Sie wiederholte ihre Frage. Allerdings war es nun keine bloße Floskel mehr. „Alles in Ordnung?“
„Du erinnerst dich an unsere Abmachung? Solange ich weg bin, dürfen wir beide Beziehungen mit anderen Frauen anfangen...“
„Aber wenn du zurück kommst, sind die Beziehungen abgeschafft und wir reden nicht darüber. Natürlich erinnere ich mich. Was ist damit?“
„Ich kann mich nicht mehr daran halten.“, eröffnete Emily ihr. „Ich habe jemanden kennen gelernt. Und ich werde nicht mit ihr Schluss machen. Es tut mir leid.“
Während sich auf Heathers Gesicht Ratlosigkeit ausbreitete, atmete Emily erleichtert aus. Sie hatte es ihr gesagt. Nun bliebe nur noch die Reaktion abzuwarten.
Heather öffnete den Mund. Dann schloss sie ihn wieder. Sie schien nicht zu wissen, was sie sagen wollte. Sie waren seit mehr als zehn Jahren zusammen und nun machte Emily völlig unerwartet Schluss mit ihr. Kein Wunder, dass sie da nicht wusste, wie sie reagieren sollte.
Schließlich schaffte sie es, ein etwas weinerlich klingendes „Was?“ hervor zu pressen.
„Sie heißt Summer. Summer Bennett. Sie ist auch hier. Ich... Ich hab ihr allerdings gesagt, sie sollte warten, bis ich es dir gesagt habe. Es tut mir leid, Heather.“
Heather öffnete noch einmal den Mund. Emily konnte sehen, wie sich Tränen in ihren Augen sammelten – Sowohl in dem gesunden, als auch in dem verletzten. Dann drehte sie sich wortlos um und verließ das Foyer. Emily versuchte gar nicht erst, sie aufzuhalten. Sie würden später reden.

Angebot

„Sie wissen, warum sie hier sind, Miss Warden?“, wollte der grauhaarige Mann wissen, der auf dem ehemaligen Platz von Will Havering Platz genommen hatte. In seiner Hand hielt er eine geöffnete Akte die in dicken schwarzen Druckbuchstaben mit dem Namen Emily Warden beschriftet war
„Sie wollen mir anbieten, die Leitung der Hero Factory zu übernehmen.“, erwiderte Emily. Nur wegen dieses Angebots war sie überhaupt wieder in die Staaten gekommen.
„Was denken sie darüber?“, fragte der Grauhaarige, der sich als Haverings Anwalt vorgestellt hatte, mit leicht gedehnter Stimme. Sein Blick wanderte immer wieder zu Summer, die neben dem schweren Holzschreibtisch stand und das Gespräch nur mit halbem Ohr belauschte. Stattdessen lauschte sie nach Geräuschen, die verrieten, dass etwas ungewöhnliches im Gange sei.
„Stört ihre Anwesenheit sie?“, fragte Emily statt einer Antwort.
Der Anwalt schüttelte den Kopf. „Nein, natürlich nicht. Aber könnte sie sich nicht vielleicht setzen?“
„Nein danke. Ich stehe lieber. Das ist sicherer.“, erwiderte Summer. Ihre Stimme war tiefer als ihr Aussehen vermuten ließ. Sie war zwar einige Zentimeter größer als Emily, allerdings sehr schmal und zierlich gebaut. Ihr langes schwarzes Haar war schwach gewellt und ihre grünen Augen zuckten ständig hin und her, als versuche sie, den gesamten Raum auf einmal zu sehen. Sie war wie geschaffen für den Job als Bodyguard. Obwohl, wie Emily sich dachte, sie vielleicht auch dem Job ihre übervorsichtige und behütende Art verdankte.
„Nun gut.“, wechselte der Anwalt das Thema. „Wie denken Sie über unser Angebot?“
Emily lehnte sich in ihrem Stuhl zurück und dachte einen Moment nach. Dass ihr Blick dabei auf Summer fiel, bemerkte sie einige Zeit gar nicht. Als sie es mitbekam, wandte sie sich schnell wieder dem Anwalt zu. „Ich bin mit meinem aktuellen Job sehr zufrieden. Ich wüsste nicht, warum ich Ihr Angebot annehmen sollte.“
„Denken Sie doch einmal darüber nach. Ihr aktueller Job treibt Sie immer wieder in Krisengebiete oder in uns feindlich gesonnene Länder. Und zwar höchst persönlich.“ Er warf einen Blick auf Summer. „Ohne Ms Bennett zu nahe treten zu wollen; Sie könnten jeden Tag sterben. Oder schlimmeres. Wenn sie den Job annehmen, sind Sie sicher. Und verdienen etwa dreimal so viel wie jetzt.“, wie er mit einem Augenzwinkern anmerkte. Vermutlich, um seiner vorherigen Aussage ein wenig die Schärfe zu nehmen.
„Ich arbeite seit zehn Jahren im Außendienst und habe in all der Zeit nicht einmal eine Kugel abbekommen, geschweige denn Schlimmeres. Sieht so aus, als hätte man als Leiter der HF eine geringere Lebenserwartung.“, erwiderte sie.
„Die Sache mit Ms Craw war eine einmalige Sache. Aber statistisch gesehen, sterben 85% der Vorstände einen natürlichen Tod, während knapp 70% aller Außendienstler noch innerhalb ihres ersten Jahres in dem Job getötet werden.“ Obwohl seine Stimme weiterhin ruhig blieb, hörte Emily doch die gesteigerte Anspannung dahinter. Auch sein Gesicht war etwas rötlich geworden. Offensichtlich passte es ihm gar nicht, dass sie seine ordentlich zurechtgelegten Argumente entkräftete.
„Außerdem bekomme ich freie Kost und Logis in den besten Hotels und Restaurants der ganzen Welt. Damit komme ich vermutlich über das Gehalt des Bosses, nicht wahr?“, Sie warf ihm ein zuckersüßes lächeln zu und genoss das wütende Funkeln in seinen Augen, obwohl sein Gesicht völlig entspannt blieb.
Mit beherrscht ruhiger Stimme erwiderte er: „Sie wollen den Job also nicht? Habe ich das richtig verstanden?“
Emily wurde wieder ernst. Sie warf einen Blick zu Summer, doch die sah gerade zur Tür. Vereinzelte Schweißtropfen standen auf ihrer hellen Stirn. Es machte sie nervös, in einem geschlossenen Raum zu sein. Vor allem, wenn der Raum nur einen Ausgang hatte.
„Ich denke nicht.“, antwortete Emily. „Aber sollte mir jemand in den Sinn kommen, der geeignet wäre, lasse ich es Sie wissen.“
Ohne eine Antwort von dem Anwalt abzuwarten, stand sie auf und ging zur Tür. Summer folgte ihr. Sichtlich erleichtert, den kleinen Raum wieder verlassen zu können.
Weder die beiden, noch der Anwalt verabschiedeten sich.

Getötet

Es handelte sich um ein Hochhaus in der Innenstadt. Billige Wohngegend und akzeptable Wohnungen. Geringe Kriminalitätsrate, aber wenige Einkaufsmöglichkeiten. Genau die Umgebung, in der jemand leben würde, der zwar wenig Geld hatte, aber dennoch Wert darauf legte, sicher und gut zu leben. Und diese Beschreibung hatte genau auf Tabitha Bryce zugetroffen.
Vor ihrem Tod.
Claire zog sich die blutverschmierten Handschuhe von den Händen und ließ sie in den kleinen Mülleimer neben der geschlossenen Eingangstür fallen. Sie bestanden aus einem speziellen Gewebe, das eigentlich dafür da war, das Tragen angenehmer zu gestalten, doch in ihm ließen sich keine Fingerabdrücke feststellen, weshalb es kein Problem war, sie gleich hier zu beseitigen.
Sie warf einen letzten Blick zurück auf ihr Werk.
Ihr Körper saß zusammengesunken auf einem Küchenstuhl, an dessen Armlehnen und Stuhlbeine sie gefesselt war. Ihre langen braunen Haare hingen ihr ins Gesicht, das aus geöffneten, leblosen Augen auf den Fußboden starrte. Aus ihrem Mund flossen schmale Linien dunkelrotes Blut, die inzwischen einen sich immer weiter ausbreitenden Fleck auf ihrem fliederfarbenen Top gebildet hatten. Äußerlich war sie völlig unverletzt und ihre einzige – und tödliche – Verletzung bestand in einem Riss in ihrer Kehle, die Speise und Luftröhre aufgeschlitzt hatte. Entstanden war diese Verletzung durch einen relativ kleinen Anhänger, der einmal Heather gehört hatte.
Claire sah noch einmal in das Gesicht der Toten. Wären ihre Augen nicht hellblau, sondern wie die ihrer Tochter dunkelbraun, könnte man denken, es handele sich um eine ältere Version von Heather.
Sie ging zur Tür und wollte gerade die Klinke hinunter drücken, als ihr auffiel, dass sie keine Handschuhe mehr trug. Sie zog den Stoff ihres Ärmels über ihre Hand und öffnete die Tür. Dann verließ sie die Wohnung ohne sie wieder hinter sich zu schließen. Es konnte nicht schaden, wenn sie schnell gefunden würde.
So schnell, wie möglich war, wenn man kein Aufsehen erregen wollte, verließ Claire das Hochhaus.

Sie

Die jüngsten Ereignisse ließen Emily daran zweifeln, dass Eva – Sie hatte sich daran gewöhnt, ihren wirklichen Namen zu verwenden – nach ihrer Festnahme einfach aufgegeben hatte. Eigentlich war es völlig klar, dass sie in zehn Jahren der Planung auch einmal daran denken würde, einen Plan für den Fall zu schmieden, dass Heather gegen sie siegte.
„Darling? Woran denkst du?“, fragte Summer, die wohl ihren nachdenklichen Gesichtsausdruck gesehen hatte.
Ein kurzes Lächeln stahl sich auf Emilys Lippen, wie jedes Mal, wenn Summer sie mit diesem doch sehr altmodischen Spitznamen anredete, bevor es schnell wieder erstarb. „An Tabitha.“
Die Leiche von Heathers Mutter war erst vor einigen Stunden gefunden worden. Heather war sofort zur Wohnung ihrer Mutter gefahren, wo sie immer noch war.
„Kann ich etwas für dich tun?“, wollte Summer wissen. Da sie Heathers Mutter nicht gekannt hatte, wusste sie nicht, wie sie Emily trösten konnte.
„Ich muss mich ablenken.“, erwiderte Emily mit tonloser Stimme. „Kannst du mich einige Zeit alleine lassen?“
Summer öffnete den Mund um zu widersprechen, nickte dann aber nur.
Nachdem sie sich mit einem Kuss voneinander verabschiedet hatten, verließ Summer das Zimmer, warf einen misstrauischen Blick in jeden Gang – Emily merkte ihr deutlich an, dass es ihr nicht behagte, unbewacht zu lassen – und ging dann in Richtung Ausgang davon.
Nachdem Emily sich vergewissert hatte, dass Summer wirklich gegangen war, lief sie schnurstracks in Richtung der Gefängniszellen. Sie musste mit Eva über die Ereignisse reden. Sie musste herausfinden, wer für den Mord verantwortlich war.
Es dauerte nur wenige Minuten, bis sie vor der verschlossenen Gittertür stand, die in den Zellentrakt führte. Einige Kameras waren auf sie gerichtet und an verschiedenen Stellen im Gang konnte sie Kraftfeldgeneratoren sehen, die eine Flucht verhindern sollten.
Nachdem sie ihren Hero Factory-Ausweis durch das Lesegerät gezogen hatte, das extra dafür neben der Tür eingebaut war, öffnete sich das Gitter und sie trat hindurch.
Sie atmete ein letztes Mal tief durch und ging dann die letzten Meter bis zu der Zelle in der eine ihrer ehemaligen besten Freundinnen saß.
Die Gefangene saß gerade auf ihrer Pritsche und las in einem dicken Buch, dessen Titel Emily nicht erkennen konnte.
„Eva?“, fragte Emily zögerlich.
Sie drehte sich zu ihr herum und klappte das Buch zu. Sie sah genau so aus, wie vor einem Jahr, abgesehen von einer langen, golden gefärbten Strähne in ihrem dunkelbraunen Haar.
„Emily.“, Eva schien sich wirklich zu freuen, sie zu sehen. „Komm doch rein.“
„Ich möchte mit dir über den Mord an Tabitha reden.“, erklärte Emily statt einer Antwort.
Eva antwortete nicht. Stattdessen zog sie sich ein Stück von den Gitterstäben weg und ergriff etwas, das Emily bisher nicht beachtet hatte und das wie ein großer, metallener Stuhl aussah. Sie zog sich darauf und betätigt einen kleinen Hebel, der an der rechten Armlehne befestigt war, woraufhin sich der Stuhl in Bewegung setzte.
Emily erkannte dass es sich um einen Rollstuhl handelte. Heather hatte zwar gesagt, dass Eva verletzt worden war, aber nicht, um was für Verletzungen es sich handelte.
„Überrascht?“, fragte Eva. „Nicht damit gerechnet, dass Heather mich verkrüppelt hat?“
„Weißt du, wer sie umgebracht hat?“, Emily versuchte, das Thema zu wechseln.
„Ja“
„Wer war es?“, wollte Emily wissen, auch wenn sie wenig Hoffnung hatte, dass Eva es ihr sagen würde.
Eva schwieg. Sie rollte hin und her, bevor sie die goldenen Haare ergriff, die zwischen den dunklen braunen fast zu leuchten schienen.
„Heather hat mein leben zweimal zerstört. Einmal, als sie meine Eltern tötete, und das zweite Mal, als sie mich in den Stuhl gebracht hat. Sagen wir einfach, es ist jemand, der ebenfalls eine berechtigte Abneigung gegen sie hat.“
Nun war es Emily, die schwieg. Es handelte sich also nicht um jemanden, der für Eva arbeitete, sondern der selbst Rache üben wollte.
„Du wirst es mir nicht sagen?“
„Ich werde dir nur sagen, dass sie zu mir gekommen ist und nicht andersherum. Ich habe ihr nur einen Denkanstoß geliefert.“
Emily drehte sich um. Sie wollte gerade gehen, doch dann drehte sie sich noch einmal zur Zelle um und fragte: „Warum die goldene Strähne?“ Die Frage war belanglos und half ihr nicht weiter, doch es interessierte sie.
Ein melancholischer Ausdruck trat auf Evas Züge. „Eine Erinnerung an bessere Zeiten.“
Emily konnte mit der Antwort nichts anfangen. Welche besseren Zeiten?
Sie hakte jedoch nicht nach. Stattdessen wandte sie sich ab. Das Gespräch hatte sie kaum vorangebracht, allerdings hatte sich Eva an einer Stelle verplappert.
Sie hatte gesagt, dass sie zu ihr gekommen ist. Also handelte es sich bei dem Mörder um eine Frau.
Sie würde sich später darum kümmern. Jetzt wollte sie sich tatsächlich noch einmal ablenken, bevor Summer zurück kam. Und sie wusste auch, wo sie dafür hingehen wollte.

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