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Hellgate Mata Nui

Hellgate Mata Nui Kapitel 0 Übersicht Cover

„The Hour of Shadows“

Ein jeder kennt die Geschichten über die Welt des Lichts und die Welt der Schatten. Und die meisten meinen das dies nur Märchen sind um andere zu erschrecken oder ihnen Alpträume zu bereiten. Doch ist dieser Alptraum nur eine verkannte Realität welche niemand wahr haben will. Genauso wie den Tatbestand das die Welt des Lichts und die Welt des Schattens eins sind und es nur auf den richtigen Zeitpunkt ankommt. Die Angst vor der Dunkelheit, so wie manche es nennen, ist das was uns am Leben hält. Es stärkt uns, zeigt uns die Gefahren und gibt uns relativen Schutz vor dem Bösen was in der Dunkelheit lauert. Doch manchmal gibt es Kräfte die dem Schatten der Nacht ein Gesicht verleihen. Diese Schatten gab es auf jeder Welt, auf jedem Planeten und in allen Epochen. Und immer gab es ausgewählte Geschöpfe die dafür ausgesehen waren, sich diesen Schatten zu stellen. Jede Epoche hatte ihren Namen für diese wenigen Krieger die sich zwischen dem Licht und der Dunkelheit bewegten. Heute nennen sie uns „die Wächter der Nacht“ oder „Hüter des Gleichgewichtes“ und jene die unsere Aufgabe nicht verstehen;

„Praedatoren“



Prolog:

Mr. Bishop hockte hinter seinem Schreibtisch und leerte den dritten Becher Kaffee fast in einem Zug. Die zwei uralten Aktenordner lagen aufgeschlagen auf vor ihm. So manche Archivinhalte las der Abteilungsleiter gerne doch diese beiden Ordnete hasste er. „Warum sitze ich seit sechs Uhr morgens im Büro,“ murmelte der Agori während er einen verachteten Blick auf die aufgeschlagenen Seite warf, „und studiere 6.000 Jahre alte Unterlagen?“ Bevor er aufstand um sich eine vierte Tasse Kaffee zu holen markierte er mit einem Textmarker in je einer der Ordner einen Textabschnitt;

Personalityeducate Lead System

Das „Personalityeducate Lead System“ kurz P L S oder auch C P C „Personaformare Clavus Praecepta“ wörtlich Übersetzt „Persönlichkeitsbildendes Leit System“ ist eine Computersystem das experimentell für das Mata Nui Projekt entwickelt wurde. Es ermöglichte einer Maschine eine Persönlichkeit zu entwickeln und wie ein lebendes Wesen zu denken. Ein Roboter konnte nun durch zusätzliche Sensoren Berührungen oder Schmerzen wahrnehmen und wie ein Lebewesen sie verarbeiten. Wurde dieser Roboter beschädigt und wieder in stand gesetzt blieb seine Persönlichkeit erhalten. Doch bei zu schweren Schäden ging sie verloren und konnte auch nicht wieder hergestellt werden. Eine Maschine die nun über ein P L S oder C P C gesteuert wurde nahm dies als Verlust auf so wie ein Soldat einen gefallenen Kameraden betrauerte. Diese technische Entwicklung war zu ihrer Zeit revolutionär und die Wissenschaftler die sie entwickelt hatten erlangten großen Respekt. Es brachte ihnen den Spitznamen „Große Wesen“ ein. In den folgenden Jahren wurden die ersten „lebenden“ oder „fühlenden“ Roboter entworfen. Die Matoraner und Toa, ein weiterer Meilenstein in der technischen Entwicklung. Im Laufe des Mata Nui Projektes entstanden auf diese Weise eine große Zahl weiterer Robotergeschöpfe später „Rahi“ genannt. Dazu wurden P LS oder C P C Einheiten so programmiert das natürliche Instinkte die Robotertiere lenkten. Doch in diesen Zeiten wuchs auch die Kritik an dem Projekt was die Genialität der technischen Entwickler und Programmierer immer wieder in Frage stellte. Doch mit dem entwickeln des P LS oder C P C wurde es möglich künstliches Leben zu erschaffen.

Elementary Structure Change

Der „Elementary Structure Change“ kurz E S C oder auch E S M „Elementum Strüctüra Mutabilis“ übersetzt Elementar Struktur Wandler ist eine weitere Entwicklung die mit dem Mata Nui Projek einher ging. Diese technische Erfindung ermöglicht es die Strukturen eines Elementes kontrolliert um zu formen und z. B. als Werkzeug an zuwenden. Diese Anwendung wird von den Befürwortern liebevoll „Elementarkraft“ genannt und von den Skeptikern „Dämonenwerk“ oder „Teufelei“. Als den Toa und anderen Maschinen des Mata Nuit Projektes E S C oder auch E S M Geräte eingesetzt wurden, eskalierte der Streit. Das Projekt durfte nicht mehr auf Spherus Magna fort geführt werden. So zogen sich die beteiligten Wissenschaftler in den Orbit zurück wo sie ihr Experiment zu ende brachten. So entging ihnen der größte Teil des Kernkrieges der durch den Rohstoff Protodermis ausgelöst wurde. Indirekt trugen sie aber Schuld an diesem Disput. Hatten sie doch um ihr Projekt weiter finanzieren zu können gewisse Militärherren ebenfalls durch E S C oder auch E S M Implantate zu mächtigen Elementlords mutieren lassen. Am Ende des so genannten Kernkrieges zerbrach Spherus Magna und die Wissenschaftler schickten ihre künstliche Welt auf den neu entstandenen Planeten Aqua Magna. Der „Elementary Structure Change“ oder „Elementar Struktur Wandler“ hätte neue Wege der Elementnutzung ermöglichen können. Doch letztendlich fand diese Erfindung, welche viele Umweltprobleme und Energiefragen hätte beantworten können, nur den Einsatz als Waffe.

Nachwort:

Der Agori ließ sich wieder in seinen Stuhl sinken und drückte einen Knopf auf seinem Telefon. „Susan,“ sprach er in den Lautsprecher nach dem eine Frauenstimme sich gemeldet hatte, „bitte bringen sie noch einmal die Artefakte 145.R12 und 145.R13, dann nehmen sie sich für den Rest des Tages frei.“ „Ja Chef,“ erklang es aus dem Lautsprecher zurück, „wird erledigt und vielen Dank.“ Jetzt fühlte sich Bishop wieder besser und es fiel ihm leichter sich weiter dem Fall zu zuwenden. Gegen Mittag würde er aber denn noch Stormer, Surge, Furno, Breez, Evo und Nex anrufen müssen. Doch zu vor bereitete er in Ruhe die Unterlagen für die sechs Präedatoren vor. Doch er ließ sich dabei Zeit und zudem eilte die Sache nicht wirklich.



Hellgate Mata Nui Kapitel 1 Hellgate Mata Nui

Kapitel 1: “Böse Überraschung“

Die sechs Präedatoren blätterten in den Akten. Hin und wieder blickten sie auf das Hologramm des Mata Nui Roboters. „Was bitte ist dieses `The Hive´,“ erkundigte sich Nathan und suchte etwas auf dem Hologramm das an einen Bienenstock erinnern könnte, „warum haben es die Entwickler Bienenstock genannt?“ „Wenn es auf dem Hologramm zu finden wäre,“ grummelte Bishop hinter seinem Schreibtisch, „dann wüssten wir es.“ „Laut den Konstruktionsplänen ist `The Hive` ein Bestandteil des Sicherheitssystems,“ warf Natalie ein und tippte auf einer Stelle auf dem Hologramm, „und hier müsste es sich eigentlich befinden.“ „Ja,“ willigte der Abteilungsleiter ein und schüttelte gleichzeitig den Kopf, „doch die Scannung des Roboters hat den Bienenstock nicht gefunden.“ „Laut dem Bericht der Todeshändler,“ warf Preston ein und kramte in seiner Aktentasche herum, „kämpften sie nur gegen Visorak und begeneten keinen V12 T9 Drohnen `Vahki` genannt.“ Schließlich fand der Präedator die Mappe und schlug die besagten Seite auf, „hier steht es.“ „In der Tat,“ stimmte Bishop zu, „das könnte bedeuten das die Visorak neben den Vahki auch den ersten ´Hive` zerstört haben könnten.“ „Aber wo kommen dann die neuen Vahki her?“ überlegte William angestrengt, „ohne Bienenstock keine Bienen!“ „Der Roboter wurde vor 6.000 Jahren, nach neuer Zeitrechnung auf Aqua Magna positioniert,“ bemerkte Mandy und lächelte sicher, „doch die Artefakte im Labor sind größten Teils so alt das sie nach der neuen Zeitrechnung nicht präzise zugeordnet werden können.“

Dem ist leider so,“ räumte der Abteilungsleiter ein, „und auf was wollen sie hinaus, meine Liebe?“ „Was wäre wenn mehr als ein ´Hive` produziert wurden,“ erklärte Fräulein Surge, „und dies aus uns bisher noch unbekannten Gründen nicht in den Produktionsplänen vermerkt wurde?“ „Das wäre gut möglich,“ gab Julia zu, „das hieße aber auch wieder, dass sich die Erbauer nicht immer ganz Einig gewesen sein müssen.“ „Das sehe ich aber auch so,“ bestätigte Preston nach dem sich noch einmal den Bericht der Todeshändler vorgenommen hatte, „wenn man bestimmte andere Punkte berücksichtigt.“ „M26 T4 `Mata Nui` wurde von M27 K8 `Makuta` deaktiviert und durch ein Computervirus zerstört,“ bemerkte William Furno und verwies auf die Programmierungen beider C P C´s, „dann übte es / er Einfluss auf die Sicherheitssysteme aus.“ „Er benutze eine Notfall Form ´die Visorak´,“ fuhr der Agori fort, „um das System was er nicht vollständig kontrollieren konnte, `die Vahki´ zu vernichten.“ „Daraus lässt sich folgendes schlussfolgern,“ übernahm Preston das Wort, „das M26 T4 `Mata Nui`, M27 K8 `Makuta` und T8 H9 ´The Hive´ von verschiedenen Arbeitsgruppen programmiert wurden.“ „Und jede Gruppe hinterging irgend wie die andere,“ ergänzte William, „und letztere schienen dass gewusst zu haben.“ „Das ist anzunehmen,“ stimmte Bishop zu, „weshalb sie weitere Vahki Batterien produzierten und diese außerhalb des Roboters und auch des Planeten versteckten.“

Im Orbit um den roten Stern,“ lächelte Mandy und zog einen Zeitungsartikel aus ihrer Handtasche, „lesen sie das bitte.“ Bishop nahm die Zeitung und schlug sie auf. „Unbekanntes Signal für mehrere Stunden im Orbit um den roten Stern aufgefangen,“ entglitt es dem Abteilungsleiter, „gefolgt von weiteren Signalen die ebenfalls nicht entschlüsselt werden konnten.“ „Was meinen sie dazu?“ fragte Bishop mit weit aufgerissenen Augen, „warum haben nur sie diesen Bericht?“ „Da irgend wer seine Veröffentlichung verhindern wollte,“ sprach die Präedatorin, „der Bericht hätte heute erscheinen müssen doch gestern Nacht wurde die Druckerei Opfer der Flammen.“ „Und wo her haben sie das einzige erhaltene Exemplar?“ wollte der Abteilungsleiter wissen, „haben sie nach dem Brand die Büroräume durchsucht?“ Mandy nickte zufrieden, „und in einem Tresor fand ich dieses Exemplar und eine CD.“ Bishops Finger tanzten über die Tastatur und ein großer Bildschirm trat aus der Wand. Nun legte der Agori die CD in das Laufwerk. Nach umfassender Kontrolle auf Computerviren oder Spionagesoftware startete das Programm. Außer die Stimmen und Geräusche aus den Lautsprechern war nichts mehr im Büro zu hören. Absolute Sprachlosigkeit machte sich breit und alle sieben Agori starrten auf den Bildschirm. Nach dem das Video abgelaufen war, brach Bishop das Schweigen, „diese Bastarde, wer wollte diesen brisanten Inhalt verschleiern?“ „Gute Frage,“ erwiderten Nathan und Preston gleichzeitig, „aber diese Frage sollten wir später klären.“

Kapitel 2: “Schadenbegrenzungsmaßnahme“

Zuerst müssen wir nach Aqua Magna,“ warf William ein, „wir müssen diese Vahki vernichten und dafür sorgen das keine weiteren `Hives´ aktiviert werden können!“ „So wie es aussieht,“ brummte der Abteilungsleiter sauer, „aktiviert der letzte Vahki kurz vor seiner Vernichtung ein neues ´Hive´.“ „Das war eine regelrechte Invasion!“ sprach Juliane Nex und rief die Bilder des Videos wieder in Erinnerung, „die pyramidenförmigen Raumschiffe waren als Asteroiden getarnt, nach dem Signal sprengten sie die tarnende Hülle und landeten in vorprogrammierten Koordinaten.“ „Aus noch unbekannten Gründen hatten sie aber für die Insel Mata Nui kein Interesse,“ beruhigte Nathan die Gemüter, „und so lange das so bleibt, können wir den Schaden begrenzen!“ „Das würdet ihr tun?“ erkundigte sich Bishop und wirkte sichtlich erleichtert, „ihr würdet zu einer Schadenbegrenzungsmaßnahme nach Aqua Magna fliegen?“ „Diese Mission ist vielleicht gefährlicher als alle bisherigen,“ fuhr der Abteilungsleiter mit vorsichtiger Stimme fort, „und vielleicht kommt ihr von dieser nicht wieder zurück!“ Die sechs Präedatoren sahen einander an und dann wieder den Agori hinter dem Schreibtisch. „Geringe Aussichten auf einen Erfolg, ein schwer einzuschätzender Gegner und die Aussicht im Kampfe sein Leben zu lassen,“ sprachen die Sechs zusammen und mit einem Lächeln im Gesicht, „genau für solche Missionen wurden wir ausgebildet!“ „Geben sie uns eine Woche um die nötigen Vorbereitungen zu treffen,“ fuhren die Präedatoren fort, „wenn wir dieses eine Problem beheben können, ist diese Mission gleich halb so gefährlich.“ „Gut,“ lächelte der Abteilungsleiter, „ihr habt zwei Wochen Zeit und das Wehrtechnische Labor steht euch voll zur Verfügung.“ Am frühen Morgen des nächsten Tages begannen die sechs Agori mit ihrem Schaffen. In einem gesicherten Nebenraum stand eine V12 T9 Drohne im Standby Modus. William hielt sein Gewehr an die Schulter gepresst und wartete auf die Anweisung von Preston. „Auf dein Zeichen feuere ich auf den Schrotthaufen wie wir es in der Ausbildung gelernt haben.“ wiederholte der Agori und entsicherte das Gewehr. „Ganz genau,“ bestätigte Stormer.

Die Augen der Drohne leuchteten auf und das mechanische Monster fokussierte den Agori der nur zehn Meter vor ihm Stand. Zeitgleich mit dem Handzeichen seinen Kameraden ging die Drohne zum Angriff über. Furno zielte und feuerte insgesamt sechs Schuss ab bevor der Vahki funken schlagend und zuckend liegen blieb. „Sechs Schuss sind drei zufiel,“ stellten beide Agori fest, „wir müssen die Projektile modifizieren.“ „Ja,“ stimmte Juliane ein, „wir müssen auf drei oder weniger Schuss kommen.“ So nahm der Tag seinen Lauf und am Abend lagen dreißig zerschossene Drohnen im Lager. „Das beste Ergebnis lag bei vier Schüssen,“ erinnerte sich Mandy und zog ihre Notizen aus der Tasche, „resultierend aus präzisen Kopf oder Brusttreffern.“ „Und im Falle eines offenen Gefechtes,“ übernahm Natalie das Wort, „haben wir nicht die Zeit sauber zu zielen.“ „Was wäre wenn wir das gleiche Ergebnis mit einem kleineren Projektil schaffen könnten?“ schlug Nathan vor, „so könnten wir die Kapazität der Magazine erhöhen.“ „Ein Versuch ist es auf jeden Fall wert,“ willigte Preston ein, „und wenn wir diese Munition auch noch mit einem Sprengsatz versehen der im Körper detoniert, würde es ihre Wirkung noch zusätzlich verbessern.“ Nach weiteren zwei Tagen waren die ersten V12 T9 Projektile bereit zum Praxistest. Erneut aktivierte nun Nathan eine Drohne und notierte die Wirkung des neuen Geschosses. Zu erst zielte und feuerte Preston auf eine Drohne. Zwei gezielte Treffer in den Kopf und die Kampfmaschine brach zuckend zusammen. Die nächsten zwei feuerte William ab, gezielt in die Brust der Drohne. Wieder sackte diese zusammen und blieb zucken liegen. Nun teste auch Nathan die neue Waffe. Ein Schuss in die Brust und einen in den Kopf.

Die dritte Drohne lag zuckend am Boden. „Jetzt machen wir den Härtetest,“ mischten sich Mändy und Natalie ein, „wir möchten unsere eigene Erfindung mal testen und das in einer Kampfsituation!“ „Vierundzwanzig Drohnen bitte,“ fuhr Natalie fort und zeigte die zwei Pistolen, „Mandy und ich haben je zwei dieser Schusswaffen.“ Mit besonderer Vorsicht und erhöhter Aufsicht begann der Test. Im langen gesicherten Lager begannen die Drohnen mit dem Angriff. Es dauerte nicht lange und die vier Trommeln a sechs Schuss waren leer geschossen. Doch jeder Treffer hatte eine Drohne in ein brennendes Wrack verwandelt. „Aktiviert noch vier Drohnen,“ funkte Natalie über das Headset, „das war noch nicht alles.“ Widerwillig folgte William Furno der Anweisung und wurde ein weiteres Mal überrascht. Seine Freundin hatte eine ihrer Waffen so weg geworfen das sie von einer Drohne gefangen werden konnte. Noch bevor die Drohne jedoch wieder den Boden berührte explodierte die wuchtige Pistole und riss den Oberkörper der Kampfmaschine in Stahlfetzen. Die letzten drei Drohnen teilten das gleiche Schicksal. Die zwei Wochen vergingen rasch und die neue Spezial V12 T9 Anti `Vahki` Munition war reif für die praktische Anwendung. Nur eine Woche später kreiste der schwere Raumkreuzer über Aqua Magna. „Von hier oben sieht der Planet so friedlich aus,“ flüsterte Preston zu seinem Kameraden Nathan, „kaum zu glauben das dort ein brutaler Krieg unter dem Boden einer Insel tobt.“ „Ja, du sagst es,“ bedauerte Evo leise und sah auf einen Agori in Offiziersuniform, „doch da unten lauert der Alptraum.“ „Tag meine Herrn,“ grüßte der Offizier, „wie es scheint ist dies unsere erste gemeinsame Mission.“ Nathan Evo nickte, „wir habe zuvor noch nie mit dem UMP zusammen gearbeitet.“ „Dann folgen sie mir bitte,“ sprach der Agori in Offiziersuniform, „sie müssen mir noch genauer erklären warum wir im Orbit des roten Sterns warten sollen.“

„Wenn alles nach Plan verläuft,“ erklärten die beiden Präedatoren dem Offizier in dessen Büro, „dann werden wir ihnen mit der Zeit die Koordinaten der sich noch im Orbit befindlichen Hives zuspielen.“ „Damit wir diese Entern oder Vernichten können?“ schlussfolgerte der Offizier, „deshalb der Aufenthalt im Orbit und die schweren Enterkommandos?“ „Sie verstehen ihren Beruf,“ bestätigte Preston den Agori in Offiziersuniform, „präzise Schlussfolgerung.“

Kapitel 3: “Ankunft in Mata Nui“

Die Landung auf dem Planeten verlief wie geplant und doch verspürte ein jeder ein ungutes Gefühl. In den Missionen davor arbeiteten sie immer wieder als großes Team. Jeder konnte jedem Helfen. Doch in dieser Mission sah es anders aus. Sie kämpften in je drei Teams von zwei Präedatoren. Jedes Team von einer anderen Startzone aus. Und erst sehr viel später würde man sich an einem bestimmten Ziel wieder treffen. Auch die Hilfe der Marines des UMP änderte nichts an diesem Gefühl des Unmuts. Da sie zudem auch nur an bestimmten Sicherheitszonen Munition und Vorräte platzierten. Irgend wo etwas sehr nützliches aber doch auch keine allzu große Hilfe. „Viel Glück Leute,“ verabschiedeten sich die sechs Freunde, „mögen wir uns gesund und munter wiedersehen!“ Dann trennten sie sich und folgten einem Marine. Über ein Transportröhrensystem sollte jedes Team zu seiner Startposition gebracht werden. Alle drei Teams begannen irgend wo in Metru Nui und würden sich erst wider in Karda Nui treffen. Dabei galt es nicht nur möglichst viele Gegner auszuschalten sondern auch Fragen zu beantworten. Fragen die erst vor kurzem Aufgetreten waren. Sie setzten der Mission eine weitere makabere Note oben drauf. Kameraaufnahmen hatten eine fürchterliche Entwicklung an das Tageslicht gebracht. Diese würde die Mission zusätzlich um einiges gefährlicher machen als sie ohne hin schon war. Scharen von verstümmelten Individuen bevölkerten die Metrus und griffen alles an was den Anschein auf Beute machte. Dazu bedienten sich die Vahki Robotern aus der Grube und bestialische Kreaturen die an Hunde erinnerten.

Das Licht hier unten war so schwach das man ohne lügen zu müssen von ewiger Finsternis sprechen durfte. Die Kapsel sauste in die Tiefe und hielt mit einem starken Ruck. Ohne sich groß Gedanken zumachen stiegen Preston und Mandy aus in den großen Raum. Die Tür schloss sich und es war zu hören wie die Kapsel wieder nach oben schoss. „Machen wir uns hier erst mal etwas bequem,“ brummte Mandy und sah sich die Feldbetten an. Diese lagen noch eingepackt für sie bereit. Nach dem sie sich die Schlafstätten hergerichtet hatten setzten sie sich vor den Bildschirm des Computers. Dieser war in der Wand und dem Tisch fest montiert. „Diese Tastatur ist unsere einzige Verbindung in die Welt da oben,“ bemerkte Preston. „Und er andere Bildschirm zeigt uns was uns da draußen erwartet.“ ergänzte Mandy missmutig. Die junge Frau musterte den Bildschirm und vergrößerte das Bild eines Platzes. Er lag ca. fünfhundert Meter von ihrem gesicherten Raum entfernt. Weitere zehn Meter weiter der halbrunde Torbogen. Wie ein Schlund wirkte der Eingang zur U Bahnanlage. Ein Schlund der jeden Moment eine brutale Meute Kreaturen erbrechen konnte. „Da müssen wir rein,“ überlegte Preston und sah dann seiner Verlobten in die Augen, „und kommen da vielleicht nie wieder heraus.“ „Jetzt wo wir hier sind,“ lächelte Mandy und strich Preston über das Haar und sein Gesicht, „habe ich keine Angst mehr und ich bin sicher das es unsere Freunde genauso sehen.“

Hauen wir uns erstmal ne Runde aufs Ohr,“ erwiderte Preston und spürte wie sich sein Laune wieder verbesserte, „ich möchte topfit sein wenn ich diesen vermoderten Abschaum abknalle!“ „So möchte ich das hören!“ grinste Mandy zufrieden, „das ist der Preston Stormer den ich liebe!“ „Weiß du was,“ viel der Jungen Frau ein, „irgend wie habe ich Lust bekommen mich noch ein wenig zu amüsieren.“ Preston sah Mandy an und auf den Ausschnitt seiner Verlobten, „ja, ein leidenschaftliches Vergnügend so vor dem großen Gemetzel, wer könnte da schon nein sagen!“ In einer anderen Sicherheitskammer richtete sich Natalie auf und schlüpfte wieder in ihre Neosuit. „Jetzt kann es losgehen,“ lächelte sie William zu während sie die Beinpanzerung anlegte, „von hier aus sind es ca. neunhundert Meter bis zum Säulengang, dieser endet genau vor die Stufen zur Kathedrale.“ „Und auf jeder Säule sitzt so ein, was weiß ich,“ stellte Furno fest und griff ebenfalls zu einem Teil seiner Beinpanzerung, „es sind fünfundzwanzig Säulen pro Seite, macht fünfzig dieser Kreaturen.“ „Am Boden ist sonst nichts zu sehen,“ fügte Natalie hinzu und strafte die Brustpanzerung, „wir müssen uns zunächst nur auf den Feind aus der Luft konzentrieren.“ „Jetzt fällt mir wieder etwas ein,“ bemerkte William und prüfte sein Headset, „das da ist eine Kathedrale, sie könnte ein Ort sein wo Flüchtlinge Schutz gefunden haben.“ „Und diese würden uns folgen wollen,“ erwiderte Natalie Breez, „die wären uns dann ein Klotz am Bein.“

Kapitel 4:

Nathan schob die Magazine in das Gewehr und in die Fächer seiner Rüstung. Dann lud er die wuchtigen Pistolen bevor er sie in die Halterungen hing. Jetzt widmete er sich einem Koffer zu. Die Schlösser sprangen auf und gaben ein beeindruckendes Schwert preis. Die eine Seite war durchgehend geschliffen und die andere bis kurz vor dem Griff. Zwischen dem Ende der Klinge und dem Griff befand sich ein Fach für eine Energiezelle. „Hast du das Schwert erfunden?“ fragte Juliane und musterte die Waffe, „oder war es Preston?“

Weder Preston noch ich,“ grinste Nathan und schob die Energiezelle in die kleine Kammer, „diese Schwerter sind ein Geschenk von Mr. Bishop, er meinte wir können sie brauchen.“ „Und der gute Herr hat nicht so unrecht,“ stellte Fräulein Nex feste, „wenn diese vermoderten Kreaturen doch so Zahlreich sind, ist so ein Schwert vielleicht sogar sehr nützlich!“ Die Schiebetür schob sich auf und wieder zu. Schnellen Schrittes überquerten Preston und Surge den Platz bis kurz vor dem Torbogen. Natalie setzte ihren linken Fuß auf den Sockel einer umgestürzten Statue und kontrollierte ein letztes Mal die Kniepanzerung. Nun positionierte sie sich rechts neben Preston und zog die zwei schweren Pistolen aus den Halterungen am Gürtel.

Nathan Evo und Juliane Nex standen vor der großen stark deformierten Tür. „So wie es die Beulen und Risse verdeutlichen,“ bemerkte Nathan und strich mit dem Finger über einen breiteren Riss, „fand der Kampf im inneren statt.“ „Ich bin ja mal gespannt,“ entgegnete Juliane neugierig, „was da drinnen auf uns wartet, muss schon recht heftige Krallen haben um eine Stahltür so zu zurichten?!“ „Ja,“ erwiderte Evo und begann die Tür knarrend und knirschen auf zuschieben, „das werden wir gleich sehen.“ „Unsere fliegenden Kumpels haben uns entdeckt,“ sprach William leise und zeigte auf die Kreaturen auf den Enden der Säulen, „noch drei oder vier Minuten und sie greifen an.“ „Dann halten wir uns bereit,“ grinste Juliane zuversichtlich, „und bereiten ihnen eine schmerzhafte Begrüßung.“

Nachwort:

Nun erwachte das böse aus seinem finsteren Schlaf. In der verwüsteten Stadt wurde es wieder lebendig. Doch konnte hier nicht von lebenden Wesen gesprochen werden. Es war der lebende Schrecken in unzähligen verdorbenen Formen. Von der wankenden vermoderten Kreatur über bizarre vierbeinige Geschöpfe und Titanen die mit ihren Waffen verschmolzen waren. Der Kampf würde diese Nacht beginnen und erst im Morgengrauen wieder zum Ende kommen. Doch sind zwölf Stunden eine lange Zeit und erst recht wenn in jedem Schatten eine Gefahr lauert.

In so einer Nacht muss selbst ein geübter Jäger auf der Hut sein, damit er nicht zum Gejagten wird!
Hellgate Mata Nui Kapitel 2 Cover Apokalypse

Kapitel 5: “Beutegier“

Die Körper der Bestien zitterten. Der Geruch von frischem Fleisch und Blut lag in der Luft. Zwischen all dem des verbrannten und vermoderten. Den Kreaturen witterten ihre Beute und die Gier nahm weiter zu. Frisches zarten Fleisch und Blut, schon lange gab es das nicht mehr. Die Vierbeiner begannen sich zu sammeln. Über all aus dem U Bahnschacht krochen weitere Kreaturen herbei. Aus den verwüsteten Wagons und aus den weiten der dunklen Bahntrassen. Ihre Instinkte nahmen die Beute schon aus weiter Entfernung war und eine jede Bestie verspürte in diesem Moment nur den Urinstinkt. Die Beutegier, die Rasiermesserschafen Reißzähne in den Körper der Beute zu stoßen. Sie in Stücke zu reißen und das noch warme Blut zu trinken. Doch ein lauter dumpfer Ton beendete das hektische Treiben. Die Bestien spürten die Anwesenheit weiterer Kreaturen. Mächtige zweibeinige Geschöpfe die mit ihrer Schulterwaffe verwachsen waren, die Treiber. Die Vierbeiner wagten es nicht sich gegen jene Hünen zu wehren, es lag ebenfalls in ihrem Instinkt. Wenn ein Treiber in der nähe war, so würde er das Rudel anführen. So war es seit je her und so würde es auch bleiben. Das dumpfe Grollen der Treiber brachte die Bestien zur Ekstase. Sie knurrten und bellten, sie warteten auf das Zeichen angreifen zu dürfen. Als wilde Meute durch die Schächte hetzten und sich auf die Beute zu stürzten. Der Treiber trat hart auf den Boden und die Bestien setzten sich in Bewegung. Eine Meute aus Krallen, Zähnen und Stacheln stürmte durch die Gänge und Fahrstuhlschächte.

Die Beute kam immer näher. Meter für Meter wurde der Geruch des frischen Blutes und saftigen Fleisches stärker. Für wenige Sekunden vergaßen die Bestien sogar die Treiber als ihre Beutegier noch stärker wurde. Sie fauchten und knurrten während sie sich weiter durch den langen Schacht drängelten. Jetzt erreichte die Meute den Tunnel und die Witterung der Beute wurde noch intensiver. Sie schien so nah zu sein das man nur noch zubeißen brauchte um die Gier nach saftigem Fleisch und frischem Blut zu stillen. Jetzt am anderen Ende des Tunnels, wo das schwache Licht des Mondes wenige Meter hinein schien, war die Beute zu sehen. Die Treiber stapften zwischen den Scharen der Bestien und ihre Augen leuchteten matt im Dunklen. Anders als die wilden und primitiven Bestien spürten die Hünen auch die Angst welche die Opfer verriet. Für die großen zweibeinigen Kreaturen war die Angst des Opfers eine Genugtuung. Desto mehr Angst das Opfer hatte so sadistischer wurden die Treiber. Doch die beiden Hünen spürten keine Furcht, keine Angst, nicht mal ein winziger Hauch davon lag in der Luft. Diese Opfer waren anders als alle anderen davor, es waren Gegner. Die zwei Präedatoren blickten in den Tunnel und hörten die Geräusche unzähliger Schritte. Dazwischen ein wirres Knurren und Fauchen. Für ein ungeübtes Ohr ein Wirrwarr an Lauten die einem das Blut in den Adern gefrieren ließe. Eines das die verborgenen Uhrängste wecken und den Verstand auf eine harte Probe stellen würde. Für die Präedatoren war das wilde Fauchen und Knurren oder die Geräusche der Schritte nur eine Information über den Gegner. „Es handelt sich hier um eine nicht definierbare Zahl vierbeiniger Kreaturen,“ bemerkte Mandy Surge seelenruhig, „etwa von der Größe eines Vorox.“ „Und zwei größere Zweibeiner,“ ergänzte Preston Stormer unbeeindruckt der Geräusche aus dem dunklen Tunnel, „sie laufen etwas langsam und auch in einem gleichmäßigen Schrittrhythmus.“ Tief im Tunnel an der Stelle wo das schwache Mondlicht kaum mehr aufhellte erschienen die ersten Schatten. Die zwei Präedatoren nickten sich zu und richteten ihre Waffen aus. Jetzt kamen die ersten vierbeinigen Bestien in das Sichtfeld. Surge und Stormer wartete noch ein paar Minuten bis sich der Abstand zu den Kreaturen auf dreihundert Meter verkürzt hatte.

Nun betätigten sie die Abzüge. Immer zwei Schüsse kurz hinter einander. Preston zielte präzise und traf auch immer da wo er treffen wollte. In die Brust oder zwischen die Augen. Die Bestien sackten zusammen oder fielen von der Decke. Andere rollten noch zwei drei Meter über den Boden bevor sie zuckend liegen blieben. Zwei, drei, vier, fünf,......zählte er die Kreaturen. Irgend wann hörte er jedoch auf zu zählen. Die ersten zwei schweren Pistole war leer geschossen und vierundzwanzig brennende Vierbeiner säumten Mandys Weg. Sie warf die Waffen weit in die Meute hinein wo sie explodierten. Ein nicht geringe Zahl weiterer Bestien wurden durch das Feuer und die Druckwelle zerfetzt. Im Laufen zog die Präedatorin zwei neue schwere Pistolen aus den Halterungen und setzte mit weiteren Salven der Meute zu. Dabei arbeite sie sich weit genug vor um auf einen umgestürzten U Bahnwagen zu springen. Dort setzte sie den Kampf fort. Preston Stormer rückte langsam aber gleichmäßig vor. Dabei brachte der Präedator weitere Bestien zu Fall. Über all lagen zuckende oder brennende Kreaturen herum. Manche noch klar erkennbar und andere durch die Hellfire Munition der schweren Pistolen übel zugerichtet oder völlig auseinander gerissen. Mandy hatte jetzt auch die letzten zwei schweren Pistolen leer geschossen. Erneut warf sie diese in die nachfolgende Meute hinein. Wieder zwei Explosionen und umherfliegende Stahlfetzen. Die letzten zwei Vierbeiner streckte sie mit ihrem Schwert nieder. Eine der Kreaturen griff aus dem Sprung heraus an. Mandy schlitzte dieser den Bauch auf ganzer länger auf so dass die inneren Bauteile heraus fielen. Der zweiten Kreatur trennte sie das Vorder- und Hinterbein auf der ihr zugewandten Seite ab. Nun erschienen die zwei großen zweibeinigen Geschöpfe. Die sofort das Feuer aus ihren Schulterwaffen eröffneten.

Kapitel 6: “Langer Weg in die Dunkelheit“

Preston wich den Geschossen aus und versuchte dabei der Kreatur seine Richtung auf zu zwingen. Dies schien auch weitgehend zu funktionieren, wenn die Geschosse der Monster nicht ebenfalls in kleinen Explosionen enden würden. Nach sechs Schuss war die voluminöse Schulterwaffe leer geschossen. Stormer wusste das sie sich automatisch nachladen würde doch das schien wohl etwas Zeit in Anspruch zu nehmen. Zeit die der Präedator zu nutzen wusste. Er schnellte vor und verkürzte den Abstand zwischen sich und der Kreatur so stark das diese in den Nahkampf übergehen musste. Dieser verlief kurz und bündig auf Kosten der Kreatur. Zunächst einmal wich er den Hieben der gewaltigen Lanze des Monsters aus. Dabei bewegte er sich immer weiter an die U Bahngleise heran. Der Treiber holte erneut aus doch verfehlte das Ziel. Hastig riss er die Waffe wieder hoch doch diese hatte sich zwischen Schiene und Gleisbett verkeilt. Die Kreatur ließ nicht locker um mit aller Gewalt ihre Waffe wieder frei zu bekommen. Mit einem lauten Knacken brach der Schaft und der Treiber fuhr mit der Wucht nach oben. Nun waren für wenige Sekunden die Brust und die Kehle der Kreatur ungeschützt. Preston hatte auf diese Sekunden hingearbeitet und nutzte sie jetzt aus. Aus wenigen Metern drückte er ab. Vier Schuss und vier Treffer. Zwei in die Brust, einer in die Kehle und der vierte durch den Kehlkopf in den Schädel. Fast in Zeitlupe sackte der Treiber auf die Knie, bevor er nach rechts umkippte. Staub und Dreck wirbelte auf als der massige Körper auf dem Boden aufschlug. Mandy bemerkte auf der Stelle das der zweite Treiber durch das Ableben des ersten abgelenkt war. Die junge Frau nahm Anlauf und sprang von U Bahnwagen ab.

Sie hielt beide Hände um den Griff des Schwertes geballt denn der Stoß musste sitzen. Ein lauter Schrei folgte als sich die Klinge tief zwischen Hals und Schulter bohrte. Die Kreatur geriet ins Wanken und drehte sich nach hinten. Nun griff die Präedatorin mit der anderen Hand zu ihrer Pistole und schoss dem Treiber viermal in die Brustpanzerung. Die Kreatur fiel jetzt nach hinten weg und Mandy stieß sich mit den Füßen ab. Der Treiber lag noch einige Minuten im aufgewühlten Dreck bis er aufhörte zu zucken. Die Präedatoren wandten sich jetzt in Ruhe den Wracks der Meute zu. Dabei stellte Mandy feste, dass eine der Vierbeiner noch lebte wohl aber nicht mehr laufen konnte. Sie setzte dem Monster den Fangschuss zwischen die Augen und aktivierte das Headset. Dieses scannte den Körper der vierbeinigen Kreatur und verglich diesen mit der Datenbank des Mata Nui Projektes. „Diese vierbeinigen Viecher sind Roboterwachhunde,“ bemerkte die Präedatorin, „Projektnummer W1D14 Typ Spinax.“ „Unsere Dicken hier,“ erwiderte Preston Stormer, „heißen Maxilos und ihre Projektnummer ist W1R14.“ Das Präedator Pärchen zählte noch mal alle Wracks und schritt weiter in den dunklen U Bahnschacht hinein. „Zweiundsiebzig Spinax,“ wiederholte Mandy Surge, „und zwei Maxilos.“

„Ein guter Start,“ entgegnete Preston Stormer, „würde ich mal sagen.“

Eine ganze Stunde war vergangen. Seit dem brutalen ausmerzen der Vorhut stießen die zwei Präedatoren nur selten auf Widerstand. Meist verstümmelte Toa oder Rahi. Die Kreaturen der Dunkelheit griffen meist aus einem scheinbaren Hinterhalt an wohl im Glauben das der Feind in der finsteren U Bahnschächten blind sei. Doch diesen Irrtum bezahlten sie auf schmerzhafte Weise sofern sie überhaupt noch welche verspüren konnten. Der lange Weg ging gerade aus weiter und durch das hochmoderne Nachtsichtgerät sahen Surge und Stormer klar und deutlich. Nur selten setzten sie auch mal die Infrarotsicht oder auch mal das Wärme- und Kältebildsystem ein. Immer nur dann wenn sie einen Abzweig erreichten. Und wieder steuerten sie auf einen zu. „Der rechte Schacht geht gerade aus weiter,“ sprach Preston und blickte dann in den linken hinein, „der Linke nimmt eine 90 Grad Kurve und verläuft dann weiter in die Richtung aus der wir kommen.“ „Wie sieht es mit Lebenszeichen aus?“ fragte Mandy und zog zwei Schneidminen aus dem Exopack, „der rechte Abzweig ist clean.“ „Schwache Lebenszeichen in ca. achthundert Metern,“ erwiderte Stormer und warf ebenfalls eine Schneidmine an die Wand des U Bahnschachtes, „sie bewegen sich aber nicht.“ Mit einem leisen Suren verankerten sich die Schneidminen und mit einem kurzen Aufleuchten schalteten sie sich ein. Die Präedatoren setzen ihren Weg in die lange Dunkelheit fort. Eine gespenstische Stille verlieh dem schier endlos wirkendem U Bahnschacht etwas unheimliches. Der Geruch von vermodertem oder verbranntem Holz und der von etwas Verwesendem würzte die Finsternis makaber ab. Wieder zeigte das Headset ein Lebewesen an das sich den zwei Präedatoren näherte.

Es war langsam und wankte ungleichmäßig den U Bahnschacht entlang. Ehe der Toa Zombie seine Beute richtig gewittert hatte, packte eine starke Hand seinen Hals und schlug ihn mit dem Rücken gegen die Wand. Wenige Sekunden später schnitt eine scharfe Klinge den deformierten Schädel ab. Der weitere Weg verlief wieder ohne unangenehme Besuche. Doch gerade das gab den Präedatoren zu denken. Die allgemeinen Lebenszeichen zeigten deutlich mehr dieser armen Geschöpfe, welche sich scheinbar zu entfernen schienen. „Manchmal frage ich mich,“ räusperte Mandy Surge nachdenklich, „wer hier wenn jagt.“ „Wie meinst du das?“ erkundigte sich Preston Stormer neugierig, „das wir bisher nur wenigen dieser Toa Zombies begegneten?!“ „Genau das,“ erwiderte die Präedatorin, „ich denke das die uns nicht jagen sondern uns irgend wo hier in den Schächten eine Falle stellen.“ „Das ist war,“ räumte Preston ein, „die warten an den Stellen wo wir dieses Labyrinth aus Tunnel verlassen müssten.“ Hinter den Präedatoren blitzte es kurz auf und ein kurzen Jaulen erklang. Dann wie etliche Einzelteile auf den Boden fielen. „Ich mache mir wenig Sorgen was hinter uns liegt,“ lachte der Präedator, „darum kümmern sich die Schneidminen aber was ist mit dem was noch vor uns liegt?“

Kapitel 7: “Get ready to run“

Ist dir eigentlich etwas aufgefallen?“ meinte Stormer und warf eine weiter Schneidmine an die Wand, „unter all dem kaputten und mutierten Ungeziefer befanden sich noch keine Matoraner.“ „Das ist mir aufgefallen,“ bestätigte Mandy und spaltete einem Toa Zombi der aus der Dunkelheit aufgetaucht war den Schädel, „aber ich hatte mir dabei nichts weiter gedacht.“ Die zwei Präedatoren schritten weiter bis sie zu einer weiteren Abzweigung kamen. Diesmal führte die Linke geradeaus weiter und die Rechte führte in einer seichten Kurve. „Nach tausend Metern endet der rechte U Bahnschacht,“ bemerkte Preston und platzierte erneut Schneidminen, „und wenn die eingespeicherte Karte stimmt, befindet sich dort eine der Wartungsanlagen.“ „Und diese ist unser Ziel,“ entgegnete Mandy mit vorsichtigem Ton, „und dort sammeln sich reichlich Lebenszeichen.“ „Dann wird es Zeit diese Lebenszeichen wieder los zu werden,“ stellte Preston fest und ging seiner Verlobten voraus. Nach einer weiteren Stunde hielten beide Präedatoren vor einer großen Toranlage. Überraschenderweise wies diese keine nennenswerten Schäden auf und rostete nur langsam vor sich hin. „Wir gehen darein,“ bemerkte Mandy und zeigte auf eine Tür in der Wand des U Bahnschachtes, „vielleicht können wir diesen Monstern so in den Rücken fallen.“ Mit einem leisen Knacken ließ sich die Tür öffnen. Preston schob sie auch auf der Stelle wieder hinter sich und Mandy zu. Auf dem Meter zwischen Tür und Treppe setzte er weitere Schneidminen bevor er seiner Verlobten aufschloss. Die Treppe führte auf einen Gang der links neben der Halle verlief. Durch die wenigen Fenster konnte immer wieder ein flüchtiger Blick in die Halle geworfen werden.

Da unten hängen die zu Hunderten rum,“ staunte Mandy und überlegte kurz, „vielleicht können wir mit denen einen offenen Kampf vermeiden.“ „Die werden uns wittern,“ meinte Stormer locker, „die Büros hatten große Panoramafenster.“ Die Präedatoren folgten dem Gang bis zum letzten Fenster vor der Tür zu den Büros. „Warte einen Moment,“ entgegnete Mandy und begann über das Headset die U Bahnlokomotiven zu scannen, „die Tanks sind randvoll und das können wir später ausnutzen.“ „Und da sind unsere Zünder,“ ergänzte Preston und verwies auf zwei Gasflaschen auf den das Warnzeichen für Explosionsgefahr aufgedruckt war, „jetzt suchen wir aber erstmal nach paar brauchbaren Hinweisen.“ Vorsichtig zog Mandy die Tür auf die unangenehm quietschte. Preston prüfte ob die Toa Zombies dies bemerkt hatten. Zum Glück standen sie nur wankenden da, sie hatten das Quietschen nicht registriert. Surge und Stormer robbten in das erste Büro und direkt in das zweite. Letzteres war von der Halle nicht einsehbar. Heilloses Chaos begrüßte die zwei Agori. Über all auf dem Boden lagen Orden und raus gerissene Unterlagen. Zwischen Staub und Dreck lagen die Zeugnisse von sorgfältiger Arbeit. Tabellen, Briefe und Berichte lagen wild verteilt im Raum herum. Zertreten, zerknüllt oder zerrissen und für ungeübte Augen für immer vernichtet. Preston hob ein zerknülltes Blattpapier auf und streifte es auf dem verstaubten Schreibtisch glatt. Dann nahm er sich die Zeilen vor.

Der Kontakt mit Le Metru ist zusammen gebrochen,“ las der Agori die handgeschriebenen Sätze, „und der nach Ga Metru schon vor einer Woche.“ Der Präedator überflog einige Sätze bevor er etwas lauter weiter las, „sie haben den Ostbahnhof genommen, die Toa versuchen noch immer sie aufzuhalten.“ „Sie haben die U Bahnschächte eingenommen,“ fuhr Preston fort und spürte erste Vorzeichen von Traurigkeit, „sie sind vor dem Tor und die Tor können es noch halten, wir sind hier gefangen und es gibt keinen Weg mehr hinaus.“ Wieder übersprang er einige Zeilen bevor er weiter vorlas. „Sie haben die Tore durchbrochen und die Toa überrannt,“ las Preston nun fast schon am Weinen, „sie verstümmeln die Toa bis diese nur noch willenlose Wracks sind.“ „Die letzten Toa sind gefallen und ihre verstörten Diener,“ fuhr der Präedator fort und schob seine Gefühle zurück, „uns lassen sie Unversehrt doch nur um uns zu versklaven.“ Der Rest des Blattes fehlte, jemand hatte ihn abgerissen. Mandy stand vor dem leblosen Körper eine Matoraners. Die rechte Hand hielt er zu einer Faust geballt und die andere hing schlaff hinunter. Unweit der Hand lag eine Pistole. Die Präedatorin musterte den Matoraner und fand die Ursache dessen Ablebens. „Der arme Kerl hat gesehen was die Vahki mit den Toa gemacht haben,“ sprach die junge Frau bedrückt und leise, „darauf hin nahm er sich das Leben.“ Beide Präedatoren gingen vor dem leblosen Matoraner auf die Knie um ihn noch genauer zu untersuchen. „Er hat sich mit dem Brieföffner zweimal in die Brust gestochen,“ stellte Mandy fest und zeigte auf die Klinge vor der Leiche und danach auf die Einstiche, „einmal in die Lunge und dann in das Herz.“

Obwohl das ausgereicht hätte,“ ergänzte Preston, „schoss er sich von unten links nach oben rechts durch den Schädel.“ In der rechten Wand war noch das Einschussloch zu sehen. „Ich denke er hat gesehen wie die Vahki aus den Toa die Zombies gemacht haben,“ überlegte Surge und öffnete die Faust des Matoraners, „deshalb setzte er sich auf diese Art und Weise ein Ende.“ Die Präedatorin glättete das Papierknäuel und las es vor. „Sie setzten dem verstümmelten Toa etwas in den Kopf und danach in den Brustkorb,“ begann die junge Agori, „es dauert nicht lange und das Toa Wrack ist ein willenloser Diener.“ „Die Matoraner haben sie nicht verstümmelt aber sie in Ketten gelegt und abgeführt,“ las Mandy weiter, „ich habe einige ihrer Worte verstanden, sie brauchen uns als Sklaven.“ Die Präedatorin legte eine Pause ein um tief Luft zu holen. Alles war wie ein schlechter Traum, ein Alptraum der einen des Nachts heimsuchte. Der widerliche Geruch der Toa Zombies holte sie in die Realität zurück. „Mich bekommen sie nicht,“ beendete Surge angespannt, „und mein Ende soll jenen die mich finden zeigen was uns hier unten wieder fahren ist.“ Preston sah Mandy an und nickte traurig. Die Agori traten zu dem Schrank an der Wand und zogen ihn vor. Nun ließen sie ihn langsam auf den Rücken sinken. Nach dem die Päedatoren die Einlagen entfernt hatten, legten sie die Leiche des Matoraners hinein. Mit einem leisen Gebet faltete Mandy die Hände des Matoraners über dessen Brust und Preston schloss den Schrank ab. Nach einer Schweigeminute verließen sie das hintere Büro. „Machen wir diese Bestien fertig,“ brummte Stormer entschlossen, „es ist schlimmer als wir es angenommen haben.“ „Ja,“ stimmte Surge mit geballter Faust zu, „diesem Alptraum muss ein Ende gesetzt werden!“ Die Präedatoren traten vor die Reste des Panoramafensters und die Kreaturen drehte sich wankend um. Sie begannen laut zu Brummen und ihre verblassten Augen starrten nach oben auf die zwei Gestalten.

Kapitel 8:

Aus dem monotonen Brummen wurde ein abgehacktes Rufen. Unverständliche Wortfetzen in denen sich die Gier nach Mord und Verwüstung widerspiegelte. Jedem hätte es den Mut geraubt und viel hätten Recht getan wenn sie die Flucht ergriffen. Doch nicht wenn man ein Präedator war. All die widerlichen Laute beeindruckte sie nicht weiter. Preston nickte Mandy zu und schritt zu den zwei Gasflaschen. In der Zwischenzeit zielte die Präedatorin auf einen der Füße des großen Tanks. Ein Schuss, ein zweiter und ein dritter hallte durch den großen Raum. Der Tank begann zu wanken wie die Kreaturen unter ihm. Mandy Surge zielte auf den zweiten Fuß. Wieder drei Schüsse und der Tank wankte noch stärker. Die Toa Zombies schienen vor lauter Gier die drohende Gefahr nicht zu erkennen und drängten weiter gegen die Wände der Halle. Ein weiteres mal zielte und schoss die Präedatorin und mit lautem Getöse rissen die Schrauben des letzten Fußes aus dem Boden. Der Tank krachte nach links auf den Boden. Der stählerne Zylinder begrub etliche Toa Zombies unter sich und Knacken ihrer Körper war zu hören. Nun zielte die Präedatorin auf die Tankventile. Diese gaben dem Druck nach und der Treibstoff schoss als Fontäne in die Wartungshalle. Die Kreaturen verloren auf der öligen Flüssigkeit den Halt unter den Füßen oder wurden durch eine der Fontänen umgeworfen. Wieder hallten Schüsse durch die Halle. Zwischen dem jämmerlichen Geschrei der Toa Zombies. Weiterer Treibstoff strömte aus den Tanks der U Bahnlokomotiven. „Bist du so weit?“ funkte es durch das Headset, „wenn ja ich bin es.“ „Ich komme,“ bestätigte Mandy und eilte den Gang entlang zu der Tür über die sie gekommen waren. Im Hintergrund schrien die Toa Zombies während sie immer wieder hin fielen.

Durch eines der Fenster im Gang warf sie den Fernzünder und rannte weiter. Wieder an der Abzweigung angekommen erwartete sie Preston bereits. „Die Gasflaschen sollten uns genug Vorsprung verschaffen,“ sprach der Präedator rasch, „so eine Feuerwalze kann sehr schnell sein, besonders in einem U Bahnschacht!“ „Ich weiß,“ bestätigte Mandy und befestigte den Haken ihres Klettersystems an der Gasflasche, „sobald der Zünder aktiviert ist, die Gasflasche zünden!“ „Genau,“ lächelte Stormer, „so wie beim Surfen!“ Die Präedatorin betätigte den Zünder und schoss dann Zeitgleich mit ihrem Verlobten auf das Ventil der Gasflasche. Mit einem Ruck schossen diese davon und auf ihnen die Präedatoren. Mit sehr viel Mühe hatte der Toa Zombie es auf die Beine geschafft als er das kleine Gebilde erblickte. Darauf waren Zahlen zu sehen die sich immer wieder änderten. Hätte er noch den Verstand eines Toa gehabt würde er den Countdown erkennen. Jetzt verschwanden die Zahlen und eine Explosion füllte den Raum. Der Treibstoff überall in der Halle entzündete sich und löste eine weitere noch stärkere Explosion aus. Die massigen Stahltüren hielten den zwei auf einander folgenden Druckwellen nicht stand und wurden aus den Angeln gerissen.

Die Feuerwalze bahnte sich unablässig dröhnend ihren Weg durch den U Bahnschacht. „Hörst du sie?!“ erklang es in Prestons Helm, „ich höre sie laut und deutlich!“ „Ich auch,“ bestätigte der Präedator etwas nervös, „und ich spüre schon ihre Wärme hinter mir!“ Noch flogen die Gasflaschen weiter und der Abstand zu der monoton dröhnenden Feuerwalze blieb konstant. Links und Rechts erschienen jetzt vereinzelte Kreaturen die sich aber der drohenden Gefahr bewusst zu sein schienen. Doch die Gasflaschen flogen schneller und die Aufschreie der ersten Bestien ging in dem Dröhnen unter. Jetzt sprangen die Präedatoren ab und gingen sofort ins Rennen über. Nur wenige dreihundert Meter und sie würden den Rettenden Ausgang erreichen. Das Dröhnen und die Wärme kam immer näher. Erbarmungslos bahnte sich die Feuerwalze ihren Weg durch den Schacht. Sie verschlang dabei immer wieder Kreaturen die nicht schnell genug fliehen konnten oder von der Gefahr überrascht wurden. Stormer und Surge atmeten auf als das Licht vor ihnen stärker wurde. Der Bogen des U Bahneingangs kam immer näher. Aber auch die Wärme der Feuerwalze die in schmerzhafte Hitze übergegangen war. Die Druckwelle erfasste die zwei Agori und katapultierte sie meterweit aus dem Eingangsbogen heraus. Der Aufprall war selbst durch die Rüstung hart und schmerzhaft. Nur mit mühe konnten Mandy und Preston weite abrollen um nicht von der Stichflamme erfasst zu werden. Es war Hell um das Paar zumindest heller als in dem U Bahnschacht. Noch immer loderte die Flamme aus dem Halbkreis und endete mit pechschwarzen Fäden die in den Himmel schlängelten.

Nachwort:

„Mir tut alles weh,“ stöhnte Mandy und rollte langsam auf den Bauch um sich auf zurichten, „aber so wissen wir zumindest das wir noch leben.“ „Au,“ gab Preston von sich während er sich langsam an dem Sockel der umgestürzten Statue hoch zog, „um mich dreht sich noch alles.“ Der Agori schleppte sich zu seiner Verlobten und half ihr auf die Beine. Beide Präedatoren nahmen die Helme ab und lächelten sich an. „Jetzt wanken wir wie Toa Zombies,“ lachte Mandy und spürte wie es ihr Stück für Stück besser ging, „oder nicht?“ „Nein, die wanken besser!“ kicherte Preston und fühlte wieder mehr Halt unter den Füßen, „wir sind gut durchgeschüttelt aber um richtig gut wanken zu können muss man schon ein Toa Zombie sein.“

Hellgate Mata Nui Kapitel 3 Cover Extinction

Kapitel 9: “Pesthauch“

Ein übler Gestank schlug den beiden Agori entgegen als sich die Tür Zentimeter für Zentimeter weiter öffnete. Nathan stoppte sein Vorhaben und sah kurz zu Juliane, „was ist das hier eigentlich für ein Gebäude?“ „Ein Lagerhaus,“ erwiderte die Präedatorin, „zu mindestens war es das einmal.“ Evo schob weiter die Tür auf bis sie weit genug geöffnet war um das Lagerhaus zu betreten. Im Mondlicht warfen die Container ihre Schatten und verliehen dem großen Raum weiteren Schrecken. „Genug Möglichkeiten sich zu verstecken!“ sprach Nex über das Headset, „dieses mutierte Ungeziefer könnten aus allen Ecken über uns herfallen.“ „Das werden wir nicht zulassen,“ erwiderte Evo und zog sein Plasma Schwert, „ich bin gespannt wie gefährlich die wirklich sind!“ Juliane schoss drei Leuchtpatronen ab und in wenigen Sekunden erhellte sich der ganze Raum. „Da ist der Grund dieses Pesthauchs,“ bemerkte die Präedatorin und zeigte auf die etwa zweihundert Toa Körper die in makaberen Haltungen über all in dem großen Lagerraum herum lagen, „die müssen echt gelitten haben bis sie das wurden was sie jetzt sind!“ Nach einander richteten sich die verstümmelten Toa auf. Erst langsam dann immer schneller wankten sie auf die Präedatoren zu. Juliane schritt mit gezogenen Inferno Pistolen auf die wankende Meute zu. Die ersten wurden brennend wieder die Stufen herunter geworfen. Die Präedatorin arbeitete sich weiter vor bis die ersten zwei Pistolen leer geschossen waren. Schnell warf sie die Pistolen in einen offenen Container. Die Explosion zerriss diesen und löste das Zusammenbrechen des gesamten Stapels aus.

Nathans Schwerthiebe waren weit ausladend und die ersten deformierten Toa Köpfe flogen durch die Luft. Andere Toa Zombies wurden von dem Präedator von oben nach unten zerteilt. Wieder andere alle ihrer Gliedmaßen beraubt. Auf der Treppe nahm ein fürchterliches Gemetzel seinen Lauf. Doch trotzdem schafften es die Kreaturen doch den Agori einzukreisen. So blieb Nathan nichts anderes übrig als die Energiezelle des Schwertes zu überladen. Rasch ging er in die Knie und aktivierte das Schild in der Rüstung was ihn von der Energiewirkung schützen sollte. Das Schwert stieß er in den Boden und überlud die Energiezelle. Die Druckwelle warf die Toa Zombies um und brachte alle Systeme zu einem Kurzschluss. Nach dem sich der Präedator wieder aufgerichtet hatte schob er eine neue Energiezelle in das Fach. Die Container krachten zu Boden und begruben unzählige Kreaturen unter sich. Das Knacken ihrer Körper und das jämmerliche Geschrei war ohrenbetäubend. Die Zahl der Bestien war jetzt auf einige wenige Reduziert und es dauerte nicht sehr lange bis auch die letzten zertrümmert liegen blieben. Der Kampf sollte jedoch noch nicht zu ende sein. Aus dem Schatten eines Brückenkrans schälte sich ein Geschöpf das einen Toa Zombie an Hässlichkeit übertraf. Ein unförmiger Ball aus Toa Körpern. Bizarre stämmige Beine trugen den unregelmäßig runden Körper. Die Arme stellten sich als verdrehte Toa heraus. Das Monster gab einen Laut von sich, der so fremdartig war wie seine Erscheinung. Nur bei genauem hinhören gab das Gebrüll sein finsteres Geheimnis preis. Es war ein Gemisch aus vielen Schmerzensschreien die sich in einem abstoßenden Ton vereinten. Mit gleichmäßigen Schritten näherte sich die Monstrosität Juliane. Mit jedem Schlag seiner unförmigen Arme fegte es die Wracks der zuvor erschlagenden Toa Zombies weg. Die Präedatorin musste immer wieder dem umherfliegenden Unrat ausweichen.

Sie feuerte jeweils die letzten Inferno Geschosse in den runden Körper doch die Bestie steckte die Treffer einfach so weg. Nun schleuderte sie die Pistolen fort. Die Monstrosität wehrte diese ab und die Explosionen rissen Teile aus den Toa Körpern welche die Arme bildeten. Auch dies verursachte der Kreatur noch nicht einmal Schmerzen. Evo eilte seiner Verlobten zur Hilfe und zog für einen Moment die Aufmerksamkeit der Monstrosität auf sich. „Jetzt!“ funkte er Juliane zu, „oberhalb des Steißbeins in die Wirbelsäule!“ Die Präedatorin verstand sofort was Evo geplant hatte. Sie rannte auf die Kreatur zu und zog ihr Schwert. Mit großer Wucht stieß sie die Klinge tief in den unförmigen Körper der Monstrosität. Diese warf ihre Arme in die Luft und Juliane erhöhte den Druck nach unten. Die Bestie wedelte mit den Armen um sich der Präedatorin zu entledigen und ließ den Bauch jetzt völlig ungeschützt. Nathan stürmte vor und trieb nun sein Schwert tief in das Monster hinein. Funken flogen als der Präedator die Klinge hoch zog. Das Plasma schnitt sich durch die stählernen Toa Körper bis sie auf Evos Kopfhöhe wieder austrat. Mit lauten klappern fielen etliche andere Metallteile aus der breiten Wunde. Langsam sackte die Kreatur auf die Knie und kippte nach vorne um. Es quietschte etwas als Juliane Nex ihr Schwert aus dem leblosen Monster zog. „Los jetzt ab zu den Büros,“ bemerkte die Präedatorin und sah Evo an, „bevor ein noch schlimmeres was weiß ich uns angreift!“ „Musstest du den Skrall unbedingt an die Wand malen?!“ murmelte Nathen entgeistert und zeigte auf die Wand die das Lager vom anderen trennte, „da kommt was noch größeres auf uns zu!“ Beide Präedatoren blickten auf die Mauer die im gleichmäßigen Abstand zu beben begann. Etwas schlug von der anderen Seite gegen die Wand. Immer wieder und im immer kürzeren Abstand. Gleichzeitig spürten Juliane Nex und Nathan Evo wie der Boden bei jedem Schritt des unbekannten Gegners bebte.

Kapitel 10: “Der Titan“

D'ie Mauer erzittert wieder und wieder, der Putz begann rissig zu werden. Mit dem nächsten Schlag brachen erste Brocken heraus und weit in den Raum hinein. Noch mehr Putz und Mauergestein flog den Präedatoen entgegen. Wie ein Spinnennetz breitete sich ein tiefer Riss auf der Mauer aus. Dieser wurde immer breiter und in dem Moment explodierte die Wand in einer Wolke aus Staub, Putz und Mauergestein. Es dauerte mehre Minuten bis sich die Wolke gelegt hatte. Und sie gab eine entsetzliche Kreatur preis. Fünfmal so groß wie ein Toa und mit riesigen messerscharfen Krallen. Ihre Haut schien zu brennen und ihre Zähne wirkten wie die Klingen von gebogenen Dolchen. Was auch immer das war, dieses Monster hatten nicht die Vahki geschaffen. Und wenn doch stellten sie ein wesentlich größere Bedrohung da als es die Bruderschaft annahm. Der Titan schritt auf seine um einiges kleinere Beute zu. Der Boden unter seinen Füßen explodierte in Staub und Dreck. Die gehörnte Spitze seines Schweifs schwang vor und schnitt in die Mauerreste wie ein heißes Messer durch Butter. Begleitet von Geröll und Dreck krachte gehörnte Spitze zwischen die Präedatoren. Die Druckwelle warf Nathan und Julia um. Doch sie hatten sich schnell wieder aufgerichtet und den Abstand zu ihrem Gegner vergrößert. Die Präedatorin rannte jetzt rasch vor und wich dabei den Schlägen der Kreatur aus. Auf Höhe des ersten Fußes setzte sie zum hieb an. Der Schnitt ging tief aber verursachte der Bestie nur einen kurzen Schmerz. Auch der Schnitt in das zweite Fußgelenk erwies sich nur als weiterer kurzer Schmerz für den Titanen. Dieser schlug wieder mit seinem Schweif nach der Präedatorin. Nur durch einen Sprung konnte sie dem wuchtigen Schlag ausweichen. Wurde aber nun durch den der Pranke erwischt. Juliane flog mehre Meter durch die Luft wo bei sie den Helm verlor. Die junge Frau rollte über den Boden wo sie zunächst wie auch ihr Helm liegen blieb. Nathan wollte sofort zu seiner Verlobten hechten um ihr zu helfen doch jetzt merkte er das Julia irgend etwas geplant hatte.

Nach einer kurzen Abfolge von Handzeichen wusste der Präedator Bescheid. Er hing sein Gewehr auf den Rücken und lud den Raketenwerfer. Eine Kammerrakete in einem Gebäude abfeuern? Und das bei dieser kurzen Distanz? Er musste es versuchen und die Zeit wurde knapp denn das Monster kam der sich schwach stellenden Juliane gefährlich nah. Mit einem leisen Zischen schoss die Rakete aus dem Rohr und wenige Meter vor dem Titan sprang die Kammer auf. Die Kern- und drei Miniraketen schlugen im Brustkorb des Titanen ein. Mit einem verzerrten Schrei taumelte die Bestie nach hinten und entblößte den verletzten Brustkorb. In der Zwischenzeit hatte Julia den Sprung vorbereitet. Sie rannte los und stieß sich vom Boden ab. Der Sprung war weit und hoch. Dabei hielt die Präedatoren den Griff ihres Schwertes fest umschlossen. In den letzten Metern bog sie ihren Körper etwas um den Stich noch verstärken zu können. Die Klinge drang fast bis zur Kammer in den Brustkorb des Titanen ein. Nun überlud die Präedatorin die Energiezelle. Die Explosion warf die Kreatur zu Boden der unter ihr in einer Staub und Dreckwolke zersprang. Wieder legte sich die Staubwolke und der gewaltige Körper der Bestie zuckte noch einmal bevor er endgültig erschlaffte. Mit einem kräftigen Ruck zog die Präedatorin die Klinge aus der Wunde und suchte in all dem Durcheinander ihren Helm. „Jetzt aber die Treppe rauf in den Bürokomplex!“ sprach Evo, „ich möchte schnell wieder hier raus.“ Die zwei Präedatoren ließen die Leiche des Titan zurück in dem Krater den der Aufprall verursacht hatte und schritten die Metalltreppe hinauf zu der Eingangstür des Bürokomplexes. Alle Scheiben waren eingeschlagen worden und im ersten Büro war wirklich alles zerrissen und zertrümmert. Selbst die Schreibtische und Schränke lagen als Einzelteile herum. Und wieder lag ein komischer Geruch in der Luft. Ein ganz schwacher Schatten ließ auf ein Kreatur schließen. Doch diese musste demnach an der Decke hängen. „Was soll das den sein?“ fragte Nex über ihr Headset damit das Geschöpf sie nicht hören konnte, „es hält sich an der Decke feste und wartet bis ein Opfer in Reichweite kommt.“

Die zwei Agori pressten sich auf die Treppe und legten ihre Scharfschützengewehre an. Der Schatten des Wesens bewegte sich nicht und blieb auf der Lauer. „Schalte bitte mal auf Wärmebild um,“ erklang es in Julianes Helm, „ich habe auf Kältebild umgestellt.“ „Wird erledigt,“ bestätigte die Agori. „Siehst du das Wesen?“ folgte einige Sekunden später, „ich kann es ganz deutlich erkennen.“ „Nein,“ entgegnete die Präedatorin, „aber warte mal kurz.“ Juliane griff nach dem Steinbrocken in ihrer Nähe und warf ihn in das Büro mit dem Schatten. Jetzt begann sich eine Art Tentakel zu bewegen. „Jetzt sehe ich es auf dem Wärmebild,“ funkte Nex, „es scheint nur einen langen Arm zu besitzen, so wie ein Tentakel.“ „Und jetzt ist es auf dem Kältebild nicht mehr zu sehen,“ teilte Evo mit, „wenn es sich bewegt kocht es förmlich und wenn es in Ruhephase gehte ist es kalt wie Eis.“ „Knallen wir dieses Ungeziefer ab und durchsuchen das Büro,“ schlug Nathan vor, „ich möchte aus diesem Schuppen raus.“ Vier Schüsse hallten durch das Lagerhaus. Mit einem komischen Schmatzen klatsche der Körper des Monsters auf den Boden und blieb reglos liegen. Mit etwas angewiderten Gesichtern zogen die beiden Präedatoren die Leiche der Kreatur aus dem Büro und warfen sie hinab in die Halle. „Nach was suchen wir eigentlich?“ erkundigte sich Julia Nex, „was könnten wir hier finden?“ „Zunächst einmal nur ein völlig verwüstetes Büro,“ stellte Nathan mit ruhiger Stimme fest, „und die zertrümmerten Überreste der Büromöbel.“ Auf dem Boden lagen zerrissenen Akten herum und Holzsplitter. Dazwischen Scherben und anderer Unrat. „Sie die dir mal die Wand an,“ bemerkte Julia und untersuchte die tiefen Kratzer, „irgend wer hat ihr ebenfalls etwas gesucht!“ „So wie es aussieht hat dieser Jemand es hinter der Wand vermutet,“ lächelte Nathan und aktivierte den Scanner in seinem Headset, „wusste ich es doch, ein versteckter Raum!“ „Wo ist die Tür und warum haben die Vahki oder das was auch immer kein Loch in die Wand geschlagen?“ überlegte die Präedatorin, „vielleicht wurden sie oder es dabei gestört und wollten später wieder zurück kommen um die Suche fort zu setzten!“

Kapitel 11:

Das ist die massive Wand eines Tresors,“ sprach Evo und seine Augen wanderten wieder zu der Leiche des großen Monsters, „sie haben die Tür nicht finden und die Wand auch nicht einschlagen können.“ „Deshalb haben sie diese große Kreatur geschickt,“ schlussfolgerte Juliane und zählte ein und eins zusammen, „das sie den Tresor später öffnen sollte.“ „Aber was ist da drinnen?“ meinte der Präedator und sah seine Gefährtin an, „etwas das ihnen so wichtig erschien das sie eine Meute Toa Zombie zurück ließen und ein großes Monster schickten das es aus dem Wandtresor holen sollte!“ „Etwas das die Vahki fürchten,“ riet Julia und lächelte, „nicht weil diese Gefahr stärker sein könnte sondern um so zahlreicher!“ „Das würde auch die Manipulation der Toa erklären,“ ergänzte Nathan und dachte an die Visorak, „sie haben die Visorak durch ein Signal ruhig gestellt und wollen nun ihre Armee im Roboter ausbauen.“ Nach weiteren Scanns war die Tür gefunden und die Präedatoren sprengten sie auf. In dem Raum befand sich ein Schreibtisch und dahinter ein Stuhl. Auf diesem hing ein Matoraner der mit dem Kopf auf dem Tisch lag. Die eine Hand hing am Körper hinunter und die andere lag auf dem Tisch. Eine Metallbox lag vor dem Kopf des Matoraners. Über all auf dem Tisch fanden die zwei Agori Brotkrümmel. „Das sind die Überreste seiner Henkersmahlzeit,“ stellte Nathan feste und lehnte die Leiche nach hinten um sie näher zu untersuchen. „Was ist das?“ entglitt es Juliane und sie blickte unter den Tisch, „da liegt eine Pistole!“ Die Präedatorin hob sie auf und legte sie auf den Tisch voller Brotkrümmel. „Ein Stich in die Lunge,“ bemerkte der Präedator mit gerunzelter Stirn, „der Dolch steckt noch in der Wunde die das Herz verletzt hat.“ „Und ein Schuss vom Kehlkopf nach oben in den Schädel,“ ergänzte Juliane Nex und der Matoraner tat ihr leid, „ein bizarrer Selbstmord!“ Die Präedatorin scannte den Körper des Matoraners und hielt einige Minuten inne. „Legen wir die Leiche auf den Tisch,“ sprach sie rasch und wandte sich an Evo, „du musst etwas aus ihm heraus holen!“ „Das war keine Henkersmahlzeit,“ fuhr sie fort, „er hat einen Schlüssel verschluckt, deshalb die Brotkrümmel!“ Bevor Nathan eine Anwort gab kontrollierte er mit einer zweiten Scannung die Leiche. „In der Tat,“ räumte der Präedator ein, „der hat wirklich einen Schlüssel verschluckt!“

Etwas unsanft wuchteten die zwei Präedatoren den Körper des Matoraners auf den Tisch. Sie drehten ihn auf den Rücken und schnitten die zunächst die Kleidung auf. „Da befindet sich der Schlüssel,“ sprach Nathan und markierte einen Punkt auf dem Torso, „da muss ich jetzt operieren.“ Die kleine Kreis Säge des Drillblade begann sich zu drehen und die Funken flogen. Evo bemühte sich die Wunde so klein zu lassen wie möglich, was ihm auch gelang. Nach weiteren fünf Minuten hielt der Präedator den Schlüssel in der Hand. „Such du den Tresor für den dieser Schlüssel gedacjt ist,“ bemerkte Nathan und reichte diesen seiner Verlobten rüber, „ich kümmere mich um den armen Matoraner hier.“ Evo trug den Körper andächtig die Treppe hinunter zu einem Container der zwar offen aber nicht beschädigt war. Dort wickelte er den Matoraner in die Decke ein die er sich über die Schulter geworfen hatte und legte den Körper in die Mitte des Containers. Mit den leisen Worten „ruhe in Frieden“, schloss er beide Türen. Schnellem Schrittes kehrte er in den geheimen Raum zurück wo Juliane einen kleinen Tresor in der Wand aufschloss. „Darin ist eine CD,“ teilte die Präedatorin mit, „und ein kleines Buch.“ Sie steckte beide Fundstücke in ihr Exopack und schloss Evo auf, „lass uns hier abhauen!“ Kaum hatten die zwei Präedatoren das Lagerhaus über die Hintertür verlassen waren wieder die Geräusche der Toa Zombies zu hören die in das Gebäude drängten. Nex und Evo drehten auf der Stelle um und blockierten die Tür von außen. „Warte hier auf der Feuerleiter und passe auf,“ bemerkte Nathan und stieg die Leiter wieder hinab, „teile mir mit wenn dieses Ungeziefer den Schuppen wieder verlassen will.“ Juliane nickte und sah wieder in die Lagerhalle die sich langsam mit Toa Zombies füllte. Evo rannte geduckt um das Gebäude und wartete bis die Luft rein war. „ich sorge dafür,“ erklang es im Helm des Präedators, „das diese Kreaturen von der anderen Tür abgelenkt werden.“ Die wenigen unversehrten Scheiben brachen und Scherben rieselten in das Gebäude innere. Die Toa Zombies drängten zu der Stelle wo die Scherben zersprangen. Nathan nutzte die Gunst der Stunde und zog die Haupttür zu. Jetzt war das Ungeziefer in dem Lagerhaus gefangen. Der Präedator zog zwei Granaten aus dem Exopack und stellte sie ein. „Fertig mein Engel?“ funkte er Juliane zu. „Fertig,“ bestätigte die Präedatorin und warf ihre Granaten durch das eingeschlagene Fenster in das Gebäude. Mit ordentlichem Schwung schleuderte Evo nun seine in hohem Bogen durch ein anderes Fenster. Er und seine Verlobte gingen hinter einem verrosteten Vahki Transporter in Deckung. „Auf drei,“ meinte Juliane. „Auf drei,“ willigte Nathan ein.

Nachwort:

Mit einem lauten Knall explodierten die vier Granaten und aus allen Öffnungen stieß eine dunkelrote Stichflamme aus dem Gebäude. Für wenige Sekunden spürte das Paar die Wärme die der Druckwelle voraus ging. Wieder knallte es und erneut flogen kleinere Trümmer herum. Laut knirschend fiel der Vahki Transporter um. Nun ohne Deckung sahen die Präedatoren zu wie die Flammen aus dem Lagerhaus schlugen und in Rauchfäden in den Himmel stiegen. Der Tag brach an und etwas Ruhe kehrte in das geschundene Metru ein. So ließ es sich gleich noch besser umsehen.

Hellgate Mata Nui Kapitel 4 Cover Afterlife

„Unsere fliegenden Kumpels haben uns entdeckt,“ sprach William leise und zeigte auf die Kreaturen auf den Enden der Säulen, „noch drei oder vier Minuten und sie greifen an.“ „Dann halten wir uns bereit,“ grinste Natalie zuversichtlich, „und bereiten ihnen eine schmerzhafte Begrüßung.“

Kapitel 12: “Bruchlandungen“

Die erste Kreatur stieg in den Himmel hinauf. William schoss auf der Stelle und die geflügelte Bestie legte eine unsanfte Landung hin. Noch bevor sie sich wieder aufrichten konnte sprang Natalie auf den Rücken des Monsters und stach mehre male mit der Unterarmklinge in deren Hals. Furno zielte auf das zweite Monster das sich mittlerweile im Sturzflug auf ihn befand. Zwei Schüsse und die Kreatur verfehlte ihn und schrammte über den Boden an ihm vorbei. Das Monster rappelte sich wieder auf um wenige Sekunden später von Breez enthauptet zu werden. Jetzt erhoben sich drei Bestie gleichzeitig und griffen im Sturzflug an. Zwei der Monster wurden durch die Salven der Präedatoren zum Absturz gebracht und die Dritte förmlich durchlöchert. Am Boden gaben die zwei Agori den abgestürzten Bestien den Rest. So ging es weiter bis achtzehn Kreaturen reglos irgendwo zwischen den Säulen herum lagen. Nun änderte sich das Angriffsverhalten der Bestien. Und die erste schaffte es William zu Fall zubringen. Natalie wurde von mehren Umkreist so das sie ihrem Verlobten nicht helfen konnte. Der Präedator befreite sich aber rasch aus den Fängen der Bestie und stach mehre Male in deren Brustkorb. Ungleichmäßig zuckend kippte das Monster zur Seite. Mit einer weiteren Salve schaffte es Breez die flatternde Meute wieder höher zu fliegen. Sie zog jetzt eine Inferno Pistole und schoss alle sechs Geschosse in den Schwarm der Kreaturen. Sechs von ihnen fielen als brennende Klumpen vom Himmel. Eine siebte stieß hinab und ergriff die Pistole. Das Monster drückte mit seinem Gewicht die junge Frau zu Boden und hob mit der Waffe wieder ab. Natalie wartete bis sich einer größere Gruppe um die diebische Kreatur gesammelt hatte. Jetzt brachte sie die Pistole zur Explosion. Der Schwarm stieß in alle Himmelsrichtungen aus einander. Etliche Bestien stürzten brennend ab und rollten sich jämmerlich Schreiend auf dem Boden. Der fliegende Dieb regnete als verkohlte Einzelteile vom Himmel.

Nun erschossen die Präedatoren die brennenden Kreaturen und schritten auf die Kathedrale zu. Für das erste war der Feind besiegt, doch er würde wiederkommen. Kaum hatte das Paar das Gotteshaus betreten und es kündigte sich ein neuer Gegner an. Der Schatten erinnerte an die fliegenden Kreaturen auf den Säulen, doch schien er um einiges größer zu sein. Wenige Meter vor dem Altar brach die Bestie durch das Kirchenfenster. Sie war doppelt so groß wie die Präedatoren und führte eine riesige Sense in einer der Krallen. „Das wird ja immer besser,“ bemerkte William, „erst diese Dinger auf den Säulen und nun kommt der große Bruder.“ „Den kriegen wir auch noch klein,“ erwiderte Natalie zufrieden, „wird nur nicht ganz so einfach werden.“ Der Angriff der Bestie nahm jetzt seinen Lauf. Die große Sense kreiste und zerstörte alle Kirchenbänke in ihrem Umkreis. Die Präedatoren duckten sich um den herumfliegenden Holzsplittern und zerbrochenen Brettern aus zu weichen. „Wir müssen diesen Bastard täuschen,“ teilte Natalie über das Headset mit, „wir müssen ihn dazu bringen Leichtsinnig zu werden.“ „Gut,“ willigte William ein, „versuchen wir es.“ Zu erst ließ sich Breez auf das Spiel ein und lief schießend auf die Bestie zu. Dies beeindruckte das Monster aber nicht, geschweige denn fügte ihm ernsten Schaden zu. Es schlug mit der Sense nach der Angreiferin traf sie aber nicht. Doch war diese jetzt in Reichweite der Flügel. Der rechte Flügel traf und schleuderte die Präedatorin zwischen einige zertrümmerter Bänke wo diese reglos liegen blieb. Jetzt konnte sich die Bestie dem anderen Gegner zuwenden. Mit den Flügeln konnte es diesen nicht erreichen. Die Sense kreiste wieder doch verfehlte den Angreifer. Ein weiterer Schlag folgte ebenfalls ohne ein Treffen des Feindes. Die lange gebogene Klinge verfehlte William doch die Kreatur schlug jetzt hart zurück. Der Präedator wurde von der stumpfen Seite der Sense getroffen und flog in hohem Bogen über den Altar. Dort täuschte er vor nicht mehr am Leben zu sein und die Bestie fiel auf das Spiel herein.

Langsam schritt der Geflügelte auf die weibliche Gestalt zu. Sie lag reglos da und die Kreatur beschloss sich an ihr zu laben. Natlie beobachtete die Schritte über ein kaum geöffnetes Auge. Die Zeit in der sich das Monster mit William beschäftigt hatte wusste die Präedatorin sinnvoll zu nutzen. Die Kreatur hob den Körper auf und musterte ihn. Das Fleisch war noch frisch und das Blut noch warm. Natalie wartete bis die Bestie zu beißen wollte und schoss jetzt aus kürzester Entfernung direkt in das aufgerissene Maul. Mit der anderen Hand drückte sie die Granate an eines der Hörner. Brüllend vor Schmerz schleuderte die Bestie die junge Frau erneut fort. Erneut krachte sie zwischen die Reste der Kirchenbänke und blieb liegen. Doch diesmal war die Bewusstlosigkeit nicht vorgespielt. Die Kreatur drückte ihre Krallen auf die Lippen und silbrige Flüssigkeit spritzte aus seinem Maul. Nun explodierte die Granate und warf die Bestie zu Boden. Doch sie war noch immer nicht besiegt. Auch wenn sie der Verletzung im Rachen erliegen würde so konnte sie nicht umher kommen zu prüfen ob der zweite Gegner noch am Leben war oder nicht. William rechnete damit und es gehörte zu seinem Plan. Die Kralle der langsam schwächer werdenden Bestie griff nach dem Körper des Präedatoren. Doch sie konnte ihn nicht festhalten, sie sah ihn doch auf dem Boden liegend aber wieso? „Ich liebe diese Hologramme,“ lachte Furno und betätigte den Abzug, „auf wiedersehen du Bastard!“ Der Präedator stand nur einen Meter hinter dem Monster als er das Magazin in dessen Rücken und Hinterkopf entleerte. Erst jetzt hauchte die Bestie die letzte Energie aus und brach langsam zusammen. „Natalie!!!“ schrie William als er seine Verlobte regungslos zwischen den zertrümmerten Bänken liegen sah, „bitte lass dies jetzt nur eine Täuschung sein!“ Vorsichtig drehte er sie auf den Rücken. „Nein, du spielst nicht, du,.....“ schluckte Furno und erblickte das Blut das die Mundwinkel hinunter lief, „ich lassen dich nicht hier, du wirst mich heute nicht verlassen!“

Kapitel 13: “Die letzte Verteidigung“

Das ist die massive Wand eines Tresors,“ sprach Evo und seine Augen wanderten wieder zu der Leiche des großen Monsters, „sie haben die Tür nicht finden und die Wand auch nicht einschlagen können.“ „Deshalb haben sie diese große Kreatur geschickt,“ schlussfolgerte Juliane und zählte ein und eins zusammen, „das sie den Tresor später öffnen sollte.“ „Aber was ist da drinnen?“ meinte der Präedator und sah seine Gefährtin an, „etwas das ihnen so wichtig erschien das sie eine Meute Toa Zombie zurück ließen und ein großes Monster schickten das es aus dem Wandtresor holen sollte!“ „Etwas das die Vahki fürchten,“ riet Julia und lächelte, „nicht weil diese Gefahr stärker sein könnte sondern um so zahlreicher!“ „Das würde auch die Manipulation der Toa erklären,“ ergänzte Nathan und dachte an die Visorak, „sie haben die Visorak durch ein Signal ruhig gestellt und wollen nun ihre Armee im Roboter ausbauen.“ Nach weiteren Scanns war die Tür gefunden und die Präedatoren sprengten sie auf. In dem Raum befand sich ein Schreibtisch und dahinter ein Stuhl. Auf diesem hing ein Matoraner der mit dem Kopf auf dem Tisch lag. Die eine Hand hing am Körper hinunter und die andere lag auf dem Tisch. Eine Metallbox lag vor dem Kopf des Matoraners. Über all auf dem Tisch fanden die zwei Agori Brotkrümmel. „Das sind die Überreste seiner Henkersmahlzeit,“ stellte Nathan feste und lehnte die Leiche nach hinten um sie näher zu untersuchen. „Was ist das?“ entglitt es Juliane und sie blickte unter den Tisch, „da liegt eine Pistole!“ Die Präedatorin hob sie auf und legte sie auf den Tisch voller Brotkrümmel. „Ein Stich in die Lunge,“ bemerkte der Präedator mit gerunzelter Stirn, „der Dolch steckt noch in der Wunde die das Herz verletzt hat.“ „Und ein Schuss vom Kehlkopf nach oben in den Schädel,“ ergänzte Juliane Nex und der Matoraner tat ihr leid, „ein bizarrer Selbstmord!“ Die Präedatorin scannte den Körper des Matoraners und hielt einige Minuten inne. „Legen wir die Leiche auf den Tisch,“ sprach sie rasch und wandte sich an Evo, „du musst etwas aus ihm heraus holen!“ „Das war keine Henkersmahlzeit,“ fuhr sie fort, „er hat einen Schlüssel verschluckt, deshalb die Brotkrümmel!“ Bevor Nathan eine Anwort gab kontrollierte er mit einer zweiten Scannung die Leiche. „In der Tat,“ räumte der Präedator ein, „der hat wirklich einen Schlüssel verschluckt!“

Etwas unsanft wuchteten die zwei Präedatoren den Körper des Matoraners auf den Tisch. Sie drehten ihn auf den Rücken und schnitten die zunächst die Kleidung auf. „Da befindet sich der Schlüssel,“ sprach Nathan und markierte einen Punkt auf dem Torso, „da muss ich jetzt operieren.“ Die kleine Kreis Säge des Drillblade begann sich zu drehen und die Funken flogen. Evo bemühte sich die Wunde so klein zu lassen wie möglich, was ihm auch gelang. Nach weiteren fünf Minuten hielt der Präedator den Schlüssel in der Hand. „Such du den Tresor für den dieser Schlüssel gedacjt ist,“ bemerkte Nathan und reichte diesen seiner Verlobten rüber, „ich kümmere mich um den armen Matoraner hier.“ Evo trug den Körper andächtig die Treppe hinunter zu einem Container der zwar offen aber nicht beschädigt war. Dort wickelte er den Matoraner in die Decke ein die er sich über die Schulter geworfen hatte und legte den Körper in die Mitte des Containers. Mit den leisen Worten „ruhe in Frieden“, schloss er beide Türen. Schnellem Schrittes kehrte er in den geheimen Raum zurück wo Juliane einen kleinen Tresor in der Wand aufschloss. „Darin ist eine CD,“ teilte die Präedatorin mit, „und ein kleines Buch.“ Sie steckte beide Fundstücke in ihr Exopack und schloss Evo auf, „lass uns hier abhauen!“ Kaum hatten die zwei Präedatoren das Lagerhaus über die Hintertür verlassen waren wieder die Geräusche der Toa Zombies zu hören die in das Gebäude drängten. Nex und Evo drehten auf der Stelle um und blockierten die Tür von außen. „Warte hier auf der Feuerleiter und passe auf,“ bemerkte Nathan und stieg die Leiter wieder hinab, „teile mir mit wenn dieses Ungeziefer den Schuppen wieder verlassen will.“ Juliane nickte und sah wieder in die Lagerhalle die sich langsam mit Toa Zombies füllte. Evo rannte geduckt um das Gebäude und wartete bis die Luft rein war. „ich sorge dafür,“ erklang es im Helm des Präedators, „das diese Kreaturen von der anderen Tür abgelenkt werden.“ Die wenigen unversehrten Scheiben brachen und Scherben rieselten in das Gebäude innere. Die Toa Zombies drängten zu der Stelle wo die Scherben zersprangen. Nathan nutzte die Gunst der Stunde und zog die Haupttür zu. Jetzt war das Ungeziefer in dem Lagerhaus gefangen. Der Präedator zog zwei Granaten aus dem Exopack und stellte sie ein. „Fertig mein Engel?“ funkte er Juliane zu. „Fertig,“ bestätigte die Präedatorin und warf ihre Granaten durch das eingeschlagene Fenster in das Gebäude. Mit ordentlichem Schwung schleuderte Evo nun seine in hohem Bogen durch ein anderes Fenster. Er und seine Verlobte gingen hinter einem verrosteten Vahki Transporter in Deckung. „Auf drei,“ meinte Juliane. „Auf drei,“ willigte Nathan ein.

Mit einem lauten Knall explodierten die vier Granaten und aus allen Öffnungen stieß eine dunkelrote Stichflamme aus dem Gebäude. Für wenige Sekunden spürte das Paar die Wärme die der Druckwelle voraus ging. Wieder knallte es und erneut flogen kleinere Trümmer herum. Laut knirschend fiel der Vahki Transporter um. Nun ohne Deckung sahen die Präedatoren zu wie die Flammen aus dem Lagerhaus schlugen und in Rauchfäden in den Himmel stiegen. Der Tag brach an und etwas Ruhe kehrte in das geschundene Metru ein. So ließ es sich gleich noch besser umsehen. In ihrer Sicherheitskammer sahen sich Julia und Nathan die CD an. Reichlich irritiert nahmen sie das gefunden Buch zur Hilfe um das Datendurcheinander richtig zu ordnen. „Wir müssen diese CD oder besser deren Daten irgend wie in den Notfallcomputer des Mata Nui Roboters bekommen,“ überlegte Nex angestrengt, „aber wie kriegen wir das hin ohne noch tiefer in diese Welt des Schreckens vordringen zu müssen?!“ „Die Marines könnten es über den Raumkreuzer in den Roboter einspeisen,“ schlug Evo vor, „mit etwas Geschick und der richtigen Software kein Problem.“ „Wenn uns das gelänge,“ freute sich Juliane, „dann würde es die letzte Phase des Sicherheitsprogramms aktivieren.“ „Wir sollten uns jetzt auf die Suche nach unseren Freunden machen,“ meinte Nathan mit einem nachdenklichen Gesicht, „unsere Mission war es die Daten zu sichern um den Roboter ein für alle mal zu deaktivieren.“ „Das haben wir getan und es scheint so das es auch ohne Karda Nui möglich ist, die letzte Sicherheitsstufe ein zuleiten,“ bestätigte Juliane, „aber dich scheint etwas zu bedrücken!“ „Ich habe da so ein ganz mieses Gefühl,“ räumte Nathan ein und sah Juliane tief in die Augen, „ich glaube das unsere Freunde dringend Hilfe brauchen.“ Evo und Nex rüsteten sich neu ein und verließen wieder den Schutzraum. Jetzt spürten sie das Eile geboten war und jede Sekunde entscheiden konnte.

Kapitel 14: “Der Weg ist frei“

Aus dem monotonen Brummen wurde ein abgehacktes Rufen. Unverständliche Wortfetzen in denen sich die Gier nach Mord und Verwüstung widerspiegelte. Jedem hätte es den Mut geraubt und viel hätten Recht getan wenn sie die Flucht ergriffen. Doch nicht wenn man ein Präedator war. All die widerlichen Laute beeindruckte sie nicht weiter. Preston nickte Mandy zu und schritt zu den zwei Gasflaschen. In der Zwischenzeit zielte die Präedatorin auf einen der Füße des großen Tanks. Ein Schuss, ein zweiter und ein dritter hallte durch den großen Raum. Der Tank begann zu wanken wie die Kreaturen unter ihm. Mandy Surge zielte auf den zweiten Fuß. Wieder drei Schüsse und der Tank wankte noch stärker. Die Toa Zombies schienen vor lauter Gier die drohende Gefahr nicht zu erkennen und drängten weiter gegen die Wände der Halle. Ein weiteres mal zielte und schoss die Präedatorin und mit lautem Getöse rissen die Schrauben des letzten Fußes aus dem Boden. Der Tank krachte nach links auf den Boden. Der stählerne Zylinder begrub etliche Toa Zombies unter sich und Knacken ihrer Körper war zu hören. Nun zielte die Präedatorin auf die Tankventile. Diese gaben dem Druck nach und der Treibstoff schoss als Fontäne in die Wartungshalle. Die Kreaturen verloren auf der öligen Flüssigkeit den Halt unter den Füßen oder wurden durch eine der Fontänen umgeworfen. Wieder hallten Schüsse durch die Halle. Zwischen dem jämmerlichen Geschrei der Toa Zombies. Weiterer Treibstoff strömte aus den Tanks der U Bahnlokomotiven. „Bist du so weit?“ funkte es durch das Headset, „wenn ja ich bin es.“ „Ich komme,“ bestätigte Mandy und eilte den Gang entlang zu der Tür über die sie gekommen waren. Im Hintergrund schrien die Toa Zombies während sie immer wieder hin fielen. Durch eines der Fenster im Gang warf sie den Fernzünder und rannte weiter. Wieder an der Abzweigung angekommen erwartete sie Preston bereits. „Die Gasflaschen sollten uns genug Vorsprung verschaffen,“ sprach der Präedator rasch, „so eine Feuerwalze kann sehr schnell sein, besonders in einem U Bahnschacht!“ „Ich weiß,“ bestätigte Mandy und befestigte den Haken ihres Klettersystems an der Gasflasche, „sobald der Zünder aktiviert ist, die Gasflasche zünden!“

Genau,“ lächelte Stormer, „so wie beim Surfen!“ Die Präedatorin betätigte den Zünder und schoss dann Zeitgleich mit ihrem Verlobten auf das Ventil der Gasflasche. Mit einem Ruck schossen diese davon und auf ihnen die Präedatoren. Mit sehr viel Mühe hatte der Toa Zombie es auf die Beine geschafft als er das kleine Gebilde erblickte. Darauf waren Zahlen zu sehen die sich immer wieder änderten. Hätte er noch den Verstand eines Toa gehabt würde er den Countdown erkennen. Jetzt verschwanden die Zahlen und eine Explosion füllte den Raum. Der Treibstoff überall in der Halle entzündete sich und löste eine weitere noch stärkere Explosion aus. Die massigen Stahltüren hielten den zwei auf einander folgenden Druckwellen nicht stand und wurden aus den Angeln gerissen. Die Feuerwalze bahnte sich unablässig dröhnend ihren Weg durch den U Bahnschacht. „Hörst du sie?!“ erklang es in Prestons Helm, „ich höre sie laut und deutlich!“ „Ich auch,“ bestätigte der Präedator etwas nervös, „und ich spüre schon ihre Wärme hinter mir!“ Noch flogen die Gasflaschen weiter und der Abstand zu der monoton dröhnenden Feuerwalze blieb konstant. Links und Rechts erschienen jetzt vereinzelte Kreaturen die sich aber der drohenden Gefahr bewusst zu sein schienen. Doch die Gasflaschen flogen schneller und die Aufschreie der ersten Bestien ging in dem Dröhnen unter. Jetzt sprangen die Präedatoren ab und gingen sofort ins Rennen über. Nur wenige dreihundert Meter und sie würden den Rettenden Ausgang erreichen. Das Dröhnen und die Wärme kam immer näher. Erbarmungslos bahnte sich die Feuerwalze ihren Weg durch den Schacht. Sie verschlang dabei immer wieder Kreaturen die nicht schnell genug fliehen konnten oder von der Gefahr überrascht wurden. Stormer und Surge atmeten auf als das Licht vor ihnen stärker wurde. Der Bogen des U Bahneingangs kam immer näher. Aber auch die Wärme der Feuerwalze die in schmerzhafte Hitze übergegangen war. Die Druckwelle erfasste die zwei Agori und katapultierte sie meterweit aus dem Eingangsbogen heraus. Der Aufprall war selbst durch die Rüstung hart und schmerzhaft. Nur mit mühe konnten Mandy und Preston weite abrollen um nicht von der Stichflamme erfasst zu werden. Es war Hell um das Paar zumindest heller als in dem U Bahnschacht. Noch immer loderte die Flamme aus dem Halbkreis und endete mit pechschwarzen Fäden die in den Himmel schlängelten.

Mir tut alles weh,“ stöhnte Mandy und rollte langsam auf den Bauch um sich auf zurichten, „aber so wissen wir zumindest das wir noch leben.“ „Au,“ gab Preston von sich während er sich langsam an dem Sockel der umgestürzten Statue hoch zog, „um mich dreht sich noch alles.“ Der Agori schleppte sich zu seiner Verlobten und half ihr auf die Beine. Beide Präedatoren nahmen die Helme ab und lächelten sich an. „Jetzt wanken wir wie Toa Zombies,“ lachte Mandy und spürte wie es ihr Stück für Stück besser ging, „oder nicht?“ „Nein, die wanken besser!“ kicherte Preston und fühlte wieder mehr Halt unter den Füßen, „wir sind gut durchgeschüttelt aber um richtig gut wanken zu können muss man schon ein Toa Zombie sein.“ Wieder voll bei Kräften und kontrollierter Rüstungen suchte das Paar das Kolosseum auf. Es war nur eine riesige Ruine doch die geheime Steuerzentrale schien die Zerstörung überstanden zu haben. In der ersten Mata Nui Mission hatte die Todeshändlerin Moon diese genutzt um Makutas Pläne zu vereiteln. Nun nutzten Preston und Mandy die Bildschirme und Tastaturen um die Koordinaten der übrigen Hive an den Raumkreuzer zu übermitteln. So schlug man eine Sicherheitssystem mit seinen eigenen Programm. Im weiteren verlauf aktiveren sie den Empfänger des Roboters. Eine Maßnahme die eine weit gefährlichere Reise nach Karda Nui nicht mehr nötig machte. Doch die letzten Erfolge wurden von einer leichten Trauer überschattet. Surge und Stormer wussten nicht wieso doch diese Trauer war plötzlich da. Auch das Gefühl das nicht alles nach Plan verlaufen sein könnte. „Lass uns hier verschwinden,“ entgegnete Mandy mit gequälter Stimme, „unsere Aufgabe hier ist erfüllt, nun suchen wir unsere Freunde!“ Preston nickt und folgte seiner Verlobten durch den Schacht über den sie gekommen waren. Die Situation hätte nicht schlimmer werden können, doch sie war es. Ganze Heerscharen von Toa Zombies waren William auf den Fersen. Und in der Luft die geflügelten Monster. Noch dazu verschlechterte sich Natalies Zustand weiter. Der Präedator rannte und sah nicht nach hinten. Er schoss einfach und traf immer etwas. Doch dies hielt die Meute nicht auf und bald würde sich auch die Munition dem Ende neigen. Genau bei sechs Kugeln stoppte er die Salven. Wenn das schlimmste eintreffen sollte würde er die Kugeln noch brauchen. Während er weiter rannte dachte er an sein Zusammenleben mit Natalie die schwach atmend über seiner Schulter hing. Dann wieder an den Matoraner aus dem Tresorraum. Wenn es sein musste würde er Natalie und danach sich ebenfalls erschießen. So wie es auch der Matoraner getan hatte. Die widerlichen Geräusche kamen immer näher. Obwohl der Präedator hart im nehmen war neigte sich auch seine Ausdauer dem Ende.

Doch in dem Moment erschienen unzählige Lichter vor ihm. Ein allzu bekanntes Geräusch von leichten Geländefahrzeugen kam noch schneller näher als das des verdorbenen Feindes. William erblickte noch die ersten leichten Bodenfahrzeuge. Benommen setzte er Natalie ab und ließ sie sanft auf den Boden gleiten. Dann sackte er entkräftet zusammen.

Epilog:

Müde öffnete William die Augen und sah sich um. Zu seiner Überraschung befand er sich in einem Krankenzimmer wo noch zwei seiner Freunde lagen. Aber nicht seine Natalie. „Was ist passiert?“ gähnte Furno und versuchte das eventuelle Schicksal seiner Verlobten zu verdrängen, „wieso liegt ihr auch in der Krankenstation?“ „Reine Kontrolle,“ gab Preston ebenfalls müde von sich, „erzähle ich dir später.“ Ein Krankenschwester trat in das Zimmer und verteilte die Tabletts mit dem Frühstück. „Wie geht es Frau Breez?“ fragte William die Agori in weißer Arbeitskleidung, „geht es ihr gut?“ „Sie lebt und ist aus dem gröbsten raus,“ antwortete die Krankenschwester und verbarg etwas unter der beruflichen Sachlichkeit, „aber ob es ihr wieder gut gehen wird, dass kann ich ihnen noch nicht sagen.“ Obwohl das Essen lecker war und der Koch sein Handwerk zu beherrschen schien, lag William jeder Bissen wie ein Stein im Magen. Seine ganzen Gedanken kreisten um Natalie. Was war nun genau mit ihr los? Wie ernst war ihr gesundheitlicher Zustand wirklich? Preston und Mandy teilten das Leid mit ihm wenn auch nicht ganz so intensiv. Doch unterstützen sie ihren Freund so gut es eben möglich war. Nathan saß im Büro des Kommandanten und sah die Aufnahmen der letzten zwei Tage an. Alles in allem war die Mission ein Erfolg. Die Inseln Voya Nui, Daxia, Odina und der südliche Kontinent hatten sich aus dem Roboter gelöst und einen festen Platz an der Oberfläche angenommen. Die Hohlräume des Mata Nui Roboters verfüllten sich planmäßig mit speziellem Beton so das eine Vereinigung der drei Planeten für alle Zeiten dahin war. Das UMP hatte die letzten Hive um den roten Stern gefunden und ausgelöscht. Doch all diese Gründe zu Feiern wurden von Trauer überschattet. Selbst Nathan und Juliane behielt man Natalies waren Zustand vor. Auch sie wussten nur das ihre Gefährtin und Freundin am leben war. Dazu hatte man diese noch mit einem anderen Schiff abgeholt um sie in der Universitätsklinik in Atero City weiter zu behandeln. Ebenfalls etwas das den übrigen fünf Freunden schwer zusetzte.

Einen Monat später in Mr. Bishops Büro. „Warum dieses verdammte Besuchsverbot,“ brummte William und sah zornig auf den Boden, „dazu noch dieses elende Schweigen.“ „Beruhige dich bitte,“ bat Nathan und nahm seinen Kumpel tröstend in die Arme, „ich weiß wie schwer es dir fallen muss doch bitte komm etwas zur Ruhe.“ Der Abteilungsleiter nahm hinter seinem Schreibtisch platzt und klatschte freundlich grinsend in die Hände. Seine Sekretärin trat ein und brachte ein Tablett mit fünf Gläsern Wein und zwei Gläsern mit Fruchtsaft. Nach dem die Sekretärin das Büro wieder verlassen hatte wandte sich Bishop an seine Gäste. „Zu nächst einmal möchte ich euch ein großes Lob aussprechen,“ begann der Agori und lächelte, „ihr habt nicht nur unsere Heimat gerettet sondern auch einige der Matoraner.“ „Jetzt ist Aqua Magna kein reiner Wassermond mehr,“ fuhr der Abteilungsleiter fort, „sondern hat endlich Inseln die auch bewohnt sind.“ „Aber zurück zu euch,“ sprach Bishop jetzt mit gemischter Stimme, „ich beginne erst mal mit der guten Nachricht.“ „Natalie geht es wieder gut,“ erklärte der Abteilungsleiter zeigte aber dennoch etwas Bestürzung, „und sie hat die Universitätsklinik bereits wieder verlassen,“ Lustlos hörte William zu und zählte immer wieder die Gläser. „Warum steht dort ein Glas mehr als Personen anwesend sind?“ fragte er überraschend hart. Bishop sah den Agori freundlich an, „noch sind es ein Glas mehr aber haben sie noch etwas Geduld.“ Wieder klatschte der Abteilungsleiter in die Hände und die Tür öffnete sich. Natalie Breez trat langsam in das Büro und man sah das es ihr noch nicht ganz leicht fiel wieder aus eigener Kraft zu laufen. Und auch ihr Gesicht wirkte nicht wirklich Glücklich. Nach dem sich auch Natalie hingesetzt hatte verteilte Bishop die Gläser, „stoßen wir auf den Erfolg dieser Mission an!“ Da sie jetzt alle vereint waren änderte sich die Laune spürbar. Aber irgend etwas kam Preston und William immer noch merkwürdig vor. Bishop bat nun Nathan und Julia das Büro zu verlassen. Seine Augen wurden jetzt wieder etwas ernster und auch trauriger. „Ich weiß nicht so recht wie ich es ihnen sagen soll,“ entgegnete der Abteilungsleiter, „denn es fällt mir sichtlich schwer.“ „Ich versuche es mal so,“ begann Bishop, „Acht zogen los und nur Sechs kehrten heim.“ Dabei versuchte der Agori gar nicht erst seine Gefühle zu verbergen. „Sie Frau Surge und sie Frau Breez waren Schwanger als sie zu der Mission aufbrachen,“ gestand der Abteilungsleiter und hielt seine Tränen zurück, „und zwar im ersten Monat.“ „Doch trotz der Exo Rüstung Typ III und eurem körperlichen Training,“ räusperte Bishop und wollte fast nicht weiter sprechen, „haben sie ihre Kinder durch die Unfälle während der Mission verloren.“

Nachwort:

Diese Nachricht traf wie ein gezielter Faustschlag. „Dürfen wir bitte gehen?“ stammelte Natalie in Wortfetzen, „ich glaube ich brauche etwas Zeit um Nachdenken zu können.“ Bishop nickte verständlich. „Herr Stormer und Herr Furno,“ verabschiedete sich der Abteilungsleiter, „ich gebe ihnen Urlaub, damit sie ihren Lebensbegleiterinnen in diesen schweren Tagen beistehen können.“ „Danke für ihr Verständnis,“ sprach William leise und schloss die Bürotür. Nathan und Julia sahen wie ihre Freunde mit hängenden Köpfen und verweinten Gesichtern an ihnen vorbei zogen. Sie sahen einander an und nickten. Ihre Freunde brauchten jetzt etwas Abstand von allem was die Bruderschaft betraf. Erst nach dem sie alleine im Empfangszimmer standen brach Julia das Schweigen. „Ich hoffe sie kommen wieder zurück,“ flüsterte die junge Agori und nahm Nathan in die Arme, „und wenn doch nicht, unsere Freundschaft nicht auch zerbricht.“

Hauptrollen:

Soundtrack:

Hellgate London Theme03:15

Hellgate London Theme

0902:37

09. Hellgate London Soundtrack - Ambush

Fight02:48

Fight

0403:00

04. Hellgate London Soundtrack - The Dawn of War

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