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  • Autor: Toa-Nuva
  • Sprachen: Deutsch, Englisch
  • Hauptpersonen der Geschichte: Die Toa Mahri eines alternativen Universums
  • Teil der Geschichtssammlung Auferstehung




Die anderen Toa Mahri hatten den geschockten Matoro inzwischen eingeholt. Wenn sie es nicht selbst gespürt hätten, hätten sie spätestens durch Matoro's Blick verstanden, was geschehen war.

Die Barraki und ihre Armeen schwammen immer noch auf die Toa zu. Mata Nui's Tod, sofern sie ihn überhaupt spürten, bedeutete ihnen nichts. Sie wollten nur aus der Grube entkommen, selbst wenn es keinen Ort mehr gab, an den sie fliehen konnten.

"Wir sind zu spät", murmelte Matoro geschockt. "Er ist tot!"

"Wir werden es auch bald sein!", fügte Hewkii hinzu und deutete auf ihre Verfolger. "Die Barraki sind verzweifelt. Nichts wird sie jetzt noch aufhalten!"

"Nein!", murmelte Hahli. "Nein, nein, nein!" Sie blickte Jaller an. "Wir können es nicht so enden lassen! Wir müssen doch noch irgendetwas tun können!"

"Und was?", fuhr Kongu sie an. "Der Große Geist ist tot!"

"Ich weiß es nicht. Aber wir haben die Maske des Lebens - das hat doch sicher etwas zu bedeuten! Es muss einen Weg geben, ihn zurückzuholen!"

Noch vor wenigen Wochen hätte Jaller sie für verrückt erklärt. Doch erst vor kurzem war er selbst gestorben und von einem mächtigen Wesen namens Takutanuva wieder zum Leben erweckt worden. Er wusste nun, dass nichts unmöglich hatte; und es musste eine Möglichkeit geben, Mata Nui noch retten zu können.

"Wir müssen los, sofort!", drängte Hahli. "Wir müssen es versuchen!"

"Nein!", meinte Jaller. "Nicht wir. Die Maske hat Matoro auserwählt. Es ist seine Bestimmung, die Maske zu verwenden und uns alle zu retten! Wir bleiben hier und verschaffen ihm zusätzliche Zeit!"

Erschrocken blickte Matoro auf. Er? Was konnte er schon tun? Er war ein einfacher Toa des Eises; jemand wie er könnte alleine nie den großen Geist retten. Was würde ihn wohl erwarten, wenn er der der Insel Voya Nui durch das Loch hinterherschwimmen würde?

Nein, so durfte er gar nicht denken. Er wusste, er musste etwas tun. Er durfte sich nichts anmerken lassen. Es spielte keine Rolle, was mit ihm geschehen würde - hier ging es um das Leben Tausender.

Doch Hahli erkannte in seinen Augen, was in ihm vorging. Sie wusste, das Matoro Angst hatte. Und sie konnte ihren Bruder nicht so leiden sehen. Bevor irgendeiner der Toa reagieren konnte, packte Hahli mit beiden Händen die Maske und schwomm durch das Loch im Meeresboden. Sie konnte die verwirrten Blicke ihrer Brüder spüren, doch schon bald drehten sich die fünf Toa zu den Barraki um, um sich ihnen entgegenzustellen.

Hahli blickte nach unten und stellte fest, dass Voya Nui bereits an seinem Ziel angekommen war. Bedeutete das, dass die Ignika hier eingesetzt werden musste? Entschlossen setzte sich Hahli die Maske auf und wünschte sich nichts sehnlicher als die Rückkehr des großen Geistes Mata Nui. Sie spürte, wie ihr plötzlich immer wärmer wurde, und als sie an sich heruntersah, stellte sie fest, dass sie in ein helles Leuchten gehüllt war. Sie verwandelte sich in Energie; Energie, mit der ein anderes Wesen wiederbelebt werden konnte.

Doch plötzlich überkam sie Panik. Zuerst wusste sie nicht, woher diese plötzliche Angst kam; doch schon bald wurde ihr klar, dass dieses Gefühl nicht ihr eigenes war, sondern das ihrer Brüder. Sie waren immer noch in der Grube und kämpften entschlossen gegen die Armeen der Barraki, doch den Großteil ihres Mutes hatten sie eingebüßt, als einer ihrer Brüder, Kongu, im Kampf gefallen war.

Als sich Hahli des Todes ihres Bruders bewusst wurde, vergaß sie alles andere. Sie musste ihren Freunden unbedingt helfen. Sie wünschte sich nichts mehr, als dass die fünf Toa Mahri wieder zu ihren Freunden zurückkehren konnten. Jaller, Kongu, Matoro, Hewkii und Nuparu - sie sollten gesund und lebendig wieder auf Metru Nui ankommen.

Die Ignika war sehr gerührt von Hahli's Gefühlen und Wünschen. Sie beschloss, Hahli's Wunsch zu erfüllen und ihre Brüder lebendig nach Metru Nui zu bringen. Doch bisher hatte die Ignika nie verstanden, wieso sie sich in Notzeiten einen Träger aussuchen musste. Nun erlebte sie selbst, was geschieht, wenn ein Nicht-Auserwählter versucht, die Maske zu verwenden.

Jaller, Matoro, Hewkii, Nuparu und Kongu tauchten plötzlich mitten auf Metru Nui auf. Dort hatte der Orden von Mata Nui bereits erste Schritte zur Flucht aus dem Matoraner-Universum eingeleitet. Doch Kongu war immer noch tot. Die Ignika hatte Hahli's Körper in Energie verwandelt, um Kongu wieder zu erwecken; doch da Hahli nicht der auserwählte Träger war, konnte die Ignika mit ihrer Energie nichts anfangen und musste sie unkontrolliert freisetzen. Wer auch immer nun durch Hahli wiederbelebt worden war - es war vermutlich niemand, den Hahli gekannt hatte.

Den ehemaligen Bewohnern des Matoraner-Universums gelang es, Wege zur Insel Mata Nui freizusetzen und der Zerstörung ihrer alten Heimat so zu entkommen. Sie begannen, dort eine neue Zivilisation aufzubauen, doch Matoro zog sich zurück und lebte fortan als Einsiedler. Er konnte sich niemals verzeihen, dass ein ganzes Universum zerstört worden und zwei seiner Geschwister sinnlos gestorben waren, nur weil er zu lange gezögert hatte.

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