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Nach Hause

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  • Autor: Toa-Nuva
  • Sprachen: Nur Deutsch
  • Hauptperson: Toa Tuyet
  • Teil der Geschichtssammlung Auferstehung




Als ich wieder zu mir kam, wusste ich nicht, wo ich war. Ich befand mich noch immer unter Wasser, war aber nicht mehr in der Nähe des Gefängnisses und konnte es auch nirgendwo erblicken. Offenbar hatte mich jemand weggebracht. Ich fragte mich, was nun wohl aus dem Gefangenen geworden war, der den Unauffälligen so brutal ermordet hatte. Sollte ich mich auf die Suche nach ihm machen, um ihn für sein Verbrechen zu bestrafen? Oder hatte Mata Nui andere Pläne für mich?

Doch plötzlich bemerkte ich ein merkwürdiges Gefühl in mir, das ich nicht kannte. Es war dunkel, und leer. Ich wusste, dass es irgendeine Bedeutung haben musste. Doch welche? Ich dachte scharf nach.

Lhikan... Ganz plötzlich fiel mir dieser Begriff ein. Doch ich wusste nichts mit ihm anzufangen und versuchte, ihn zu ignorieren.

Mata Nui... Irgendetwas musste geschehen sein. Es war, als würde er mich rufen. Ich wurde irgendwo gebraucht.

Lhikan... Woher kannte ich diesen Begriff? Wieso fiel er mir gerade jetzt wieder ein? Und wieso konnte ich ihn nicht mehr aus meinen Gedanken verbannen?

Mata Nui... Es musste etwas schreckliches geschehen sein. Zu Hause. Ich musste nach Hause und helfen.

Lhikan... Vor meinem geistigen Auge erschien ein verschwommenes Bild. In mir stiegen widersprüchliche Emotionen auf. Freundschaft... Vertrauen... Und Hass.

Mata Nui... Er rief mich nach Hause. Doch wo war mein Zuhause? Was für ein Ort war mein Zuhause?

Lhikan... War er ein Freund? Oder ein Feind? Oder beides? Ich wusste nur: Er war der Schlüssel zu meinen Erinnerungen. Er und Mata Nui.

Mata Nui... Lhikan... Mata Nui... Lhikan...

Irgendetwas aktivierten diese Namen in mir. Keine neuen Erinnerungen - doch plötzlich wusste ich, wohin ich musste. Ich konnte es... spüren. Ich konnte spüren, wo meine Heimat war. Mein Zuhause. Und dort würde ich erfahren, wer ich war, wer Lhikan war... Und ich könnte meiner Bestimmung nachkommen und Mata Nui weiterhin dienen. Sofort schwamm ich los. Nach Hause.

Obwohl Wasser mein Element war, schien ich nur langsam voranzukommen. Ich konnte spüren, dass mein Ziel noch weit entfernt war. Doch ich wusste, dass ich nicht aufgeben durfte. Dies war meine Pflicht. Meine Pflicht gegenüber Mata Nui; Meine Pflicht gegenüber Lhikan; Und meine Pflicht gegenüber mir selbst. Ich durfte nicht aufgeben, egal wie weit mein Weg war, egal welche Hindernisse es wagten, sich mir in den Weg zu stellen.

Plötzlich gab es ein Seebeden. Der Boden unter mir gab dem schweren Meeredruck nach und zerbrach. Ein gewaltiger Strudel bildete sich, der alles in die Tiefe zog. Ich kämpfte dagegen an. Ich wusste, da unten lauerte das Ende; der Tod. Ich konnte es spüren. Dort unten starb gerade etwas; etwas großes; ein Universum. Und ich wusste, wenn ich dort hineinfallen würde, würde ich mit ihm sterben.

Doch ich hatte keine Chance. Der Strudel zog mich in das Loch.

Ich fiel in einen unterirdischen See in einem gewaltigen Hohlraum. Zwar wuchs das dunkle, leere Gefühl in mir noch weiter an; doch andererseits spürte ich, dass ich meinem Ziel nun viel näher war. Und der Drang, nach Hause zu kommen, wuchs in mir noch stärker an. Sofort schwamm ich weiter in die Richtung, in die mein Gefühl so sicher wie eine Kompassnadel zeigte. Schon bald erreichte ich den Rand des Hohlraumes und fand dort Höhlen, die von ihm wegführten. Sie führten in ein riesiges, komplexes, geradezu unüberschaubares Höhlensystem. Doch mein Gefühl zeigte mir genau, welchen Weg ich nehmen musste.

Sekunden, Minuten, Stunden, Tage, Wochen, Monate, Jahre. Ich wusste nicht, wie lang ich gelaufen war. Irgendwann kam ich schließlich in einen weiteren Hohlraum. Darin befand sich ein weiterer unterirdischer See, und in dessen Mitte befand sich eine Insel. Meine Insel. Meine Heimat. Sie schien mir so vertraut... Und doch so fremd. Irgendetwas stimmte dort nicht. Vielleicht waren es die vielen Löcher in der Decke, durch die Wasser hereinfloss; vielleicht war es auch einfach nur die Tatsache, dass ich noch so weit von meiner Heimat entfernt war. Doch das ließ sich leicht ändern. Ich sprang in das Wasser und schwamm auf meine Heimat zu... Metru Nui.

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