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Unterirdisch ist ein Epos der Eara-Legenden und spielt direkt nach Die Rückkehr des Schattens II.

Kapitel 1

"Wo bin ich?"
"Ist das wirklich das was ich denke?"
Golyo öffnete die Augen. Ist das das Ende? Ist das der Tod? Ihm schmerzte alles und hoffte, dass dies ein Zeichen dafür war, dass er noch lebte. Aber wie? Die Zeit schien einfach nicht zu vergehen. Golyo wollte, dass etwas passierte, egal was.
Nach einer Ewigkeit oder vielleicht nur ein paar Minuten hörte er Geräusche. Laut oder leise, das wusste er nicht. Jemand packte den Toa und er fragte sich während um ihn herum alles verschwand ob er gerade starb.

Als er das nächste mal die Augen öffnete, hatte Golyo das alles bereits wieder vergessen.
"Wo bin ich?", fragte er benommen. Er richtete sich auf und erkannte die anderen Toa um ihn herum. Sie befanden sich in einer mysteriösen Kammer.
Ein seltsames Wesen betrat die Kammer. Seine Rüstung war dunkelgrün und es sah einem Rahi ähnlich. Darauf kam ein weiteres zu ihnen. Golyo wusste, dass es eine Kreatur namens Arthaka war.
"Toa Java...", begann Arthaka zu sprechen.
"Was ist mit uns passiert?", wurde er von Orkahm unterbrochen.
"Ich habe euch gerettet."
Orkahm wirkte verblüfft und entgegnete:"Aber warum, Arthaka, hast du uns gerettet?" Das goldene Wesen wartete einen Augenblick, dann antwortete es:"Weil, ihr nicht sterben dürft. Ihr habt eure Bestimmung zu erfüllen!"

Kapitel 2

Arthaka trat zurück, erhob seinen Stab und nutzte die Kraft seiner Maske. Ein seltsames, grelles Licht erschien und Golyo spürte wie sich seine Rüstung veränderte.
Es dauerte nur wenige Sekunden, bis das Licht verschwand und der Toa des Steins sich in totaler Finsternis wiederfand. Er konnte spüren, dass die anderen Toa bei ihm waren.
Keiner sprach ein Wort. Dann erschien ein schwaches Licht, das grüne Rahiwesen trat zu ihnen und sprach:
"Toa. Der Krahkon-Stein befindet sich hier, Ahkmou befindet sich hier. Ihr müsst diesen Stein finden und vernichten. Es hängt vieles davon ab.
Die Toa wollten Fragen stellen, aber ihr Gegenüber sagt nur:"Sucht den rechten Weg! Aber bedenkt, dass die bestimmung nicht offensichtlich sein muss. Manchmal gibt es Abkürzungen, aber nicht jede Abkürzung führt wieder auf den rechten Weg.
Geht nun, in Einigkeit, erfüllt eure Pflicht, denn das ist eure Bestimmung!"
Die Toa nickten knapp, worauf das Wesen sofort verschwand. Golyo verlor den Boden unter den Füßen und fiel. Tief. Immer tiefer. Unendlich tief, bis er schließlich bewusstlos wurde.

Kapitel 3

Als Golyo wieder zu sich kam lag er auf einem harten, steinigen Boden. Er stieg auf und sah sich um. Die Toa befanden sich in einer kleinen, runden Höhle mit zwei Tunneln rechts und links. Golyo kannte diesen Ort nicht.
"Was war das?", fragte Orkahm vorsichtig. "Wir leben", erwiderte Visola. Golyo war sich nicht sicher was er von all dem halten sollte, es waren so viele Sachen passiert, die noch gar nicht alle verarbeitet hatte. Er dachte zurück an ihren Sieg über Vakka, an den Zeitpunkt an dem sie Toa wurden,...
Nuhrii unterbrach seine Gedanken. "Wir müssen Ahkmou finden und diesen Stein vernichten", erklärte er.
Ein Zischen ertönte. Die Toa schreckten auf und griffen zu ihren Toa Waffen. Golyo fragte sich wo sein Kohlihschläger war, denn in der Hand hielt er nur einen dreizackähnlichen Stab. Auch die anderen Toa betrachteten überrascht ihre neuen Waffen.
"Wie sollen wir mit diesen neuen Waffen kämpfen", rief Tehutti, der misstrauisch auf ein Sägewerkzeug blickte. Schon sprang aus einer der Höhlen ein duzent Spinnenrahi. Sie griffen die Toa an, welche unbeholfen mit ihren neuen Werkzeugen zu kämpfen versuchten. Golyo nahm den Dreizack fest in beide Hände und schlug einfach gegen alles was ihm in den Weg kam.
Visola gelang es als erstes sich von den Spinnen zu befreien. Sie wich ein paar Schritte zurück als sie von einem hellblauen Strahl getroffen wurde. Die Toa des Wasser lag am Boden, gefangen in einem bläulichen Netz, unfähig sich zu bewegen.
Der Strahl wurde von einer riesigen Spinne abgefeuert, die, wie Golyo vermutete, der Anführer der Spinnen war. Sie gab ein weiteres Zischen von sich, worauf die Rahi von den Toa abließen und zurück in die Höhle verschwanden. Jedoch ließen sie Visola nicht zurück.

Kapitel 4

Entsetzt sprang Golyo auf und wollte hinterherrennen, doch Nuhrii hielt ihn zurück. "Wir können sie nicht befreien, wir müssen erst lernen mit unseren neuen Kräften umzugehen."
Der Toa des Steins musste sich eingestehen, dass der Anführer Recht hatte. Er blickte hinab auf sein neues Werkzeug, das er in der Hand hielt. Wütend warf er den Dreizack gegen die Wand. Warum hatte er seinen Kohlihschläger nicht bei sich?
Auch Nuhrii schien nicht zufrieden mit seiner Waffe. Es handelte sich um ein seltsames Werkzeug, welches wie eine Schusswaffe aussah. "Ich muss noch herausfinden wie sie funktioniert, aber vielleicht können unsere neuen Ausrüstungen uns helfen hier unten zu überleben", erklärte der Feuer-Toa.
Orkahm trug keine Waffe sondern nur Klauen und Ehrye betrachtete ein Zangenwerkzeug. Beide schienen nicht wirklich überzeugt von Nuhriis Worten zu sein. Lediglich Tehutti wirkte nach dem Kampf mit den Spinnen etwas vertrauter mit seiner Ausrüstung.
"Wir sollten weiter gehen", murmelte Nuhrii.

"Zum wievielten Mal hast du jetzt bereits geglaubt, dass wir bald raus aus diesem Labyrinth sind, Ehrye?", rief Orkahm genervt. "Seid still!", erwiderte Tehutti ruhig,"diesmal könnte er recht haben. Seht das Licht dort drüben!" Endlich konnten die fünf Toa Java das Höhlenlabyrinth verlassen. Nun standen sie vor einer tiefen Schlucht. Der einzige Weg an das andere Ende zu kommen war ein schmaler unsicherer Pfad an der rechten Wand.
"Auf geht`s!", Orkahm lief als erstes auf den Pfad zu, danach folgten die anderen Toa. Hintereinander versuchten sie vorsichtig ans andere Ende zu gelangen ohne in die endlos scheinende Tiefe zu fallen. Golyo blickte vorsichtig zum anderen Ende. Plötzlich erkannte er dort eine rote Gestalt, die im selben Augenblick auch die Toa sah. Ein Feuerball traf den Weg dort wo die Toa standen. Tehutti fiel in die Tiefe.
In letzter Sekunde streckte Golyo den Dreizack nach ihm aus, woran dieser sich festhalten konnte. Doch Golyo fiel es schwer nicht selbst in die Schlucht zu fallen und Ehrye wurde von einem weiteren Feuerball davon abgehalten ihm zur Hilfe zu kommen. Golyo rutschte ab und stürzte zusammen mit Tehutti in die Tiefe.

Kapitel 5

Golyo und Tehutti vereinten ihre elementaren Kräfte um eine Felsenfläche zu erschaffen, die ihre Landung abfederte. Trotzdem war sie schmerzhaft. Der Toa des Steins sah nach oben, konnte jedoch nichts von den anderen Toa oder dem Fremden erkennen. Sie mussten ziemlich tief gefallen sein. Golyo sah Tehutti an und fragte:"Wer war das?"
Eigentlich hätte Golyo klar sein müssen, dass der Toa der Erde keine Antwort auf diese Frage wusste, aber er hatte von Tehutti immer erwartet, dass er mehr wusste. "Lasst uns die anderen suchen!", murmelte er bloß.
"Nicht so schnell!" Eine Stimme ertönte. Vor den beiden Toa standen zwei Rahi, die überraschenderweiße die Sprache der Toa beherrschten. "Wer seid ihr?", fragte Tehutti ruhig.
Der große maulwurfähnliche Rahi entgegnete:"Wir leben hier!" Tehutti wiederholte seine Frage.
"Sieht man das denn nicht", rief der zweite Rahi ungeduldig,"wir sind Rahi, die hier leben." Es war eine braune Kreatur mit sechs Beinen, die einem Wurm ähnlich sah. Golyo betrachtete die beiden eindringlich. Dann erschienen duzende weitere Rahi und versammelten sich um die Toa. Sie waren umzingelt.

Kapitel 6

Golyo packte seinen Dreizack und Tehutti hielt seine Säge bereit. Doch der Kampf verlief einseitig. Die Toa hatten kaum eine Chance gegen die Überzahl der Rahi und so wurde Tehutti schließlich von einigen Maulwurfrahi in eine Höhle weggebracht, während der Wurm den hilflosen Toa des Steins wegbringen ließ.

Der Toa wurde zu einer Kammer gebracht, welche verschlossen wurde. Auch seinen Dreizack nahm ihm eines der Rahi ab. Er hatte viel Zeit zum Nachdenken in dieser Zelle. Wie konnte es überhaupt soweit kommen? Die Toa wurden getrennt und nun befanden sie sich alle verstreut irgendwo unter Nuva Nui, er in einer Kammer, die von Wurmrahi bewacht wurde. Golyo begann sich zu langweilen und kickte Steine, die auf dem Boden lagen, gegen die Wand.
Schließlich kam der Anführer zu ihm in die Kammer. Golyo bereitete sich auf einen Kampf vor doch sein Gegenüber erklärte:"Wir werden dir nichts tun, Fremder. Ich bin Lumbric, Anführer dieser Rahi."
"Es wird Zeit", fuhr er fort,"dass ich dir das hier erkläre. Sechs Völker lebten hier lange in Frieden, bis das hinterhältige Volk der Spinnen anfing uns Sachen zu stehlen. Sie meinten jedoch nichts damit zutun zu haben und beschuldigten ein anderes, unschuldiges Volk. Angeblichen sei ihnen das selbe passiert."
"Die Spinnen", unterbrach ihnen Golyo vorsichtig,"sie haben unsere Freundin Visola entführt." "Ja, das kann ich mir vorstellen. Ihr Führer, Spikrar ist an all dem hier Schuld und er ist jederzeit bereit anderen Schaden zuzufügen." Golyo unterbrach ihn erneut:"Aber ihr habt mich doch auch entführt."
"Ja, weil du in unser Territorium eingedrungen bist. Wir werden dir aber nichts antun. Im Gegensatz zu Spikrar."

Kapitel 7

"Dann müssen wir etwas unternehmen", Golyo sprang auf,"schnell!"
"Die Anführer der sechs Stämme treffen sich jeden Monat auf der Großen Versammlung. Dort herrscht Frieden, so wie es die Götter wollen. Sie besprechen dort die Ereignisse die während des Monats stattfanden. Die Große Versammlung ist schon in wenigen Tagen, du kannst mitkommen, Toa."
Golyo wusste nicht, ob er zustimmen sollte oder nicht. "Könnt ihr mir nicht einfach freilassen? Ich werde sie befreien und ich habe eine Aufgabe zu erfüllen."
"Nein", antwortete Lumbric direkt,"du wirst uns helfen. Vielleicht können wir mit deiner Hilfe die Diebstähle endlich aufdecken."

"Komm, Toa!"
Ein Wurm stand vor Golyo und wiederholte seine Worte. "Auf zur Großen Versammlung."
Golyo richtete sich auf und verließ seine Höhle. Er sah Lumbric, der bereits bereit war zu gehen. "Komm, Toa", sagte auch dieser und die beiden Würmer machten sich auf den Weg. Golyo zögerte kurz, dann lief er ihnen hinterher. "Wie weit ist es?", fragte er vorsichtig, während die drei das Dorf verließen.
Keine Antwort.
Sie kamen bald darauf zu einer Kreuzung und setzten ihren Weg auf der linken Abzweigung fort. Nicht weit entfernt erkannte Golyo bereits das Ziel. "Dort", sagte Lumbric
Der Versammlungsplatz hatte etwas geheimnisvolles. Golyo schauderte. Sechs riesige Felsen ragten in den Himmel. An fünf davon standen bereits die anderen Rahi.
Bei ihnen die fünf Toa Java.

Kapitel 8

Während Lumbric seinen Platz am sechsten Stein einnahm, winkte Visola den Toa des Steins zu sich und den anderen Toa, die sich am Rande versammelt hatten, hinüber. "Golyo, die Völker hier bekriegen sich. Anscheinend stecken die Würmer hinter allem", erklärte Visola, doch Golyo widersprach. "Nein, die Spinnen stecken hinter allem. Sie bestehlen die Würmer."
Die Toa des Wassers wirkte verwirrt, nickte aber dann. "Hm", brachte Nuhrii ein,"wir sollten das alles ganz genau im Auge behalten." Kurz darauf begannen die Anführer zu sprechen. Der Maulwurf Ergas rief:"Spikrar es reicht! Wir wissen genau, dass du hinter all dem steckst. Hör auf die anderen Völker gegeneinander aufzuspielen!"
"Halt", unterbrach ihn ein roter Rahi,"wer weiß, ob es nicht ihr seid, Ergas. Vielleicht wollte ihr uns gegen die Spinnen aufspielen. Euer Bündis mit Lumbric ist doch verdächtig."
"Ich habe damit nichts zu tun", protestierte Lumbric. Man merkte an seiner Stimme, dass er sich zwang gelassen zu bleiben. "Nuirek", zischte Spikrar,"euer Stamm ist doch auch mit Ergas verbündet."
"Sie haben uns auch bestohlen, wir haben eindeutig Spuren gefunden", entgegnete Nuirek und machte einen drohenden Schritt auf den Spinnenrahi zu.
"Jetzt sind sie es gewesen. Vor einem Monat waren es noch wir", brüllte ein weißer Käfer. "Vielleicht seid ihr mit Ergas verbündet, Atrex."
Eine spitze Kugel kam in diesem Moment auf Nuirek zugeflogen und schleuderte ihn gegen einen Felsen.

Kapitel 9

Der Schuss kam von Ergas, der einen Werfer in der Hand hielt, der Golyo an die Tornax-Werfer der Glatorianer erinnerte. Atrex kam Nuirek sofort zur Hilfe, während sich das Rote Wesen und Spikrar, Lumbric und Ergas in den Weg stellten. Radik, der rote Rahi hielt eine Klinge in der Hand und Spikrar ein pfeilförmiges Werkzeug. Auch Lumbric holte seine Werkzeuge hervor. Golyo rannte auf das Podest und sprang zwischen die Konkurrenten. Die anderen Toa taten es ihm gleich. "Das können wir sicher friedlich lösen"
"Tut mir leid", kreischte Spikrar und feuerte einen bläulichen Strahl auf die Toa. Diesmal waren sie jedoch vorbereitet. Nuhrii erzeute einen Feuerwall an dem die Strahlen abprallten und erloschen. Nun hob Orkahm seine Klauen und erzeugte eine Luftkugel, die Spikrar wegschleuderte. Ehrye und Visola rannten zu Nuirek und Atrex.

Kapitel 10

Golyo sah Lumbric der sich mit Radik duellierte. Der Wurm hatte kaum Probleme die Schläge mit seinen Presslufthämmern abzuwehren. Zwar war Radik flinker, aber Lumbric war um einiges zäher und kräftiger. Lumbric packte Radik mit den Händen und warf ihn einige Meter weiter. Nun wusste Golyo, dass er eingreifen musste. Er nahm einen Stein vom Boden zwischen die Zacken seines Dreizackes und schleuderte ihn ähnlich wie Beim Kohlii auf den Anführer der Wurmrahi. "Stop", sagte er klar und deutlich.
"Stopp", wiederholte Tehutti hinter ihm laut und klar hörbar. Der Toa der Erde stand in der Mitte des Podests. Alle Rahi hörten auf zu Kämpfen und blickten ihn verwundert an. "Ihr sechs Völker habt seit anbeginn der Zeit friedlich hier gelebt. Streitigkeiten konntet ihr immer mit Hilfe der Götter auf der Versammlung beenden. Schon immer gab es diese Versammlung und noch nie wurden hier die Waffen gezückt. Jeder hier wurde bestohlen. Keiner wollte es gewesen sein. Ich glaube euch. Allen. Vielleicht war es jemand anderes. Mit welcher Absicht? Vielleicht hat er sein Ziel erreicht, denn vielleicht ist das was er hervorrufen wollte geschehen. Streit zwischen den Völkern. Vielleicht wissen wir wer der Unbekannte ist. Lasst uns in Einigkeit den wahren Feind ausfindig machen. Sechs Völker, sechs Toa. Jeder Toa geht mit einem Volk zurück in das Dorf und sucht nach Spuren. Wir treffen uns bei der nächsten Versammlung wieder. In Einigkeit!"


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