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Südlicher Kontinent in Gefahr- Cover
Legends of Idekria, Story #7
Die Kaldri - eine grausame Gruppe aus ehemaligen Herrschern - verbünden sich mit Teridax, um den Südlichen Kontinent zu erobern und ihren Plan zu vollenden. Die Toa Olda setzen alles daran, das zu verhindern und kämpfen mit allen Mitteln gegen die Kaldri... sogar bis in den Tod.

Prolog

"Wir bringen Kailani erst in Sicherheit. Über den Rest können wir uns später Gedanken machen!" entschied der Toa Olda des Eises. Tuyet hinkte Jadekaiser hinterher, der entschlossen auf die Außenbezirke von Olda Nui zulief. Es dauerte eine Weile, doch schließlich hatten sie eine Felsengegend erreicht. "Hier in der Nähe, müsste es irgendwo sein." sagte Jadekaiser.

"Was muss hier sein?" fragte Tuyet, der es nun wieder leichter fiel zu atmen, da die Zerstörung in den Außenbezirken nur minimal war.

"Kurz nachdem ich Metru Nui verlassen hatte und hier auf der Insel angekommen war, wurde ich von einem finsteren Wesen angegriffen. Mehr tot als lebendig konnte ich mich in diese Gegend hier zurückziehen und fand eine Höhle, in der ich mich verstecken konnte. Diese Höhle hat mein Leben gerettet und nun wird sie auch Kailanis Leben retten." antwortete Jadekaiser. Nur kurz mussten die beiden Toa nach der Höhle suchen, die so gut versteckt war, dass man sie beinahe nur finden konnte, wenn man wusste, dass sie überhaupt dort war.

"Wie hast du diese Höhle gefunden, sie liegt inmitten einer großen Schlucht und viele Meter unter uns." fragte Tuyet.

"Ich dachte, dass es besser wäre mich selbst zu töten, als von einem Dunklen Jäger getötet zu werden und deshalb ließ ich mich in diese Schlucht fallen, aber ich bin dann in dieser Höhle gelandet und habe geschafft zu überleben. Der Toa des Eises beendete seine Geschichte und erschuf eine Art Eistreppe, die die beiden Toa bis zum Höhleneingang führte. Kailani lag immer noch reglos auf Jadekaisers Schulter. Tuyet sah nach unten. Die Schlucht war so tief, dass sie ihr Ende gar nicht sehen konnte.

"Beeil dich, das ganze ist mir nicht geheuer..." flüsterte die blau gepanzerte Kriegerin.

"Mach dir keine Gedanken, das hier ist der sicherste Ort auf dem ganzen Kon..." Jadekaiser hielt inne und spitzte die Ohren. Irgendetwas hatte er gehört, doch was? Plötzlich hörte er es erneut. Er wandte sich um und sah in das erstarrte Gesicht von Tuyet. Diese sah immer noch nach unten in die Schlucht, als sich ihre Augen plötzlich weiteten.

"Schnell in die Höhle!" schrie sie. Ohne nachzudenken, rannte Jadekaiser los. Als er nach genug am Höhleneingang war, sprang er von der Treppe runter und in die Höhle hinein. Nun bewegte sich auch Tuyet, als sie den Umriss erkannte, der mit hoher Geschwindigkeit aus der Finsternis hervorschoss. Die Toa Olda des Wassers rannte so schnell sie konnte, allerdings nicht schnell genug, denn das geflügelte Wesen brach durch die Eistreppe und zerstörte sie. Tuyet sprang von der Treppe in Richtung Höhle, doch sie war noch zu weit von ihr entfernt. Jadekaiser konnte sie gerade noch am Handgelenk packen.

"Tuyet, lass nicht los!" schrie Jadekaiser und versuchte sie in die Höhle zu ziehen. Das unbekannte Wesen machte kehrt und flog wieder auf Tuyet zu, diese schleuderte der Kreatur einen Wasserstrahl entgegen, der die Kreatur durch die Luft und gegen eine Felswand schleuderte. Mit einem lauten Aufschrei nahm das Wesen wieder Kurs auf Tuyet. Die rasiermesserscharfen Klingen an ihren Beinen waren auf die Toa des Wassers gerichtet, bereit sie in mehrere kleine Stücke zu zerteilen. Plötzlich fiel es der Kreatur schwer zu fliegen, als sie begriff, dass ihre Flügel eingefroren waren. Sie verlor die Konrtolle und stürzte in die Tiefe. Tuyet und Jadekaiser nutzten diesen Absturz, und der Toa des Eises zog seine Schwester in die Höhle.

"Es ist noch nicht vorbei..." sagte Tuyet und nachdem sie die Worte ausgesprochen hatte, verdunkelte sich der Höhleneinang, die Kreatur war wieder da. Sie öffnete ihren Schnabel und machte sich bereit die Höhle mit Feuer zu füllen, doch plötzlich hielt sie inne. Einen Moment flog sie bewegungslos in der Luft, bevor sie einfach wegflog. Tuyet und Jadekaiser sahen aus der Höhle hinaus und sahen nur, wie das Wesen zielstrebig in der Ferne verschwand.

* * *

Nach Stunden des Wartens war Kailani noch immer nicht erwacht. Seit der Begegnung mit dem fliegenden Wesen hatten Jadekaiser und Tuyet nur wenige Worte miteinander gewechselt. "Was war das für ein Rahi, soetwas habe ich noch nie in meinem Leben gesehen." sagte Tuyet. Jadekaiser sah sie kurz an.

"Das war kein Rahi, Rahi sehen anders aus, Rahi verhalten sich anders. Das war etwas, das viel älter ist als die Rahi, die wir kennen. Aber was ist es?" fragte sich der Toa des Eises. Tuyet konnte ihm keine Antwort geben und fragte stattdessen nach etwas, das sie schon seit Stunden beschäftigte.

"Was werden wir jetzt tun?" fragte die Toa des Wassers. "Die wichtigste Stadt des Kontinents wird von sechs grausamen Wesen kontrolliert. Wir können das nicht länger zulassen, wir müssen handeln." sagte Tuyet.

"Du hast recht... machen wir uns auf den Weg."

"Aber Jadekaiser, allein haben wir keine Chance." erwiederte Tuyet.

"Vielleicht haben wir das nicht, aber das sollte einen wahren Helden nicht davon abhalten für seine Überzeugung zu kämpfen." sagte Jadekaiser.

"Und was sollten wir deiner Meinung nach tun?" fragte Tuyet.

"Jetzt, meine liebe, jetzt klettern wir."

Kaptiel 1: Der bekannte Fremde

Wie viel Zeit war vergangen? Kailani setzte sich aufrecht hin, doch sie spürte den Schmerz in ihrem Rücken. Sie berührte die Stelle, die am meisten schmerzte und bemerkte, dass ihre Rüstung an dieser Stelle stark beschädigt war. "Wie bin ich hier hergekommen?" fragte sie sich selbst und schloss erneut ihre Augen. Nun sah sie Erinnerungsfetzen vor ihrem inneren Auge. Grausame Kreaturen... Feuer... Schreie... Angst... Zerstörung... der Geruch des Todes... Steine, die sich von Steinmauern lösen... herabfallende Steinlawinen... Kampfgeschrei... teuflisches Gelächter... das waren die Bilder, die ihr durch den Kopf schossen. Die letzten klaren Erinnerungen, die sie hatte, waren die, dass sie eine Gruppe von entstellten Kriegern unter Steinen begraben hatte und dann um ihr Leben gerannt war.

Mit der Kraft, die sie noch hatte, krabbelte sie in Richtung Höhlenausgang, aus der nur noch schwaches Tageslicht drang. "Wo sind Jadekaiser und Tuyet?" fragte Kailani leise und streckte ihren Kopf aus dem Loch. Der Eingang war ein bisschen nass, was von den Überresten von Jadekaisers Treppe stammte. Kailani versuchte sich in den Schneidersitz zu setzen und ihre Kanohi zu aktivieren, doch in diesem Moment fiel ihr wieder ein, dass sie nun eine neue Kanohi hatte, deren Kraft sie allerdings noch nicht kannte. Bevor sie ihre neue Maske ausprobieren konnte, sah sie einen kleinen Lichtschein am Ende der Höhle. Erschrocken fuhr sie zusammen.

"Wer oder was ist dort?" fragte sie mit der bedrohlichsten Stimme, die ihr in ihrem Zustand möglich war.

"Beruhige dich, Kailani. Du darfst dich nicht zu stark aufregen. Du bist im Moment noch nicht in der richtigen Verfassung, um dich so anzustrengen." antwortete ihr eine Stimme, die Kailani im ersten Moment nicht bekannt vorkam.

"Du wirst dich wundern, wozu ich im Stande bin!" schrie die Toa des Pflanzenlebens und nahm ihre Kräfte zusammen. Sie stand auf und ließ die kleinen Pflanzensprösslinge, die überall in den Ritzen der feuchten Höhle wuchsen, zu einer gewaltigen Größe heranwachsen und auf den Fremden zuschießen. Dieser erhob sich und erschuf einen Schutzschild aus Feuer, der die Pflanzen in Sekundenbruchteilen vernichtete.

"Ich habe dich wohl unterschätzt..." sagte der mysteriöse Fremde und ging einige Schritte auf die nun noch mehr geschwächte Kailani zu.

"Lhikan?" fragte Kailani verwundert, bis sie erneut in Ohnmacht fiel.

***

Knirschen unterbrach die Stille des Sonnenuntergangs. Es hatte lange gebraucht, um die steilen Felswände hinaufzuklettern und beinahe noch länger, um die äußersten Bezirke von Olda Nui zu erreichen, dort, wo die Kanalisation in das Meer des Südlichen Kontinents mündete. "Denkst du wirklich, dass dies der einzige Weg ist, in die Festung zu gelangen?" fragte Tuyet skeptisch, während sie Jadekaiser dabei half die gewaltige Luke beiseite zu schieben, die den meter-hohen Abfluss verschloss.

"Ich habe nie gesagt, dass es der einzige Weg ist. Aber es ist auf jeden Fall der unauffälligste." erwiederte Jadekaiser lächelnd. "Mach dich bereit..." sagte Jadekaiser zu Tuyet. "Gleich wird uns eine Fontäne von Abwasser entgegenkommen. Es wird dich viel Kraft kosten, uns den Weg bis zur Festung freizuhalten." fuhr der Toa des Eises fort.

"Vielleicht hätten wir doch auf Kailanis Erwachen warten sollen." sagte Tuyet.

"Vielleicht, vielleicht, vielleicht..." entgegnete Jadekaiser. "... ich habe aufgehört auf Ereignisse zu warten, die vielleicht nicht eintreten."

"Du meinst..."

"... dass wir nach vorne sehen müssen. Und vor uns liegt ein Abwasserkanal, der mit der Festung von Olda Nui verbunden ist. Je mehr Zeit wir verschwenden, desto mehr Matoraner werden sterben. Und das wollen wir beide nicht... vor allem hätte Kailani das nicht gewollt!" sagte Jadekaiser entschlossen. Nur Sekunden danach gelang es den beiden Toa die Luke zu öffnen und das Abwasser schoss mit einer gewaltigen Wucht aus dem riesigen Rohr. Tuyet sah Jadekaiser mit einem leeren Gesichtsausdruck an.

"Wenigstens gehen wir als Helden." sagte Tuyet lächelnd, während sie ihre Elementarkräfte aktivierte, um das Wasser zu teilen und einen Weg zu erschaffen, der die beiden sicher in die Festung führen sollte... und vielleicht nie wieder hinaus.

"Wir werden in die Geschichte eingehen..."

"... als die Helden, die sich ihr eigenes Wassergrab schufen..." sagte Tuyet.

"... vorausgesetzt... jemand kann diese Geschichte übermitteln..." fuhr Jadekaiser fort.

Entschlossen für ihre Überzeugung und für die drei Tugenden zu sterben... entschlossen bis zum Schluss zu kämpfen und entschlossen das Richtige zu tun, betraten die zwei vermeindlich letzten Toa Olda das stinkende Rohr. Ihre Schritte wurden mit jedem Schritt leiser, doch ihre Entschlossenheit für ihre Überzeugung zu sterben, wurde nie schwächer.

Kapitel 2: Konferenz

Einsame und bedächtige Schritte hallten durch die große Röhre. Der Schall der Schritte war für die beiden Toa unerträglich laut. Sie waren schon lange unterwegs. "Höchstens eine halbe Stunde, dann sind wir in der Festung." sagte Jadekaiser und sah Tuyet an. Diese erwiderte seinen Blick nicht, sondern starrte weiterhin in die tiefe Dunkelheit. "Hör zu, Tuyet... ich weiß, dass die Situation ausweglos scheint und, dass wir wahrscheinlich nicht überleben werden, aber..."

"Hör auf zu reden! Hör auf daran zu denken! Wenn du daran denkst, dann kannst du dich nicht auf unsere Mission konzentrieren. Sieh mal, es ist ganz egal, ob wir überleben oder nicht. Das einzige, wofür wir hier in diesem Universum sind, ist es, unsere Bestimmung zu erfüllen! Egal wie diese aussieht."

"Du hast recht, Tuyet. Aber ich will mich von dir..."

"Verabschieden? Kommt nicht in Frage. Ich denke, wir beide wissen, wie wir uns voneinander verabschieden würden. Es muss nicht ausgesprochen werden." entgegnete Tuyet.

"Du hast sicherlich recht... und Zeit bleibt uns sowieso nicht." sagte Jadekaiser und zeigte an die Decke der Röhre, wo sich ein kleiner Spalt befand, durch den schwaches Licht schien. Jadekaiser legte seinen Zeigefinger auf seinen Mund und versuchte durch den Spalt zu blicken. "Wir sind in den Sanitärräumen einer Werkstatt." sagte der Toa des Eises.

"Werkstatt? Ich denke, wir sind im falschen Gebäude." flüsterte die Toa Olda des Wassers. Jadekaiser fasste sich an den Kopf und versuchte sich zu konzentrieren.

"In der riesigen Metropole Olda Nuis gibt es zirka dreißig Werkstätte. Die meisten davon befinden sich im Gewerbegebiet. Wir kommen von der östlichen Küste des Kontinents und das Gewerbegebiet befindet sich im Süden. Entweder sind wir einen Bogen um die Stadt gelaufen, oder es ist eine der anderen Werkstätten." überlegte der Toa des Eises. "Wir müssen irgendwie herausfinden, welche Gebäude sich in der Nähe befinden. Das Abwassersystem von Olda Nui ist wie ein Labyrinth. Vielleicht..." Jadekaiser wurde von Tuyet unterbrochen, die ihre Hand auf seinen Mund legte und mit der anderen Hand nach oben zeigte.

"Jemand kommt." flüsterte die Toa des Wassers. Die beiden Toa Olda versuchten gleichzeitig durch den Spalt zu blicken und sahen einen verwundeten Matoraner, der sich mit ganzer Kraft gegen die Tür stemmte. Jadekaiser versuchte die Klappe anzuheben, durch die das Licht kam, wurde jedoch von Tuyet zurückgehalten. "Es wird einen Grund geben, wieso der Matoraner so verwundet ist..." sagte Tuyet.

"Ja! Und ich will herausfinden, wieso!" erwiderte der Toa des Eises, doch als er wieder durch den Spalt sah, sah er gerade noch, wie sich ein Schwert durch die Tür und durch den Matoraner bohrte. Die beiden Toa waren wie eingefroren, bis sie plötzlich in der Ferne etwas hörten. Sie sahen in die Richtung, von der das Geräusch kam und sahen, wie dort eine Klappe geöffnet wurde. Aus Reflex drückten sie sich so fest gegen die Wand, wie sie konnten, bis sie sahen, wie ein lebloser Körper in die Kanalisation geworfen wurde.

"Auf wiedersehen!" sagte der Werfer und lachte.

"Ich habe das Gefühl, dass wir rennen sollten." flüsterte Jadekaiser.

"Wieso?" fragte Tuyet.

"Deshalb." antwortete Jadekaiser. Nur eine Sekunde später schossen gewaltige Wassermassen auf die beiden Toa Olda zu. So schnell sie konnten, rannten die beiden Helden vor dem Wasser davon.

"Was war da eben los?" fragte Tuyet.

"Ich habe mich geirrt. Wir sind im Rathaus, genauer gesagt in den Laboren." antwortete Jadekaiser.

"Das heißt, wir sind dort, wo auch die Kaldri sind?" fragte Tuyet. Jadekaiser nickte. "Und was sollen wir jetzt tun? Haben wir einen Plan?"

"Ich habe einen..." sagte Jadekaiser und rannte zielstrebig weiter. "Wenn meine Orientierung stimmt, müsste es hier sein." sagte der Toa des Eises. Plötzlich bog er scharf nach rechts ab, Tuyet folgte ihm.

"Das ist deine Vorstellung von einem Plan?" schrie Tuyet. "Das ist eine verfluchte Sackgasse!" schrie sie, doch Jadekaiser beachtete ihre Rufe nicht, sondern suchte etwas an der Wand. Plötzlich breitete sich ein Grinsen über seinem Gesicht aus. "Was zum Makuta machst du dort?" fragte die blau gepanzerte Toa Olda.

"Für Gründe wie diesen, wurde in diesem Rathaus ein Geheimbunker gebaut, der nur von denen gefunden werden kann, die wissen, wo er ist. Und außer mir weiß keiner davon." sagte Jadekaiser, während er die eisernen Sprossen hinaufkletterte, bis er an der Decke des Kanals angekommen war. Dort versuchte er nun wie wild an einem Rad zu drehen, was ihm auch gelang und kurz bevor die beiden von den enormen Wassermassen erdrückt werden konnten, öffnete sich die Luke und die beiden krochen in den Bunker.

* * *

Tuyet und Jadekaiser sahen durch das Loch. Sie konnten erkennen, wie einer der Kaldri mit dem Kopf eines der toten abgeordneten spielte. "Das ist ja makaber!" Sagte Jadekaiser angewiedert.

"Sie haben das Gefühl für Recht und Ordnung vegessen, falls sie jemals eines hatten." Sagte Tuyet, ihre Stimme steckte voller Zorn. Es war die selbe Art von Zorn die sie gespührt hatte als sie die toten Matoraner in diesem Dorf gesehen hatte.

"Was ist mit dem Universum passiert? Hoffen wir nur dass Takanuva es schafft diese Toa Nuva zu finden." Sagte Jadekaiser hoffnungsvoll, während Teridax begann zu sprechen.

"Liebe Freunde! Seit Jahren schon warte ich auf diesen einen Moment! Die Zusammenkunft der sieben Herrscher. Jeder von uns ist ein Herrscher, jeder von uns hat versucht Mata Nui zu stürzen! Und einem von uns ist es gelungen. Das bedeutet wir haben endlich die Macht das Universum zu erobern."

"Wie soll das gehen? Du hast auf Vohon Nui versagt, Teridax und der Toa der dich besiegt hat weilt immer noch unter den lebenden! Woher sollen wir wissen dass du uns nicht verrätst, so wie du deine Bruderschaft verraten hast? Und nun schmoren sie in der Tiefe der Grube und warten darauf dass du sie befreist, wann wirst du das tun?"

"Halt die Klappe Espann! Ich hätte dich nicht zurück von den toten holen müssen, also treib es nicht zu weit! Wann und ob ich meine Bruderschaft befreie ist meine Sache!" Schrie Teridax und dabei verdunkelte sich seine Stimme als wäre sie das pure böse.

"Du musstest mich, nein du musstest uns alle zurückholen, wenn wir Kaldri nicht vereint sind verfügt auch niemand über die Kraft. Die Kraft mit der wir die Sonne in der nächsten Wintersonnenwende zerstören, und alles Licht auf dieser Welt zerstören können, Teridax! Du bist an uns gebunden!"

Kapitel 3: Offensive

Kailani öffnete erneut ihre Augen und blickte in Lhikans Maske, der sich über sie gebeugt hatte. "Dieses Mal warst du nur ein paar Minuten bewusstlos." sagte der Toa des Feuers lächelnd. Er sah Kailani an und half ihr, sich aufrecht hinzusetzen. "Wir haben nicht viel Zeit für Erklärungen. Die Toa Hagah haben Teridax und mich wieder befreit. Ich habe keine Ahnung, wo der Makuta von Metru Nui jetzt ist, aber wo auch immer er ist, er wird nur Unheil mit sich bringen." erklärte der Anführer der Toa Olda. Kailani sah ihn nur verschwommen und stammelte:

"Wie... wie hast du mich gefunden?" fragte die Toa des Pflanzenlebens.

"In unserer neuen Rüstung, die wir von Kanoya bekommen haben, befindet sich eine Art Ortungsmechanismus. Jeder von uns kann den Toa finden, der ihm am nähsten ist. In meinem Fall warst das du. Ich habe dich in dieser seltsamen Höhle entdeckt und ich bin mir sicher, dass Tuyet und Jadekaiser dich hierher gebracht haben, um dich zu retten. Aber die beiden sind nicht da. Ich schätze sie sind in die Stadt zurückgekehrt, um sie zu retten. Wir müssen ihnen dabei helfen." beschloss Lhikan.

"Aber wie sollen wir das tun? Du kannst vielleicht etwas ausrichten, aber ich nicht. Ich bin zu stark geschwächt, ich würde es nicht mal rechtzeitig in die Stadt schaffen, geschweige denn lebendig..." stammelte die grün gepanzerte Toa. Lhikan antwortete ihr auf ihre Bedenken mit einem breiten Grinsen.

"Das gute an Kanoyas Rüstung ist, dass sie der Technologie in Metru Nui meilenweit voraus ist." sagte der Toa des Feuers und öffnete eine kleine Klappe in der Mitte von Kailanis halb demoliertem Brustpanzer. Darunter befand sich ein kleiner Sensor. Lhikan legte seine Hand darauf und ließ einen verschwindend geringen Teil seiner Toa-Energie in den Sensor fließen.

"Was tust du dort?" fragte Kailani.

"Ich heile dich." antwortete Lhikan. Sofort nachdem die Rüstung Lhikans Energie absorbiert hatte, begann sich die Rüstung zu regenerieren. Die Beulen in der Rüstung verschwanden und die Kratzer schienen sich wieder zu verschließen. Kailani merkte, wie ihr Körper wieder stärker wurde und wie sie von ihrer Rüstung mit Energie versorgt wurde.

"Ich fühle mich... gut..." sagte sie verwundert. "Helfen wir unseren Freunden!" sagte sie entschlossen. Lhikan lächelte.

***

Pridak fiel Teridax ins Wort. "Es ist egal wer wen befreit hat, fakt ist, wenn Teridax uns nicht befreit hätte, hätten wir ihn befreien müssen, wir müssen zusammenarbeiten oder der Plan wird scheitern. Das erste was wir tun müssen, ist die Toa auszulöschen. Sie sind unsere größte Gefahr!"

"Hast du das gehört Tuyet, so lange wir ihnen Widerstand leisten können, können sie nichts tun." Jadekaiser handelte sofort. Er nahm leise einen der Steine aus der Wand und richtete seinen Rhotuka-Werfer auf einen der Kaldri, dasselbe tat Tuyet. Sekunden später prasselte ein Hagel von Rhotuka-Rotoren auf die Kaldri ein.

***

Lhikan und Kailani schlichen durch die dunklen Straßen von Olda Nui, die nur durch schwache Flammen in den kleinen Wachtürmen erleuchtete wurden. Hier und dort lief einer der versklavten Matoraner umher, der auf Wachgang war. Die beiden kletterten auf das Dach einer Fabrik und sahen von dort aus das Rathaus von Olda Nui.

"Wie kommen wir dort am besten rein?" fragte Kailani. Lhikan aktivierte seine Kanohi Hau.

"Unbemerkt können wir nicht rein. Bleib' immer in meiner Nähe."

Kapitel 3: Unterhaltung im Kopf

Nun hatten die Kaldri entdeckt, wer schoss und woher geschossen wurde. Die Antwort auf den Rhotuka-Hagel war Teridax' Schattenhand. Pridak nahm sich seinen Polypenwerfer, den er zu einer anderen Version des Nynrah-Geist-Blasters umgebaut hatte und schoss auf Tuyet und Jadekaiser, die Teridax' Schattenhand gerade noch ausweichen konnten. Die beiden Toa flüchteten auf den Korridor und wurden dort von Isoteri und Mastok empfangen. Jadekaiser zückte nun seinen Rhotuka-Werfer und betätigte einen kleinen grünen Knopf. Sofort wurde ein Mechanismus aktiviert, der den Werfer so veränderte, dass er zu einer scharfen Klinge umgebaut wurde. Damit verwundete Jadekaiser Isoteri schwer. Tuyet nahm ihren Wasserspeer und schleuderte ihn in Mastoks Hüfte. Der Speer bohrte sich durch Mastoks Hüfte und bohrte sich in die dahinter liegende Wand, zusammen mit einem verwundeten Mastok.

Die beiden Toa Olda rannten so schnell sie konnten in die Eingangshalle des Rathauses von Olda Nui, wurden allerdings von den restlichen Kaldri verfolgt. Tuyet sah sich um und sah sofort, dass Teridax nicht unter ihnen war. Tuyet erschuf einen großen Wassertornado und schickte ihn den vier verbleibenden Kaldri entgegen. Die Kreaturen wurden von dem Tornado erfasst und durch den großen Raum geschleudert. Espann wurde gegen eine Wand geschleudert und blieb regungslos liegen.

"Das wird ja immer besser." sagte Jadekaiser lächelnd.

"Freu' dich nicht zu früh, du widerwärtige Kreatur der Schöpfung!" sagte Pridak, der plötzlich hinter Jadekaiser aufgetaucht war. Der Toa des Eises drehte sich um und sah ein Geschoss auf ihn zufliegen. Es kam zwar mit hoher Geschwindigkeit auf ihn zu, doch Jadekaiser kam es trotzdem so vor, als würde alles in Zeitlupe ablaufen... das Geschoss... er... Tuyet... die Kaldri... die Zeit... alles kam ihm langsam vor und obwohl es alles so langsam vor sich ging, fand er sich selbst trotzdem nicht in der Lage, sich schnell genug zu bewegen.

* * *

Teridax blieb ruhig. Er bewegte sich kein Stück. Er bewegte sich vom Rednerpult der Sitzungskammer des Rathauses von Olda Nui zu einem der großen Stühle, die drum herum aufgebaut waren. Er setzte sich und hörte dem Kampf zu. Er schloss seine Augen. Dieses Geräusch... es war wunderschön. Schon zu lange hatte er auf das Geräusch einer schönen Schlacht verzichten müssen, deshalb genoss er jede Sekunde davon. Doch selbst würde er auf keinen Fall mitkämpfen, das hatte er nicht nötig. Dachten die Kaldri wirklich, dass Teridax auf sie angewiesen war? Die Kaldri sind nur eine Bande skrupelloser Kleinkrimineller, aber sie werden ihren Zweck erfüllen. Dachte der Herrscher der Schatten. Es hört sich an, als wäre gerade jemand gestorben... Nun ja, je schneller die Kaldri sterben, umso besser. Ich brauche sie sowieso nur, damit die Toa geschwächt werden und dafür war mir eine Reise zum Cardax schon wert... Hauptsache, ich muss es nicht selbst tun und kann mich voll und ganz auf meinen Plan konzentrieren... dachte Teridax weiter. Plötzlich hörte er eine Stimme in seinem Kopf.

Abschaum! Widerliche Kreatur! Deine Gedanken sind so finster und versponnen... sagte die Stimme in Teridax' Kopf.

"Wer ist dort!" schrie Teridax und fasste seine Kraahkan mit beiden Händen. Vor vielen Jahren hatten er und die anderen Makuta sich einem Training unterzogen, durch das es nicht möglich sein sollte, in seinen Verstand einzudringen, nicht mal mit Hilfe einer Kanohi Suletu. "Wie hast du es geschafft die Barriere in meinem Verstand zu umgehen?" fragte der Makuta, während er merkte, wie ein anderer Verstand seine Erinnerungen durchsuchte.

Dein Plan... er widert mich an. Du denkst vielleicht, dass er Clever ist, aber er ist leichter zu verstehen als das Prinzip der drei Tugenden und der Toa-Codex!

"Wer bist du?" fragte Teridax erneut, Zorn füllte seinen Körper.

Ich bin der, der schon immer war. Ich bin der ehemalige Herrscher dieses Universums. Ich bin viel mächtiger als du! Ich bin Tren Krom! antwortete die Stimme. Teridax wurde von einem kalten Schauer gepackt. Er hatte Legenden über Tren Krom gehört und er wusste, dass die Geschichten über ihn wahr waren, doch er hatte nie damit gerechnet, ihm zu begegnen.

"Wieso nimmst du Kontakt mit mir auf?" fragte Teridax, versuchend so bedrohlich wie möglich zu klingen.

Ich bringe dich deiner Bestimmung nun einen Schritt näher. Zu lange schon terrorisierst du alles, was sich in deiner Nähe befindet. Es ist Zeit, dass auch du versagst! schrie Tren Krom in Teridax' Kopf. Bevor sich Teridax umsehen konnte, wurde alles um ihn herum hell. Dann wieder dunkel. Er öffnete seine Augen und er erkannte den Ort sofort wieder... Odalia... der Ort, an dem er vor so langer Zeit die Maske des Lichts versteckt hatte... und er wusste sofort, dass er nicht alleine war.

Kapitel 4: Die schlimmste Folter

Jadekaiser richtete sich auf. Wenige Sekunden zuvor war er von Pridaks Geschoss getroffen und quer durch den Raum geschleudert worden. Er war hart gegen eine Mauer geschleudert worden und hätte beinahe das Bewusstsein verloren, doch er wusste, dass er dafür keine Zeit hatte. Er musste bei Bewusstsein bleiben und so richtete er sich wieder auf. Es war schwer für ihn, seine Umgebung wahr zu nehmen, denn alles drehte sich in seinem Kopf und er sah alles nur noch verschwommen. Plötzlich spürte er etwas, etwas kaltes, das sich gegen seine Kehle drückte.

"Na, kleiner Toa? Geht es dir gut?" fragte die kalte Stimme Pridaks. Jeder Ton, den der ehemalige Barraki von sich gab, bohrte sich wie ein Nagel in Jadekaisers Gehör. "Ich wollte nur, dass du in deinen letzten Momenten weißt, wer dich getötet hat. Ich will, dass du weißt, dass es meine Klinge war, durch die du dein Leben verloren hast und, dass..." Pridak konnte nicht weiter sprechen, denn plötzlich spürte er, wie der Boden unter ihm immer heißer wurde.

"Pack deine rostige Klinge weg und du wirst die nächsten fünf Sekunden weiter leben!" sagte eine Stimme, die Pridak fremd war. Er drehte sich um und sah zwei neue Toa in der riesigen Eingangshalle des Rathauses stehen. Einer davon war rot wie Feuer und dieser benutzte seine Elementarkräfte, um den Boden unter Pridak zum Glühen zu bringen. Der andere war ein grüner Toa, dessen Rüstung an einen Toa des Pflanzenlebens erinnerte. Pridak steckte seine Waffe weg und stieß Jadekaiser wieder gegen die Wand.

"Komm nur her. Ich weiß, dass ein Toa wie du niemals gegen den Toa-Codex verstoßen würde... niemals!" sagte Pridak.

Lhikan lächelte und richtete seinen Rhotuka-Werfer auf Pridak. "Sei' dir nicht zu sicher! Ich habe schon viele Dinge getan, die mir keiner zugetraut hätte. Ein Toa wie ich ist nicht zu unterschätzen, doch zum Glück tun es immer alle!" sagte der Anführer der Toa Olda. Dann richtete er seinen Rhotuka-Werfer auf die Decke und schoss. Das Geschoss traf die verzierte Decke der Halle und brachte diese zum Einsturz. Kailani und Lhikan waren sicher unter dem Schutz von Lhikans Kanohi Hau, doch Pridak wurde unter den Trümmern begraben.

* * *

Silika hatte sich zurückgehalten und alles aus der Ferne beobachtet, doch nun hatte er genug. Er ging auf Tuyet zu, die über dem bewusstlosen Kankroka stand. Sie bemerkte den Kaldri zu spät und sah den Angriff Silikas nicht rechtzeitig auf sich zukommen. Sie hörte nur, wie eine Waffe ausgelöst wurde und drehte sich in die Richtung, aus der das Geräusch gekommen war. Einen Moment vor dem Zusammenstoß sah sie, wie eine leuchtende Disk auf sie zugeflogen kam. Der Aufprall riss Tuyet die Maske von ihrem Gesicht und zertrümmerte sie. Tuyet, die durch den Verlust ihrer Maske stark geschwächt war, hatte nicht die Kraft, sich wieder aufzurichten.

Bevor Silika ihr jedoch zu nahe kommen konnte, wurde sein Bein von einer langen Pflanze gepackt und umschlungen. Er wurde einige Meter nach hinten gezogen, bevor er in der Lage war, die Pflanze mit einer seiner Klingen zu zerschneiden. Er sah Kailani einige Meter von sich entfernt und versuchte eine Kanoka-Disk auf sie zu schleudern, doch bevor er das tun konnte, wurde er erneut von Pflanzen gepackt. Sie packten ihn an den Armen und Beinen und zogen ihn in die Höhe.

* * *

Tuyet atmete, es war eines der wenigen Dinge, die sie ohne Maske tun konnte. Sie spürte eine Hand an ihrer Schulter, die sie hart packte. Sie wurde von der Hand hochgehoben und aufgerichtet. Sie sah nicht, wer sie da gepackt hatte, doch sie spürte, wie ihre Handgelenke hinter ihrem Rücken zusammengehalten waren und ihr Kopf in eine bestimmte Richtung gehalten wurde. Sie öffnete ihre Augen und sah, wie Lhikan gefesselt auf einigen Trümmern lag. Neben ihm stand ein verwundeter Pridak, der eine sehr scharfe Klinge in der Hand hielt.

"Was..." stammelte Tuyet. Sie versuchte zu fragen, was vor sich ging, doch sie hatte nicht die Kraft dazu.

Pridaks wütende Stimme ertönte. "Ich habe eine Aufgabe und dafür werde ich tun, was ich tun muss!" schrie der Herrscher. Er packte den geknebelten Lhikan, hob ihn mit der anderen Hand hoch und rammte seine Klinge in Lhikans hilflosen Körper. Tuyet musste mit ansehen, wie der Anführer ihres Teams vor ihren Augen ermordet wurde. Als Lhikan sich nicht mehr bewegte, stieß Pridak ihn von sich, wie eine Waffe, für die es keine Verwendung mehr gab, weil sie zu stumpf war. Dann bewegte er sich auf Tuyet zu.

Kapitel 5: Vergangenheit

Silika war immer noch gefesselt. Kailani und Jadekaiser kämpften gegen Kankroka, die verwundete Mastok und den verwundeten Isoteri. Obwohl zwei von ihren Gegnern schwer verwundet waren, gelang es den beiden Toa nicht, die Angreifer zu besiegen, da sie im Schutz von Kankroka kämpften. "Wir müssen dieses braune Wesen vernichten, dann sind die beiden anderen kein Problem mehr." sagte Jadekaiser zu Kailani, die sich eine Rüstung aus Pflanzen geschaffen hatte, durch die sie die Angriffe von Kankrokas Morgenstern neutralisieren konnte.

"Das ist ein guter Plan, doch versuch doch erst mal, ihn in die Tat umzusetzen!" sagte Kailani. Sie wollte gerade zum Schlag gegen Kankroka ausholen, als ein dickes Bündel von Lianen auf sie zugerast kam und sie gegen die Wand am Ende der Halle schleuderte. Benommen stand Kailani auf und sah sich um, wieso wurde sie von ihrem eigenen Element angegriffen? Kailani sah sich um und sah ein widerliches grünes Wesen.

"Darf ich mich vorstellen?" fragte die Kreatur. "Mein Name ist Espann und wie ich sehe, gefallen dir die Tricks, die ich aus meinen Zeiten als Toa noch beherrsche, ziemlich gut!"

"Wie kann ein Toa nur so weit abrutschen? Aber das ist eine gute Sache, dann muss ich kein Mitleid mit dir haben!" schrie Kailani und stürmte auf Espann zu. Dieser lächelte, als er die rennende Toa sah und blickte nur kurz nach oben. Kailani erkannte zu spät, was passieren würde. Einige Meter, bevor Kailani direkt unter dem aufgehängten Silika vorbei rannte, zerstörte Espann die Fesseln, die den Kaldri in der Luft hielten und Silika landete mit seinem ganzen Gewicht auf Kailani.

"Das hättest du nicht gedacht, oder, Toa?" fragte Silika mit ironischem Unterton in der Stimme. Kailani lag regungslos da.

Ist er das? Ist das der letzte Moment? Es heißt, dass das Leben an einem vorbei zieht, wenn es endet. Werde ich nun meine Lebensgeschichte vor mir sehen? Werde ich nun sehen, wo ich herkomme? Werde ich nun endlich erfahren, was mein Ursprung ist und werde ich endlich erfahren, wieso ich die einzige Toa meines Elements bin, die weiblich ist? Das waren die Gedanken, die Kailani durch den Kopf schossen... und sie hatte recht.

* * *

Vor 100.000 Jahren...

Der Korridor wurde nur schwach beleuchtet. Eine neue Kreation von Pflanzen, die im dunklen leuchteten, waren für das stumpfe grün-bläulich schimmernde Licht verantwortlich. Doch das war nicht das Besondere an diesem Korridor, nein, es war das Wesen, das ihn durchquerte. Vor langer Zeit hatte es an einem anderen Ort gewohnt, an den es sich schon fast nicht mehr erinnern konnte. Das Einzige, das er von diesem Ort mitgenommen hatte, war sein Wissen... und sein Name. Nun hatte er das Ende des Korridors erreicht und öffnete die Tür, auf der das Zeichen des Waldes eingraviert war. "Hemerus, da bist du ja endlich. Es wird Zeit." sagte ein Wesen seiner Spezies.

"Sind alle Tests abgeschlossen? Ich will nicht, dass uns das gleiche passiert, wie bei unserem letzten Experiment, diesem Toa der Psionik namens Orde." erwiderte Hemerus.

"Orde hat seinen Auftrag erfüllt, zwar nicht so, wie wir es wollten, aber dennoch hat er es geschafft. Und die Tatsache, dass er etwas zu temperamentvoll ist, konnten wir nicht voraus sehen. Aber es ist die richtige Entscheidung alle weiteren Wesen der Psionik als Frauen zu erschaffen."

"Aber, Velika, bist du sicher, dass wir alle Toa des Pflanzenlebens weiblich erschaffen sollten? Ich meine, Pflanzenleben erfordert mehr Temperament als Psionik. Der Wald und die Pflanzen sind wild, so muss auch der dazugehörige Toa sein. Eine weibliche Toa wäre vielleicht nicht in der Lage das ganze Potential des Elements zu nutzen... nun ja, vielleicht schon, aber es würde sehr viel Training brauchen und... ich weiß nicht, ich halte es für einen Fehler."

"Mach dir keine Sorgen, Hemerus. Wenn es ein Fehler ist, werden wir es sehen... schließlich macht man Fehler, um daraus zu lernen." Erwiderte Velika. Nun standen die beiden großen Wesen vor einer Stasis-Röhre, in der ein Toa-Körper schwebte. Hemerus und Velika sahen sich ein letztes Mal an und nickten einander zu, dann legte Velika den Hebel um... der Körper im Inneren der Röhre zuckte. Ein kleines Lächeln breitete sich auf Velikas Gesicht aus.

* * *

Kailani lächelte. Endlich kannte sie ihre Wurzeln, doch wieso konnte sie sich erst jetzt daran erinnern? War es vielleicht ein Mechanismus, den die Großen Wesen eingebaut haben? Sollte sie die Wahrheit erst am Ende ihres Lebens erfahren? Und war das Ende ihres Lebens jetzt gekommen? Kailani konnte nicht darüber nachdenken, denn plötzlich spürte sie einen starken Schmerz in ihrer Brust... dann fühlte sie nichts mehr.

Jadekaiser schrie laut auf, als er sah, was gerade passiert war. Silika zog seine Klinge aus Kailanis totem Körper und wischte sie an ihrer Leiche ab. Dann lächelte er Jadekaiser an. Sein Blick wandte sich von Jadekaiser ab und schien direkt an seiner Maske vorbei zu gehen. Dann nickte Silika. Jadekaiser spürte einen Schlag an seinem Hinterkopf und verlor das Bewusstsein.

Die Kaldri sahen sich um. Sie wurden von vier Toa angegriffen, nun waren zwei tot, einer bewusstlos und eine lag geschwächt und ohne Kanohi-Maske in einer Ecke und trauerte. "Für heute haben wir genug getan. Wir wollen uns doch noch etwas Spaß für später aufheben, oder?" fragte Kankroka und sah die restlichen Kaldri an. Auch sie waren stark verwundet.

"Wir sollten uns auf einen letzten Schlag vorbereiten." sagte Pridak. Die Kaldri nickten sich zu und verließen das Rathaus.

Kapitel 6: Alter bekannter

Jadekaiser öffnete die Augen. Der Staub hatte sich bereits gelegt und eine dünne Schicht davon bedeckte seinen Körper. Er versuchte sich aufzurichten, war aber noch zu schwach und so fiel er wieder auf die Trümmer. In einiger Entfernung hörte er Keuchen. Er drehte sich langsam um und sah Tuyet an einer Wand gelehnt sitzen, sie trug keine Maske und sah sehr geschwächt aus. Nun sammelte Jadekaiser alle Kraft, die er in den Muskeln hatte und richtete sich auf. Langsam humpelte er auf Tuyet zu. Nun kam die Erinnerung an das, was vor seiner Bewusstlosigkeit passiert war, schlagartig zurück. Jadekaiser drehte den Kopf und blickte über seine Schulter. Kailani lag immer noch auf dem Boden. Jadekaiser sah ihrem Körper an, dass in ihm kein Leben mehr vorhanden war. Es tat ihm weh seine Toa-Schwester dort liegen zu sehen, doch es gab nichts, was er dagegen tun konnte. Er humpelte weiter auf Tuyet zu, denn ihr konnte er noch helfen. Es dauerte einige Minuten, bis er die geschwächte Toa des Wassers erreicht hatte. "Schwester, wie geht es dir?" fragte der Toa des Eises besorgt.

"Ich fühle mich schwach, aber ich habe keine Schmerzen... Jadekaiser... Lhikan... er, er... er ist tot." sagte Tuyet betrübt. Jadekaisers Augen weiteten sich. Der Anführer und eine seiner besten Freundinnen waren tot. Wieso musste das nur passieren? "Ich... konnte... nicht... ich konnte nicht..." stammelte Tuyet. Jadekaiser legte seinen Finger auf ihren Mund.

"Ruhig. Es ist in Ordnung, ich weiß, dass du nichts tun konntest." sagte Jadekaiser. "Aber wir müssen von hier verschwinden. Dieser Ort ist nicht sicher. Die Kaldri werden bestimmt bald zurück kommen und dann sollten wir hier verschwunden sein." sagte der Toa des Eises.

"Wie soll ich denn von hier weg kommen? Ich bin zu schwach." entgegnete Tuyet. Jadekaiser bückte sich zu Tuyet und versuchte sie auf die Schultern zu nehmen. Es brauchte einige Versuche, doch schließlich konnte Jadekaiser die Kraft aufbringen Tuyet zu tragen. Er ging mit ihr zurück in den Korridor, aus dem sie gekommen waren und brachte sie zurück in die sichere Kammer, von der aus sie die Kaldri zuvor beobachtete hatten. "Was hast du vor?" fragte Tuyet ihren Toa-Bruder.

"Weißt du noch die Toa-Pods, die wir von Kanoya bekommen haben? Als wir uns auf Destral getrennt haben, haben wir sie dort zurück gelassen, mitsamt der Karte, die uns von Kanoya nach Destral geführt hat." erklärte Jadekaiser. Nun drückte er einen Knopf auf seiner Rüstung und eine Klappe an seinem Arm ging auf, unter der sich einige weitere Knöpfe befanden. "Mit diesem Knopf kann ich meinen Toa-Pod zu mir rufen." erklärte Jadekaiser. Er drückte den Knopf und einen Moment später tauchte sein Toa-Pod wie aus dem Nichts vor ihm auf. Jadekaiser lächelte, denn er hatte neue Hoffnung gefunden.

* * *

Wenig später, als Tuyet und Jadekaiser durch die wenig belebten Gassen der Stadt fuhren konnten sie die wutentbrannten Schreie der Kaldri hören und in der Ferne sahen sie eine gewaltige Explosion. Nun war sich Jadekaiser nicht mehr sicher, ob es eine gute Idee war sofort nach Kanoya zu gehen. Sie hätten die Matoraner zuerst in Sicherheit bringen sollen, aber wie sollte er das alleine tun? Wenn sie jetzt umkehren würden, würde er nicht überleben und Tuyet erst recht nicht. Tuyet und Jadekaiser erreichten den Strand und Jadekaiser betätigte den Hebel, durch den die Flugfunktion des Toa-Pods aktiviert wurde. Zusätzlich aktivierte er die höchste Beschleunigungsstufe. "Es wird ein paar Stunden dauern, bis wir Kanoya erreicht haben. Hälst du so lange noch durch?" fragte Jadekaiser. Tuyet nickte langsam, doch sie war sich nicht sicher, ob sie es schaffen würde.

Als sie die Insel erreichten wurden sie, anders als beim letzten Mal, nicht angegriffen, denn die Wachen erkannten anhand des Toa-Pod, der ja auf Kanoya geschaffen wurde, dass es sich um Verbündete handeln musste. Die beiden Toa landeten auf einem Platz mitten in der Stadt und Jadekaiser rannte zu der Festung, während Tuyet auf dem Toa-Pod blieb. Dort angekommen wurde ihm das Tor von Takua geöffnet. Er rannten in den Thronsaal und auf einem der Throne saß jemand, mit dem er nicht gerechnet hatte - Nidhiki.

"Jadekaiser?" gab er von sich als er seinen alten Toa-Bruder erblickte. "Was machst du hier?"

"Dasselbe könnte ich dich fragen!" Sagte Jadekaiser und nahm sich seinen Rhotuka-Werfer zur Hand und bereitete sich auf den Angriff vor, doch dann sah er Kava, der neben dem anderen Thron stand und nun seine Waffe auf Jadekaiser richtete.

"Leg deine Waffe nieder, Jadekaiser. Von ihm geht keine Gefahr aus, wir haben Nidhiki wieder zu einem von uns gemacht", sagte Kava und lief auf seinen ehemaligen Team-Kameraden zu. "Wieso bist du hier? Hattet ihr nicht vor, nach Olda Nui zu reisen? Und wo ist der Rest der Gruppe?" fragte der Toa des Feuers.

"Keine Zeit für Erklärungen", sagte Jadekaiser. "Lhikan und Kailani sind tot. Die Kaldri haben Olda Nui erobert! Wir brauchen eure Hilfe, um den südlichen Kontinent zu retten." Mehr musste Kava nicht hören. Er legte eine Hand auf Jadekaisers Schulter und nickte. "Tuyet ist geschwächt, sie braucht eine neue Kanohi-Maske, da ihre zerstört wurde."

"Wir werden uns um alles Kümmern. Die Kaldri werden der Stadt nicht weiter schaden. Ich werde Truppen vorbereiten. Wir werden den südlichen Kontinent befreien, Bruder." sagte Kava lächelnd.

Kapitel 7: Teridax

Kankrokas Schritte waren schwer. Er lief langsam durch die schmale Gasse, bis er nichts mehr hören konnte. Das war eines der wenigen Dinge, die Kankroka vermisste - Stille. Bevor Teridax die anderen fünf Kaldri aus dem Reich der Toten zurück geholt hatte, war er lange Zeit alleine gewesen, bis Teridax auch vor ihm auftauchte und ihm die Herrschaft über einen Teil des Universums anbot. Obwohl Kankroka nicht auf das angebotene Reich scharf war, stimmte er zu, denn sobald er ein großer Herrscher war, konnte er auch sein altes Reich zurückerobern. Von Teridax' eigentlichem Plan die Sonnen zu zerstören hielt er nichts, denn er wusste, dass dieses Ziel so gut wie überhaupt nicht zu erreichen war. Er setzte sich auf den Boden und lehnte sich gegen die feuchte Mauer einer Protodermis-Schmiede. Er atmete tief durch. Plötzlich hörte er, wie neben ihm auch jemand tief einatmete. Er drehte sich um und sah Teridax, der sichtlich verärgert aussah.

"Ich weiß, was du denkst." sagte Teridax.

"Oh, ich bin mir sicher, dass du das nicht weißt!" antwortete Kankroka. Er wandte seinen Blick von Teridax ab. "Ich bin eigentlich so weit raus gelaufen, um alleine zu sein. Ich habe genug von dem hohlen Geschwätz der anderen Kaldri. Und ich weiß nicht, worauf wir warten sollen. Die Toa sind nur noch zu zweit und wir verschwenden hier unsere Zeit." sagte Kankroka.

Teridax stand auf und sah zum Rathaus. "Mein Plan hat sich geändert. Wir müssen die Sonnen nicht zerstören, denn..."

"... es ist nicht möglich?" sagte Kankroka mit ironischer Stimme.

"Oh, Kankroka... es ist möglich die Sonnen zu vernichten. Es ist möglich alles zu vernichten, doch das war nie mein eigentlicher Plan. Ich habe euch nur zusammengetrommelt, weil Olda Nui ein zentraler Aspekt meines eigentlichen Plans ist. Die Stadt steht mir im Weg und sie muss verschwinden. Deshalb seid ihr hier!" erklärte Teridax. Kankrokas Augen weiteten sich, doch bevor er Teridax antworten konnte, war dieser bereits verschwunden. Der ehemalige Herrscher stand wieder auf und machte sich auf den Weg. Er war bereit eine Stadt zu zerstören, doch er wollte sich von niemandem sagen lassen, wie und warum.

* * *

Espann und Pridak schärften ihre Waffen, die durch den Kampf mit den Toa Olda ziemlich stark beschädigt worden waren. "Ich kann es kaum erwarten auch noch die letzten beiden Toa sterben zu sehen." sagte Espann, der sehr angespannt klang. Die beiden standen im Turm des Rathauses und bewachten nebenzu die Stadt.

"Die Stille gefällt mir nicht, es ist schon zu lange zu ruhig." sagte Pridak.

"Du hast recht, wenn die Toa noch da wären, dann hätten sie schon vor langer Zeit angegriffen. Sie haben sich eine neue Taktik überlegt, doch besser wird sie auch nicht sein." erwiderte Espann und schmunzelte. Pridak stand auf und schlug Espann auf die, mit seinem Gesicht verschmolzene, Maske.

"Ruhe... ich habe etwas gehört." sagte der ehemalige Anführer der Barraki. "Da war es wieder..." fügte er hinzu. Nun hörte Espann es auch. Es war ein gleichmäßiges klopfendes Geräusch... "Was ist das?" fragte sich Pridak. Er ging zu dem kleinen Fenster, das an der Westwand des Rathauses war und blickte vorsichtig hinaus. Er blickte die Wand hinunter und sah Pfeile, die sich in die Mauer bohrten.

Kapitel 8: Stürmung des Rathauses

Kava steckte seinen Bogen weg. Gerade hatte er einen Pfeil auf den Turm des Rathauses geschossen, an dem ein Seil befestigt war. Die Pfeilspitze aus massiver Protodermis hatte sich ohne Erbarmen zu zeigen in die alte Steinwand des Turmes gebohrt. Nun band Kava das andere Ende des Seils an einem Baumstamm fest, der auf dem Felsen wuchs, auf dem er sich mit einem Teil seiner Armee befand. Ohne ein Geräusch zu machen kletterte er das Seil entlang, seine Krieger folgten ihm. Schließlich erreichte er den Turm und sprang durch eines der kleinen Fenster, die sich an der Seitenwand des Turmes befanden. Er schlich weiter und entdeckte einen kleinen Raum. Seine Truppe, bestehend aus Matoranern, Vortixx und ein paar Toa folgte ihm. Sie wussten nicht, dass sie schon von den Kaldri entdeckt worden waren. Nun begannen die Kaldri zu flüstern.

"Sollen wir sie gleich aufspießen?" fragte Pridak gespannt.

"Nein!" antwortete Espann und legte seinen Zeigefinger auf den Mund, um Stille zu signalisieren. "Ich will sie überraschen!" Die Toa gingen in die entgegengesetzte Richtung der beiden Kaldri. Tuyet lief zu Kavas Rechten und auf seiner linken Seite lief Toa Jadekaiser. Die Kaldri beobachteten, wie die Toa durch das Gebäude schlichen, doch plötzlich drehte sich Tuyet um und schickte den Kaldri eine Welle entgegen.

"Du wolltest also eine Überraschung!" Sagte Nidhiki, der seine seine nun wieder hergestellte Kanohi Volitak benutzt hatte, um sich den Kaldri anzunähern. "Hier hast du eine!" fuhr Nidhiki fort und griff zu seiner Luftsense. Er zerteilte die Moleküle der Luft, um die Kaldri in einem molekularen Sturm einzufangen. Espann und Pridak versuchten alles, um sich aus dem Sturm zu befreien, doch sie konnten nicht viel ausrichten. Plötzlich gab es einen lauten Knall und die Truppe bemerkte, dass sie von den restlichen Kaldri, die wie aus dem Nichts in der Festung aufgetaucht waren, umkreist waren.

"Das muss ein Ende haben!" sagte Jadekaiser und sah sich um. Jeder von Kavas Kriegern sah entschlossen aus für diese Mission sogar zu sterben, doch Jadekaiser wollte nicht, dass noch mehr steben mussten. "Der südliche Kontinent ist ein freies Land. Niemand hat es jemals geschafft diesen Ort auch nur ansatzweise zu erobern." sagte Jadekaiser. Kankroka ging einen Schritt auf den weiß gepanzerten Toa zu und sah ihn skeptisch an.

"Und doch stehen wir hier... so kurz davor die Geschichte neu zu schreiben." sagte der Kaldri. Jadekaiser sah ihm in sein Gesicht, das die Narben von tausend Kämpfen trug. "Der Kontinent gehört uns. Aber ich erlaube euch, euch euren Weg aus unserem Rathaus zu kämpfen." fuhr der ehemalige Herrscher fort.

"Ihr habt keine Chance gegen unsere Armee, auch vor dem Rathaus haben wir Truppen platziert." sagte Kava. Kankroka schlug ihm mit seiner Faust auf seine Kanohi-Maske und sah ihn mit Abscheu an.

"Wir haben die Kontrolle über diesen Kontinent! Denkst du wir hätten das geschafft, wenn wir selbst keine Armee hätten? Tausende versklavte Matoraner kämpfen in diesem Moment gegen deine kleine Truppe, du Narr. Ich habe es satt, nicht als das angesehen zu werden, was ich bin - ein Herrscher! So viele Jahre warte ich darauf wieder Macht zu haben. Seitdem mir die Großen Wesen mein Reich genommen haben, nur weil ich nicht nach ihrer Pfeife getanzt habe!" schrie Kankroka. Seine wuterfüllte Stimme ließ Tuyet einen kalten Schauer über den Rücken laufen.

"Wir haben es im Guten versucht." sagte Jadekaiser. "Doch davon ist in euren beschränkten Geistern wohl nicht mehr viel übrig." fuhr er fort. Es machte ihn traurig, dass er die Kaldri nicht zur Einsicht bringen konnte, denn er wollte sich mit allen Mitteln an den Toa-Codex halten. Er wollte niemanden töten... doch vielleicht ist es manchmal richtig, sich für etwas zu entscheiden, was man sonst nie in Betracht ziehen würde. Jadekaiser erschuf einen Eistrichter, der die Kaldri von ihm, Nidhiki, Tuyet, Kava und seiner Armee abschnitt.

"Sofort auf Position!" schrie Kava. Die Truppe folgte seinem Ruf und stellte sich wie ein schützender Schild um die vier Toa. "Das ist der Moment! Alles wird sich entscheiden!" schrie Kava. Er nickte Jadekaiser zu und dieser nickte zurück. Dann benutzte Kava seine Elementarkräfte über das Feuer und zerstörte den von Jadekaiser erschaffenen Eistrichter. Sofort stürzten sich die Kaldri auf die Armee. Ein erbarmungsloser Kampf brach aus. Obwohl die Armee, die Kava in das Rathaus mitgebracht hatte, fast vier Mal so groß war wie die Anzahl der Kaldri, fand er bald heraus, dass keiner von ihnen fiel.

"Sie sind zu stark! Wir sind zwar ein Haufen Krieger, aber wir sind nicht stark genug das Böse zu besiegen!" Schrie Nidhiki.

"Du bist wirklich schlau!" sagte Silika zu Nidhiki. Der Toa der Luft drehte sich um und hatte keine Zeit zu reagieren, denn er wurde von der Seite von Silika angesprungen. Nidhiki landete hart auf dem Boden und schlug sich dabei seinen Kopf auf dem harten Steinboden an. Silika benutzte seine vier Beine, um Nidhikis Gliedmaßen auf den Boden zu drücken, während er sich darauf vorbereitete seinen Kopf mit Hilfe einer gezielt geschossenen Kanoka-Disk abzutrennen, doch so weit kam es nicht, denn Tuyet fiel nun über Silika her.

"Tuyet pass auf!" schrie Nidhiki, um dessen Kopf sich alles drehte. Er konnte nur noch wahrnehmen, wie Tuyet auf Silika zurannte und ihn aus einem der Fenster stieß, Silika hielt sich jedoch an Tuyets Arm fest und versuchte sie mit zu ziehen. Obwohl Nidhiki nicht aufrecht stehen konnte, benutzte er seine Elementarkräfte über die Luft und flog auf Tuyet zu, während sie mit Silika aus dem Fenster fiel. Noch im Fall packte er Tuyet und flog mit ihr hoch in die Luft. Silika hing immer noch an Tuyet und versuchte nun Kanoka-Disks auf den fliegenden Nidhiki zu schleudern, damit er Tuyet fallen ließ, doch Nidhiki konnte jeder Disk ausweichen.

"Was tust du?!" fragte Tuyet, als sie bemerkte, dass Nidhiki immer höher in die Luft flog. Nidhiki zwinkerte ihr zu und griff zu seiner Luftsense.

"Das willst du wahrscheinlich nicht sehen, schließ' deine Augen." sagte Nidhiki. Tuyet wusste sofort, was Nidhiki vorhatte und folgte seiner Anweisung. Silika brüllte vor Wut, doch plötzlich wurden die Schreie leiser und leiser. Tuyet blickte auf ihren Arm und sah, wie Silikas abgetrennte Hand sich immer noch daran festklammerte. Silika fiel in freiem Fall zurück auf die Erde. Sein Körper hinterließ einen großen Krater im Boden, als er darauf aufprallte. Er schrie nie wieder.

Kapitel 9: Alles oder Nichts

Kava mühte sich mit Pridak ab. Er wurde zwar von einigen Matoranern unterstützt, doch Pridak stellte sich als geübter Kämpfer heraus. Seine Bewegungen waren flüssig. Er holte zwar nicht oft zum Schlag aus, doch wenn er es tat, dann verfehlte er sein Ziel nie. Kava konzentrierte sich und versuchte Pridaks Bewegungen zu analysieren, damit er seine Strategie durchschauen und ihm zuvor kommen konnte. Er hat keine Strategie... dachte Kava. Er folgt seinen Instinkten... seine Wut treibt ihn an... Als Kava das klar wurde, versuchte er dasselbe zu tun. Er vergaß, was um ihn herum passierte und konzentrierte sich auf seine schlechten Erinnerungen. Wut staute sich in seinem Verstand an. Wie von Geisterhand gelenkt, stieß er mit seiner Waffe zu. Ohne nachzudenken streckte er seinen Speer in die Luft und schlug zu. Er verfehlte sein Ziel nicht. Pridak verlor das Gleichgewicht und fiel zu boden.

Als Isoteri sah, wie Nidhiki und Tuyet durch das Fenster herein geflogen kamen, machte er sich für den Angriff bereit. Nachdem sich die beiden getrennt hatten, sprang er auf Tuyet zu, wurde während seinem Sprung jedoch von Nidhiki gefangen und gegen Mastok geschleudert, die beiden flogen durch den Raum, und landeten in der kleinen Armee aus Matoranern. Espann bündelte auf einmal seine Kräfte und entfesselte eine Nova-Explosion des Pflanzenlebens. Einige Vortixx und Matoraner wurden von den Pflanzen die Treppe hinunter gestoßen. Nidhiki, der sich an der Decke des Rathauses festhielt packte Tuyets Hand und verhinderte, dass sie auch nach draußen geschleudert wurde. Kava hielt sich an einem Türrahmen fest und verbrannte alle vorbeifliegenden Pflanzen. Jadekaiser hatte sich selbst in einen Eisblock eingesperrt und diesen fest an die Wand gefroren. Als die Nova-Explosion langsam nachließ stürmten die vier Toa vor die fünf Kaldri.

"Traut ihr euch zu gegen uns zu kämpfen?" Fragte Isoteri leicht Ironisch.

"Diese Frage sollten wir euch stellen!" Antwortete Jadekaiser. Kava ignorierte das Geschrei des Kampfes. Er befand sich immer noch in einem Zustand vollkommener Wut und diese musste rausgelassen werden. Wie in Trance stürmte er auf Pridak zu und wirbelte währenddessen seinen Speer, der schon zu glühen begann, da Kava seine ganzen Elementarkräfte in die die Waffe fließen lies.

"Wir sind zu fünft, ihr nur zu viert, und ihr habt eine Frau im Team, ist das fair? Ich glaube nicht. Aber wann haben wir Kaldri jemals fair gespielt?" Sagte Kankroka und tat dabei so als ob er nachdenken würde.

"Komm du uns nicht mit Fairness!" schrie Tuyet "Wir müssten diese Unterhaltung nicht führen, wenn ihr endlich zur Besinnung kommen würdet, doch ich sehe da keine Hoffnung mehr. Ihr habt eure letzte Chance auf Gnade verspielt! Ihr habt euch für diesen Weg entschieden und deshalb ist euer Vahki-Freund jetzt tot, also denke nicht dass du mir nicht zutrauen kannst zu kämpfen!" Die Wut und Überzeugung, die von Tuyets Stimme ausgingen, bescherte den Kaldri ein mulmiges Gefühl im Bauch.

Kava sah sich um. Es war der perfekte Zeitpunkt, die Kaldri waren abgelenkt, und in der Ecke waren noch die Überreste von Jadekaisers Eisblock. Er bewegte seinen Speer ganz langsam und mit bedacht in die Richtung des Eisblocks und feuerte. Das Feuer wurde von Jadekaisers Eis reflektiert und traf Espann unerwartet, der von oben bis unten in Pflanzen steckte, die nun begannen zu brennen. Der Kaldri begann auf furchtbare Art und Weise zu schreien, diese Ablenkung nutzten die Toa und stürzten sich auf die Kaldri. Jadekaiser nahm sich Mastok vor.

"Mal sehen wie dir eine Dreiklingige Klinge bekommt!" Sagte Jadekaiser und versuchte auf Mastok einzustecken, diese wich jedoch geschickt aus und steckte ihren Stachel in Jadekaisers Hals, der Stachel traf die Arterie, die mit Jadekaisers Gehirn verbunden war und flößte ihm nun eine besondere Essenz ein. Mastok begann zu lachen als Jadekaise zu Boden Sank.

Tuyet und Nidhiki hatten sich zusammengetan und schufen nun ein kleines, aber starkes Gewitter, das Kankroka und Pridak einkesselte. Kankroka schleuderte mit seinem Morgenstern herum, in der Hoffnung einen der beiden Toa zu treffen, doch er erwischte Pridak, der nun hilflos und bewusslos in dem kleinen Tornado wirbelte.

Die Pflanzen, die Espann umgeben haben, waren inzwischen komplett abgebrannt, doch der Kaldri brannte selbst noch. Er wälzte sich so schnell er konnte auf dem Boden, um die Flammen zu ersticken. Plötzlich spürte er noch einen starken Schmerz in seiner Schulter. Er war nicht mehr in der Lage zu erkennen, dass sich Kavas Speer durch seine Schulter gebohrt hatte und nun im Boden steckte. So sehr Espann es auch versuchte, er konnte sich nicht mehr auf dem Boden wälzen. "Nur noch vier Kaldri sind übrig..." sagte Kava zu sich selbst, nachdem Espann aufgehört hatte, sich zu bewegen.

Kapitel 10: Befreiung

Jadekaiser lag auf dem Steinigen Boden des Rathauses, Mastok zog gerade ihren Stachel aus seinem Hals, mit dem sie ihm eine Essenz eingeflöst hatte, die bewirken sollte, dass der Toa starb. Mastok sah den Toa auf dem Boden liegen und lachte. Jadekaiser öffnete blitzartig seine Augen und sprang auf. Mastoks Augen weiteten sich vor Entsetzen. "D... d... du... du solltest eigentlich so tot sein, wie ein Artakha-Bulle nach der jährlichen Jagd!"

"Ich denke du hast da wohl einen Fehler gemacht!" Schrie Jadekaiser, während er eine Veränderung in sich spührte. Seine Muskeln erweiterten sich und wurden zu groß für seine Rüstung, diese platzte an einigen Stellen auf und Jadekaiser merkte, wie sich Wissen in ihm ausbreitete, und er Dinge tun konnte, von denen er zuvor nur träumen konnte. Mastok stürzte sich auf den Toa.

***

Kava wich Isoteris Attacke aus. Er sprang hoch in die Luft und schoss dabei Feuerbälle auf den Kaldri. Tuyet und Nidhiki beendeten ihren Angriff. Kankroka und Pridak taumelten herum, sie waren völlig Orientierungslos und in ihren Köpfen drehte sich alles. Isoteri ging zu den beiden und nahm eine bedrohliche Haltung ein. Mastok flog durch die Luft und landete vor Isoteri. Jadekaiser stellte sich zu den anderen drei Toa.

"Und jetzt? Jetzt ist es doch eigentlich Fair, oder? Vier gegen Vier!" Sagte Tuyet und Nidhiki machte sich Kampfbereit, doch sie hielt ihn zurück. "Wir sind nicht wie ihr!" Sagte sie. Sie sah Kava an. "Wir sind keine Mörder... kontrolliere deine Wut, Bruder!" fuhr die Toa des Wassers fort, die Kava bereits seit einigen Minuten beobachtete hatte. Sie hatte beobachtet, was Kava mit Espann gemacht hatte und es hatte ihr einen kalten Schauer beschert.

"Wir haben ihnen genug Chancen gegeben, sich zu ergeben... ihren Plan zurück zu ziehen... zur Vernunft zu kommen!" schrie Kava.

"Das gibt uns aber nicht das Recht über ihr Leben zu bestimmen. Wir haben die Kraft sie zu besiegen, das weiß ich... aber all diese Wesen wurden aus einem Grund erschaffen. Haben wir wirklich das Recht diesen Grund zu vernichten, nur weil es uns in den Kragen passt?" fragte Tuyet. Sie sah Kava an. Der Griff um seinen Speer lockerte sich, er sah ein, dass Tuyet Recht hatte.

"Richtig, Schwester", sagte Jadekaiser "Als Herrscher dieses Landes biete ich euch eine letzte Chance: Ich verbanne euch und solltet ihr jemals wieder zurückkehren werdet ihr den geballten Zorn der Toa Olda zu spüren bekommen! Habt ihr mich verstanden?" Die Kaldri antworteten nicht. "Ob ihr mich verstanden habt!"

"Niemals werden wir uns ergeben! In deinen Worten herrscht die Wahrheit, kleine Toa." sagte Kankroka. "Wir wurden aus einem Grund geschaffen! ICH wurde aus einem Grund geschaffen. Einst war ich ein großer Herrscher. Ich habe ein Land regiert, das so großartig war, dass es überall bekannt war. Doch mein Land wurde mir genommen und ich wurde verbannt. Ich werde mich nicht nochmal verbannen lassen!" sagte Kankroka.

"Ihr habt es bis jetzt nicht geschafft uns zu besiegen und ihr werdet es jetzt auch nicht schaffen!" zischte Mastok und stellte sich an Kankrokas Rechte Seite. Auch Isoteri und Pridak gesellten sich nun zu dem inoffiziellen Anführer der Kaldri. Kankroka kniff die Augen zusammen und beobachtete die vier Toa, die vor ihm standen.

"Ich wiederhole: Das ist eure letzte Chance." sagte Jadekaiser. Kankroka hob seine Hand und warf seine Klinge auf den Boden. Den Morgenstern, den er in der anderen Hand hielt, umklammerte er jedoch weiterhin fest.

"Ein wahrer Herrscher weiß, wann er sich zu ergeben hat!" sagte Kankroka und warf seine Waffe auf den Boden. Die anderen Kaldri sahen Kankroka schockiert an.

"Du bist schwach!" schrie Isoteri. "Du solltest nicht auf unserer Seite stehen! Du solltest dort stehen, wo die Toa sind! 'Ein wahrer Herrscher weiß, wann er sich zu ergeben hat'? Ist das dein Ernst? Du hast auf unserer Seite nichts zu tun. Du bist den Namen Kaldri nicht würdig. Geh mir aus den Augen, bevor du es bereust!" brüllte das rot gepanzerte Wesen. Kankroka lächelte. Dann drehte er sich blitzschnell um. In der Bewegung schwang er seinen Morgenstern und schleuderte ihn direkt in Isoteris Gesicht. Der Kaldri verlor sofort das Bewusstsein und prallte auf den Steinboden. Während Isoteri fiel, riss Kankroka seine Waffe an sich und stach sie in Pridaks Körper. Mit seiner freien Hand packte er Mastoks Stachel und brach diesen ab. Dann steckte er den Stachel in Mastoks Kopf. Sie war sofort tot. Dann nahm er den Stachel und stach damit auf Isoteri ein. Es hatte keine zehn Sekunden gedauert, doch Kankroka hatte die drei Kaldri getötet.

"Wie gesagt, ein wahrer Herrscher weiß, wann er sich zu ergeben hat. Doch dieser Moment ist nicht jetzt!" sagte Kankroka. Er schleuderte den Toa seinen Morgenstern entgegen und nutzte die daraus entstehende Verwirrung, um aus einem nahe gelegenen Fenster zu springen. Das alles ging so schnell, dass keiner der Toa rechtzeitig reagieren konnte. Nachdem Kankroka aus dem Fenster gesprungen war, nahmen einige Matoraner sofort die Verfolgung auf, doch als sie das Fenster erreichten, war von Kankroka keine Spur zu sehen, als wäre er von einem Moment auf den Anderen verschwunden...

Epilog

Die Sonne strahlte Hell über der Stadt Olda Nui. Es gab viel zu tun in der Stadt, denn der Übergriff der Kaldri hatte viel Schaden angerichtet, nicht nur in dem Rathaus der Stadt, sondern auch außerhalb. Viele Gebäude hatten Schaden genommen und natürlich hatte der Kampf auch einige Opfer gefordert. Die versklavten Matoraner wurden befreit und ein Großteil der Schäden war innerhalb der letzten Wochen von den Toa und den Matoranern repariert worden. Nun hatte Jadekaiser die Bewohner der gewaltigen Stadt auf dem Platz vor dem, sich immer noch in Reparatur befindenden, Rathaus versammelt, um eine Rede zu halten. Er befand sich in dem Turm, in dem er vor wenigen Wochen noch gegen die Kaldri gekämpft hatte. "Liebe Bürger von Olda Nui. Wir haben eine schwere Zeit hinter uns..." sagte der Toa zu den Matoranern. "Es war eine Zeit der Finsternis, die über Olda Nui hereingebrochen ist, doch wir haben es geschafft unsere Freiheit zurück zu erobern. Natürlich hatten wir Hilfe von einem treuen Freund - Kava. Wir wollen ihm heute danken, dass er uns bei unserem Kampf nach Freiheit unterstützt hat. Zu lang habt ihr hier alleine gelebt. Ihr sollt nun wissen, dass mein Team und Ich hier in der Stadt bleiben werden. Kava wird nach Kanoya zurückkehren, doch das wird uns nicht davon abhalten unsere Freiheit zu verteidigen. Dies, meine Freunde, ist ein Meilenstein in der Geschichte unserer Stadt! Dies ist der erste Unabhängigkeitstag von Olda Nui!" sagte Jadekaiser. Er sah sich die Masse an Matoranern an, die jedes seiner Worte aufsaugte und sah Frieden in ihren Masken. Dann begannen sie laut zu Jubeln.

"Ich habe vor einigen Tagen eine Nachricht von einem Mitglied des Trupps bekommen, das ich mit Tuyet und Nidhiki losgeschickt habe, um Kankroka zu verfolgen." flüsterte Kava Jadekaiser zu. Dieser sah ihn fragend an. "Sie haben einen Hinweis auf Xia bekommen, doch es war ihnen nicht möglich Kankrokas Spur aufzunehmen. Ich habe ihnen den Auftrag gegeben, nach Kanoya zurück zu kehren." erklärte Kava. Jadekaiser legte seine Hand auf Kavas Schulter.

"Ich danke dir für alles, was du getan hast. Wir haben Kankroka vielleicht nicht gefunden, aber früher oder später wird er wieder auftauchen und dann, mein Freund, dann sind wir da!" sagte Jadekaiser entschlossen. Kava erwiderte mit einem Lächeln.

"Es ist Zeit zu gehen..." sagte Kava zu Jadekaiser. "Und übrigens... Tuyet und Nidhiki werden bald zurückkehren. Auf ihrem Weg nach Kanoya werden meine Truppen sie hier vorbei bringen." sagte Kava lachend. "Sie müssten bald ankommen."

"Dann begeben wir uns zum Hafen." sagte Jadekaiser. Kava nickte und die beiden machten sich auf den Weg. Der Hafen war nicht weit von dem Rathaus Olda Nuis entfernt, weshalb sie liefen. Am Hafen angekommen, sahen sie am Horizont schon die Segel der beiden Schiffe, die Jadekaiser vor einigen Wochen für die Verfolgung Kankrokas bereit gestellt hatte.

"Die Schiffe sehen sehr mitgenommen aus." sagte Kava, als die Schiffe näher kamen. "Es scheint als hätten sie eine Menge durchgemacht. Ich hoffe nur, dass es der Besatzung gut geht. Als ich die Nachricht bekommen habe, hat man mir nichts von einem Angriff erzählt." sagte Kava. Jadekaiser verschränkte die Arme und starrte auf das Meer hinaus. Er atmete tief ein und dann wieder aus. Die Zeit, bis die Schiffe im Hafen einliefen, kam ihm wie Jahre vor doch schließlich warfen sie ihren Anker aus. Kava wandte sich zu Jadekaiser und streckte ihm seine Faust zum Abschied. "Wir werden uns wieder sehen." sagte Jadekaiser. Kava nickte lächelnd und ging auf sein Schiff. Es dauerte nicht lange, dann sah er, wie Tuyet und Nidhiki das Schiff verließen. Etwas stimmte jedoch nicht, die beiden verließen das Schiff nicht alleine. Als Jadekaiser bemerkte, wer ihnen folgte, blieb ihm fast das Herz stehen.

Erfahre wie es mit den Toa Olda weitergeht in: The Reunion

Charaktere

Toa Olda
Kaldri
Andere


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