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Schurken und Könige

Schurken und Könige ist die dritte Kurzgeschichte des ersten Teiles der Story Moderne Zeiten von Neramo.


Gubakja schaltete erneut einen der Rahi mit einem Eisstrahl aus. Er hat aufgehört, über die Uhrzeit nachzudenken oder mitzuzählen, wie viele Manas er schon erledigt hat. Dafür waren es bereits zu viele und es ging viel zu lang. Jahrtausende schmorrten diese Wesen also in der Grube... nun kamen sie alle raus. Klar, da sammelt sich was an - das wusste auch Gubakja.

Nazuka erging es genauso. Sie konnte sich aber um einiges schwerer im Rennen halten: Die Manas hatten es schon öfters geschafft, sie von den Beinen zu holen und ihr die Waffe wegzunehmen. Immer wieder musste sie sich auf ihre Elementarkräfte verlassen. Doch wir lange hielten diese noch? Nazuka gab einem direkt die Antwort:

"Ich glaube, meine Kräfte lassen nach!" rief die Toa des Wasseres panisch.

"Wir können sowieso nur noch hoffen, dass diese Armee bald besiegt ist. Die Küste Karzahnis ist schon fast überflutet von den verletzten Rahi." sagte Getaro, während er einen der Manas von der Erde besiegen ließ.

"Ich denke, der Orden von Mata Nui wird das ganze aufräumen, immerhin haben wir hier ja ein Mitglied." sagte Gubakja, nur um festzustellen, dass Demnak verschwunden war. "Wo ist der hin?" wunderte sich der Toa des Eises.

"Hilfe!" schrie Nazuka, welche nun unter den Manas begraben wurde. Sie lag wie hilflos am Boden... die Rollen der Manas rissen ihre Rüstung auf, die Schläge taten ihr überall weh. Diese Krabbenarmee war ihr einfach zu mächtig.

"Ich kann auch nicht mehr!" Gubakjas Kräfte waren ebenfalls am Ende. Sekunden später wurde auch er von den Manas verschlungen und die restlichen Krabben griffen nun Getaro an.

"Oh Mann, es wird nicht wieder einer sterben!" schwor sich Getaro und streckte die ohnehin schon flacharbeiteten Manas nieder. "Für Mata - urgh!" Getaro fiel zu Boden. Und das nicht, weil er von einem Rahi getroffen wurde.

***

"Was willst du?" fragte Demnak seinen Gegner. Er stand ihm schon seit Minuten gegenüber - mit starrem Blick, als habe er keinen Willen. Er sagte nichts. Er tat nichts. Er wartete scheinbar, während seine Manas die Toa erledigt hatten. Demnak merkte nach den vergangen Minuten, dass etwas mit dem ehemaligen König und heutigem Schurken nicht stimmte.

Demnak umklammerte den Griff seiner Doppelklinge fest, riss sie hoch und schoss einen Strombündel auf Karzahni, welcher plötzlich unter dem Bündel durchsprang und Demnak wortlos einen hieb mit seinen ehemaligen Flammenketten in die Maske verpasste.

"Das Kämpfen konntest du nie so gut... so stand es zumindest in den Geschichtsbüchern des Ordens. Was ist mit dir passiert?" fragte Demnak, doch auch nun tat Karzahni nichts, was mit dem Verb "antworten" zu tun hatte. Stattdessen trat er in den Boden, was sechs Manas heraufbeschwörte.

Drei Sekunden später waren diese aber in den Dimensionalen Toren von Demnaks Olmak verschwunden gewesen.

"Wir sehen uns in der Hölle." sagte der Olmak-Träger und schlug in Hochgeschwindigkeit nach Karzahni, welcher auswich und sich an Demnaks Arm hängte, sich hochschleuderte und ihm gegen den Kopf trat, wodurch der Ordensagent gegen eine Hauswand eines Küstenhauses flog - zu seinem Pech krachte das Haus durch die Wucht ein und begrub Demnak unter den Trümmern.

Doch Demnak gab nicht auf. Nun wusste er, dass er hier einen Gegner auf höchstem Niveau hatte. Also nahm er seine Waffe und schoss drei komplett waagrechte Stromblitze auf Karzahni - einen auf Fußhöhe, einen auf Bauchhöhe und den letzten auf Kopfhöhe. Siegessicher steckte Demnak seine Waffe weg, nur um mit anzusehen, wie Karzahni in die Luft sprang und sich passend durch zwei Streifen durchschlängelte.

"Was?" wunderte sich Demnak und bekam danach eine Flammenkette um den Hals, welche immer fester zugedrückt wurde.

***

Es war ein Wunder geschehen. Aus heiterem Himmel kamen Blitze aus dem Himmel; jeder Blitz traf einen Rahi - alle fanden ihr Ende.

Die Toa raften sich auf. Nazukas Rüstung war komplett zerstört worden, während Gubakja glimpflich davon gekommen ist. Getaro hingegen hat keinen Schaden aufgenommen.

"Was war das?" fragte Nazuka und schaute ihre Kollegen fragend an.

"Das könnte nicht mal Demnaks Macht gewesen sein." stellte Getaro fest. "Es gibt wenige, die solche Mächte nutzen könnten. Mata Nui hätte das früher gekonnt, als es die Insel Destral noch gab. Und ich vermute, dass Tren Krom das auch beherrscht hätte - Problem: Er ist tot."

"Ihr kennt mich nicht." Alle drei Toa schreckten auf. Es war die alte Stimme, die dem Matoraner Nuhral alles angekündigt hatte. Es war der Umhang, den schwerverletzte Opfer so beschrieben, nachdem sie dem Träger begegnet war. Es war die helmartige Maske, die dieser Krieger trug. Es war er. Es war der Massenmörder, der ehemalige Held, der mal das Universum rettete.

"Tod ist mein Element." sagte er. "Früher war mein Element Feuer... keiner von euch wäre mir damals gewachsen gewesen. Und heute? Heute kann ich mit euch machen, was ich will."

"Achja?" fragte Gubakja laut. "Probier es doch!" rief er. Ohne jede erkennbare Angriffsbewegung fiel Gubakja um.

"Ich brauche nichts zu probieren. Es gibt kein Versuchen oder Probieren. Man soll es tun oder nicht tun - und er wollte, dass ich es tue." sagte der in schwarz-gehüllte Krieger.

"Er ist doch nicht etwa..?" fragte Nazuka langsam, während sie in die Knie ging. "Du Monster..."

"Ich werde Monster genannt, für Sachen, für die ich nichts kann?" sprach der Mörder ironisch. "Ihr wisst gar nichts. Dieses Universum ist bereits tot. Ich bin der, der es in diesem Sinne retten soll."

"Was? Du verwirrst mich!" sagte Getaro, welcher gerade Gubakja die Maske abnahm. Es war üblich, einem gefallenen Toa zu seiner Ehre die Maske abzunehmen. Die Masken der Toten kommen normaler Weise danach in eine Ruhmeshalle auf Daxia.

"Ihr wisst, Destral wurde damals im Bestimmungskrieg vernichtet. Kurz darauf enthüllte der Orden, dass das Universum innerhalb Mata Nuis ist. Also war er geschwächt." fing der Mörder an zu erklären. "Doch die Schäden waren größer als erwartet: Sein Körper war kaputt. Er fiel hin, völlig hilflos irgendwelchen Fehlern ausgesetzt, die sich nun bildeten. Er konnte nichts mehr tun. Seine Mission konnte nie ein Ende finden und auch nach innen - in dieses Universum - war er nahezu machtlos. Doch vor 35.000 Jahren schaffte er es, eine einzige Maske durchzubringen: Die Maske der Legenden. Diese Maske kann alles Legendäre im Kampf anwenden und gilt daher auch als legendäre Maske. Da ich dieses Universum damals mitgerettet hatte, nahm er mich als Träger - um die Bewohner des Universums auszulöschen und Mata Nui damit zu töten."

"Was? Mata Nui gibt nicht so einfach auf!" wandte Nazuka ein.

"Denkst du." sagte der Unbekannte. "Aber er hat es bereits."


Charaktere:

  • Demnak
  • Karzahni
  • Toa Karzahni
    • Getaro
    • Gubakja
    • Nazuka
  • Der Unbekannte
  • Mata Nui (nur erwähnt)
  • Nuhral (nur erwähnt)
  • Brutaka (nur erwähnt; bereits tot zur Geschichte)
  • Tren Krom (nur erwähnt; bereits tot zur Geschichte)


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