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Die Evakuierung ist endlich abgeschlossen. Wir werden nun viele Hilfskräfte benötigen, und ich, Takanuva, halte es für sinnvoll, meine Kräfte an sechs neue Matoraner weiterzugeben. Doch ich weiß nicht, wie lange wir hier überleben werden, deshalb möchte ich zuvor noch diese Zeilen schreiben. Sollten wir hier sterben, bevor Kopeke die Einträge in die Wand der Geschichte meißeln kann, möchte ich so die Nachwelt, falls es sie denn geben sollte, über das Geschehene aufklären.

Seit Jahrtausenden hat der Große Geist Mata Nui über unser Universum gewacht und es beschützt. Ohne ihn kann das Universum nicht existieren. Doch er ist gestorben, und meine Geschwister konnten trotz allen ihren Bemühungen nichts dagegen tun. Nach Mata Nuis Tod hatten wir noch drei Tage, um uns in Sicherheit zu bringen; doch alle Wege, die aus dem Universum herausführten, waren plötzlich verschlossen. Dennoch schafften wir es, uns ins Freie und in Sicherheit zu graben. Ich bin dabei dem Orden von Mata Nui sehr dankbar. Die Mitglieder dieses Ordens haben ihre Existenz seit vielen Jahrtausenden geheim gehalten, um so effektiver gegen Bedrohungen vorgehen zu können; und nun sind sie an die Öffentlichkeit getreten, um uns zu retten.

Dennoch konnten nicht alle Leben gerettet werden. Zwei meiner Geschwister starben noch bei dem Versuch, Mata Nui zu retten. Ich kenne die genauen Umstände nicht, denn die verbleibenden Toa Mahri wollen nicht darüber reden; aber ich befürchte, dass sich bald auch niemand mehr an sie erinnern kann. Die meisten auf unserer Insel sind der Meinung, dass es ihre Schuld ist, dass Mata Nui nun tot ist. Niemand trauert den beiden Toa nach, die bei dem Rettungsversuch gestorben ist, und ich fürchte, dass auch die noch lebendigen Toa Mahri noch lange Zeit darunter leiden werden.

Ein weiteres Ereignis, an das sich vermutlich bald niemand mehr erinnern können wird, spielte sich auf Metru Nui ab. Bei einem seiner letzten Rundgänge dort traf Jaller auf einen Toa des Wassers. Sie verhielt sich sehr merkwürdig und fragte Jaller nach Lhikan und Mata Nui. Jaller erlärte ihr, dass beide nun tot waren, und bot ihr an, mit in die neue Welt zu kommen. Doch die Fremde schien nicht akzeptieren zu können, was sie von Jaller erfahren hatte. Sie griff ihn an, und als er ihre Attacke abwehrte, nahm sie sich selbst das Leben. Wer auch immer sie war - offenbar sah sie ohne Lhikan und Mata Nui keinen Sinn mehr in ihrem Leben.

Ich habe bisher nur wenige ernsthafte Meinungen zu dieser Geschichte gehört. Die meisten glauben, dass Jaller sich das Ganze nur ausgedacht hätte, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Lediglich Helryx scheint hier anderer Meinung zu sein. Sie hat mir erzählt, sie wisse, wer dieser fremde Toa gewesen sein könnte; doch da es so viele Widersprüche gab, wollte sie mir nicht mehr erzählen. Ich scheine der einzige zu sein, der wirklich an das glaubt, was Jaller erzählt hat.

Es mussten aber noch viele weitere Bewohner unseres Universums mussten sterben. Die Zyglak weigerten sich strikt, mit uns zu fliehen. Sie wollten lieber sterben, als unsere Hilfe anzunehmen. Viele andere Bewohner hingegen wollten fliehen, hatten aber nicht die Gelegenheit dazu. Es ist unmöglich, in so kurzer Zeit alle Bewohner des Universums zu retten.

Die Makuta hingegen drängten wir mit aller Kraft in das tote Universum zurück. Es war allein ihre Schuld, dass alles so enden musste; also hatten sie nicht das Recht, uns in die neue Welt zu folgen. Doch natürlich setzten die Makuta alles daran, uns zu folgen, und dabei kamen zwei weitere Toa um's Leben: Pohatu und Hewkii versuchten, die Tunnel zu zerstören, doch die Rahkshi brachen einfach durch. Zwar konnten Tahu, Jaller und Kopaka die Rahkshi zurücktreiben; doch sie kamen zu spät, um die Leben ihrer beiden Brüder zu retten.

Das alles ist jedoch Vergangenheit. Wir müssen uns jetzt auf die Gegenwart und die Zukunft konzentrieren. Wir können nicht ewig hier bleiben. Nuparu und Nuju arbeiten derzeit an Plänen, um die Sterne zu besiedeln. Dies kann jedoch noch lange Zeit dauern, und bis dahin müssen wir dafür arbeiten, hier überleben zu können. Ein wichtiger Punkt ist die Verstärkung der Insel. Da unter uns immerhin ein ganzes Universum zusammenbricht und sich direkt darauf unsere Insel befindet, ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch die Insel Schaden nimmt. Dies versuchen wir zu verhindern.

Wir können auch nicht sicher sein, dass die Makuta dort unten wirklich gestorben sind. Um sicher zu gehen, habe ich mehrere Barrieren aus Licht aufgestellt, die verhindern sollen, dass die Makuta und die Rahkshi uns durch irgendwelche Gänge hierher folgen. Damit sie sich nicht einfach neue Wege graben, hat Onua die Erde mit seinen Kräften geschützt, sodass wir es sofort erfahren, wenn jemand einen neuen Weg graben will.

Doch wir hoffen, dass dies nie der Fall sein wird. Wir müssen unsere Vergangenheit nun hinter uns lassen. Wir müssen in die Zukunft blicken und das Beste aus ihr machen.

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