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Wächter der Nacht

Die Chroniken der Wächter Kapitel Übersicht Cover

„Custos ad Noctis“

Ein jeder kennt die Geschichten über die Welt des Lichts und die Welt der Schatten. Und die meisten meinen das dies nur Märchen sind um andere zu erschrecken oder ihnen Alpträume zu bereiten. Doch ist dieser Alptraum nur eine verkannte Realität welche niemand wahr haben will. Genauso wie den Tatbestand das die Welt des Lichts und die Welt des Schattens eins sind und es nur auf den richtigen Zeitpunkt ankommt. Die Angst vor der Dunkelheit, so wie manche es nennen, ist das was uns am Leben hält. Es stärkt uns, zeigt uns die Gefahren und gibt uns relativen Schutz vor dem Bösen was in der Dunkelheit lauert. Doch manchmal gibt es Kräfte die dem Schatten der Nacht ein Gesicht verleihen. Diese Schatten gab es auf jeder Welt, auf jedem Planeten und in allen Epochen. Und immer gab es ausgewählte Geschöpfe die dafür ausgesehen waren, sich diesen Schatten zu stellen. Jede Epoche hatte ihren Namen für diese wenigen Krieger die sich zwischen dem Licht und der Dunkelheit bewegten. Heute nennen sie uns „die Wächter der Nacht“ oder „Hüter des Gleichgewichtes“ und jene die unsere Aufgabe nicht verstehen;

„Todeshändler“


Der Schatten kam der Atmosphäre immer näher. Wie eine Stecknadel erschien der Koloss im Vergleich zu dem Planeten den er umkreiste. Der schwere Raumkreuzer setzte seinen Kurs fort und umkreiste Agua Magna weiter. Schier endlose Wassermassen bedeckten den Planten und trugen so zu seinem Namen bei. Mit jedem Meter kam das Raumschiff der Atmosphäre näher. Die Gegenschubdüsen aktivierten sich und eine kurze Vibration fuhr durch den Koloss aus dunklem Stahl. Eine Luke öffnete sich und drei Objekte schossen nach einander ins All. Nun drehte der Raumkreuzer ab und entfernte sich wieder von Aqua Magna. Die drei Objekte drangen in die Atmosphäre ein und rasten weiter auf die Oberfläche des Meeres zu. Das Metall der Außenhülle begann zu glühen und die Kapseln zogen einen leuchtenden Schweif durch den Nachthimmel. Die Wasseroberfläche kam immer näher und schäumte auf als die Kapseln sie durchbrachen. Die Kegel sanken weiter in die Tiefe und mit jedem Meter wurde es dunkler. Die Wassermassen drückten auf die Außenhaut welche den Druck auf das mechanische Skelett übertrug.


Der Tiefenmesser zählte weiter, 800, 825, 850, 900,....... Bei genau 1.000 Meter Tiefe erwachte das Innenleben der Kapsel zum Leben. Der kleine Raum füllte sich langsam mit Licht und ein starker Ruck fuhr durch den Metallkegel. Bei einer Tiefe von 1.200 Metern kam er zum Stillstand. Langsam begann die Kapsel wieder auf zu steigen. Das Licht des Mondes, das durch die Wasseroberfläche schien, wurde wieder stärker. Erneut schäumte das Wasser auf als die Körper aus den Wellen auftauchten. Sachte trieben die Kapseln mit der schwachen Strömung auf den Strand zu. Sie wippten mit den Wellen auf und ab bevor sie im nassen Sand zum liegen kamen. Mit einem leisen Zischen öffneten sich die Kapseln und Dampf entschwand in den Nachthimmel. Nun entstiegen drei Gestalten aus den Stahlkegeln und verschwanden in der Dunkelheit.


Der Vollmond stand mitten am Himmel als drei Gestalten auf die Felswand zu schritten. Die drei Todeshändler wussten genau wo und wonach sie suchen mussten. So war der Schalter schnell gefunden und der Code eingegeben. Eine Felsplatte schob sich nach rechts auf. Jetzt war ein tiefer Schacht zu sehen über den eine Leiter in die Tiefe führte. Nach einander verschwanden die drei Gestalten in dem Schacht und die Felsplatte schloss sich wieder. Die Leiter führte mehre Hundert Meter in die Tiefe. An bestimmten Stellen waren Nummern zu lesen. Auch waren Schweißnähte zu erkennen. Die Leiter endete in einem mittelgroßen Raum mit nur einem Fenster in der einzigen schmalen Tür. In der einen Ecke waren drei einfache Betten aufgestellt und in der anderen stand ein Schreibtisch. Auf diesem lag ein verstaubtes Notizbuch und einige vertrocknete Kugelschreiber. All dies und der Staub verdeutlichte das dieser Raum schon sehr lange nicht mehr benutzt worden war. Die einzige Frau des Trios wandte sich dem Schreibtisch zu und schlug das Notizbuch auf. Nach dem die Todeshändlerin das Papier vom Staub befreit hatte las sie den Eintrag auf der letzten Seite.


Gnade dem der hier seinen Dienst fristen muss, denn hier ist man im wahrsten Sinne auf sich alleine gestellt. Ich war zehn Jahre hier und jeder Tag war eine Qual. Beobachten und Notieren, was zu Essen stehlen oder sich wieder einer dieser Teufeleien stellen. Diese Welt hier unten ist der Wahnsinn von rücksichtslosen Wissenschaftlern die sich über alle Grenzen hinaus wagen mussten. Jetzt haben sie das geschaffen das unseren Kindern in den Gruselgeschichten vorgelesen wird wenn sie nicht artig waren. Doch diese Maschine ist der wahr gewordene Alptraum und um einiges schlimmer als die Geschichten die wir erzählen. Diese Künstliche Welt wird ihrem Namen in aller Hinsicht gerecht, dies ist;

„Die Unterwelt“


Die Chroniken der Wächter Kapitel 1; Cover “Orcus“

Kapitel 1: “Im Netz der Schatten“


Ein Nebel lag über der Stadt und schien sie fast vollständig zu verschlingen. Nur selten gab der Dunst einen kurzen Blick auf das wieder was einmal die Metropole Metru Nui war. Die eleganten Häuser und die Säulen des legendären Transportsystems. Sie waren stumme Zeitzeugen einer Katastrophe die aus Metru Nui eine verfallene Ruinenstadt gemacht hatte. Zwischen all den Trümmern und Fahrzeugwracks huschten Kreaturen herum doch kein zivilisiertes Lebewesen war zu sehen. Und zwischen all den morbiden Spuren der Verwüstung diese Netze. Als ob riesige Spinnen die Ruinenstadt bewohnen würden. Vom Boden bis in den Himmel reichten die Netze wo sie in den dichten Nebelwolken verschwanden. Diese Metropole war zu einer Geisterstadt verkommen die langsam von der Natur zurück erobert wurde. Wie es der Autor des Notizbuches beschrieben hatte. So stellten sich die Agori die Unterwelt vor. Die drei Todeshändler gingen die Straße weiter hinab bis sie vor einem Platz zum stehen kamen. In der Mitte hatten die Matoraner einen großen Brunnen angelegt der noch immer mit Wasser gefüllt war. Gegen jede Erwartung war das Wasser nicht verdorben und auch kein Unrat lag in dem Becken. Auch war der Platz in einem verhältnismäßig guten Zustand wenn man ihn mit dem Rest der Stadt verglich. Hier sorgte jemand für Ordnung und das war deutlich zu erkennen. Die drei traten an den Brunnen heran und sahen sich um. Kein Lebewesen war zu sehen aus der Schatten eines bärenartigen Geschöpfes am Ende der Parallelstraße. Die Todeshändler überquerten den Platz um zu sehen was sich dahinter befand. Zu ihrer weiteren Überraschung stellten sie feste das sie vor einem Meer standen. Dieser Platz war die Uferpromenade einer Stadt die einst Ga Metru genannt wurde. Ein schwaches Licht näherte sich dem Ufer und die Todeshändler zogen sich getrennt in einige der Ruinen zurück. Ein Wasserfahrzeug legte nahe der Uferpromenade an und sechs Toa entstiegen ihm. Wer waren diese Toa? In der Datei des Institutes für Wissenschaft und Technik waren sie nicht zu finden. Dies ließ nur einen Schluss zu, diese sechs Toa wurden hier erschaffen. In dem künstlichen Universum hatte die Entwicklung eigenständige Formen angenommen. Das hatten die Wissenschaftler so nicht vorgesehen. Doch die Mission war eine andere und diese sechs Toa könnten sich vielleicht noch als nützlich herausstellen. Die drei Todeshändler würden sich trennen müssen, zwei von ihnen blieben den Toa auf den Fersen und die dritte sich das Zielobjekt ansehen. Später würden sie sich hier an diesem Ort wieder treffen. Luna wartete bis die Toa nicht mehr zu sehen waren und rannte dann geduckt an das Ufer. Dort glitt sie geräuschlos ins kühle Nass.


Noctis und Lanius folgten den sechs Toa. Dies gestaltete sich nicht besonders schwer denn man konnte die Gespräche der Toa deutlich verstehen. Unter der Gruppe gab es Streitereien um die Führungsposition. Auf sicherem Abstand folgten sie den streitenden Toa weiter bis ein anderes Geräusch zu hören war. Auf den Bildschirmen der Headsets erschienen etliche rote Punkte die immer näher kamen. Auf den Straßen war neben den sechs Toa aber nichts zu sehen. Sofort zogen sich die Todeshändler in eines der verfallenen Häuser zurück und beobachteten durch die Zielsuchsysteme ihrer Scharfschützengewehre was nun geschah. Aus den dichten Nebelwolken schoss etwas das an ein Spinnennetz aus Energie erinnerte. Die Todeshändler richteten ihre Waffen in den vernebelten Himmel, wo dieses Energienetz her gekommen war. Weitere dieser Netze folgten und bald lagen die sechs Toa am Boden. Bedeckt von grünlich schimmernden Fäden aus einer unbekannten Energieform. Nun erschienen die Angreifer. Auf den dicken Spinnennetzen die sich überall in der Stadt fanden glitten sie aus dem vernebelten Himmel herab auf die Straße. Riesige Spinnen, wie es die Todeshändler vermutet hatten. Erneut eine Kreaturen Art die nicht von den Wissenschaftlern gezüchtet worden war und in das künstliche Universum umgesiedelt wurde. Noch eine eigenständige Entwicklung in dieser Hölle aus Ruinen und Trümmern. Die Spinnenwesen begannen die Toa ein zu spinnen und schleppten sie fort. Hinauf in die vernebelten Höhen. Der rote Punkt des Zielsuchsystems wanderte über den Rücken des spinnenartigen Wesens. Noctis zielte genau auf die Mitte des Kopfes der Kreatur und betätigte den Abzug. Das Spinnenwesen zuckte einmal dann fiel es von dem Netz auf die Straße. Vorsichtig und immer zum Schießen bereit näherten sich die Todeshändler dem zuckenden Spinnenwesen. „Du bist nicht Tod, du hässliche Kreatur,“ sprach Noctis während er eine Blutprobe nahm, „du wirst uns erst noch einmal einen Gefallen tun müssen.“ Lanius zog ein Gerät aus dem Exopack an dem eine Reihe Operationsgeräte befestigt waren. Nun begann er das Spinnenwesen zu bearbeiten. Nach wenigen Minuten war alles erledigt und die Todeshändler wieder in ihrem sicheren Versteck. Die Kreatur rappelte sich wieder auf und kletterte das Netz hinauf in die vernebelten Höhen. Lanius verfolgte auf dem Bildschirm den blauen Punkt. Der Sender den er dem Spinnenwesen implantiert hatte zeigte den Weg den die Kreatur nahm. Gleichzeitig zeichnete eine Kamera alles auf was sich im Umkreis des Geschöpfes befand.


Luna klammerte sich an dem Felsen feste und presste ihren Körper eng an das Gestein. Eine weibliche Gestalt stand auf dem Felsvorsprung den die Todeshändlerin erreichen wollte. Diese Frau war in der Datenbank des Institutes für Wissenschaft und Technik als Roodaka eingetragen und gehörte zu den urtümlichen Geschöpfen der künstlichen Welt. Doch was tat diese Roodaka jetzt gerade? Was war diese glitzernde Kristallstruktur die an der Felswand angewachsen war? Mit der Kamera ihres Headsets hielt sie das Geschehen fest. Nach dem sich diese Roodaka wieder entfernt hatte stieß sich die Todeshändlerin vom Gestein ab und zog sich an dem größeren Felsvorsprung hoch. Luna stellte noch einmal sicher das diese Roodaka auch wirklich fort war und begann die Kristallstruktur zu scannen. Mit einem erschreckenden Ergebnis. Dieser Kristall lag wie ein Gefängnis über einer monströsen Gestalt. Und dort wo sich das Herz befand fehlte ein unscheinbarer Splitter. Jetzt wusste die Todeshändlerin was diese Roodaka gerade gesucht hatte. Luna zog die Sprengsätze aus dem Exo Pack und befestigte sie um die Kristallstruktur herum. Dann stellte sie die Ladungen auf maximale Stärke ein. Die Explosion musste nicht nur das Kristallgefängnis zerstören, sondern auch die Gestalt die sich darin befand. Auf dem Bildschirm ihres Headsets stand der minimale Sicherheitsabstand den sie brauchte. Die Todeshändlerin stellte den Zeitzünder ein und sprang von dem Felsvorsprung ins Meer. Mit schnellen Stößen trieb sie sich vorwärts als sie den lauten Knall vernahm. Die Explosion war gewaltig und die Feuerwalze verschlang auch die umliegenden Felsen. Luna tauchte ab als die Flammen ihr zu nahe kamen. Eine gute Wahl denn über der Meeresoberfläche überholten sie das Feuer. Etwas erschöpft erreichte sie wieder die Uferpromenade und kletterte an Land. Noch so weit aus der Ferne waren die brennenden Felsen zu sehen. Geduckt schlich die Todeshändlerin zu einer der Ruinen und schlüpfte durch das zerbrochene Fenster hinein. Sechs kleinere Geschöpfe hielten sich am Brunnen auf. Bizarre Wesen denen Rotoren aus dem Rücken wuchsen. Solche Geschöpfe gehörten auch nicht zu denen des Institutes für Wissenschaft und Technik. Noch eine eigenständige Spezies. Und dazu noch dieses monströse Gestalt die sie gesprengt hatte. Was hatte diese Entwicklungen ausgelöst? Gab es einen Fehler in der Protodermis der diese Mutationen hervor rief? Ganz egal was hier geschehen war, das Experiment war außer Kontrolle geraten und das gefährdete Bara Magna. Jetzt musste sie auf ihre Kameraden warten. Denn es musste eine Entscheidung getroffen werden. Eine die Luna nicht alleine treffen wollte.

Kapitel 2: “Die Hordika“


Laut der matoranischen Zeitrechnung müsste es jetzt früh am Morgen sein und der Tag die Nacht verdrängen. Doch durch den widernatürlichen Nebel erreichte nur wenige Sonnenlicht den Boden. Die Todeshändler hatten sich wieder vereint und setzten ihren Weg zusammen fort. Sie mieden die Straße und Orte an denen sie schnell umzingelt werden konnten. Die Bilder aus der Kamera welche an dem Spinnenwesen befestigt worden war, hatte gezeigt das diese Kreaturen in schier großer Zahl die verfallene Metropole bewohnten. Aber auch das sie von den Geschöpfen Roodaka und Sidorak beherrscht wurden. Auch Sidorak gehörte zu den Gestalten welche vom Institut der Wissenschaft und Technik erschaffen worden war. Doch nicht für die Rolle die er jetzt angenommen hatte. Das Schicksal der sechs Toa blieb noch offen. Weder hatte die Kamera sie gezeigt und die Todeshändler hatten auch keine Toaleichen oder Teile davon gefunden. Die Gruppe stoppte und bezog geeignete Stellungen an den Fenstern eines Hauses. Mit entsicherten Waffen und dem Finger am Abzug beobachteten sie das Geschehen vor ihnen. Die sechs bizarren Kreaturen mit den Rotoren auf dem Rücken flogen auf halber Gebäudehöhe die Straße hinab. In ihren Händen hielten sie je eine weitere Monstrosität. Irgend wie hatte Noctis das Gefühl das jene getragenen Wesen jene sechs Toa waren. Es beunruhigte ihn ein wenig da es wieder neue Fragen auf warf. Die Todeshändler würden erneut getrennte Wege gehen müssen. „Luna und ich arbeiten uns weiter zum Kolosseum vor,“ sprach der Todeshändler durch das Funksystem des Headsets, „und du Lanius folgst diesen sechs fliegenden kleinen Monstern.“ Lanius nickte und schlich vorsichtig davon. Luna und Noctis setzten den geplanten weg fort. Ihre Ziele waren klar und einfach, zumindest für sie. Sidorak und Roodaka zu finden, das Herrscherpaar töten und den Splitter den Roodaka bei sich trug sicher zu stellen. Lanius sollte die Blutproben der sechs größeren Monster und das der sechs kleineren beschaffen. Danach lag es in seiner Entscheidung ob man die zwölf Kreaturen am Leben ließe oder nicht. Fast den ganzen Tag über lag der Todeshändler auf der Lauer. Die beobachteten Geschöpfe lungerten um den Brunnen herum oder stritten sich. Wieder einmal um die Frage der Führungsposition. Was für eine Abwechslung dachte Lanius und zielte auf die Schläfe des größeren grünen Monsters. Dieser Knöterich ließ keine Sekunde aus sich über sein neues Äußeres zu beklagen oder sich über seinen ehemaligen Anführer aus zulassen. Einen Vorteil hatte die laute Debatte schon, denn so erfuhr der Todeshändler ohne sich extra bemühen zu müssen mit wem er es zu tun hatte. Vakama, Nokama, Nuju, Onewa, Whenua und Matau waren einmal Matoraner. Dann wurden sie zu Toa und dann zu dem was sie jetzt waren. Eine Lebensform die sie als Hordika bezeichneten.


In der Zwischenzeit eskalierte die Situation und der Hordika Vakama verließ erbost seine Gefährten. Jetzt musste sich der Todeshändler rasch entscheiden. Den Abzug betätigen und das Leben des Hordikas beenden oder ihm folgen. Lanius entschied sich für letzteres und nahm unbemerkt die Verfolgung auf. Doch Lanius war nicht der Einzige der dem Hordika auf den Fersen blieb. Eines der kleineren Geschöpfe mit den Rotoren auf dem Rücken versuchte Vakama zu überzeugen. Es nannte sich Norik und bezeichnete sich als ein Rahaga. Die Bemühungen des Rahagas blieben jedoch ohne Ergebnis. Dieser Norik zog sich wieder zurück und ließ Vakama ziehen. Der Todeshändler blieb seinem Ziel auf den Fersen und es führte ihn schließlich zum Kolosseum. Luna zielte genau und schoss. Einer der Visorak sackte zusammen und blieb leblos liegen. Ein kaum hörbares Pfeifen erklang und ein weiterer hauchte sein Leben aus. Die Todeshändlerin machte ihrem Namen alle Ehre und bald häuften sich die toten Visorak auf ihrem Weg. Noctis kletterte weiter über die Ranken an dem Turm hoch. Nahe einer großen Aussichtsplattform hielt er. Dort stand sein Ziel. Sidorak, der König der Visorak. So nah um ihn den vernichtenden Schuss zu versetzen doch irgend wie schien dem Todeshändler der Moment der falsche zu sein. Hier und jetzt war es zu früh. Noctis bediente sich jetzt seiner Gabe des erweiterten Sehens. Die Bestimmung und das Schicksal des Herrschers erschien in seinem Kopf als ob dieser es ihm frei erzählte. Sidorak war nicht der für den er sich ausgab. Er war ein Herrscher aber groß und mächtig war er nicht. Eitel und sich zu schade selbst zur Waffe zu greifen. Ein Opfer seiner eigenen Umstände. Durch seine Schwäche zum Tode durch eines anderen Wesens Hand verurteilt. Luna stand in einem verdunkelten Zimmer und sah sich um. Der Wachsamkeit der Todeshändlerin und den technischen Raffinessen des Headsets entging kein Laut. Im Hauptinteresse der jungen Frau lag ein großer roter Kristall. Er strahlte eine dunkle Energie aus und er hatte etwas Lebendiges an sich. Die Todeshändlerin spürte das dieser Kristall keiner war sondern etwas das einem Herz gleich kam. Böse Stimmen und Schreie von verzweifelten Opfern waren im Kopf der jungen Agori zu hören. Sie sah vor ihren Augen wie ein Turaga durch die Macht des Wesens Makuta getötet wurde. Dann wieder die bösen Stimmen und das Ziel des Makutas. Macht, mehr Macht und schließlich die völlige Kontrolle über den riesigen Roboter, „das künstliche Universum“.


In einem verfallenen Gebäude trafen sich die drei Todeshändler wieder. Dort richteten sie ein Zimmer her für die Nacht und berieten sich. Am nächsten Morgen verließ Lanius mit einer Liste von Gegenständen das Versteckt um wieder in den Notfallraum zurück zu kehren. Dort sollte er einen weiteren Todeshändler anfordern und die Ausrüstungsmaterialien auf der Liste. Luna und Noctis sahen sich gezielt Häuser an die nahe des Kolosseums lagen. Sie fanden eines das weit genug weg und gleichzeitig nahe genug gelegen war. Zum zweiten war dieses Gebäude nicht ganz so verfallen wie die anderen. Die beiden Todeshändler teilten sich die Arbeit auf. Noctis übernahm das Dach wo er geeignete Überwachungspunkte tarnte. Luna richtete einige Räume ein. So entstand eine improvisierte Basis von der aus man das Kolosseum observieren konnte. Nach drei Tagen kehrte auch Lanius zurück und teilte ihnen mit das ein weiterer Todeshändler und die geforderte Ausrüstung auf dem Weg war. Mit den vorhandenen Mitteln begannen die Todeshändler mit der Observation. Tag und Nacht überwachten sie die Aktivitäten im und um dem Kolosseum. An diesem Abend übernahm Noctis die Nachtschicht. Durch die Zielvorrichtungen seines Scharfschützengewehres und den Systemen des Headsets verfolgte er eine Gruppe Visorak die durch das Haupttor das Kolosseum betraten. Einer trug etwas auf dem Rücken was dem Todeshändler bekannt vorkam. Es war der Hordika Vakama, die Visorak hatten ihn gestellt und gefangen genommen. Über das Headset benachrichtigte er Lanius damit er seinen Posten übernahm. Nach dem eintreffen des Gefährten schlich er über die Straße auf das Kolosseum zu. Der Todeshändler kannte durch die Konstruktionspläne des Roboters den Geheimweg zu dem Thronsaal und den Wartungsschächten der Aufzugplattform. Da der Turm sehr hoch war und er nicht die Zeit hatte lange zu klettern suchte er den Schacht mit dem Lastenaufzug. Es war ein glücklicher Zufall das die Erbauer des Roboters die Versorgungsschächte nicht an das Kamerasystem angeschlossen hatten. Das machte sich Noctis zu nutze und brachte sich auf die gleiche Höhe wie die große Aufzugplattform. Diese hielt und der Todeshändler wagte nach dem er sich vergewissert hatte das er unbemerkt geblieben war, einen Blick auf die Plattform. Er hatte das Gespräch nicht mit bekommen doch das was er sah, sagte ihm alles. Zumal er auch einen Blick in den Toa Hordika unternommen hatte. Vakama so schien es, hatte die Seiten gewechselt. Etwas das den Todeshändler nicht wirklich traf, für ihn waren die Toa genau so Feinde wie auch Roodaka und die Visorak. Die aktuelle Entwicklung begünstigte den Verlauf der Mission sogar. Wenn auch mit einigen taktischen Änderungen. Lautlos kletterte Noctis wieder in den Lastenaufzug und fuhr hinab in die Tiefe. Der erste größere Teil der Mission rückte jetzt in greifbare Nähe.

Kapitel 3: “Die Neue im Team“


Moon überließ dem Autopilot die weitere Steuerung. Langsam glitt das Shuttle durch die Atmosphäre und drehte eine Runde über der Insel. Der Bordcomputer fand das Signal und richtete seinen neuen Kurs darauf ein. Zwischen den Schluchten entlang über die trockenen Ebenen genau auf eine Felswand zu. Das Shuttle hielt in der Luft und der Bordcomputer leitete den Frage Code an den Sender weiter der sich irgend wo im Gestein befand. Dieser bestätigte die Anfrage und in der Felswand öffnete sich ein Schacht. Gerade groß genug für das Shuttle. Ganz langsam glitt dieses in den Schacht hinein und landete. Der Schacht schloss sich und die Kammer in der das Shuttle gelandet war senkte sich in die Tiefe. Vor genau einem Monat hatte sie den Befehl erhalten nach Aqua Magna zu reisen. Jetzt war sie hier und kam der Unterwelt immer näher. Die Kammer setzte auf dem Boden auf und öffnete sich. Rasch schob die Todeshändlerin die drei kleinen Container aus dem Frachtraum des Shuttles und danach die vier Furno Bikes. Nun betätigte sie die Tasten der Schließanlage und die Kammer schloss sich. Hier war das Shuttle sicher. Der gewaltige Roboter hatte zwei große Versorgungsschächte und beide waren durch verspätete Arbeiten nicht im ursprünglichen Plan der Maschine enthalten. Diesen Vorteil machte sich die Todeshändlerin zu nutze. Jetzt aktivierte sie die Kameras welche versteckt um die große Tür angebracht waren. Für die Bewohner der künstlichen Welt glich diese Tür nur einem Felsen. Von denen gab es so einige in Ta Metru. Dazwischen nur irgendwelche Fabriken der Maskenschmiede. Die herunter gekommenen Überreste industrieller Hochkultur und eine nicht mindere Zahl anderer Trümmer tat ihren Teil der Tarnung dazu. Moon klappte ihren Laptop auf und sah sich die Karte der unterirdischen Wartungsschächte an. Einer führte direkt unter das Kolosseum. Der Ausgang lag aber in einem nahe gelegenen Lagerhaus. Wie die übrigen Wartungsschächte war auch dieser den Bewohnern vorenthalten worden. Sicherheitsmaßnahmen für einen Notfall. Und so einer war schließlich auch eingetreten. Die Todeshändlerin verband drei der Furno Bikes mit einander und füllte den Raum dazwischen mit den drei kleinen Containern. Ein Autopilot übernahm die Fahrzeuge die nun Moon folgten. Die junge Agori fuhr auf ihrem Bike voraus bis sie den Schacht in der Lagerhalle wieder verlassen hatte. Von hier aus war es ein kurzer Fußweg zu der versteckten Basis ihrer Kameraden. „Hier Todeshändlerin Moon Bloodgood,“ erklang es in dem Headset von Luna, „bin in zwanzig Minuten bei euch.“ „Hier Luna Maris“ hörte Moon durch ihr Headset, „habt ihr die gewünschte Ausrüstung mit gebracht?“ „Ja, alles wie auf der Liste,“ bestätigte die Todeshändlerin, „und ein paar weitere Dinge mehr.“


Nach genau den zwanzig Minuten hatte Moon das Haus erreicht und betreten. Zuerst traf sie auf Lanius Pugnatum, dieser sah sie nur skeptisch an ohne Worte zu verlieren. Im alten Wohnzimmer der Wohnung und nun der Raum für Besprechungen trafen alle vier Todeshändler zusammen. „Warum nicht einen der erfahrenen Veteranen?“ beschwerte sich Lanius leise und sah die junge Frau finster an, „warum diese Jungfrau an der Waffe?“ „Die hat doch noch keine Erfahrungen in einem echten Kampf,“ fuhr er mürrisch fort, „die macht sich doch in die Rüstung wenn sie dem ersten Visorak begegnet!“ „Sind sie sich aller Dinge so sicher Herr Pugnatum?“ fragte die jüngste der vier Todeshändler, „schade und ich hatte auf gute Zusammenarbeit gehofft.“ „Verzeiht ihm bitte den Mangel an Höflichkeit,“ entschuldigte sich Luna für ihren Kameraden, „er meint es nicht persönlich.“ „Ist schon in Ordnung,“ lächelte Moon Bloodgood, „ich habe euch allen auch ihnen Mr. Pugnatum ein kleines Geschenk mit gebracht.“ „Pralinen!“ kicherte Lanius hämisch, „was kann das denn sonst sein!“ „Das hier,“ bemerkte das Mädchen und schob drei handtellergroße Objekte in die Mitte des Tisches, „das hier ist eine kleine Erfindung von mir.“ „Was bitte soll das sein?“ grinste Lanius verächtlich, „ich habe schon ein Funksystem in meinem Headset.“ „Lanius!“ fauchte Noctis sauer, „jetzt reicht es!“ „Wir alle waren mal Frischlinge,“ fuhr der Todeshändler fort, „und wir hatten auch die Chance bekommen uns beweisen zu dürfen.“ „Vielen Dank Herr Caelum,“ bedankte sich das Mädchen, „doch so ein Macho Gehabe wie das von eurem Gefährten beeindruckt mich nicht.“ „Aber zurück zu eurem Geschenk,“ meinte Moon und lächelte freundlich, „es ist ein Hologramm Projektor.“ „Dieses kleine Gerät kann ein Ebenbild von euch an einen Ort euer Wahl projizieren,“ erklärte die Todeshändlerin, „die maximale Reichweite ist fünfundzwanzig Meter.“ „Ich möchte mich bei ihnen entschuldigen,“ stammelte Lanius verlegen, „diese Erfindung deutet auf Felderfahrung hin.“ „Sie brauchen sich nicht entschuldigen Mr. Pugnatum,“ lächelte das Mädchen und reichte Lanius die Hand, „nennen sie mich bitte Moon.“ „Wie ich schon sagte,“ erinnerte sich die Jüngste des Quartetts, „ich habe noch mehr mit gebracht.“ Moon führte die Todeshändler in die Lagerhalle wo sie die drei Container und vier Furno Bikes vorfanden. Nach einander holten sie die Container und Furno Bikes in den Hinterhof des Gebäudes. „In den zwei Containern ist das drin was ihr bestellt habt,“ meinte Moon zufrieden, „echt verdammt viel Sprengbomben und Zünder.“ „Was ist in dem dritten Container?“ wollte Lanius wissen. „Das ist ein Bonus an mehr Feuerkraft,“ entgegnete Moon und tippte etwas auf dem Codeschloss ein, „mir kam der Gedanke das wir vielleicht mehr brauchen als unsere Scharfschützengewehre.“


Oben in einem der größeren Zimmer lag nun die gesamte Ausrüstung. Eine große Zahl an Zündern, Sprengbomben, Haftkameras und Sender. Munition, Haftminen, Klettergeschirr und Medipacks. Als Bonus vier Raketenwerfer, zwei funkgesteuerte Maschinenkanonen und Bits für die Erweiterung der Exorüstung Typ III. „Taucherbits?“ murmelte Noctis verwundert, „wo zu brauchen wir die denn?“ „Weiß ich auch noch nicht,“ lachte Moon und sah ihrem Kameraden in die Augen, „aber ich bin mir sicher das wir froh sind wenn wir sie brauchen und sie haben.“ „Da hast du recht,“ bestätigte Lanius. Im großen Raum stellte Luna ihren Laptop auf den Tisch und ein kleinen Projektor. Auf dem Bildschirm bauten sich Tabellen und Textfelder auf und der Projektor erschuf ein dreidimensionales Modell des Kolosseums. „Wir müssen Roodaka aus dem Turm locken,“ erklärte Luna mit ernster Stimme, „innerhalb des Turms zu kämpfen ist nicht so von Vorteil.“ „Wie wollt ihr sie aus dem Bauwerk bekommen?“ fragte Moon und musterte das kleine Modell, „sie wird sicherlich nicht freiwillig raus kommen.“ „Für diese Aufgabe haben wir die Toa Hordika verschont,“ grinste Noctis finster, „wie es aussieht wollen sie ihren ehemaligen Anführer aus Roodakas Bann befreien.“ „Also wird es im Innenhof des Kolosseums zu Kämpfen kommen,“ übernahm Lanius das Wort, „und das will sich Roodaka zu nutze machen.“ „Entweder werden die Toa besiegt und ihre Sklaven oder aber sie greifen Roodaka mit allen Elementarkräften an?“ riet die Jüngste des Quartetts, „aber wo zu sich umbringen lassen?“ „Das wissen wir auch noch nicht,“ erwiderte Luna mit gerunzelter Stirn, „ich habe gesehen das sie aus einem komischen Kristallgefängnis einen Splitter geschnitten hat, vielleicht hat es mit diesem Splitter zu tun!“ „Und ihr wollt den Turm des Kolosseums sprengen?“ erkundigte sich Moon, „und wenn ja warum?“ „In dem Turm ist so etwas wie ein mächtiger roter Kristall,“ beschrieb Luna das Artefakt, „und dieser Raum gleicht einer Art Sonnenuhr, nur das sie auf einem mir unbekanntem Prinzip beruht.“ „Eine Schattenuhr,“ fuhr die Todeshändlerin fort, „und dieser rote Kristall hat schreckliche Erinnerungen gespeichert.“ „Wir gehen davon aus das der Turm eine Tür ist,“ meinte Lanius vorsichtig, „ein Wesen das sich Makuta nennt strebt die Macht über die künstliche Welt an.“ „Es braucht diesen Turm dafür seine Kräfte zu bündeln,“ fuhr der Todeshändler fort, „und sich mit dem Leitcomputer des Roboters zu verbinden.“ „Die Bewohner betrachten den Leitcomputer als eine Art Gottheit,“ entgegnete Noctis und hielt sich zurück, „der Fluch der großen Wesen ist wieder erwacht, hier in dieser künstlichen Welt.“ „Nun wissen wir auch wo die verbotenen Schriftrollen gelandet sind,“ bemerkte Moon mit besorgter Stimme, „irgend wer brachte sie in die künstliche Welt.“ „Da sie auf Bara Magna kein Gehör mehr fanden oder den Untergang bedeuteten,“ betonte Luna mit harter Stimme und entschlossenem Blick, „flohen die Erben der großen Wesen in diese Welt.“

Kapitel 4:


Mit schnellem Tempo rasten die Furno Bikes durch die Straßen Le Metrus. Geschickt lenkten die vier Todeshändler die Bikes an umgestürzten Säulen und Trümmerhaufen vorbei. Durch einen Umbau der Motoren waren die Motorräder leiser als die normale Version des Furno Bikes. Jetzt konnten die Todeshändler die Metropole schneller durchreisen als in den Tagen zuvor was ihnen ermöglichte gezielte Nebenmission vor zu ziehen. Ga Metru war das Ziel, der Ort an dem alles begonnen hatte. Die Todeshändler nutzten die Abwesenheit der Toa Hordika aus um den großen Tempel auf zu suchen. Dennoch mussten sie sich beeilen. Zum einen konnten die Hordika bereits wieder in dem Metru sein und zum anderen hatte Roodaka eine Armee der Visorkak aus geschickt. Unter der Führung Vakamas sollten sie die Toa Steine holen. Durch die permanente Observation hatten die Todeshändler es aber erfahren. Sie schoben die Furno Bikes in eine Gasse zwischen zwei Ruinen und deckten sie mit Tarndecken ab. Jetzt entsicherten sie ihre Waffen und arbeiteten sich zur Brücke vor die den großen Tempel mit dem Festland verband. Lanius und Noctis blieben zurück. Sie sicherten den Brückenkopf und brachten unter anderem Haftminen an. Luna und Moon eilten weiter auf den Tempel zu. Bereits aus der ferne war zu sehen das dieser schwer beschädigt war. Stärker als die übrigen Gebäude des Metrus. Im Inneren des Bauwerks musste dem zu folge gekämpft worden sein. Moon war als erste am Eingang und sicherte diesen. Luna schloss auf und robbte zu einem Loch in der Wand. So konnte sie einen ersten Blick in den Raum werfen in dem sie suchen mussten. Bereits jetzt waren die Spuren der Verwüstung zu erkennen. Die Todeshändlerin prüfte die Tür zur Treppe und nickte dann Moon zu. Beide Frauen brachten nun ebenfalls Haftminen an bevor sie die Treppe hinunter schritten. Die Stufen zogen sich an der Wand entlang in die Tiefe.


Der Raum war groß und überall lagen Steine herum. An manchen Trümmern stachen noch die Brandflecken ins Auge. In einigen Rissen des gesprungenen Bodens fanden die Todeshändlerinnen auch noch Rückstände von Asche und verbranntem Staub. Eine einfache optische Analyse ergab das der Angriff nicht ganz eineinhalb Monate zurück lag. Etwa Zeitgleich mit dem Verschwinden der anderen fünf Toa Hordika und dem Rahaga Norik. Auch hatte Vakama zu diesem Zeitpunkt die anderen fünf Rahaga an Sidorak ausgeliefert. Kurz gesagt kam er für die Kampfhandlungen im großen Tempel in Frage. Und so schien es auch kein Zufall zu sein, das Roodaka genau ihn mit einer Armee Visorak zurück schickte um die Toa Steine zu holen. Sofort begannen Luna und Moon mit der Suche. Ihr Augenmerk fiel auf einen Schrein in der Mitte des runden Raumes. Die Symbole passten und auch bestimmte Felder auf dem Stück Handwerkskunst. „Wie aktiviert man diesen Schrein?“ fragte Moon und folgte mit dem Finger einem Muster, „wenn man kein Toa oder Turaga ist?“ „Weiß ich auch nicht,“ erwiderte Luna und aktivierte den Scanner in ihrem Headset. „Ich kann keine Objekte erkennen,“ sprach sie mit gewissem Respekt vor denen die diesen Schrein einmal gebaut hatten, „nur das sich im inneren dieses Gebildes sechs Energieformen befinden.“ „Ich befürchte das wir die Kammern mit Gewalt öffnen müssen,“ bedauerte Moon und kramte in ihrem Exo Pack herum, „denn sonst kommen wir nicht an die Toa Steine.“ „Da hast du wohl recht,“ gab Luna zu und verteilte neben einer der Felder geringe Mengen Sprengstoff, „denn dieser Schrein beeindruckt mich schon ein wenig.“ Eine Kette kleiner Explosionen legte sechs Hohlräume frei. Aus jedem leuchtete eine Kristall. Einer in grün, einer in rot, einer in blau, einer in einem honigbraun, einer transparent und einer in schimmerndem schwarz. Ein Toa Stein für jedes Element. Rasch klappte Moon den Koffer auf den sie mit genommen hatte. Passend für jeden Stein war ein ausgepolstertes Fach vorhanden. Während sie die Toa Steine verstaute verteilte Luna weitere Haftminen. Schließlich verließen beide Todeshändlerinnen den großen Tempel. Lanius und Noctis warteten wachsam am Brückenkopf bis ihre Kameradinnen wieder bei ihnen waren. „Last uns wieder verschwinden,“ meinte Luna vorsichtig, „bevor einer unserer Gegner hier eintrifft.“ „Gute Idee,“ bemerkte Noctis und aktivierte die Zünder der Haftminen. Zeitgleich mit dem Starten der Motoren explodierte der große Tempel. Die steinerne Kuppel brach mit einer Staub und Aschewolke zusammen.

Nachwort:


Roodaka stand neben Vakama und blickte auf die schier endlose Masse der Visorak. „Der große Tempel ist zerstört worden,“ wiederholte die Herrscherin sauer, „und du bist dir sich das es nicht die Rahaga oder die Toa waren?“ „Ja meine Königin!“ bestätigte Vakama finster, „sie würden es nicht wagen, nicht einmal daran denken!“ „Also ist noch jemand in Metru Nui,“ sprach Roodaka empört, „der sich gegen uns stellt!“ Vakama nickte kalt, „aber wer könnte dieser Jemand sein?“


Die Chroniken der Wächter Kapitel 2; Cover “Explicatio“

Kapitel 5: “Die Feuerwalze“


Noctis und Luna blickten auf den Laptop den sie an einem Dreibein mit diversen Messgeräten angeschlossen hatten. Scanner, Infrarot und Ultraschall Systeme verteilten sich über dem Wasser. Wenn es eine Quelle von Elementarkräften gab, so würde irgend ein Suchsystem diese finden. Nach was genau suchten die Todeshändler? Die Maske der Zeit, der große Herzstein schien besessen nach diesem Artefakt zu sein. Die Schallwellen zeigten ein Objekt auf das sich von allen Formen am Meeresgrund ab hob. Luna stellte den Scanner auf die Koordinaten um. Auf dem Bildschirm erschien ein schwacher Umriss eines Gebildes das zu einem Drittel im Sand lag. Nach etlichen Filtern wurde das Bild genauer. Die Todeshändler hatten die Maske der Zeit gefunden. Sie lag genau 2.400 Meter östlich von ihnen in einer Tiefe von 1.800 Metern. Das Tauchen in so eine Tiefe war mit der Exo Rüstung Typ III und dem Taucherbits möglich, bot aber dennoch gewisse Risiken. Ein Mini U Boot oder ein Shuttle würden die Bergung erleichtern. Doch wussten beide Todeshändler das sie dass Shuttle zu einem anderen Zeitpunkt brauchten. So wäre es fatal wenn sie das Shuttle bei dem Tauchgang verlieren würden. Vorsichtig glitt das große Kunststoffgefäß in das Meer aus Protodermis. Mit gleichmäßigen Stößen entfernten sich die Todeshändler vom Ufer. Nach dem sie sich einhundert Meter vom Ufer entfernt hatten zog Luna an der Reisleine und das Gefäß klappte sich auf. Nach wenigen Minuten war das Schlauchboot fertig und die Todeshändler ruderten auf ihm weiter. Bald hatten sie die Koordinaten erreicht und prüften noch einmal den Taucherbits. Nach dem sicher gestellt war dass die Rüstungserweiterung ordnungsgemäß funktionierte, glitten beide Todeshändler in das kühle Nass. Tiefer und tiefer bis das Wasser so dunkle war das sie die Beleuchtung an den Headsets aktivieren mussten. Zusätzlich bedienten sie sich dem Zielsuchsystem. Der Druck war deutlich spürbar als der Grund des Meeres näher kam. Sie konnten sich jetzt nur noch langsam bewegen. Wenn der Taucherbits jetzt ausfallen und er keine Luft mehr aus der Protodermis filtern würde, das wäre das Ende. Binnen weniger Minuten würden die Todeshändler ersticken. Doch die Koordinaten stimmten und so fand Noctis die Maske der Zeit zwischen einigen Steinen. „Ich habe sie gefunden,“ teilte er Luna über das Headset mit, „las uns wieder auftauchen.“ Der Aufstieg verlief schneller und bald wurde das Wasser wieder heller. Auch der permanente Druck ließ nach.


Du hast zwei kleine Toa gesehen,“ fauchte Roodaka und zeigte auf den Visorak, „sie sind aus dem Wasser an Land gegangen und haben Messgeräte eingepackt?“ Die Kreatur knackte und pfiff weiter. „Sie sind auf Fahrzeugen weg gefahren,“ vergewisserte sich die Herrscherin missmutig, „Fahrzeuge ohne Beine?!“ Wieder pfiff und knackte der Visorak. „Ihr habt sie verfolgt und ihre Spuren zwischen den Ruinen Ga Metrus verloren?“ schrie Roodaka jetzt sauer, „sie haben acht von euch mit unsichtbaren Kräften niedergestreckt?!“ „Ich werde diesmal Gnade zeigen,“ brummte die Herrscherin und schickte die Kreatur fort, „Vakama, was könnten diese kleinen Toa im Meer gesucht haben?“ „Diese Maske,“ erwiderte der Hordika irritiert, „diese eine Maske, ich komme aber nicht mehr auf ihren Namen.“ „Vielleicht sind es ja keine Toa,“ meinte Vakama mit ernster Stimme, „vielleicht sind es diese Wesen die den großen Tempel zerstört haben?“ „Verzeihung Herrin,“ verbesserte sich der Hordika, „euch die Toasteine geraubt haben.“ „Das ist möglich,“ überlegte Roodaka und dachte einen Moment nach, „das würde auch ein anderes Phänomen erklären.“ „Welches meine Königin,“ fragte Vakama wissbegierig, „nur wenn ich es wissen darf!“ „Wenn du Visorak es nicht berichtest,“ erwiderte Roodaka leise, „es muss auch eines unserer Geheimnisse bleiben!“ Der Hordika nickte mit ehrgeizigem Gesichtsausdruck. „Gut,“ sprach die Herrscherin mit leicht gequälter Stimme, „seit nun einem Monat verschwinden immer mehr Visorak spurlos, nur sehr wenige konnten wir wieder finden.“ „Wie wurden sie besiegt?“ hakte Vakama nach, „mit was für einer Kraft?“ „Eine die kleine Wunden hinterlässt aber einen Visorak dennoch tötet,“ beschrieb Roodaka sauer, „eine Kraft die ich auch besitzen muss!“ Die zwei Todeshändler drehten die Furno Bikes auf und die Maschinen wurden erneut schneller. „Alles läuft wie geplant,“ funkte Noctis zufrieden, „jetzt weiß Roodaka das nicht nur die Hordika gegen sie und ihre Monster kämpfen.“ „Ich verstehe noch immer nicht ganz,“ erklang es zurück, „was das bewirken soll.“ „Ganz simpel eigentlich,“ bemerkte Noctis während er das Wrack eines Vahki Transporters umrundete, „durch unser vereinzeltes Sehenlassen und Jagen in speziellen Gebieten, veranlassen wir Roodaka ihre Horden großflächig zu verteilen.“ „Ach ja,“ erwiderte Luna per Funk, „wenn die Horde verteilt ist, ist sie verwundbarer.“ „Genau,“ bestätigte Noctis zufrieden, „und wir müssen uns nicht immer mit großen Visorak Gruppen anlegen.“ Die Furno Bikes verließen Ga Metru und fuhren weiter nach Le Metru. Dort warteten Moon und Lanius. Dieser Stadtteil glich im groben einem riesigen Schrottplatz. Denn fast überall lagen oder standen verrostete Vahki Transporter und Luftschiffe. „Was suchen wir hier eigentlich?“ erkundigte sich Noctis, „weshalb hat Moon veranlasst, dass wir Le Metru auf suchen sollen?“ „Ich weiß es nicht,“ funkte Luna zurück, „sie meinte das es da eine Sache gibt, die einer Antwort bedarf.“ „Sie dir das an,“ bemerkte die Todeshändlerin, „diese Fahrzeugwracks wirken so als ob sie jemand gezielt platziert hat.“ Die Todeshändler fuhren in die Straße vor der provisorischen Mauer und versteckten dort die Furno Bikes. Jetzt stachen sofort Schatten ins Auge. In den Häusern patrouillierten Matoraner. Jetzt wussten Luna und Noctis warum sie nach Le Metru sollten.


Ein dumpfes Dröhnen hallte aus einem der Fenster, ein anderes folgte als Antwort. Jetzt war das Knacken und Pfeifen der Visorak zu hören. Und ehe sich die Todeshändler versahen befanden sie sich in einem brutalen Gefecht. Von der einen Seite sausten explosive Disks über ihre Köpfe und von der anderen Seite die natürliche Geschosse der Visorak. Luna zog ihre Sturmpistolen aus den Halftern und lächelte Noctis an, „dann zeigen wir mal das wir unserem Namen würdig sind!“ „Auf drei,“ bestätigte Noctis und schob ein Magazin in sein Scharfschützengewehr, „arbeiten wir uns zu dem Vahki Transporter durch, dann sehen wir weiter.“ Bei der Zahl Drei rannten die beiden Todeshändler los. Sie sprangen durch das Fenster des nächsten Gebäudes. Durchquerten den Raum bis sie das Fenster zur Straße erreicht hatten. Auf der Straße lagen die brennenden Körper etlicher Visorak. Die Verteidiger dieser Straße schienen zu wissen was sie taten. Wieder eine Explosion und wieder flogen Körperteile eines Visoraks durch die Luft. Das ohne hin kaum hörbare Pfeifen des Gewehres ging zwischen den Explosionen auf der Straße unter. Die Kugel sausten davon und keine verfehlte das Ziel. Einer, zwei, drei, vier....., die Visorak fielen einer nach dem anderen. Hundertzwanzig Visorak in nur dreißig Minuten. Noctis wechselte das Magazin, lud durch und feuerte weiter. Die toten Visorak häuften sich und füllten die Straße. Bald bedeckten sie die halbe Fahrbahnseite. Die nach strömenden Kreaturen quetschten sich nun zwischen den Häusern und ihren gefallen Artgenossen vorbei. Luna zielte mit dem Raketenwerfer auf das benachbarte Haus. Die Todeshändlerin betätigte den Abzug und die Rakete schoss in das Erdgeschoss des Nachbarhauses. Die Explosion ließ das Gebäude erzittern. Steine, Glassplitter und Dreck wirbelte auf als das Haus sich ächzend zur Straße neigte. Der Boden bebte für wenige Sekunden als das Bauwerk auf die Straße krachte. Jetzt war die Straße völlig blockiert. Dazu hatte sich eine gewaltige Staubwolke ausgebreitet die eine gute Sicht unmöglich machte. Aber nicht für die Todeshändler. Die Horde der angreifenden Visorak war getrennt und der eine Teil im Nebel aus Staub und Dreck gefangen. Durch das Headset ihres Helms konnte die Todeshändlerin die Visorak sehen als wäre klarer Himmel. Auf dem Weg zu dem Vahki Transporter streckte sie jeden Visorak nieder der ihr begegnete. Ihr blieb nicht viel Zeit den Treibstofftank zu finden. Luna fand ihn und stellte fest das er randvoll war. Schnell platzierte sie die Haftmine unter dem Tank und stellte diese auf Fernzündung ein. Nun eilte sie zu Noctis zurück. Wieder pflasterte sie ihrem Weg mit den Leichen weiterer Visorak. „Raus hier!“ teilte sie ihrem Gefährten mit und hielt dabei den Zünder in der Hand, „raus aus diesem Bau!“


Hastig sprangen die beiden Todeshändler durch das Fenster durch welches sie das Gebäude betreten hatten. Sie stießen die Furno Bikes um das dies unter der Fensterbank lagen und drückten ihre Körper fest auf den Boden. Jetzt drückte Luna den Knopf des Zünders. Erst war der laute Knall zu hören. Dann entzündete das Feuer der Explosion den Staub der die Straße noch immer vernebelte. Die Feuerwalze verschlang die Straße bis kurz vor der provisorischen Mauer. Jaller spürte die Wärme und wie sie seinen Mantel aus Stofffetzen nach hinten wehte. Der Anführer der Matoraner lächelte leise und hob langsam die Hand.

Kapitel 6: “Der matoranische Widerstand“


Langsam schlängelten sich die Rauchsäulen in den Himmel. Noch immer brande es hier und da doch die meisten Feuer waren erloschen. Jaller schritt über die Straße auf der die Ascheflocken wie schwarzer Schnee hernieder rieselten. Überall lagen verkohlte Kadaver der Visorak herum. Nicht alle hatten ihr Ende durch das Feuer gefunden, etliche wiesen lediglich ein oder zwei kleine Einschüsse auf. Der Matoraner ging weiter über das Schlachtfeld und sah sich noch einen Visorak an. Wieder diese kleinen Einschüsse. Takua stand vor einem Krater in dessen Mitte der völlig zerfetzte Vahki Transporter lag. Oder vielmehr das was mal einer war. Zweihundeartmeter vor ihm bot sich ein Bild das den Matoraner nachdenklich stimmte. Ein großer Berg toter Visorak. Ein Kadaver lag in dem anderen. Als ob sie in ihre eigenen Gefallen gerannt wären bevor sie schließlich selbst von etwas nieder gestreckt wurden. Der Leichenberg bedeckte die halbe Fahrbahn und die andere Seite schloss ein umgestürztes Gebäude. Takua wandte sich Jaller zu, „ich bin mir nicht sicher ob das hier Freunde oder Feinde waren.“ „Das sehe ich auch so,“ gab Jaller zu und sah angewidert auf den Berg toter Visorak, „aber immer hin sind wir die da jetzt los!“ Die beiden Matoraner zogen sich wieder in das Lager der Widerstandskämpfer zurück. „Wenn die uns so weiter helfen,“ beschwerte sich Jaller während er einen Schluck aufbereitetes Wasser trank, „gibt es keine Metrus mehr die wir bewohnen können!“ „Ja!“ bestätigte Hahli, „die haben fast die ganze Straßenzeile mit hoch gejagt!“ „Dennoch muss ich zugeben,“ räumte Jaller ein, „war diese Staubexplosion doch keine so schlechte Idee.“ „Wenn man eine ganze Horde von Visorak stoppen will,“ meinte der Matoraner mit einem fiesen Grinsen, „dann muss man auch etwas riskieren.“ Die Asche wehte auf als die Furno Bikes aus der Seitenstraße fuhren. Die Todeshändler ließen die Motoren hoch laufen und beschleunigten die Maschinen. Sie mieden die Hauptstraße und bogen gleich wieder in die nächste Seitenstraße ein. So blieben sie weiter unbemerkt bis sie das Zentrum von Le Metru erreicht hatten. „Die Luftschiff Werft,“ sprach Luna und stieg von ihrem Furno Bike ab, „hier befindet sich das was wir suchen.“ „Aber wo sind Lanius und Moon?“ fragte Noctis nach, „wollten sie sich hier nicht mit uns treffen?“ „So war es zu mindestens geplant,“ erwiderte Luna und sah an dem Bauwerk hoch, „vielleicht sind wir bloß etwas zu früh!“ Zunächst einmal folgte das übliche. Gelände absichern, die Bikes verstecken und erst dann das genauer untersuchen der Luftschiff Werft. Drei halbfertige Luftschiffe standen in der verlassenen Halle. Jetzt boten sie kleinen Vögeln ein Zuhause. Der Rest der Produktionshalle glich dem üblichen Chaos der Ruinenstadt. Noctis hob die Hand und gebot Luna stehen zu bleiben, „hier lebt etwas, es ist groß und es muss ein Raubtier oder Aasfresser sein!“ Die Todeshändlerin erblickte die Tatzenabdrücke und die angehäuften Knochen in der Ecke, „ja und es ist noch im Raum, ich kann seinen fauligen Atem riechen!“


Mit lautem Brüllen brach ein Monster aus der Nische hervor. Es erinnerte an einen Bären der jedoch starke Deformierungen aufwies. Ohne zu zögern und auch nicht durch das laute Gebrüll der Kreatur erschreckt drückten die Todeshändler ab. Das Geschöpf zuckte mehrmals und torkelte nach hinten. Der Dreck am Boden und der Müll knackten als die Kreatur auf den Boden fiel. Luna trat vor den massigen Schädel und zielte mit ihrer Pistole zwischen die Augen des Monsters. Es pfiff nur kurz dann verschwand das restliche Leben aus dem Körper der Kreatur. Nun konnten die Todeshändler das Werft Gebäude ungestört durchsuchen. Sie schritten eine rostige Leiter hinauf zu eine Zimmer mit großem Fenster. Dieses Fenster war ironischer weise nicht eingeschlagen während der Rest des Raumes einem kleinen Schlachtfeld glich. „Das hier war einmal das Büro der Luftschiff Werft,“ bemerkte Luna und schob Dreck von dem Schreibtisch, „vielleicht können wir in einer der Wände noch einen Tresor finden.“ Moon und Lanius standen auf der Anhöhe und blickten auf den Konvoi von Vahki Transportern. Ein jeder glich einem laufenden Berg Altmetall doch schienen die Fahrzeuge ansonsten zu funktionieren. „Was habe ich gesagt,“ meinte Lanius und setzte seinen Helm auf, „die werden von einer Gruppe Visorak verfolgt.“ „Dann knöpfen wir uns die Bastarde mal vor,“ lächelte Moon und klappte das Visier ihres Helmes zu, „bevor sie uns unsere Kontaktpersonen zum matoranischen Widerstand töten können.“ Die Hinterräder wirbelten Schnee auf und die Furno Bikes sausten die Anhöhe hinunter. „Ich übernehme die linke Flanke,“ funkte Moon über das Headset des Helms. „Gut,“ bestätigte Lanius und steuerte auf die rechte Seite, „viel Glück.“ Hewkii stand in dem Stahlkorb den die Matoraner auf dem Dach des Vahki Transporters befestigt hatten. Von einem weiteren Korb aus verteidigte Hafu das Fahrzeug. Macku übernahm das Steuer. Mit lautem Kreischen krachte ein Visorak auf den Boden. Ein Kanoka Disk stach zwischen den Augen der Kreatur. Ein weiterer Visorak stolperte über seinen getöteten Artgenossen und rollte über den Boden. Hewkii legte eine explosive Disk ein und feuerte sie zwischen drei Visorak. Die Explosion brachte die Kreaturen zu Fall und eine stand auch nicht wieder auf. Hafu erschrak für einen Moment als er ein Fahrzeug rechts neben der Visorak Horde erblickte. Ein Fahrzeug das sich ohne Beine fortbewegte. Der Fahrer des Fahrzeug, vielleicht ein Matoraner oder ein ganz junger Toa hielt eine Waffe auf die Bestien. Er schoss irgend etwas ab. Denn die Visorak neben dem Fahrzeug brachen zusammen oder knickten weg. Doch konnte Hafu nicht sehen was dieser komische Matoraner verschoss. Doch das verlor rasch an Bedeutung denn dieser Fremde tötete die Verfolger. Der Todeshändler zielte und drückt ab. Der Visorak schreckte kurz auf und fiel zur Seite in den Schnee. Der Anführer der Horde gab Pfeif- und Klicklaute von sich und die Horde teilte sich. Nur wenige Visorak blieben hinter dem Konvoi. Der Rest griff jetzt die Furno Bikes an. Hewkii bekämpfte weiter die Kreaturen welche dem Vahki Transporter zu nahe kamen. Mit denen die jetzt noch hinter ihnen waren, wurden die Matoraner locker fertig. Moon legte eine Drehung hin so das ihr Furno Bike einer der Kreaturen die Beine weg schlug. Dem fallenden Visorak schoss die Todeshändlerin zweimal in den Kopf. Der Restschwung reichte um aus der rechten Seite wieder heraus zu brechen. Die gestolperten Kreaturen waren für kurze Zeit ein leichtes Ziel. Diese nutze Moon auch eiskalt aus. Bald erstarb der Angriff der Visorak nur einer hatte überlebt und ergriff die Flucht. Lanius sah durch das Zielsuchsystem des Scharfschützengewehres und betätigte den Abzug. Der Visorak rannte weiter und weiter. Ein kurzer Schmerz und die Kreatur geriet ins straucheln. Ein weiter kurzer Schmerz und der Visorak fiel leblos in den Schnee.


Die Matoraner jubelten laut als der letzte Visorak hinter ihnen durch eine explosive Disk in Stücke gerissen wurde. Jetzt konnte der Konvoi ungehindert Le Metru erreichen. Hewkii zog sein Horn was er aus einem alten Blech gefertigt hatte und blies hinein. Das dumpfe Dröhnen war weit zu hören und die Wachen am Stadtrand wussten Bescheid. Die Furno Bikes hatten die Vahki Transporter fast wieder eingeholt. Blieben jedoch auf einem gewissen Abstand zu diesem. Das einer der Matoraner sie beobachtete störte die Todeshändler nicht. Sie folgten dem Konvoi so lange bis dieser an der Luftschiff Werft vorbei zog. Hier lösten sie sich und fuhren auf das Gelände der verfallenen Anlage. „Ihr braucht gar nicht erst absteigen,“ erklang es aus dem Headset der Helme, „wir haben das gefunden nach dem wir suchen sollten.“ „Schön das zu hören,“ funkte Lanius zurück, „wir haben auch jemanden ausfindig gemacht, der uns mit dem matoranischen Widerstand bekannt macht.“ „Ach so nennen die sich,“ erwiderte Luna per Funk, „die Jungs und Mädels von denen haben es echt faustdick hinter den Masken.“ „Ja, die kommen wirklich gut zurecht,“ bekräftigte Lanius mit zufriedenem Ton, „die brauchen die Hilfe der Toa nicht mehr.“ Die vier Todeshändler fuhren nun wieder zusammen aus dem Gelände der Luftschiff Werft. Nach etwas acht Minuten zügiger Fahrt entlang an Fahrzeugwracks und Trümmerhaufen erreichten sie die Mauer. Die Matoraner hatte sehr geschickt eine viel zahl größer Wracks so um geschoben oder versetzt das sie eine Struktur für eine Mauer ergaben. Die Lücken waren mit Blechen, Fahrzeugtüren und anderem Schrott geschlossen worden. „Willkommen in klein Le Metru“ stand auf einem Schild geschrieben das oberhalb des Tores hing. Die Matoraner warfen kurze Blicke auf die Fremden wenn überhaupt. Das lag wohl daran das ein Agori ihnen ähnlich sah. Die Todeshändler hätte es den Matoranern sagen können, dass sie den Agori nach empfunden worden waren, hielte es aber zunächst für besser es nicht zu tun. Zumal ihr Vorhaben ohne hin schon einer gewissen Frechheit entsprach. Doch hatten die vier Todeshändler beschlossen ihre Rede kurz und schmerzlos zu halten. Moon zählte die Matoraner in der Schrottfestung. Dazu scannte sie über ihren Helm auch die um liegenden Gebäude. So kam sie auf dreihundert Widerstandskämpfer. Aus der Erfahrung wusste die Todeshändlerin das diese Leute abgehärtet waren und oft selbst sich auf das wesentliche reduzierten. Die Vier stiegen ab und folgten Hahli zu einer Hütte die einmal Teil eines Luftschiffs gewesen sein könnte. „Warten sie hier,“ sprach die Matoranerin und klopfte an die Tür, „Besuch für sie, Master Dume!“ Master Dume wiederholte Moon in ihrem Kopf. Sie aktivierte den Computer in ihrem Helm und lud die Daten über den Namen Dume hoch. Dume, Turaga von Metru Nui, Produktionsnummer 357 D379. Der ehemalige Turaga musterte die Fremden. Nach einigen Minuten wandte er sich an Noctis, „zu welcher Widerstandsbewegung gehören sie?“ „Zu keiner Sir,“ erwiderte der Todeshändler und behandelte Dume so als ob er ein Offizier wäre, „wir wurden geschickt um den Schaden zu begrenzen.“ „Schaden begrenzen!“ entgegnete Dume, „hier ist alles zerstört, hier gibt es keinen Schaden mehr zu begrenzen.“ „Da liegen sie falsch Sir,“ meinte Noctis und warf einen kurzen Blick auf die Matoranerin Hahli, „es gibt eine Insel über euch, ein Paradies wo ihr in Frieden leben könntet.“ „Ich höre aus ihrer Stimme heraus das sie uns nicht ohne eine Gegenleistung sagen werden, wie wir zu dieser Insel gelangen können,“ stellte der Turaga feste und seine Stimme spiegelte Stärke wieder, „nehme ich jetzt mal an?“

Kapitel 6: “Das Abkommen“


Wir stellen Bedingungen,“ sprach Moon unbeeindruckt von dem leisen Aufbegehren des Turagas, „aber die Nutznießer währen die Matoraner, alle Matoraner.“ „Was fordern sie von uns als Gegenleistung?“ brummte Dume als er erkannte das sich diese Matoranerin oder was auch immer sie war nicht beeindrucken und einschüchtern ließ, „fassen sie sich kurz und bündig, wir sind einiges an Härte und Direktheit gewöhnt.“ „Gut, das erleichtert alles,“ sprach die Todeshändlerin mit ernster Stimme. „Erstens,“ begann Moon, „wendet ihr euch von den Toa ab.“ „Zweitens,“ fuhr die junge Agori fort, „führt ihr alle anderen Matoraner ebenfalls aus Metru Nui an die Oberfläche.“ „Letzteres hatten wir ohne hin vor,“ bestätigte der Turaga und wirkte etwas irritiert, „aber warum von den Toa abwenden?“ „Alle Toa sind tot oder verschwunden,“ entgegnete Dume und wog die Worte der Fremden ab, „wir haben sie bereits aufgegeben und begonnen uns selbst durch zu schlagen.“ Sehr gut, dachte Lanius und spürte das der Turaga die Wahrheit gesagt hatte. „Würdet ihr die Matoraner befreien,“ fragte Luna und sah dem Turaga in die Augen, „wenn euch die Möglichkeit geboten wird?“ „Das hätten wir schon längst getan,“ versicherte Dume und winkte Jaller zu sich, „wir haben gute Kämpfer aber unsere Bewaffnung ist für einen Angriff auf das Kolosseum nicht ausreichend.“ Jaller zeigte der Todeshändlerin seinen Diskwerfer, „sehen sie, lange macht er es nicht mehr.“ „Ok, das können wir ändern,“ meinte Moon gut gelaunt, „wir wissen wo sich noch Waffenkammern befinden die unversehrt sind.“ „Und wir kennen einen geheimen Weg unter das Kolosseum,“ ergänzte Lanius, „einen den nicht einmal die Visorak kennen.“ „Also werdet ihr unserem Abkommen zustimmen?“ erkundigte sich Noctis nachdrücklich, „ihr habt gehört was wir euch anbieten können, wenn ihr zustimmt.“ „Wir werden es noch einmal besprechen,“ erwiderte Dume und zog sich in seine Hütte zurück. Jaller, Takua, Hahli und Macku folgten dem Turaga. Eine Stunde verging bis der Turaga wieder aus der Behausung trat. „Einverstanden,“ sprach Dume und bot Noctis die Hand an, „sagt uns wo die Waffenkammern sind und wie wir unbemerkt zu den Kapseln kommen.“ „Wir werden alle Matoraner befreien und an die Oberfläche bringen,“ fuhr der Turaga fort, „die Toa, falls es doch noch welche geben sollte lassen wir hinter uns, wenn es die Matoraner rettet dann müssen wir wohl diesen Preis zahlen.“ „Aber eine Frage habe ich auch an sie,“ bemerkte Jaller missmutig, „warum sollten wir uns von den Toa lösen?“ „Weil dies das Ende aller Matoraner wäre,“ erwiderte Luna, „unsere Aufgabe ist es sicher zu stellen das jene gerettet werden, die dazu berechtigt sind und alle Geschöpfe die Elementarkräfte in sich tragen zählen nicht dazu.“ „Gerettet vor was?“ hakte Hahli nach. „Diese Welt, eure Heimat ist eine riesengroße Maschine,“ erklärte die Todeshändlerin, „und es gibt Welten auf anderen Planeten die in dieser Maschine eine Bedrohung sehen.“ „Und deshalb soll unsere Heimat zerstört werden?“ riet Jaller sauer, „und wir umgesiedelt?“ „So ist es,“ bestätigte Noctis emotionslos, „denn eure Heimat wurde von unseren Vorvätern gebaut, sie ist keinem natürlichem Ursprungs.“


Dem Matoraner blieb die Spucke weg und das Atmen fiel ihm schwer. „Alles über uns und um uns ist von anderen Wesen gebaut worden?“ keuchte er und würgte, „was ist dann der große Geist Mata Nui?“ „Ein Computer,“ sprach der Todeshändler, „eine künstliche Intelligenz.“ „Und die sechs Elemente, die Toa und ihre Elementarkräfte?“ weinte der Matoraner, „wenn das nicht das Werk hoher Mächte ist, was ist es dann?“ „Das Werk wahnsinniger Wissenschaftler,“ entgegnete Moon und nahm Jaller in die Arme, „Wissenschaftler die sich an verbotenem Wissen bedienten und so mehre Planeten stark gefährden.“ „Wie viele Planeten können durch die Aufgabe unserer Heimat gerettet werden?“ erkundigte sich der Matoraner und fand wieder zu sich zurück, „ist es den Preis wert?“ „Ja ist es,“ bestätigte Luna freundlich, „und es gibt noch etwas das euch beruhigen dürfte.“ „Was,“ wollte Jaller wissen und seine Augen strahlten wieder hoffnungsvoll, „sagen sie es uns!“ „Neben der Insel genau über euch,“ meinte die Todeshändlerin, „gibt es noch zwei weitere die sich aus dem Roboter lösen lassen.“ „Nur muss dafür erst das Notfallprogramm des Roboters eingeschaltet werden,“ beendete Luna den Satz, „ist das geschehen steigen die Insel Voya Nui und der südliche Kontinent an die Oberfläche.“ „Gut,“ atmete Jaller auf, „das ist wirklich eine gute Nachricht.“ Die vier Furno Bikes fuhren vor dem Vahki Transportern aus der Stadt hinaus. Sie durchquerten die Eiswüste die nun Po Metru bedeckte bis zum Beginn einer breiten Gebirgskette. Der Konvoi folgte dieser so lange bis diese sich teilte. Hier stoppten die Todeshändler den Zug der Vahki Transporter. Moon reinigte eine Stelle an der Felswand und drückt dann ihre Hand feste darauf. Sekunden später schob sich darunter eine Platte auf und gab einige Tasten frei. Die Todeshändlerin tippte den Code ein und das geheime Tor in der Felswand öffnete sich. Nach dem der letzte Vahki Transporter das Tor passiert hatte schloss es sich wieder. Jetzt begann ein langer Weg durch den Tunnel bis zu einem Raum von der Größe eines Kohlifeldes. „Hier ist euer neues Zuhause,“ erklärte Noctis und zeigte den Matoranern wo sie die Notbetten fanden und wie sie auf zu stellen waren. Wo die Lebensmittel lagerten und wo sich die versprochenen Waffen befanden. Jetzt lebten die Matoraner unter der Erde aber nicht mehr zwischen Schrott, Schuttbergen und Ruinen. Die Notbetten waren ordentlich und auch ausreichend vernünftige Kleidung war vorhanden. Wenn auch mit Murren und Knurren hielt sich die matoranische Widerstandsbewegung an das Abkommen. Und nach ersten Erfolgen kamen die nächsten. In verschiedenen Schichten begann das Stehlen der Kapseln. Tag und Nacht bis sich keine mehr unter dem Kolosseum befanden.


Wie wollen wir ihnen wider Bewusstsein einhauchen?“ erkundigte sich ein Matoraner der Widerstandsbewegung, „es bedarf sehr viel Energie.“ „Nicht unbedingt,“ rief Moon zurück, „warte einen Moment.“ Von den vier Todeshändlern war nur Moon bei den Matoranern geblieben, die anderen waren nach Le Metru zurück gekehrt um wieder das Kolosseum zu observieren. Seit ihrer Ankunft in Metru Nui war jetzt ein Monat vergangen. Die Erweckung der Matoraner verlief gut und es dauerte nicht mehr lange bis auch die letzten wieder auf eigenen Beinen laufen konnten. Durch ihr Studium des Mata Nui Universums wusste sie wie es möglich war Matoraner zu reaktivieren. Doch kam sie sich isoliert vor und dies nur weil es musste. Sie durfte sich nicht mit den Matoranern anfreunden. Denn eines Tages würden letztere auf der Insel Mata Nui leben. Sie würde mit den anderen drei Todeshändlern wieder nach Bara Magna zurück kehren. Roodaka traf es wie ein Schlag in die Magengrube. Sie zitterte am ganzen Körper. Die letzten zwei Monate waren für die Herrscherin ein Alptraum gewesen der jetzt seinen Höhepunkt erreicht hatte. Die Horde der Visorak war um ein ganzen Drittel geschrumpft, die fünf Toa Hordika noch immer nicht auf getaucht und nun waren auch noch all die Matoraner verschwunden. Alle Kapseln waren fort. Hastig schritt sie in ihre Kammer wo Vakama auf sie wartete. „Alle Matoraner sind weg,“ brummte sie leise vor sich hin, „wie können wir diese Misere vor Sidorak verbergen?“ „Wenn wir zumindest die Kapseln finden würden,“ überlegte der Hordika, „dann könne man es zu mindestens heraus zögern.“ „Nein, so nicht,“ ärgerte sich Roodaka, „wir müssen uns Sidoraks entledigen bevor er es merken kann!“ „Nehmen wir mal an,“ warf Vakama ein, „ihr lasst Sidorak ermorden, dann gebe es immer noch das Problem um die fehlenden Matoraner.“ In diesem Moment fiel Roodaka wieder ein das es noch jemanden gab der viel Wert auf die Matoraner legte. Wie sollte sie Makuta erklären was passiert war? Der finstere Herrscher würde keine Gnade kennen und sie hart bestrafen. Gezwungener Maßen musste sie erneut große Verbände der Visorak aus schwärmen lassen. Die Kreaturen suchten und suchten. Doch sie fanden außer wilden Rahi keine weiteren Lebewesen mehr. Roodaka plante gerade die systematische Zerstörung eines Metru nach dem anderen als ein Visorak in das Zimmer trat. Die Kreatur pfiff und knackte. „Ah, die Toa Hordika sind zurück,“ sprach die Herrscherin zu sich, „dann habe ich zumindest fünf Toa denen ich Makutas Zorn auf lasten kann.“ Roodaka verließ ihr Zimmer und trat auf die Fahrstuhlplattform. Sie musste mit Vakama sprechen.

Kapitel 7:


Es war eine der wenigen Stunden Schlaf den sich Moon könnte. Es gab noch so viele Matoraner zu reaktivieren. Doch jetzt brauchte sie etwas Ruhe. Sie schloss die Augen und schlief ein. Vor dem Mädchen baute sich eine Wand auf an der Unzählige Bilder hingen. Moon hatte das Gefühl wach zu sein und doch gleichzeitig im tiefsten Schlaf zu liegen. Sie kannte ein jedes dieser Bilder genau, auch diese Wand hatte sie des öfteren gesehen. Aber wieso erschien ihr dieser Teil des Alltags jetzt im Traum. Jetzt begannen die Bilder zu verschwinden. Nur drei blieben an der Wand zurück. Aus dem ersten schritt ein Glatorianer, so wurden die ersten Streiter der Bruderschaft genannt. Gresh war jener aus dem die Blutlinie entsprang welcher auch Moon angehörte. „Schön dich zu sehen,“ sprach Gresh und bot Moon seine Hand an, „man bekommt nicht oft die Ehre eine seiner vielen Söhne oder Töchter sehe und erleben zu dürfen.“ Noch verwirrt nahm das Mädchen die Hand ihres Urvaters und stand von einer zur anderen Sekunde mitten auf einem Schlachtfeld. „Mach dire keine Sorgen meine Tochter,“ sprach der Glatorianer freundlich, „dies ist nur eine Erinnerung von mir die ich dir schenken möchte.“ „Sie soll dir eine Hilfe sein,“ fuhr Gresh fort, „wenn du dich den Fragen der Zukunft stellen musst.“ Um sie herum erschien das Dorf Tesara, so wie es vor 12.000 Jahren ausgesehen hatte. Zwischen den brennenden Fachwerkhäusern rannten Agori um her und flohen unter Anweisungen anderer Glatorianer. Hier und da kämpften mutige Krieger gegen Toa die dem Hordika Virus anheim gefallen waren. Es war ein fürchterliches Gemetzel und Moon rang immer wieder mit dem Brechreiz. Doch musste sie sich jetzt diesen Bildern stellen. Die Schlacht endete mit dem verlustreichen Sieg der Glatorianer und der Agori. „Warum enthauptet ihr eure Verwundeten und die Gefallenen?“ fragte das Mädchen beunruhigt. „Habe Geduld,“ meinte Gresh mit trauriger aber auch ernster Stimme, „das wirst du gleich sehen.“ Und kaum hatte der Glatorianer die Worte ausgesprochen standen die Gefallenen auf und verwandelten sich selbst in Hordika. Erneut brachen die Kämpfe aus, wurden aber rasch beendet. Nun verschwand das Bild des Dorfes wieder und der Raum mit den Bildern nahm den Platz ein. „Was ich dir zeigte,“ erklärte Gresh mit einem freundlichen Gesicht, „war die letzte Schlacht gegen die Toa Hordika, wir hatten in jenen Tagen die Bedrohungen von Bara Magna getilgt.“ „Mögest du eines Tages ebenfalls die neue Bedrohung aus der Heimat vertreiben,“ mit diesen Worten kehrte der Glatorianer wieder in das Bild zurück.


Nun entstieg aus dem zweiten Bild eine Agori Namens Natalie Breez. „Schön dich zu sehen,“ begrüßte die Agori das Mädchen, „man bekommt nicht oft die Ehre eine seiner Söhne oder Töchter sehe und erleben zu dürfen.“ Wieder nahm Moon die Hand an die ihr geboten wurde. Der Raum wechselte einem anderen. Ein Raum der Moon ebenfalls nicht fremd war. Es war eines der vielen Büros in dem Verwaltungsgebäude von Atero City. „Hör gut zu,“ betonte Breez, „dieses Gespräch wirst du in keinen Akten finden.“ „Aber mache dich auch auf etwas gefasst das dich vielleicht auch verletzen könnte.“ fügte Natalie hinzu, „nun aber sei wachsam und merke dir alles was du hören wirst!“ Die Tür des Büros öffnete sich und ein Agori mit Ärztekittel trat ein. „Was macht unser Experiment?“ erkundigte sich der Mann im Anzug hinter dem Schreibtisch, „wie kommen sie voran?“ „Hervorragend Mr. Präsident, besser könnte es nicht laufen wenn,“...erwiderte der Wissenschaftler. „Wenn,....was?“ unterbrach der Agori im Anzug, „was für ein Problem ist aufgetreten?“ „Sie haben die Immunität gegen Elementarkräfte, wie sie es gewünscht haben,“ sprach der Wissenschaftler, „aber sie haben auch so etwas wie eigene besondere Kräfte entwickelt.“ „Was für eigene Kräfte?“ brummte der Präsident erzürnt, „hoffentlich müssen wir sie nicht exekutieren und die ganzen Fördergelder waren für den Vorox!“ „Sie können Elementarkräfte spüren und das Schicksal des Trägers sehen,“ schluckte der Wissenschaftler, „darüber hinaus können sie einen,.....“ In diesem Moment flog die Tür auf und Breeze krachte auf den Boden. Drei weitere Agori stürmten in das Büro. Zwei hielten die Militärpolizistin am Boden und die dritte zog eine Pistole. Während das Bild wieder in das Zimmer mit den Bilder wechselte hörte Moon noch zwei Schüsse. „Ich habe das Gehört was vor dem Attentat gesprochen wurde,“ keuchte das Mädchen, „das Attentat auf Präsident Norgush, vor 400 Jahren.“ „Richtig,“ bestätigte Breez, „jetzt weißt du was vor den tödlichen Schüssen besprochen wurde.“ „Mögest du mehr Glück haben als ich,“ mit diesen Worten verabschiedete sich Natalie Breez und trat wieder in das Bild, „wenn du die wahren Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehst.“ Das Mädchen stand wieder auf und rieb sich die Augen. Sie blickte auf die Uhr. Seit sie sich hin gelegt hatte waren nur zwei Stunden vergangen und der Traum kam ihr so vor wie eine ganze Nacht. Sie beobachtete die Matoraner und ließ sich die Worte ihrer Vorfahren noch mal durch den Kopf gehen. Besonders ein Satz gab ihr Rätsel auf;

„Sie können Elementarkräfte spüren und das Schicksal des Trägers sehen,“ darüber hinaus können sie einen,.....“


Vor 400 Jahren, das wusste die Todeshändlerin hatte Präsident Norgush eine umstrittene Untersuchung finanziert, diese beschäftigte sich mit den perfekten Agori und den Grenzgängern. Sie wurde von ihm als Experiment „Explicatio“ benannt. Diese Untersuchung hatte Millionen verschlungen und die harte Auslese der „Ausgesonderten“ zur folge. Um diesem Horror ein Ende zu setzen hatten mutige Agori schließlich das Verwaltungsgebäude gestürmt. Sie erschossen den Präsidenten und den führenden Wissenschaftler. Ab diesem Tage endete auch die Auslese, später „Aussonderung“ genannt. „Darüber hinaus können sie einen,“ wiederholte Moon leise, „was können sie oder besser wir?“

Nachwort:


Die Todeshändlerin fuhr auf die Beine und trat auf eine der geschlossenen Kapseln zu. Wir können Matoraner reaktivieren, dachte das Mädchen und ganz ohne Elementarkräfte geht das auch nicht. Wir wissen wie sie aufgebaut sind und ihr System funktioniert, überlegte sie, aber wir können auch das lebendige in ihnen wieder erwecken. Wenn dem so ist dann müssten wir, nein dann können wir auch Elementarkräfte verwenden. Das Mädchen strahlte über das ganze Gesicht, wenn wir einen Gegenstand besitzen der Elementarkräfte besitzt, dann können wir diese auch benutzen.


Die Chroniken der Wächter Kapitel 3; Cover “Exterminatus“

Kapitel 8: “Ruhe vor dem Strurm“


Moon lag in ihrem Feldbett und schlief. Luna blieb bei ihr und passte auf. Die letzten Wochen hatte ihre Freundin fast rund um die Uhr gearbeitet. Sie hatte die meisten der Matoraner reaktiviert und sich kaum Pausen gegönnt. So etwas zwang auch eine Todeshändlerin in die Knie. Moon brauchte etwas Ruhe und die vergönnte ihr jetzt bestimmt keiner. Die Matoraner waren jetzt auf Mata Nui und in Sicherheit. Um sie brauchte man sich nicht mehr zu kümmern. Alle Vorbereitungen für den finalen Schlag waren abgeschlossen und alles notwendige geregelt. Aber wo blieben die Toa Hordika und die Rahaga? Im Nebenzimmer stand einer der kleinen Container. Vor einem Monat hatte sich in ihm die automatischen Maschinenkanonen befunden. Nun lag in ihm ein Koffer mit den sechs Toa Steinen und ein Behälter mit der Maske der Zeit. Lanius und Noctis mussten den Container noch zum Shuttle bringen, damit sie es nach dem finalen Schlag nicht mehr brauchten. Ein leises Stöhnen war zu hören. Moon lag auf der Seite und blickte auf Luna, „es tut mir leid das ich jetzt so ein Klotz am Bein bin.“ „Nein, das bist du nicht,“ lächelte Luna und richte ihrer Freundin ein Becher Tee, „du hast da in dem Tunnel hervorragende Arbeit geleistet.“ „Danke,“ sprach Moon leise und trank die Tasse leer, „morgen müsste ich aber wieder auf den Beinen sein.“ Während Moon wieder einschlief dachte Luna wieder über die Toa Hordika nach. Wo waren sie so lange geblieben? Die junge Agori stand auf und ging zu dem Tisch. Sie hob das kleine Gefäß auf und öffnete es. So viel Aufwände für so ein kleines Objekt, ging ihr durch den Kopf.

War der finale Schlag, das ende ihrer Mission auf Auqu Magna? Wohl er der Beginn einer ganzen Reihe von Missionen in die künstliche Welt. Doch wenn es das Schicksal ihrer Heimat abwenden konnte so war dies eine Mission die sich gelohnt hatte.


Ein neuer Morgen brach an und Moon rieb sich die Augen. „Ich fühle mich wie neu geboren,“ lächelte das Mädchen, „bereit für einen harten Kampf!“ „Gut,“ erwiderte Luna während sie Wasser abkochte, „wir müssen noch den Weg zur zweiten Steuereinheit finden, damit wir die erste abschalten können.“ „Und auch die automatischen Maschinenkanonen müssen aufgestellt werden,“ ergänzte Moon, „die Feinabstimmungen werde ich gleich einstellen.“ „Ich hoffe das unser Geisterspiel auch funktioniert,“ bemerkte Noctis und setzte sich an den Tisch, „wir müssen Roodaka unter Umständen länger beschäftigen.“ „Zumal auch Vakama zu einem unberechenbarem Faktor geworden ist,“ erklärte der Todeshändler, „seine Gedanken sind so verwirrt das keine klare Richtung zu erkennen ist.“ Der Tag neigte sich dem Ende und die vier Todeshändler bereiteten sich mit einem stillen Gebet auf den bevorstehenden Kampf vor. Diese Nacht würde der zunächst letzte ruhige Moment sein. Bevor sich Noctis in sein Feldbett legte prüfte er noch einmal seinen Helm und das Gewehr. Mit gutem Gefühl und Vorfreude auf den Kampf deckte er sich zu und schlief ein. „Dieser Kampf wird nicht das Ende sein,“ hörte Moon in ihrem Traum, „er ist erst der Beginn einer langen Reise.“ Das Mädchen richtete sich in seinem Traum auf und blickte in die Richtung aus der die Stimme kam. „Ihr werdet Antworten zu Fragen finden,“ sprach eine Schattengestalt mit ruhiger Stimme, „aber auch neue Fragen deren Antworten ihr noch finden müsst.“ „Doch lasst euch nicht von neuen Fragen vom Ziel abbringen,“ fuhr die Stimme fort, „denn auf jede Frage findet man eine Antwort, man muss nur wissen wo man nach ihr suchen muss.“ Die Stimme wurde wieder eins mit dem leichten Pfeifen des Windes und Moon legte sich wieder hin und schlief weiter.


Roodaka lag starr in ihrem Schlafgemach und bekam kein Auge zu. Immer wenn sie versuchte ihre zu schließen erschien zwei großen Augen die sie fokussierten. Es waren nicht die von Makuta es waren andere. Groß, schwarz und so finster wie die Nacht selbst. Der Morgige Tag würde über das Schicksal entscheiden, von ihm hing der Verlauf der Nacht ab. Und dieser entscheidende Zeitpunkt würde das Eintreffen der Hordika sein. Roodaka hoffte das sie noch am Tage erscheinen würden doch wehe in der Abenddämmerung. In den letzten zwei Monaten hatte die Herrscherin die Nacht fürchten gelernt. Viele der Visorak wurden des Nachts getötet und dann die Alpträume. Das Schicksal stellte die Herrscherin auf eine erbarmungslose Prüfung.

Kapitel 9: “Ankunft der Toa Hordika“


Der Tag nahm seinen Lauf und mit jeder Stunde schwand Roodakas Hoffnung die alles entscheidende Schlacht noch am Tage führen zu können. Selbst Sidorak spürte das Roodaka etwas vor ihm verbarg, etwas das ihr Angst machte. Der Herrscher der in den letzten Tagen immer mehr Abstand zu seiner Verlobten genommen hatte befürchtete einen Verrat. Zu mal ihm ein unheimliches Phantom gewarnt hatte. Vertraue ihr nicht, stand in dem Schreiben, sie wird versuchen euch zu ermorden. Den ersten Brief hatte er ignoriert doch dann folgte ein zweiter. Vertraue ihr nicht, sie benutzt euch nur. Wenn eure Hoheit nicht aufpasst hatte der Verfasser angemahnt, werdet ihr den Tod erleiden, durch Roodaka oder eines Fremden Hand. Anfänglich nahm Sidorak auch diesen Brief nicht ernst. Doch als er Roodakas Verhalten in den letzten beiden Monaten beobachtete ändert sich seine Meinung. Jetzt nahm er die Warnungen des unbekannten Verfassers doch ernst. Der König der Visorak verließ die Aufzugplattform ohne ein Wort zu verlieren. In seinem Zimmer holte er den dritten Brief aus einem versteckten Wandschränkchen. Sidorak schloss die Tür von innen und setzte sich an seinen Sekretär. Jetzt faltet er den Brief auf und las ihn noch einmal. Zu erst hatte der König das Dokument als Beleidigung aufgefasst denn der unbekannte stellte eine Bedingung. Doch jetzt kam diese Bedingung, welche fast wie ein Befehl formuliert war ganz anders herüber. „An Sidorak den Herrscher über Metru Nui,“ las der König, „wir wissen was ihnen widerfahren wird wenn sie unserem Befehl nicht folge leisten.“ „Roodaka wird euch verraten und ermorden,“ las Sidorak weiter, „sie dient einem Geschöpf das sich Makuta nennt.“ „Wenn sie es schon wussten dann ist es so,“ Sidorak fuhr mit dem Finger über die nächste Zeile, „wenn nicht dann wissen sie es jetzt.“ „Nun aber zu unserem Befehl,“ las der König weiter, „wenn ihr ihn befolgt, werdet ihr überleben.“ Sidorak unterbrach sein Tun und schritt zum Fenster. Von hier oben erschienen die Horden der Visorak wie eine ebene bunte Fläche. „All das hier aufgeben?“ fragte sich der König, „meine Horde, diese Insel und das wegen einem Brief eines Unbekannten?“ Sidorak wandte sich wieder dem Schreiben zu. „Eure Horden gehorchen euch nicht mehr wenn es Roodaka wünscht,“ ging es Sidorak durch den Kopf, wo her nahm der Unbekannte diese Behauptungen? Widerwillig las der König weiter, „doch gibt es einen Ausweg, dieser Ausweg liegt darin das Roodaka euch töten will.“ Toller Ausweg dachte Sidorak und seine Augen wanderten über die nächste Zeile, „sie wird zunächst versuchen euch durch eine Fremde Hand sterben zu lassen und wenn sie unserem Befehl folgen ist dieses Vorhaben eure Rettung.“ „Unser Befehl an sie ist ganz simpel und schlicht,“ las Sidorak und überlegte was jetzt noch für eine Frechheit folgen würde. „Kämpfen sie nicht und sorgen sie dafür das Roodaka sie dem Feind überlässt.“ „Den Rest übernehmen wir,“ las der König in der letzten Zeile, „vertrauen sie uns!“


Roodaka sah sich um, nur Vakama stand neben ihr und starrte Finster auf den Hof des Kolosseums. Wo war Sidorak hingegangen? Sie hatten sein Wegtreten nicht bemerkt. Gerade als sie sich aufmachen wollte ihren Verlobten zu suchen erschien er wieder auf der Aufzugplattform. „Alles in Ordnung?“ fragte Sidorak und spürte Roodakas Gefühle ein durcheinander aus Angst, Zorn und Übereifer, „sind die Hordika schon eingetroffen?“ „Noch nicht,“ sprach Roodaka und bemühte sich hart zu wirken, „nein, diese Feiglinge haben sich noch nicht gezeigt!“ Vor dem Haupttor blieben die fünf Toa Hordika stehen. Eine Schar Visorak baute sich vor ihnen auf und griff sie auf der Stelle an. Der Kampf ging schnell zu ende und alle Kreaturen erlitten einen schmerzhaften Abgang. Durch vereinte Kräfte sprengten die Toa Hordika das Tor und setzten ihren Weg fort. Die Aufzugplattform des Turms war bereits in Sichtweite und sie kam näher. Jetzt hatte die heiße Phase des Abends begonnen. Von allen Seiten drängten Visorak herbei und in wenigen Minuten waren die fünf Toa Hordika völlig umzingelt. Lanius beobachtete die Drohgebärden der fünf Toa aus seiner Position heraus. Der Wortwechsel zwischen ihnen war für den Todeshändler ohne Bedeutung. Für ihn zählte nur das was er sehen konnte. Von der anderen Seite lag Noctis auf der Lauer. Das Gewehr entsichert und den Finger am Abzug. Genau wie sein Kamerad wartete er auf den richtigen Zeitpunkt. In dem ganzen Tumult blieben die Maschinenkanonen unbemerkt. Hinter dem Turm schlichen Luna und Moon zu einer geheimen Tür. Für einen Laien war sie nichts anderes als eine von vielen Steinplatten. Eine Leiter führte einige Meter nach unten und endete in einem Gang. Dieser führte etwa dreihundert Meter weit zu einer weiteren Leiter. Luna machte noch einmal kehrt und stellte neben dem Eingang zum Geheimgang die erste Maschinenkanone auf. Als sie damit fertig war kletterte sie in den Gang zurück. Vor der zweiten Treppe hatte Moon die zweite Maschinenkanone aufgestellt und eingerichtet. Nun stiegen beide Todeshändlerinnen die Leiter hinauf in den Raum voller Steuereinheiten, Schalter, Bildschirme und Tastaturen. Der Staub belegte das dieser Raum wirklich nur Eingeweihten bekannt war. Auch schien alles zu funktionieren. Nach einander erwachten die Bildschirme und Lichter zum Leben und die Bilder der Kameras bauten sich auf. Moon setzte sich vor das Hauptpult und verband die Kameras des Kolosseums mit dem Headset ihres Helms. Nach wenigen Sekunden konnte sie jetzt alles sehen was sich in den Sichtfeldern der Kamera befand. „Bereit?“ erkundigte sich Luna. „Bereit,“ erwiderte Moon, „verkabelt und vernetzt!“ „Fertig?“ fragte Moon. „Fertig,“ bestätigte Luna, „die Sprungbits sind angelegt und einsatzbereit!“ „Gut,“ lächelte Moon zufrieden, „der Lastenaufzug ist zu uns unterwegs, mit dem bringe ich dich dann auf die richtige Höhe.“ „Viel Glück,“ verabschiedete sich das Mädchen als ihre Kameradin in den Lastenaufzug stieg. „Danke, das werde ich auch brauchen,“ entgegnete Luna und schloss die Türen von innen.


Durch das Zielsuchsystem seines Gewehres konnte Noctis Vakama klar erkennen. Gerade brach der Hordika eine Spitze von der Plattform ab und schleuderte sie auf seine ehemaligen Brüder. Der Todeshändler folgte dem Wurfgeschoss und sah wie es wenige Meter vor den anderen Hordika im Boden stecken blieb. Wenn dies keine Herausforderung war? „Wir sind bereit,“ erklang es in den Helmen der Todeshändler, „jetzt kann die Party beginnen!“ „Prima,“ bestätigte Noctis, „Lanius und ich sind in Stellung gegangen und warten auf den richtigen Zeitpunkt.“ Jetzt fuhr auch die Aufzugplattform wieder hoch. Vom geheimen Kontrollraum aus behielt Moon die Szenerie im Auge. „Schießt doch bitte nur auf euch,“ brummte die Todeshändlerin genervt, „nicht auf die Kameras ihr Idioten!“ „Moon an Luna,“ funkte sie über ihr Headset, „du bekommst Besuch, dieser Keetongu klettert im Schatten des Turms hoch.“ „Ok danke,“ bestätigte die Todeshändlerin, „dann müsste Roodaka auch gleich reagieren.“ Die Aufzugplattform hielt und ein Gespräch zwischen Sidorak und Roodaka klang hinauf. Dies war das Zeichen auf das die Todeshändlerin gewartet hatte. Sie kletterte in eine Position von wo aus sie Vakama und die fünf Rahaga gut sehen konnte aber selbst nicht gesehen werden konnte. Im Hof begann ein erbitterter Kampf zwischen den Hordika und den Visorak. Noch konnten sich die fünf Toa halten. So nahm die Zahl der zerstörten Visorak stetig zu. Die Todeshändler hatten alle Hände voll zu tun die Schlacht zu überwachen. Doch bot sich noch keine Gelegenheit um ihr Ziel in die Tat um zu setzen. Außerhalb der Wirren der Schlacht sah es jetzt anders aus. Roodaka hatte Sidorak zurück gelassen und überließ ihn dem Wesen Keetongu. Der entmachtete König sah seinem Ende entgegen als sich die gewaltigen Fäuste über ihm erhoben. Er schrie laut auf doch jetzt geschah etwas mit dem Sidorak nicht gerechnet hatte.

Kapitel 10: “Der Schrecken erwacht“


Die Todeshändlerin stand rechts neben dem König der sie noch nicht bemerkt hatte. Sie nahm ihren Helm ab so das die große Gestalt ihr wahres Gesicht sehen konnte. Mit einem finsteren Lächeln im Gesicht zog sie ihre Pistolen, zielte und betätigte die Abzüge. Sidorak schritt nach hinten als der Koloss vor ihm zu taumeln begann. Die gewaltigen Arme verloren ihre Kraft und sackten nach unten. Schwer atmend fiel Keetongu auf die Knie und kippte zur Seite um. Die junge Frau schritt auf den schwer atmenden Koloss zu und sah ihm in die Augen, „wie ist es der erste zu sein, wenn der Schrecken erwacht?“ Mit einem emotionslosen Gesicht setzte die Todeshändlerin dem großen Rahi den Gnadenschuss. Nun setzte sie wieder den Helm auf, „folgen sie mir Majestät, ich denke sie möchten doch sehen wie die Verräterin untergeht?“ Sidorak nickte und folgte der merkwürdigen Matoranerin. Die Toa Hordika kämpften weiter. Mit Mut, Entschlossenheit und Ehre. Sie brachten immer wieder weitere Visorak zu Fall doch die Masse der Kreaturen schien nicht weniger zu werden. Minute um Minute schloss sich der Kreis. Jetzt gab es kein Zurück mehr. Erneut waren sie umzingelt und der Ringe aus Visorak zog sich immer enger. Jetzt war es so weit, jetzt könnte sich der Moment ergeben auf den die Todeshändler geduldig gewartet hatten. Rahaga Norik flog hinauf in den vernebelten Himmel. Die lange Stange hing noch dort aber wo waren seine Brüder und seine Schwester? „Norik wird seine Brüder hier oben nicht finden,“ sprach eine Stimme eiskalt und finster, „so etwas in der Art habt ihr schon mal gehört!“ Der Rahaga erblickte eine Matoranerin in einer Rüstung die er nicht kannte. „Wer seit ihr?“ fragte Norik schockiert, „ihr seit eine Matoranerin, warum kämpft ihr auf der Seite des Feindes?“ „Ich bin keine Matoranerin,“ erwiderte die Frau in der Rüstung, „und für mich gibt es hier nur Feinde!“ Norik erzitterte als er die Körper seiner Brüder und seiner Schwester auf einem Haufen liegen sah, „sind sie,...sind sie,...bitte sagen sie es nicht!!“ „Ja sie sind es,“ entgegnete die Stimme finster, „und du wirst ihnen bald folgen!“ Ein Ruck fuhr durch den Rahaga, ein stechender Schmerz folgte. Norik spürte wie ihn die Kraft verließ und er unsanft auf der Plattform fiel. Sein Bild wurde immer verschwommener, schließlich verlor er das Bewusstsein. „Wenn ihr wieder aufwacht,“ kicherte die Todeshändlerin mit sich zufrieden, „findet ihr euch in einer Kapsel unter dem Kolosseums wieder.“ „Darüber dürftet ihr euch freuen,“ beendete sie den Satz, „denn das Schicksal anderer endet hier und heute!“ Sie legte das Seil wieder an und wandte sich über Funk an Moon, „bring mich auf Höhe und geh in die zweite Phase über.“ „Wird erledigt,“ bestätigte Moon, „beginne danach mit Phase Zwei.“ Unten im Hof kamen die Kämpfe zum erliegen. Die Toa Hordika gaben auf, nun erschien Roodaka auf einem noch größeren Spinnenwesen. Sie stieg von dem Geschöpf ab und schritt siegessicher auf die fünf Hordika zu. „Jetzt ist es gleich so weit,“ flüsterte Noctis und sein Zielsuchsystem wanderte abwechselnd über die Toa und Roodaka, „jetzt fehlen nur noch dieser Vakama und dieser Matau.


Lanius sah durch das Wärmebild die Umrisse der fallenden Hordika im Nebel. Der Finger ruhte am Abzug und das Zielsuchsystem erfasste den stetig sinkenden Abstand zum Ziel. Der Todeshändler musste genau zielen denn dieser Matau durfte nicht auf der Stelle sterben. Er musste noch am Leben sein wenn er Roodaka vor geführt wurde. Erst dann durfte er der Verletzung erliegen. Der Todeshändler atmete noch einmal ruhig ein und aus, dann schoss er. Roodaka wartete angespannt auf Vakama. Nun er schien er neben ihr und stieß den stark geschwächten Matau zu den anderen Toa Hordika. Eisige Stille erfasste alle anwesenden, keiner brachte ein Wort heraus. Nur das leise Wimmern von Nokama und das wütende Knurren von Whenua war zu hören. Sie knieten über Matau und hielten seine Hände. Sein Herzstein begann zu flackern, immer ungleichmäßiger und schließlich erlosch er. Jetzt zielte Noctis und betätigte den Abzug. Die Hordika waren zu allem bereit, dass Vakama so weit gehen würde. Besonders Nokama hielt ihren Zorn jetzt nicht mehr zurück. Wieder zuckten alle zusammen. Die Hordika sahen auf Roodaka, aus einem kleinen Loch in deren rechten Brusthälfte lief eine silbrige Flüssigkeit. Die Herrscherin neigte ihren Kopf schweigend nach unten und legte ihre Hand auf die Verletzung. Sie begann zu wanken und sackte in sich zusammen. Der rote Herzkristall fiel auf den Boden und blieb einen Schritt zwischen der zuckenden Roodaka und den Hordika liegen. Drei Matoraner in fremdartigen Rüstungen schritten durch die Reihen der Visorak. Die Kreaturen blieben wie erstarrt stehen. Nokama schrie und feuerte einen Rhoduka Spinner ab. Diese fremdartigen Matoraner gingen einfach weiter. Das Geschoss ging durch sie hindurch als ob sie nicht existieren würden. Einer der Visorak jedoch brach kreischend zusammen. Nuju schlug mit seiner Eisklinge nach dem Fremden der direkt auf ihn zu lief. Als wäre die Gestalt aus Luft, schnitt die Klinge ins leere. Nun ließ Luna sich von der Aufzugplattform fallen. Der Boden kam näher und näher. Sie konnte den Herzkristall sehen. Das Seil strafte sich und riss die Todeshändlerin wieder in die Höhe. In ihren Händen hielt sie den Herzkristall fest umschlossen. Die Hordika verloren die Fassung und schlugen um sich. Im Hof vor dem Turm brach des völlige Chaos aus. Die Visorak begannen sich gegenseitig zu bekämpfen und die Toa schienen auch jeden Halt verloren zu haben. Dazwischen wandelten ungestört die geisterhaften Gestalten.


Aus dem Chaos entwickelte sich eine Panik und die Visorak stürmten auf das Tor zu. Die beiden Maschinenkanonen begannen zu feuern. Ein verheerendes Kreuzfeuer verwandelte die Kreaturen in Siebe. Silbrige Flüssigkeit spritzte um her und Gliedmaßen rissen ab. Die Waffen kamen wieder zu Stillstand. Das jämmerliche Pfeifen und Klicken der verendenden Visorak halte durch den Hof. Nur wenige Kreaturen waren den bösartigen Maschinen entkommen, die Horde der Visorak hatte auf gehört zu existieren. Noctis visierte Nuju an und behielt ihn im Fadenkreuz. Lanius nahm Whenua aufs Korn. Nokama erkannte jetzt das Vakama nicht der Mörder von Matau war. „Diese Geister haben unseren Bruder geholt,“ schluckte die Toa Hordika, „und sie werden auch uns holen.“ In dem Moment fiel Nuju mit einer verzerrten Drehung um. Dann stolperte Whenua nach vorne und sackte zusammen. Vakama und Nokama blickten in den Himmel. „Sie sind noch nicht von uns gegangen,“ sprach Nokama, „ihre Geistersterne leuchten noch!“ „Diese Welt ist nicht mehr die Eure,“ erklang es aus der Tür im Turm, „ihr werdet hier nicht mehr gebraucht!“ Eine geisterhafte Gestalt trat aus dem Turm und eine genau identische aus dem Hof auf die letzten beiden Hordika zu. „Das was ihr für Geister gehalten habt,“ sprachen die Geschöpfe paralel, „ist ein Hologramm, eine Täuschung.“ In diesem Moment verschwand die Gestalt die vom Tor gekommen war. Die aus dem Turm stand noch immer da. „Ich sage es ihnen weil sie sich bald an nichts mehr erinnern werden,“ bemerkte die Gestalt und zog ihre Pistolen, „ihr werdet wieder mit euren Freunden vereint sein, das verspreche ich euch.“ Mit einem guten Gefühl betätigte die Todeshändlerin die Abzüge und die letzten beiden Hordika fielen auf die Knie. „Es war mir eine Ehre dich Bruder genannt zu haben,“ weinte Nokama. „Und mir war es eine Ehre dich meine Schwester nennen zu dürfen,“ erwiderte Vakama mit traurigen Augen, „das es so enden sollte, hatte unser Schicksal nicht vorgesehen.“ Leiste kippten die Hordika zur Seite weg auf den Boden des Kolosseums. Der Morgen brach an und von all den Spuren des nächtlichen Kampfes war nichts mehr zu sehen. Die Todeshändler hatten ihr Lager in der Ruine geräumt und fuhren nun wieder Richtung Ga Metru davon. „Einen Moment noch,“ bemerkte Moon und hielt die Gruppe an, „sollten wir nicht zusehen wie sich unsere Mission abschließt?“ „Gut,“ meinte Noctis und drehte sich mit den anderen um. Nun drückte die junge Todeshändlerin den Zünder. Der Knall war weit hin zu hören und beinahe in Zeitlupe brach das mächtigste Gebäude Metru Nuis zusammen. Das Kolosseum verwandelte sich in eine Staubwolke und gehörte nun der Vergangenheit an. Die Furno Bikes verschwanden in den Straßenschluchten Ga Metrus. Erst nach dem sich der Rest der Staubwolke gelegt hatte fuhren die Todeshändler zurück nach Le Metru. Zurück in das Lagerhaus und den Versorgungstunnel. Die Luke des Shuttles schloss sich und der Raum hob sich.

Epilog:


Der Raumkreuzer entfernte sich von dem Planeten. Moon blickte aus dem Panoramafenster auf Aqua Magna herab. „Ich wünsche euch da unten alles gute in eurem neuen Leben,“ flüsterte sie kaum hörbar, „ich hoffe ihr werdet es genießen können.“ Das Mädchen verließ die Bordkantine und schritt auf das Zimmer des Kommandanten zu. Auch wenn sie mich heute entlassen, dachte sie sich, habe ich das richtige getan. Unschuldige zu bestrafen nur dann wenn es unausweichlich ist, wiederholte sie in ihrem Kopf und in der Sache gab es schließlich einen anderen weg. Diesen Weg war Moon gegangen und dafür würde sie einstehen. „Fräulein Bloodgood,“ erklang es aus der Sprechanlage, „bitte eintreten.“ Mit gehobenem Haupt trat das Mädchen in das Zimmer. „Ich habe ihren Bericht gelesen und ich muss sagen,“ betonte der Agori in Uniform streng, „das ich mir sorgen machen muss.“ „Das man sie in irgend einem dieser öden Labore verlegt,“ fuhr der Kommandant jetzt mit freundlicher Stimme fort, „ich fände es Schade wenn sie ihre Rüstung gegen einen Laborkittel tauschen würden.“ „Ich habe eine Bitte an sie,“ flüsterte der Agori leise, „behalten sie den Teil des Berichtes über die Toasteine zurück, unsere Wissenschaftler sind für so ein Wissen noch nicht bereit.“ „Ja Sir,“ strahlte Moon und salutierte, „vielen dank für ihren Rat, ich werde mich daran halten.“ Wieder in ihrem Zimmer schlug sie die Mappe auf. Moon suchte den Absatz über die Toasteine und las ihn noch einmal. „Die Toa Steine können nicht nur aus einem Matoraner einen Toa machen,“ wiederholte sie ganz leise, „sie können auch einen Toa zurück in einen Matoraner verwandeln.“ „Ja, das können sie wenn man weiß wie es geht,“ flüsterte sie in ihr Kopfkissen, „wenn man weiß wie es geht.“ Lanius saß in der Badewanne und dachte nach. Wie oft hätte man Leben bewahren können und es nicht nehmen müssen? Warum musste erst diese junge Todeshändlerin zeigen das es auch andere Wege gab. Wissen konnte gefährlich sein oder sogar verboten. Aber verbotenes Wissen konnte auch zu einem guten Zweck genutz werden. Jetzt brauchten die zukünftigen Todeshändler keine Toa mehr zu töten. Man konnte sie mit den Toasteinen wieder zu Matoranern werden lassen. Warum kam in den elf Generationen der Todeshändler niemand auf diese Idee? Warum erst heute und warum eine neunzehnjährige Agori?


Mein Schädel brummt,“ beklagte sich der Matoraner und fasste sich an den Kopf, „was ist passiert und wo bin ich?“ Er torkelte benommen zum Wasser und stürzte sich in das kühle Nass. „Was?!“ schrie der Matoraner auf als er sein Spiegelbild erblickte, „wieso bin ich wieder ein Ma,...ein Matoraner?“ „Das können wir dir auch nicht sagen,“ lächelte eine hübsche junge Matoranerin aus Ga Koro, „aber wir sind jetzt wieder das was wir einmal waren.“ „Nokama?!!“ stammelte der Matoraner, „ich dachte wir,....“ Nokama schüttelte den Kopf, „ach Matau, nicht gleich Ohnmächtig werden.“ Vakama saß neben Whenua im Sand. „Ich weiß nicht was ich von alle dem halten soll,“ meinte der Matoraner, „es ist alles so seltsam.“ „Ich habe gehört das ein Schmied in Ta Koro gesucht wird,“ lächelte Vakama und stand auf, „ich sollte mich dort mal melden.“ „Jetzt beginnen wir wieder ein neues Leben,“ bemerkte Whenua, „und irgend wie scheint sich unsere Bestimmung doch erfüllt zu haben.“ Vakama kam gerade rechtzeitig in Ta Koro an, um die erste Ansprache des neuen Dorfältesten zu hören. Nach dem ende der Feierlichkeiten besuchte Vakama das neue Dorfoberhaupt. „Norik?!“ entglitt es dem Matoraner, „du bist kein Rahaga mehr!“ „Ja,“ grinste Norik und bot Vakama eine Tasse Tee an, „ich bin jetzt ein Turaga, wie meine Brüder und meine Schwerter.“ „Habt ihr auch diese große Lücke in euren Erinnerungen?“ erkundigte sich Vakama neugierig. „Ja, das haben wir,“ erwiderte Norik, „doch wir leben wieder in Frieden und Wohlstand mit all den Matoranern.“ „Das ist war,“ bestätigte Vakama zufrieden, „und ich freue mich auf mein neues Leben.“ „Was hast du vor?“ wollte Turaga Norik wissen, „ ich muss mich in mein neues Amt einarbeiten.“ „Ich werde eine Reise machen,“ überlege Vakama und lächelte zufrieden, „ich möchte die Insel Mata Nui besser kennenlernen.“ „Ich werde Nokama, Whenua, Nuju, Matau und Onewa besuchen,“ freute sich der Matoraner, „und dann werde ich wieder das tun was ich am besten kann!“ „Eine Gruppe Helden anführen?“ bemerkte Turaga Norik. „Nein,“ meinte Vakama und zog einen Hammer aus seinem Beutel, „ich werde wieder Masken schmieden.“

Nachwort:


Ein mancher meint das es nur einen Weg gibt ein bestimmtes Problem zu lösen. Ohne Gnade alles aus zu löschen. Den Tod unter den Feind bringen und dies im Namen der Rechtschaffenheit. So geschah es elf Generationen lang. Und dennoch folgten die Todeshändler seit je her einem Prinzip das besagte;

„Nur wer Leben gegeben hat, darf auch Leben nehmen!“


In den elf Generationen vor mir beschränkte sich dieser Grundsatz darauf das nur der oder die Agori den Dienst im Namen der 1.000 Jährigen Bruderschaft antreten durfte, wenn er oder sie das genetische Erbe an einen nächsten weiter gegeben hat. Kurz gesagt durfte nur ein Vater oder eine Mutter für die Bruderschaft zur Waffe greifen. Ja so wurde es seit der Gründung der Bruderschaft von einer in die andere Generationen weiter gegeben. Auch ich habe mein Erbe weiter gegeben. So wie es der Ritus festlegt Die 1.000 Jährige Bruderschaft beruht auf einem eigenen Gesetzt, sie hat ihre eigenen Richtlinien. Dieses Gesetz und die Richtlinien haben bis heute bestand. Das Relikt einer alten Geheimgesellschaft. Und niemand in Bruderschaft wird daran denken das alt bewerte auf zugeben.Und niemand dachte bis her daran das man auch auf eine andere Weise Leben geben kann.

„Manchmal bedarf es dem Zufall oder dem Schicksal, wie manche es auch nennen. Warum nicht auch neue Wege gehen wenn sich damit doch auch die alten Ziele verfolgen lassen?“


Es ist Zeit um zu denken und einen neuen Weg ein zuschlagen. Zu mindestens das was taktische Wesenszüge im Namen der Rechtschaffenheit betrifft. Denn wer an einem bestimmten Punkt nur ein wenig mehr Gnade walten lässt, natürlich nur wenn es die Situation zulässt, der gibt Leben. Derjenige oder diejenige hat unter Umständen mehr Leben gegeben als jene die durch das flüchtige Vergnügen einer Nacht ihr Erbe weiter gaben.

Gezeichnet;

Moon Bloodgood

Todeshändlerin der 1.000 jährigen Bruderschaft

genannt

Deep Core Soldiers

Hauptrollen:

Soundtrack:


Hellgate London Theme03:15

Hellgate London Theme


0902:37

09. Hellgate London Soundtrack - Ambush


Fight02:48

Fight


0403:00

04. Hellgate London Soundtrack - The Dawn of War

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