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Routine




Dumpfe Schreie. Ein seltsam unangenehm knackendes Geräsch. Weit entfernt, aber dennoch markant genug, um es zu bemerken. Dann eine Hitzewelle. Meine Hitzeresistenz sollte das bewältigen können. Teridax ständige Ausbruchsversuche waren anfangs furchterregend. Und was er immer mit den Wärtern anstellte...

Aber mitlerweile waren sie einfach nur noch ermüdend. Selbst wenn der ehemalige Anführer der Bruderschaft der Makuta seine "künstlerische Kreativität" an den Wachen ausübte, erschienen mir die Produkte bei weitem nicht mehr so übelerregend wie früher -obwohl er sich jedesmal selbst übertraf. Es war einfach Routine geworden, lästig aber nicht unbedingt anstrengend.

So... die Nächste rechts... und schon stand ich vor ihm. Eine drei Meter hohe Bestie mit einem abstrus großen Schädel mit Fangzähnen zerriss den armen Matoraner in zwei... drei... vier Hälften.

"Stilvoll!"

Der Schädel wandte sich zu mir. Ein Grinsen von einer Backe zur anderen, so freundlich, dass man kaum den Fuß bemerkte, auf dem er genüsslich rumkaute.

"Er hatte nicht gelogen als er sagte, dass er zu zäh sei, um mir zu schmecken. Er hatte sogar den Anstand, sich nicht in die Rüstung zu pinkeln."

"Tohrra. Ein guter Soldat. Er sollte eigentlich in einer Woche zum Hauptmann befördert und an die Oberfläche versetzt werden."

"Tja, Pech für ihn." Die Bestie schluckte den Fuß runter und pulte zwischen den Zähnen nach Metallstücken.

Tadelnd sah ich ihn an: "Du wirst morgen aber mächtig Sodbrennen kriegen."

"Kann schon sein. Aber das war´s wert." Mit einem ächzen legte sich das Vieh auf die Seite und streckte die Beine von sich wie ein schläfriger Energiehund. Ein durchaus drolliger Anblick für ein drei Tonnen Metallkonstrukt besessen von dem wahnsinnigen Geist des gefürchtesten Makuta überhaupt.

"Wenn du meinst."

"Ich habe nie verstanden, warum ihr nicht Wachen vor meiner Zelle postiert oder sie zumindest besser ausrüstet -ich meine, diese komischen Gewehre haben mir schon ordentlich in Bauch gezwickt, aber mehr auch nicht." Teridax hob fragend eine Braue an.

"Personalmangel, Geldmangel, Zeitmangel, Waffenregelungen. Es gibt viele Gründe."

"Du scheinst mir nicht besonders überzeugt davon."

"Ich denke, dass da ein tieferer Sinn hintersteckt, der sich hinter dieser ganzen Bürokratie versteckt."

"Eure Bürokratie basiert auf Regeln, die wiederum auf Schweigen, Lügen und Mord basieren."

"Ich bezweifle stark, ob ausgerechnet ein Irrer, der für den Tod und die qualen Tausender verantwortlich ist und sich täglich daran erfreut, mir Moralpredigten halten sollte." Ich atmete tief ein und aus: " Also, wir haben das spiel schon so oft gespielt: Wirst du freiwillig in deine Zelle zurückgehen oder soll ich dich bewusstlosprügeln und dorthin schleifen."

Träge stand der Koloss auf. Gähnend kratzte er sich den Bauch. Er warf einen sehnsüchtigen Blick auf einen der Kadaver: "Kann ich nicht noch ´was essen?"

"Ich fürchte nein!"

"Ich glaube, dann nehme ich prügeln und schleifen, bitte."

Eine Kralle fuhr auf mich hernieder. Ein Energieschrei konnte mich noch knapp retten, obwohl er ihn nur ein paar Schritte zurücktaumeln ließ.

Dann wurde mir schwindelig. Schwärze. Desorientierung. Meine Augen hielt ich starr offen. Dann eine Gestalt. Ein Toa des Feuers rannte mit seinem Schwert auf mich zu. Ich ließ seine hau zersplittern und rammte ihm kurzerhand sein eigenes Schwert ins Herzlicht. Ich wurde gepackt. Ein Toa der Erde und einer des Steins hatten mich eisern im Griff. Ein Toa der luft stand plötzlicch vor mir bereit mir seine Axt in den Schädel zu rammen. Seine miru schaute ziemlich dumm als er von meinem Hitzeblick getroffen wurde. Nicht minder verdutzt sahen die beiden anderen aus, als ich jeden von beiden einen Dolch in den Hals trieb. Der mit der Pakari starb sofort, der andere röchelte erbärmlich, erzeugte aber ein Erdbeben, dass mich von den Beinen riss. Nun bekam ich keine luft mehr. Man hatte eine Wasserblase um meinen Kopf geformt. Verschwommen erkannte ich eine blaue Kaukau. Eine weiße Gestalt trat hinzu. Plötzlich wurde ich von Schmerzen gepeinigt. Ich wollte schreien, konnte aber nicht, da alles vereist war. Blind und verzweifewlt schleuderte ich mit Kettenblitzen um mich. Ich hatte wohl getroffen, denn nun konnte ich mich mit einem Energieschrei befreien. Der Toa des Eises war tot, die Toa des Wassers war schwer getroffen. Eine giftige Nebelwolke, die ich ihr entgegenspie, tötete sie letztendlich. Ich musste zugeben, dass dies eine illusion vom Feinsten war.

Als ich wieder in den unterirdischen Gängen stand, wurde ich von Teridax umgesprungen. Er setzte dazu an mir die Kehle rauszureißen, doch stattdessen jaulte er durch den Laserstrahl schmerzhaft getroffen laut auf. Ich sperrte ihn in ein Stasisfeld.

Ich musste nach Atem ringen. Die Illussion war zu viel. Untypisch stark, selbst für jemanden wie Teridax, der schon immer dafür bekannt war, der Meister der Täuschungen und Schatten zu sein.

Aus Hasserfüllten Augen starrte er mich an. "Du hast so ziemlich jede Kraft genutzt, die einem Makuta zur Verfügung steht- nur eine nicht."

"Ich habe mich schon lange vom Schatten abgewendet."



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